Vom Blatt spielen

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Anonymous
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Hi Ihr,

kann mir jemand nen Tipp geben, wie ich meine "vom-Blatt-Spiel-Künste" verbessern kann? Sie sind absolut grauenhaft. Ich hatte bis letzten Sommer 11 Jahre Klavierunterricht, aber beim Vom-Blatt-Spielen hab ich meinen Lehrer immer zur Verzweiflung gebracht, weil einfach nix ging. Kann man das irgendwie üben? Oder ist das was, was man kann oder halt eben nicht?
(Hab jetzt keinen Unterricht mehr, weil ich weggezogen bin und die Zeit fehlt.)

Liebe Grüße

Blinki
 
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Anonymous
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Nimm mal ganz einfache Anfängerliteratur.
Grundregel: Nicht auf die Tasten sehen.
Ein mögliches System: Merke dir mal einen Takt. Dann spielst Du ihn, und während Du ihn spielst, versuche gleich den nächsten zu lesen.
 
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Anonymous
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Danke für die schnelle Antwort! ich werds so probieren! hast du das auch so gelernt oder konntest du das einfach schon?
 
Hartmut
Hartmut
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Ich glaube, wie vieles ist das vom Blatt spielen vor allem Übungssache.
Ähnlich wie bei einem Simultanübersetzer musst du ja sehr schnell Informationen verarbeiten, und die Noten simultan in Fingerbewegungen übersetzen. Diese Schnelligkeit in der Informationsverarbeitung muss trainiert werden. Ich selbst bin auch grottenschlecht im Blattspielen, ich lerne alles auswendig.
Von daher bin ich auch dankbar für Tricks, wie man den Lernprozess des Blattspielens beschleunigen kann :)
 
L
Lyra
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Anfangs fiel mir Vom-Blatt-Spielen auch sehr schwer. Nach einiger Zeit fing ich dann aber an, mir selber Stücke auszusuchen und diese mir selber zu erarbeiten, d. h. ohne die Unterstützung von meinem Klavierlehrer. Natürlich war das mühsamer, aber da es meistens Stücke waren, die ich vom Hören her kannte und die mir sehr gefielen, war ich auch dementsprechend motiviert, sie zu lernen.
Nach ein paar Monaten habe ich dann von meinem KL bestätigt bekommen, dass sich durch dieses Selbststudium meine Vom-Blatt-Spiel-Fähigkeiten stark verbessert haben. Daher würde ich einfach mal sagen, dass es eine Übungsfrage ist. Einfach mal ab und zu ein paar leichte unbekannte Stücke raussuchen und Vom-Blatt-spielen und wenn die klappen, den Schwierigkeitsgrad langsam steigern.
Und vor allem, das VBS nicht als lästige Pflicht ansehen. :wink:

LG Lyra [/b]
 
David
David
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Hallo

Erstmal möchte ich vorneweg nehmen, dass auch nur mäßig gut vom Blatt abspielen kann. Aber eine Hilfe: man schaut sich die Struktur des Stückes genau an und manchmal kann Tonhöhenveränderungen feststellen. So kann kann man manche Akkorde viel leichter üben.
Auch (sollte man mal aus Jux probieren):
man kann irgendeine Sonate nehmen (z.B.) Pathethique und sie einfach in einer anderen Tonart spielen.

Aber allgemein ist einfach nur Übungssache. Je mehr man spielt, desto einfacher wird es. Es wird fast monton. Man sieht die Noten und drückt sie einfach ab. Dann noch den Ausdruck üben. Ferig! Aber das ist allerlei harte Arbeit
 
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Anonymous
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danke für die vielen Beiträge!
Dann werd ich mich jetzt mal ans Üben machen... ok nicht gleich, momentan sind meine Hände noch von Kühlakkus blockiert, weil ich meine vier Weisheitszähne rausgemacht bekommen hab, aber sobald alles wieder abgeschwollen is, werd ich mich mal ins Zeug legen! ;) Wenn das nämlich wirklich "nur" Übungssache ist, dann besthet ja noch ne reelle Chance dass ichs auch irgendwann schaff...

Wünsch euch allen auch noch viel Spaß beim Spielen! Wenn euch sonst noch Tipps einfallen, bin ich natürlich um jeden dankbar!

Blinki
 
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Gibt noch ne Übungsvariante:

Langsames Metrum und von jedem Takt immer nur alles spielen, was auf eins kommt. Wenn das gut geht, dann von jedem Takt alles, was auf eins und zwei kommt usw.

Es gibt eine Theorie, dass man jedes Stück vom Blatt spielen kann, wenn man das richtige (langsame) Tempo wählt.
Ich bin übrigens auch nur ein durchschnittlicher Blatt-Spieler und hab´s mir so im Nachhinein einlernen müssen.

______________________________________

If you make mistakes, swing them....
 
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Klingt interessant. Werds auch mal so versuchen. Danke

Blinki
 
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@ piano_player

Warum denn pathetique in einer anderen tonart spielen um das VBS zu lernen? :roll: [/quote]
 
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Naja wenn das Klavier mal einenhalben Ton höher gestimmt ist, musst du das können :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:
 

Hartwig
Hartwig
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piano-player:
:twisted: kannst Du schlecht hören? :twisted: oder warum verstimmst du das Klavier 1 1/2 Töne höher? :twisted: :twisted:
Ostergruß von Hartwig
 
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Windir
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üben üben üben... da gibs keine supergeheimen tricks mit denen man auf einma prima vom blatt spielt
 
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Moin,

ich würde auch liebend gern besser vom Blatt spielen. Einfach, um mal so oberflächlich durch die Literatur "schmökern" zu können. Es gibt dafür auch spezielle Prima-vista-Schulen. (Gerade letztens in einer Musikalienhandlung eine neue gesehen.) Hatte aus der hiesigen Musikbibliothek mal eine. Sollte vor allem das schnelle Erkennen der Strukturen des Stückes und das systematische Tastaturerfühlen trainieren. Habe es nicht ganz durchgezogen. Jetzt bin ich dabei, täglich ein Stück aus Bartoks "Mikrokosmos" ganz, ganz langsam zu spielen. Klingt oft recht öde, aber dafür nicht zu schwer. Mal sehen, wie weit ich komme.

Tschüs
Wu Wei
 
Stilblüte
Stilblüte
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Hallo,

habe gerade diesen Faden entdeckt.
Darf ich fragen, was das für (gute?) Klavierschulen sind zum trainieren des Prima-Vista-Spiels?

Hab ich noch nie irgendwo gesehen oder davon gehört.

Danke
Stilblüte
 
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Wu Wei
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Zum Beispiel John Kember: "Piano Sight Reading" 1 u. 2. Ob gut, weiß ich nicht.
 
pille
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Ich hab mir vor einiger Zeit mal zu diesem Zweck die zweistimmigen Inventionen vorgenommen: Jeden Tag eine und auf alle Fälle "durchquälen". Auf keinen Fall absetzen und wiederholen und das Stück auch nur einmal spielen um ja keinen Übeeffekt reinzubekommen. Natürlich sollte man vorher mal drüberschauen um eine Vorstellung von der Struktur und der Linienführung zu bekommen, das ist wichtig.
Es hat tatsächlich ein wenig geholfen. Allerdings muß man das dann auch pflegen, was ich wiederum nicht getan habe. :(
Fazit: Prima-Vista ist ganz gut trainierbar, wenn man zum Üben möglichst übersichtliche Stücke nimmt. Ich fand die Inventionen dazu ganz gut geeignet.
(geklungen hats stellenweise wahrscheinlich eher grauslig)
 
Guendola
Guendola
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Ich hänge an meiner zweiten Invention mittlerweile auch schon wieder Monate und habe immer noch keinen "Übeeffekt" reinbekommen. :D:rolleyes:

Meinst du Blattspielübeeffekt?

Für diejenigen, die es mögen: Schuberts Sammlung von Tänzen in zwei Bänden ist sehr gut zum vom Blatt Spielen geeignet, wenn man gezielt bei den einfachen Tonarten anfängt. Es gibt einfach so viel Material, daß Langeweile eigentlich nie aufkommen kann und die Stücke sind auch nicht allzu schwer (meistens).
 
 

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