Vom Blatt spielen

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Zum Beispiel John Kember: "Piano Sight Reading" 1 u. 2. Ob gut, weiß ich nicht.

Die sind gut! Ich benutze sie selber und auch für meinen Sohn. Aufgabe ist es, jeden Tag beim Klavierüben eine Seite vom Kember vom Blatt zu spielen. Die Übungen fangen ganz leicht an und steigern sich kontinuierlich -- irgendwann wirds einem dann zu schwierig -- dann blättert man ein paar Seiten zurück etc. Einzelne Kapitel beschäftigen sich speziell mit bestimmten Themen wie Quinten, Quarten etc. um diese halt sofort zu sehen und spielen zu können.

Wir sind mittlerweile schon beim 2. Durchgang der beiden Kember Bände und eigentlich recht zufrieden. Man wird damit nicht zum Super-Prima-Vista Spieler aber es geht kontinuierlich aufwärts. Der dritte Band war uns mal zu steil so dass wir wieder von vorne begonnen haben aber demnächst werden wir wohl auch den 3. beginnen.

Ach ja nochwas: Die Übungsstücke sind melodisch und rhythmisch gar nicht so übel -- manche richtige kleine Miniaturen und recht schön -- das ist auch wichtig damit es Spass macht.

Hoffe das hilft.

Ciao // Tom
 
das mit dem Kember klingt interessant, muß ich gleich mal nach googeln, von wegen Preis und so.
Das Bernd Sommer Zitat von Fred habe ich auch gerade gefunden:

Zitat von der Bernd Sommer Dissertation::
Fünf wesentliche Aussagen dieser Arbeit sind: (1) Musikstücke wie die zweistimmigen Inventionen von Bach sind nur dann als Übungen zum Prima-Vista-Spiel geeignet, wenn der Leser bereits über eine angemessene Lesetechnik (Lesestrategie) verfügt, (2) Audiation (musikalische Hörfähigkeit, musikalisches Vorstellungsvermögen) ist die wichtigste Voraussetzung für wirkliche musikalische Literalität, (3) Die Fertigkeit, Musik auszuüben, sollte zeitlich vor der Fertigkeit des Musiklesens und -schreibens erworben werden, (4) Die Fertigkeit, Notenschrift in musikalische Handlungen umzusetzen (und umgekehrt) kann durch Lehrprogramme zu Übungszwecken (drill and practice programs) verbessert werden, (5) Ein Trainingsprogramm, das die Fertigkeit im automatisierten Lesen (und Schreiben) von Einzelnoten und -rhythmen schult, kann die Fertigkeit im Prima-Vista-Spiel verbessern. Der Text und der siebenteilige Anhang bieten Übungen zum Notenlesen, zur Gehörbildung, Fingerübungen und die statistischen Daten der Inventionen.
Ich bin nicht ganz sicher, ob ich überhaupt hinreichend über eine der Voraussetzungen verfüge :( ...naja, (2) vielleicht :confused:
 
Prima Vista

Ich halte auch das Mitlesen der Partituren für hilfreich. Man sollte viele Noten haben oder ausleihen, jedenfalls aber nutzen. Wer Klaviermusik hört, sollte gleichzeitig in den Noten mitlesen. Und auch das 4 händig spiel bringt enorm weiter, von diabelli über schubert, Schumann usw. kann man das herrlich einüben.
Und noch etwas gilt: Je mehr ich die Struktur, Melodie und Harmonik und auch Rytmik sofort oder schnell erfasse, umso besser spiele ich vom Blatt. Ohne Training wird es aber kaum gehen.

http://www.schott-international.com...url=/ssh/1/1000090/1660334/show,176149,s.html

Hier sind bei Schott Bücher aufgeführt, die sich mit vom Blatt Spiel beschäftigen
 
Und noch etwas gilt: Je mehr ich die Struktur, Melodie und Harmonik und auch Rytmik sofort oder schnell erfasse, umso besser spiele ich vom Blatt. Ohne Training wird es aber kaum gehen.

Hallo,

das kann ich nur voll unterstützen. Ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber dennoch der Schlüssel zum Ganzen. Ich schaue mir immer folgendes an - ohne Garantie auf Vollständigkeit :0)

Welche Vorzeichen hat das Stück?

Notenbild anschauen:
Arpeggien?
Tonleiter-Läufe?
Dreiklänge?
Melodie: Welche "Richtung"? In Stufen oder Sprüngen?

Ganz hilfreich ist es auch, das Vom Blatt-SINGEN zu üben!

Viele Grüße
Tina
 

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