Vorbereitung Chopin Op.10 No.3

Redo

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Hallo zämä

Ich will irgendwann mal die im Titel genannte Etüde spielen können. Nun, momentan glaube ich nicht, dass ich das Zeugs dazu habe und möchte mich daher zuerst entsprechend vorbereiten (Wenn das denn überhaupt Sinn macht).

Zuerst eine kleine Übersicht, was ich bereits spiele (Heisst ich treff die richtigen Noten im angegebenen Tempo - Gestaltung der Musik teilweise nicht optimal, arbeite aber mit meinem KL daran):

  • Beethoven - Ode an die Freude (Sehr simple Version)
  • Beethoven - Für Elise (Nur der Anfang, der restliche Teil war damals noch zu schwer und nun habe ich keine Lust mehr)
  • Pachelbel - Canon in D (Aus verschiedenen Versionen was zusammengebastelt)
  • Mozart's Piano Sonata No. 11 in A major, K 331 - Andante grazioso
  • Mozart's Piano Sonata No. 11 in A major, K 331 - Alla turca (Noch nicht ganz auf Tempo)
  • Toshiro Matsuda - Hokage's funeral theme
  • Elton John - Can you feel the love tonight (Arrangement von Kyle Landry - bisher für mich anspruchsvollstes Stück)
  • Yiruma - River flows in you (:eek:)
  • Hot Butter - Popcorn
  • Titelmelodie von Game of Thrones - Ebenfalls ein Arrangement von Kyle Landry. Bin jetzt auf Seite 2 angelangt - die schnellen Arpeggien machen mir etwas Mühe)
  • Blues (Bluesschema I-IV-I-I-IV-IV-I-I-V-IV-I-V in der Linken als 4tel oder 8tel dazu mit der rechten Bluestonleiter reinwurschteln oder paar Licks/Patterns spielen. Alles in C wobei ich das ganze gerade in E am lernen bin zwecks Zusammenspiel mit Gitarre)

Ich weiss, ohne Einspielung sind diese Angaben nicht gerade toll. Werde das bei Gelegenheit nachholen.

Mein Problem in Bezug auf diese Etüde:

Ausarbeitung einzelner Töne eines Akkordes. Bei mir erklingen sämtliche Töne eines Akkordes in etwa gleicher Lautstärke. Folgende Übung vom KL: C-Dur Akkord in Grundstellung. Zuerst das C betonen - anschliessend das E - dann das G. Anschliessend Wechsel in 1. Umkehrung - das C betonen - dann das E. Wechsel in 2. Umkehrung - ja sollte klar sein jetzt.
Mein Problem: Wenn ich versuche, den entsprechenden Finger, welcher den zu betonenden Ton spielt, mit mehr Kraft zu benutzen, habe ich 2 Probleme. Ich spiele alles etwas lauter (Gebe also allgemein mehr "Gas") und der Akkord wird nicht schön gleichmässig angeschlagen (Der zu betonende Ton kommt immer etwas früher als die andern).

Die nächste Lektion ist in 2 Wochen - mein KL im Urlaub. Gestern die Übung wieder gemacht - ich fühl mich motorisch irgendwie behindert. Es will nicht klappen.

So nun endlich meine Fragen an euch:

1. Wie bringe ich die Differenzierung einzelner Töne innerhalb eines Akkordes hin? Habt ihr mir weitere Übungen? Irgendwie ein mentales Bild welches man sich vor Augen halten kann um die Bewegung, die ausgeführt werden muss, besser zu verstehen?
2. Kennt ihr gute Stücke, welche mich auf diese Etüde vorbereiten könnten? Stücke mit ähnlichen Technischen herausforderungen? Am besten natürlich E-Dur.
3. Was haltet ihr von meiner Idee der Vorbereitung? Was wenn ich bereits jetzt mit der Etüde anfangen würde?

Merci & Gruess

Redo
 
rolf

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1. Wie bringe ich die Differenzierung einzelner Töne innerhalb eines Akkordes hin? Habt ihr mir weitere Übungen? Irgendwie ein mentales Bild welches man sich vor Augen halten kann um die Bewegung, die ausgeführt werden muss, besser zu verstehen?
als Bild: Stand- und Spielbein :)
als Übung: bring ohne Ton einen Akkordgriff in den Tastenboden, dann aber lass nur den höchsten Ton ganz unten ("Stützfinger"), die anderen Finger hebst du ca. 1mm an (d.h. sie sind zwar in den Tasten, aber kommen eben nicht ganz unten an) - was du jetzt spürst, ist ein Akkord mit herausgehobener Melodienote: wenn du das hochhebst und in die Tasten fallen lässt, dann hast du deinen gewünschten Akkord mit einem herausgehobenen Ton.

...aber bzgl. der Etüde muss ich dch enttäuschen: mit deinen bisher erarbeiteten Sachen bist du immer noch sehr weit von ihr entfernt.
 
Barratt

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Ich kenne die von Dir genannten Werke außer der Mozart-Sonate und der Elise nicht. Und ich bin auch kein Klavierlehrer und dürfte daher auch keine Tipps geben. Habe aber vor einiger Zeit (auch als "Anfänger") diese Etüde erarbeitet und kann mich noch einigermaßen an die damit verbundenen Herausforderungen erinnern.

1. Es würde sich m. E. empfehlen, erst die Sonate und die Elise komplett einzustudieren. Beiden Stücke halte ich für "leichter" als die Etüde. Möchtest Du nicht vielleicht erst mal was weniger Heftiges von Chopin spielen, um Dich an den Komponisten zu gewöhnen?
2. Die Differenzierung von Einzeltönen im Mehrklang kommt bei Dir vielleicht sinnfälliger rüber, wenn Du nicht einen einzelnen Ton betont lauter spielst (und schon gar nicht an einer Piano-Stelle), sondern die anderen etwas zarter nimmst. Das hat man dann sehr schnell raus und die Melodiestimme erscheint wie von allein.

Die größeren Herausforderungen dieser Etüde würde ich allerdings an anderer Stelle sehen...
Das einzige, was an der "leicht" ist, ist ihr maßvolles Tempo. MEINE Meinung.
 
Troubadix

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Eine Frage: Möchtest du nur den schönen, gesanglichen A-Teil spielen? Falls du dir den Mittelteil auch erarbeiten willst, dann schau dir mal die Doppelgriffe dort an. Ohne reichlich Erfahrung mit Doppelgriffen (die ja hier doch schon in recht ordentlichem Tempo gespielt werden müssen, um effektvoll zu sein), wird dich der Mittelteil ziemlich (über)fordern.

Viele Grüße!
 
Redo

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als Übung: bring ohne Ton einen Akkordgriff in den Tastenboden, dann aber lass nur den höchsten Ton ganz unten ("Stützfinger"), die anderen Finger hebst du ca. 1mm an (d.h. sie sind zwar in den Tasten, aber kommen eben nicht ganz unten an) - was du jetzt spürst, ist ein Akkord mit herausgehobener Melodienote: wenn du das hochhebst und in die Tasten fallen lässt, dann hast du deinen gewünschten Akkord mit einem herausgehobenen Ton.
Danke Rolf. Werde ich versuchen Umzusetzen. Vergeht wahrscheinlich ne ganze Weile bis ich das Gespür dafür entwickelt habe.

...aber bzgl. der Etüde muss ich dch enttäuschen: mit deinen bisher erarbeiteten Sachen bist du immer noch sehr weit von ihr entfernt.
Dachte ich mir bereits :(

1. Es würde sich m. E. empfehlen, erst die Sonate und die Elise komplett einzustudieren. Beiden Stücke halte ich für "leichter" als die Etüde. Möchtest Du nicht vielleicht erst mal was weniger Heftiges von Chopin spielen, um Dich an den Komponisten zu gewöhnen?
Ich habe vor die Sonate fertig zu üben, also auch noch das Menuett einzustudieren und alles sauber und mit dem entsprechenden Tempo spielen zu können. Die Elise lass ich sein, überhaubt keine Motivation da noch Wochen/Monate zu verbraten.

Hmmm... weniger Heftiges von Chopin? Hast du mir konkrete Vorschläge? Höre gerade ein paar Mazurken, bisher klingt alles schwierig ;)

Eine Frage: Möchtest du nur den schönen, gesanglichen A-Teil spielen? Falls du dir den Mittelteil auch erarbeiten willst, dann schau dir mal die Doppelgriffe dort an. Ohne reichlich Erfahrung mit Doppelgriffen (die ja hier doch schon in recht ordentlichem Tempo gespielt werden müssen, um effektvoll zu sein), wird dich der Mittelteil ziemlich (über)fordern.
Nein ich möchte schon die gesamte Etüde spielen können! (Habe mich nicht mit dem Notentext beschäftigt). Ich meine die Stelle, die hier ab ca. 1:54 gespielt wird macht das ganze erst recht interessant.

Aber wie bereits vermutet - und auch bestätigt wurde - ist das wohl doch noch ein zu grosser Brocken für mich. Werde dieses Vorhaben also erstmal zu Seite legen.
Macht ja nichts, ich hab Zeit ;)

Danke für die Tipps!

Gruess
 
Barratt

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Die Etüden sind alle vergleichsweise anspruchsvoll. Meistens wird der schöne a-moll-Walzer (posth) als Einstieg im Chopins OEuvre empfohlen. Der h-moll-Walzer ist auch noch ziemlich machbar (aber nicht ganz so schön ;) ).


Es gibt aber noch viele (barocke, klassische, romantische) Stücke, die Du vorschalten könntest. So was "Richtiges" hast Du (außer KV 331) ja noch gar nicht im Repertoire... Die Sonata Facile (KV 545) wär vielleicht mal als nächstes anzustreben.

Aber bitte, ich bin kein KL, gell!
Da mögen berufenere Personen raten.
 
mick

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Da sind die Geschmäcker unterschiedlich;).
Allerdings! Der a-Moll-Walzer ist in meiner Jahrgangsstufe eines der möglichen Pflichtstücke für Klavier. Ich kann ihn nicht mehr hören! Den h-Moll-Walzer habe ich vor 6 Jahren bei Jugend musiziert gespielt. Ich habe ihn geliebt und mag ihn immer noch.

Nicht oft gespielt werden auch die drei kurzen Ecossaisen, obwohl sie wirklich sehr hübsch sind. Zwar schwieriger als die beiden Walzer, aber doch viel leichter als die Etüde.

LG, Mick
 
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hyp408

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Regentropfen Präludium als einfacher Einstieg in Chopin?

Gruss

Hyp
 
LMG

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Hi Redo ;)

Habe mich früher mal mit der - in Teilen - schönen Etüde E-Dur, op. 10,3, bezeichnet auch als "Tristesse", verarbeitet auch beispielsw. als Lied "In mir klingt ein Lied", beschäftigt.

Denn sie befindet sich auf einer alten Schallplatte, "Chopin for Orchestra", als Klavier - mit - Orch. - Bearbeitung, die ich als Junge bereits sehr gern hörte und liebte.

Ok - meine Vorgeschichte ist eigtl. unwichtig. Was mir auffällt, ist folgendes:

Die Stücke, die Du bereits gespielt hast, müssten für den ersten Teil ( T. 1-20 ) und für T. 62 bis Ende ausreichen. Was dazwischen ist, ist schwieriger, aber das ist kein Grund, Dir Angst zu machen. Denn wenn Du die Etüde "einkreist", kommt ganz von selbst der BISS hinzu, den ( eigtl. nicht gut klingenden, und somit störenden, aber trotzdem zum Werk gehörenden ) Mittelteil ebenfalls Dir zu erarbeiten. Ich würde in Deiner Stelle den Mittelteil bei jedem Spielen aber nicht auslassen, sondern ihn dennoch versuchen, und ihn dabei ggf. vereinfachen, Töne weglassen, usw., ihn aber dennoch versuchen.

Töne, die Du in den ersten Versuchen weggelassen hast, ergänzt Du bei weiteren Versuchen.

hmm. Zum Formalen: Die Tristesse ist somit zwar schwerer als Elise, Regentropfen, und einige Walzer, aber innerhalb der ETÜDEN ist sie m.E. eher eine der leichteren.-

Die Henle-Ausgabe ist übrigens m.E. im Fall der Tristesse NICHT so übersichtlich gesetzt, wie die Einzelausgabe von Schott, mit der ich früher begonnen habe. Dies bezieht sich jedenfalls zumindest auf Teile, resp. auf Teile des A-Teils.

Was ich persönlich als sehr UNANGENEHM zu spielen empfand, waren Takte 56-60, mit den Bass-Gruppen in der linken Hand ganz unten, in Verbindung mit den anderen Stimmen. Die Rhythmisierung dort war eine ARGE GRANATE für mich, damals, als ich mich mit dem Ding beschäftigte...da ich so etwas noch nicht kannte und erst nach langer Zeit hatte es "Klick" gemacht. Aber da ich sehe, dass Du auch rhythmisch fordernde Dinge bereits gespielt hast, hast Du damit wahrscheinlich weniger Probleme , als ich früher.

Zum Hervorheben einzelner Töne in Akkorden:

Versuche, die Akkorde mit einer "Nehmen" - Bewegung, oder einer "Greif"- Bewegung, oder einer "Grapschen / Packen " - Bewegung zu nehmen, denn dabei kannst Du mit jeder möglichen Intensität - von verdammt leise bis verfammt laut - beliebige Finger, einen oder mehrere, hervorheben. Es kann aber sein, dass Du dazu Teile Deiner Gesamt-Technik "umbauen" müsstest, oder "umdenken" müsstest, denn "Nehmen - Greifen - Grapschen / Packen " ist höchst vielseitig verwendbar.

Zum Begriff " Nehmen" noch das folgende, etwas "philosophische" Zitat ( weil manche meinen, z.B. Töne auch durch "Öffnen" oder "Schieben" hervorheben zu können )

"Only if we first TAKE something, we are able to GIVE something. Otherwise, we have nothing to give !"
Und "Geben" wolln wir ja: Gute Music ;)

LG, Olli !
 

mick

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Aber auch nichts Besonderes.

Mein damaliges Programm (Bach: Gavotte aus der 5. Französischen Suite, Chopin: Walzer h-Moll, Berkowitsch: Paganini-Variationen und Casella: Galop final) war nicht das Schwierigste in meiner Altersgruppe. Aber ich habe 25 Punkte bekommen, obwohl ich bei Casella das Ende total versemmelt hab. :D:D (Was ich damals aber gar nicht lustig fand!)
 
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nils1

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Aber auch nichts Besonderes.

Mein damaliges Programm (Bach: Gavotte aus der 5. Französischen Suite, Chopin: Walzer h-Moll, Berkowitsch: Paganini-Variationen und Casella: Galop final) war nicht das Schwierigste in meiner Altersgruppe. Aber ich habe 25 Punkte bekommen, obwohl ich bei Casella das Ende total versemmelt hab. :D:D (Was ich damals aber gar nicht lustig fand!)
Nun gut..., ich habe mit 8(!!) Jahren andere Dinge im Kopf gehabt. Keine Ahnung.., vermutlich laufen oder sprechen lernen :D

Und ich halte überhaupt nichts davon, in diesem Alter einen solchen Lerndruck zu konsumieren. Ich denke, 8 jährige Kinder sollten spielen und Kind sein! Und sich ganz langsam eventuellen Fähigkeiten nähern.

Obwohl ich nicht verleugnen kann, eine gewisse Bewunderung für diese Fähigkeiten zu verspüren.

Mich geht es letztendlich nichts an.
 
S

schmickus

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Nun gut..., ich habe mit 8(!!) Jahren andere Dinge im Kopf gehabt. Keine Ahnung.., vermutlich laufen oder sprechen lernen :D

Und ich halte überhaupt nichts davon, in diesem Alter einen solchen Lerndruck zu konsumieren. Ich denke, 8 jährige Kinder sollten spielen und Kind sein! Und sich ganz langsam eventuellen Fähigkeiten nähern.

Obwohl ich nicht verleugnen kann, eine gewisse Bewunderung für diese Fähigkeiten zu verspüren.

Mich geht es letztendlich nichts an.
Für manche Kinder ist es sicher nichts.
Für manche Kinder ist es genau das Richtige.

Merke: Wir sind nicht alle gleich. Nicht jedem passt Schuhgröße 42.
 
mick

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Und ich halte überhaupt nichts davon, in diesem Alter einen solchen Lerndruck zu konsumieren. Ich denke, 8 jährige Kinder sollten spielen und Kind sein! Und sich ganz langsam eventuellen Fähigkeiten nähern.
Das war für mich kein "Lerndruck". Meine Eltern haben in der Richtung noch nie Druck ausgeübt - ganz im Gegenteil. Ich durfte sogar erst ans Klavier, wenn ich mich draußen ausgetobt hatte. Und in dem Alter habe ich auch nicht mehr als eine Stunde am Tag geübt (glaube ich).
 
alibiphysiker

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Lieber Nils,

du vergisst wohl, dass manche Menschen einfach anders sind als du.
Ich hab mit 8 auch lieber Klavier gespielt und mich vor allem mit (Nichtschul-)Mathematik beschäftigt, als mit irgendwelchen komischen gleichaltrigen Freunden irgendwelche komischen langweiligen Dinge zu tun. Das war zumindest damals meine subjektive (!) Meinung dazu (obgleich meine Kameraden eher das was ich tat langweilig fanden), und keiner soll die eben verwendeten Worte als Angriff werten. Mach nicht den Fehler von dir auf andere zu schließen. Nur weil dir diese Dinge damals keinen Spaß gemacht haben, muss das nicht heißen, dass anderen Leuten diese Dinge auch keinen Spaß machen, und sie dazu gezwungen werden müssen. Und du kennst Mick nicht, und aus seinem Beitrag auf Lerndruck zu schließen halte ich doch für sehr gewagt.

Ich muss das jetzt sagen, weil mich solche pauschalisierenden Aussagen wie "der hatte ja garkeine Kindheit, blablabla" einfach unglaublich nerven. Viele Leute die sowas sagen haben einfach keine Ahnung, und benutzen es als Schild für ihre damalige Unfähigkeit. Ich will nicht sagen, dass du unfähig bist, bitte les das nicht hier heraus. Das ist nur die Erfahrung, die ich gemacht hab.

Zur Tristesse: Kannst du ja als Ziel im Auge behalten, mit einem Ziel im Auge übt es sich viel leichter! Rede am besten mit deinem Klavierlehrer darüber, welche Stücke, die dir gefallen, sinnvolle Zwischenschritte sind. Sowas wird aber nichts ohne ein gehöriges Maß an Selbstdisziplin. Und man muss auch bereit sein abundzu das ein oder andere Opfer einzugehen ;). Meine gesamte WG ist z.B. gerade auf den Wegs in eine Kneipe, und ich bin noch hier um Geige und Klavier zu üben.

Grüße,

Daniel
 
 

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