Was haltet ihr von Online Unterricht?

  • Ersteller des Themas Gowenna
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Gowenna
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Findet ihr das gut oder seit ihr der Meinung das kann man sich gleich schenken?
Also kann man damit auch wirklich echt gut werden oder geht das eh nur mit einem realen lehrer?
 
O
Oliveto1973
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Ich habe mir zu Anfang das auch überlegt und habe mich dann doch für die Realvariante mit richtigem Lehrer entschieden. Für mich persönlich ist es, denke ich, der bessere Weg weil der Lehrer viel individueller auf meine persönlchen Wünsche und auch Bedürfnisse eingehen kann. Nebenbei übe ich ja auch noch Sachen ein die ich nicht vorher mit dem Lehrer abgesprochen habe. Ich kann ihn dann bei der nächsten Stunden dazu fragen und ggf auch gemeinsam mit ihm das Stück durcharbeiten.

Gruß

Oliveto
 
S
Sookie
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ich hatte mir die orgma Seite mal angeschaut und fand das Konzept gar nicht schlecht. Als Überbrückung bis zum Ende meines Studiums habe ich das als Alternative in Betracht gezogen. Nun werde ich aber erstmal ein paar Klavierlehrer in natura kennenlernen und dann mal schauen, was ich mache.
 
mos
mos
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Ich bin ja eigentlich ein absoluter Internetfan, aber ich könnte mit Online-Unterricht nichts anfangen. Mir ist da doch der "echte" Lehrer lieber, der sieht, wo es happert oder mir ein direktes Feedback gibt.

Schlecht mag es aber evtl. nicht sein. Ich meine, es gibt ja auch Fernunis usw. Nur für mich persönlich käme es beim erlernen eines Instrumentes nicht in Frage.
 
W
Wiedereinsteigerin
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Ich halte gar nichts davon. Ich bin der Meinung, dass nur ein realer Lehrer, der während des Unterrichts neben dir sitzt, in der Lage ist, den Unterricht so individuell zu gestalten, dass man fundiert Klavierspielen lernt und auch weiterkommt.

Wenn man keine großen Ansprüche stellt und mit ein bißchen Klimpern mehr oder weniger zufrieden ist, dann ok, für mich wäre das aber nix.
 
Babsbara
Babsbara
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Hmm, ich finde die Frage eigentlich nicht gut gestellt. Online-Unterricht kann ich doch nur beurteilen, wenn ich ihn auch kenne. Ich würde mir ja auch nicht anmaßen, den normalen Klavierunterricht zu verteufeln, nur weil er gerade nicht für mich passt oder aus welchen Gründen auch immer nicht in Frage kommt. Zu behaupten, man könne damit grundsätzlich nur "Klimpern" lernen, finde ich wirklich überheblich.

LG,
Babs
 
Viola
Viola
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Da hilft nur: ausprobieren! Why not...

Lernen kann man immer irgendwie irgendwas. Auch mal was Falsches, aber das passiert bei eine RL-Lehrer auch. Das Gute daran ist: niemand kommt dabei zu Schaden - im Gegensatz zu einem Artzbesuch versus Ferndiagnose ....obwohl es da mittlerweile auch sehr positive Beispiele gibt, wo Krankenschwestern mit einem Auto voll Geräten über Land fahren zB in Neuseeland und bei Bedarf Online einen Artz konsultieren, der sich dass dann mal per Video-Cam näher anschaut. Bei einem Herzinfark im Urwald bist Du letztendlich tot, da hilft dann auch kein Hubschrauber mehr... aber bei diversen anderen Dingen, also die restlichen 99% der Fälle kann man noch geholfen werden. Also dann doch besser einen Webarzt statt gar keinem!

Alles Liebe

Viola
 
Babsbara
Babsbara
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Genau so funktioniert mein online-Unterricht, Rolf ;) Nicht live, aber mit Aufnehmen und Hinschicken.

Gruß,
Babs
 

G
Gerbel
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Ich versuche mir gerade vorzustellen wie das funktionieren soll online :confused:
 
Babsbara
Babsbara
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Ich stelle hier mal einen Teil einer PN, die ich neulich geschrieben habe, ein, damit sich ein Interessierter das vielleicht besser vorstellen kann:
  1. Du meldest dich über deren Seite an. Meist bekommst du sofort eine Bestätigung, ich habe dann kurz vorher nochmal Kontakt aufgenommen, um die letzten Fragen (Bankeinzug und so) zu klären. Danach ging es pünktlich los.
  2. Ich bekam per Email den Zugang für meine erste Lektion. Die habe ich runtergeladen, darin ist das Notenblatt und eine mp3-Datei mit den Erläuterungen dazu sowie ggf. noch die Playback-Tracks.
  3. Du übst das (so lange, wie du eben brauchst).
  4. Wenn du meinst, du hast es drauf, nimmst du die Aufgaben, die dir gestellt wurden, auf. Ich mache das mit meinem Laptop und/oder Digi und der Freeware Audacity. Das schickst du dann per Mail an den Lehrer.
  5. Der Lehrer hört sich deine Aufnahme an und spricht Kommentare bzw. Korrekturen dazu. Das passiert sehr zeitnah, meist am nächsten Werktag. Wenn alles okay ist, bekommst du zusammen mit der Korrektur den Zugang für die nächste Lektion.
Ich habe im Mai angefangen und bin jetzt bei Lektion 7. Jede besteht so aus 2-3 Teilen. Die Musik ist Geschmackssache, aber ich habe den Eindruck, dass man am Anfang ohne Volks- und Kinderlieder bei keiner Schule auskommt. Jetzt finde ich es aber doch auch schon recht knifflig. Rückfragen habe ich bis jetzt noch nicht gehabt, ich denke aber, der Lehrer würde auch auf so was eingehen. Du bist eben ganz alleine mit allem, hast nicht den Druck, bis zur nächsten Stunde was zu machen, sondern musst selbst diszipliniert genug sein, um regelmäßig zu üben. Wenn du schon Vorkenntnisse hast, solltest du die mit dem Lehrer absprechen, damit du ggf. entsprechend höher einsteigst.
So geht das :cool: Gerade habe ich übrigens die 7. Lektion mit dem "Karneval in Venedig" beendet und warte nun auf Nr. 8 ...

Liebe Grüße,
Babs
 
rolf
rolf
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ganz offenbar ist das eine Methode, mit der Du für Dich sehr zufrieden bist und damit gut auskommst - übrigens vielen Dank: toll von Dir, dass Du das so ausführlich beschrieben hast.

ich konnte mir das vorher nicht vorstellen, wie das funktionieren soll - aber jetzt ist ja klar, wie das bei Dir geht.

ich vermute, dass die Grenzen dieser Unterrichts- und Lernform bei ansteigendem Schwierigkeitsgrad rasch erreicht sein werden - wird sich zeigen, vielleicht ist´s ja auch nicht so?!

Gruß, Rolf
 
Babsbara
Babsbara
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Ja, Rolf -

ich schließe für mich auch nicht aus, dass ich irgendwann (vielleicht schon nach dem ersten Jahr oder so) auf "analogen" Unterricht umsteige. Wenn ich bis dahin einen Lehrer finde, der Deutsch mit mir spricht ...

LG,
Babs
 
M
mausibaer_st
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Hallo,

ich surfe oft in amerikanischen Foren, dort bin ich gerade vorgestern über einen sehr interessanten Bericht über den ersten Fern-Unterricht einer Userin per Skype gestolpert. Ich finde die Möglichkeit toll, mit einem sonst unerreichbaren Pianisten eine intensive Unterrichtsstunde zu erleben.

Ansonsten kommt es sicherlich auf die Bedürfnisse des Einzelnen an - bei den technischen Möglichkeiten heutzutage würde ich auf jeden Fall nichts grundsätzlich ausschließen oder vorverurteilen.

Falls Ihr den Bericht selbst nachlesen wollt, hier der Link:
http://www.pianoworld.com/forum/ubb...n the Mountain Come To Us? .html#Post1247499

Viele Grüße

Tina
 
Guendola
Guendola
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Ich stelle mir das doch ziemlich kompliziert vor. Da übt man etwas ein und schickt es ab und etwas später trudelt die Antwort ein, mit Vorschlägen, Hinweisen und Korrekturen. Dann übt man danach weiter und später stellt sich vielleicht heraus, daß man die Hälfte falsch verstanden hat. Im direkten Unterricht dagegen kann man sofort versuchen, alles umzusetzen und Mißverständnisse fallen viel schneller auf.

Außerdem würde mir der direkte Kontakt mit dem Lehrer fehlen, es ist für mich nunmal etwas anderes, einem Menschen zu begegnen oder mit einer Person, die ich noch nicht mal kenne, über das Internet zu kommunizieren. Und Klavierspielen ist für mich gelegentlich eine recht intime Angelegenheit, die ich nicht mit jedem besprechen wollte. Ich habe zwar hier im Forum auch einiges preisgegeben, zum Teil aber doch mit großem Unbehagen, denn die Reaktionen sind ja ausschließlich schriftlich, keine Mimik, Gestik, Tonfall oder dergleichen, was man bei persönlichen Begegnungen ja automatisch mit aufnimmt. Und mit ähnlichen Vorbehalten werden ja auch die Antworten geschrieben. Im Unterricht wäre sowas für micht nicht ausreichend. Das Unbehagen bezieht sich im Übrigen auf Kommentare darüber, wie ich spiele, und nicht, wie die Musik die ich mache ankommt. Letzteres kann ich qualitativ ganz gut einschätzen und bin darauf vorbereitet, was mich erwartet, oder werde positiv überrascht.

Insgesamt muß ich aber zugeben, daß ich immer wieder erstaunt bin, wie persönlich Internet sein kann und bei guter Organisation und geeigneter Technik ist Onlineunterricht vielleicht ein gangbarer Weg. Allerdings glaube ich, daß man damit nicht alles erreichen kann, und außerdem halte ich eine regelmäßige persönliche Begegnung mit dem Lehrer für eine ausgezeichnete Übungsmotivation ;)

Die letzte Bemerkung aus dem Bericht ist nicht ganz unwichtig:

"Would the lesson have been better in person?
Possibly, but since I cannot go to the Mountain, moving the mountain here via the internet and Skype was like having peanut butter with jam on top!"

Persönlicher Live-Unterricht statt hin- und herschicken von Dateien ist ja doch etwas ganz anderes als das, was Babsbara beschrieben hat, und trotzdem die kleine Einschränkung, daß es persönlich vielleicht noch besser gewesen wäre.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Babsbara
Babsbara
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Du hast recht, Guendola - es ist eine sehr persönliche Sache. Insbesondere eben, wie man selbst dazu eingestellt ist. Für mich war klar, dass ich sehr gern Klavierspielen lernen möchte, im Unterschied zur Gitarre aber nicht autodidaktisch. Da sowohl die fremde Sprache als auch meine völlige Unkenntnis der Musiktheorie und manchmal etwas ausufernde Arbeitszeiten dem "normalen" Klavierunterricht entgegenstanden, war ich sehr dankbar, als ich von dem Online-Unterricht erfuhr. Diese Information erhielt ich gerade rechtzeitig, als ich am Überlegen war, wie ich das wohl umsetzen könnte, was für mich auch so ein bisschen "Schicksal" zu sein schien.

Ich finde es erstaunlich, wie viel "Nähe" man auch über dieses Medium aufbauen kann. Und meinen Lehrer kann ich da nur loben - er hat wirklich einfach eine sehr nette Art, sich und das Wesentliche mitzuteilen. So sind die Korrekturen keineswegs unpersönlich oder harsch, sondern sehr menschlich (bis hin zur Klingel, die an der Haustür tönt, wenn seine Schwiegermutter davor steht :o).

Um dem Lehrer in der Stunde vorzuspielen, übst du ja vermutlich auch allein über mindestens eine Woche. Und bis jetzt hatte ich auch noch keine Motivationskrise - was auch schade wäre nach nur 4 Monaten. Wie gesagt, ob man ab einem bestimmten Niveau dann vielleicht doch eher den "normalen" Unterricht in Anspruch nimmt, ist ja nie ausgeschlossen.

Meine 8. Lektion, die ich mit der "Verzögerung" von 12 Stunden erhielt :cool:, liegt bereit und besteht aus arpeggierten Akkorden zum Cancan und Swanee River. "Leider" habe ich jetzt 3 Wochen Urlaub und fahre in die USA - so muss mein Lehrer jetzt lange warten...

LG,
Babs
 
sorell
sorell
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Es geht auch live:
http://www.youtube.com/watch?v=rEzdh23aeNk
leider kein Klavierunterricht, dürfte aber genauso funktionieren.

Sieht toll aus! nicht schlechter als ganz normaler Unterricht. Aber mit Klavier.... Wo soll mein Schuler sein Computer stellen, damit ich seine Hände bzw. Beine und seine ganze Haltung sehe. Dann wenn ich ihm etwas Vorspielen will, um zu zeigen, wie das gehen sollte, wo stelle ich mein Computer? Um das ganze Körper mit Klavier zu zeigen, soll der Computer mit der Kamera ziemlich weit stehen.

Gibt es schon Erfahrungen? Ich bin auch sehr gespannt.
 
 

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