Was ist das?

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Digedag
Digedag
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Hallo,
ich habe ein Anliegen:
Der im verlinkten Video zu sehende Mann improvisiert 10 Minuten lang zu dem bekannten Choral "Großer Gott wir loben dich".
Ab 4:40 spielt er dann so etwas Marschmäßiges. Wie macht er das?


Viele Grüße
euer Digedag
 
P
Prinzregent Luitpold
Guest
Improvisiert ist das sicher nicht. Wirkt ganz als Thema und Variationen durchkomponiert. Die sehr schnelle und virtuose Variation (wechselnd auch im 6/8 Takt) ist auch kein rechter Marsch. Also gar keiner Aber wurscht. Tolle Aufnahme. Ein positiv Verrückter :super:
 
trombonella
trombonella
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Hi Digedag,

Das ist definitiv kein Marsch. :-D

Das was er dort spielt ist eine Variation die dazu gehört, hab es schon mal gehört und auch die Noten gesehen. Ich werde mal auf die Suche gehen und werde dann näheres erläutern.

Kann allerdings was dauern also nicht wundern das du nicht schnell Antworten von mir bekommst. ;-)

LG trombonella
 
M
Monique
Guest
Ich hab mal ne dumme Frage !
Ich habe mir den Link von Digedag mal angehört , Frage : Warum muss man an der Orgel immer so viele Knöpfe ziehen ? Ich hab von Orgeln nicht die geringste Spur einer Ahnung . Ihr könnt mich jetzt auslachen ,aber ich wüsste es doch gern mal.
 
cwtoons
cwtoons
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Die Knöpfe sind die Klangregelung. Viele Knöpfe = umfangreiche Klangregelung = vom Spieler nicht mehr zu betätigen.

Das ist so ähnlich wie beim Klavier. Da braucht man einen Seitenblätterer, einen page turner.

CW
 
M
Monique
Guest
Ist dieses Klangerzeugnis sowas, wie das Pedal beim Klavier ? Ich glaube ich muss mich mal bei Wiki schlau machen .
 
Rheinkultur
Rheinkultur
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Ich hab mal ne dumme Frage !
Ich habe mir den Link von Digedag mal angehört , Frage : Warum muss man an der Orgel immer so viele Knöpfe ziehen ? Ich hab von Orgeln nicht die geringste Spur einer Ahnung . Ihr könnt mich jetzt auslachen ,aber ich wüsste es doch gern mal.
Dich lacht keiner aus und dumm ist die Frage auch nicht. Die Knöpfe heißen Register und dienen dazu, den niedergedrückten Tasten unterschiedliche Klangfarben zuzuordnen. Nicht alle Orgeln verfügen über Spielhilfen wie Koppeln zwischen den verschiedenen Klaviaturen, zu denen außer den Manualen auch eine Pedaltastatur gehört. Je nach Größe der Orgel gibt es eine Fülle von gut oder weniger gut klingenden Registerkombinationen, die mit Setzeranlagen auch vorab gespeichert und mit einem Knopfdruck vom Spieler selbst abgerufen werden können. Da das Ziehen und Abstoßen mehrerer Register Zeit kostet und vom Spieler allein oft nicht mehr ausgeführt werden kann, erledigt dies fallweise ein Registrant oder auch deren zwei - vor allem bei aufwendig zu registrierender spätromantischer oder zeitgenössischer Literatur ist diese Mitwirkung (gerade bei Konzerten) unverzichtbar. Nicht jedes Instrument ist mit einer Setzeranlage oder vorab einstellbaren Freien Kombinationen ausgestattet - die im Video gespielte Orgel ebenfalls nicht.

LG von Rheinkultur
 
M
Monique
Guest
Ach lieber Rheinkultur , ich danke Dir für Deine ausführliche Erklärung . Ich stell mir nun Orgelspielen sehr schwierig vor . Da bleib ich doch lieber bei meinem Klavierchen .
Wer Orgel spielt ,dem werde ich ab sofort mit äusserster Hochachtung begegnen .
 
klaviermacher
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Ich hab mal ne dumme Frage !
Ich habe mir den Link von Digedag mal angehört , Frage : Warum muss man an der Orgel immer so viele Knöpfe ziehen ? Ich hab von Orgeln nicht die geringste Spur einer Ahnung . Ihr könnt mich jetzt auslachen ,aber ich wüsste es doch gern mal.
Um die Klangfarbe zu ändern benötigt man mehr oder weniger Pfeifen pro Taste. Mit den Knöpfen aktiviert man zusätzliche Pfeifen für die Klaviatur einer Tastenebene. Eine Tastenebene nennt man Manual. Sind mehre Knöpfe aktiv während man einen Ton spielt ertönen jeweils mehrere Pfeifen, die zueinander stimmig sind. Die Pfeifenreihe, die mit dem Knopf aktiv wird kann in gleicher Tonhöhe sein oder aber eine Oktave höher oder tiefer als auch Quinten und andere Intervalle bilden. Es gibt Pfeifen aus Holz und Pfeifen aus Metall. Diese Orgel hat 2 Manuale für die Hände und 1 Manual für die Füße. Einige der Knöpfe sind dazu da um die Manuale zu koppeln, so dass man wie von Geisterhand bewegte Tasten sieht. Das ist nur eine grobe Übersicht ;-)

LG
Michael
 

Digedag
Digedag
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Rheinkultur hat sehr gut erklärt :-)
 
Digedag
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Ebenfalls der Klaviermacher :-)
 
Rheinkultur
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Ist dieses Klangerzeugnis sowas, wie das Pedal beim Klavier ? Ich glaube ich muss mich mal bei Wiki schlau machen .
Das rechte Pedal ermöglicht die Aufhebung der Saitendämpfung. Das linke Pedal dient der Verschiebung der Mechanik, um die Saitenchöre nicht zur Gänze in Schwingung zu versetzen und damit den Klang zu verändern. Das manchmal anzutreffende mittlere Tonhaltepedal dient dazu, nur bestimmte Töne nachklingen zu lassen. Saiten und Dämpfung besitzt eine Orgel nicht, vielmehr ist das Pedal eine mit den Füßen voll spielbare Klaviatur. Im 19. Jahrhundert wurde ein Pedalflügel entwickelt, für den mehrere mittel- und westeuropäische Komponisten (Schumann und Gounod gehörten dazu) auch komponiert haben. Es hat sich durchgesetzt, Organisten diese Literatur spielen zu lassen.

Das Cembalo besitzt ebenfalls Pedale, mit denen unterschiedliche Register abgerufen werden können, die hier als (Register-)Züge bezeichnet werden.

LG von Rheinkultur
 
M
Monique
Guest
Ich glaube Micha auch . Ich werde mir den Link jetzt noch mal ganz genau anschauen und schauen was der Orgler da so macht .
Danke für Eure Erklärungen . So langsam komme ich dahinter , wenn ich das richtig verstanden habe .
Liebe Grüsse Monique
 
Digedag
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Ich könnte den Leo Ravensbergen auch mal anschreiben :-)
 
klaviermacher
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Das rechte Pedal ermöglicht die Aufhebung der Saitendämpfung. Das linke Pedal dient der Verschiebung der Mechanik, um die Saitenchöre nicht zur Gänze in Schwingung zu versetzen und damit den Klang zu verändern. Das manchmal anzutreffende mittlere Tonhaltepedal dient dazu, nur bestimmte Töne nachklingen zu lassen. Saiten und Dämpfung besitzt eine Orgel nicht, vielmehr ist das Pedal eine mit den Füßen voll spielbare Klaviatur. Im 19. Jahrhundert wurde ein Pedalflügel entwickelt, für den mehrere mittel- und westeuropäische Komponisten (Schumann und Gounod gehörten dazu) auch komponiert haben. Es hat sich durchgesetzt, Organisten diese Literatur spielen zu lassen.

Das Cembalo besitzt ebenfalls Pedale, mit denen unterschiedliche Register abgerufen werden können, die hier als (Register-)Züge bezeichnet werden.

LG von Rheinkultur
Nur beim Flügel!
Beim Pianino verkürzt das linke Pedal den Abstand der Hämmer zur Saite.

LG
Michael
 
M
Monique
Guest
Noch eine Frage : Warum spielt er ein mal oben und dann wieder unten . Sind das verschiedene Tonarten ?
 
Digedag
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Und beim normalen Klavier?
 
Digedag
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Nein, das sind versch. Manuale, die verschieden registriert sind, daher laut bzw. leise sind.
 
 

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