völliger Anfänger - wie geht man richtig vor?

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clipnotic

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Ein liebes Hallo erst mal an Alle hier! :)

Vorweg, ich bin, was Klavierspielen betrifft, ein absolut Anfänger, der nix kann! Das zeigte sich gerade schon daran, dass ich durch die Frage "wieviele Beine ein Flügel hat" bei der Registrierung falsch lag .. :D

So, was führt so Jemanden in Euer Forum:

Ich bin Electro Musiker seit ein paar Jahren und gestalte meine Musik bisher meist mit ausgefuchsten Sequencer Techniken oder Mausorgien in der Piano Rolle des Sequencers. Das geht zwar ganz gut, und man kann auch produzieren so ... aber ich denke, es wird auch mal Zeit, dass ich lerne, diese weißen und schwarzen Tasten mal blind spielen zu können um auch meine Ideen mal aus dem Kopf direkt auf die Tasten zu kriegen. Bisher bastele ich meine Melodien so step by step zusammen und dann ists doch anders als es eigentlich im Kopf gemeint war ...

Mir gehts hauptsächlich darum folgendes zu lernen:

- Harmonielehre
- Noten im Kopf vorstellen können und auf die Tasten übertragen
- Tasten blind treffen mit beiden Händen
- Melodie aus dem Kopf auf die Finger übertragen

Ich hab mal PC Tastschreiben gelernt und schaff es da mittlerweile 3000 Anschläge in 10 Minuten blind aus dem Kopf, auf die PC-Tastatur zu übertragen - und genau das möchte ich auch mit Klaviertasten hinkriegen! :D


Die Frage ist nur, wie geh ich da richtig in der Reihenfolge vor?

- Ich lerne eigentlich alles autodidaktisch

- Mit welchem der oben genannten Themen fang ich an?
(Erst mal Notenlesen und dann Harmonielehre oder erst mal was spielen lernen ... ?)

- Mit welchen Büchern könnte ich mich da Stück für Stück super durch hangeln?
(es gibt so viele Bücher, ich weiß da absolut nicht was gut wäre)


Für nen Lehrer oder regelmäßigen Unterricht, hab ich leider nicht die Zeit, ich bin auf gute Bücher angewiesen ...


Mir gehts insgesamt hauptsächlich darum, meine eigenen Stück besser komponieren zu können, um mir diese mühselige und viel Technik fressende Sequencer Tricksereien ersparen zu können und etwas musikalischer zu wirken, also ich will nicht unbedingt 1000 klassische Klavierstücke nur nachspielen spielen können, sondern hauptsächlich das lernen, was diese entstehen lies!

Vielen Dank für Tips und Infos jeder Art!

Und bitte mit Gnade, ich hab wirklich keine Ahnung von dem Ganzen bis jetzt und frag vielleicht ein bisschen blöd ... na ja aber irgendwie muss man ja mal anfangen ...
 
rolf

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also ich will nicht unbedingt 1000 klassische Klavierstücke nur nachspielen spielen können, sondern hauptsächlich das lernen, was diese entstehen lies!
au weia... also die Jungs, die die 1000 klassischen Klavierstücke machten, waren fast alle selber gute bis exzellente Pianisten und obendrein geniale Komponisten... das aufholen, wird nicht so ganz leicht sein ;):)

besorg dir von Rudolf Kratzert das "Handbuch für Pianisten", das ist auch für Anfänger sehr gut und verständlich geschrieben
besorg dir von Bela Bartok die Noten "Mikrokosmos" I und II
besorg dir ein ganz normales Lehrbuch über Harmonielehre (da gibt es mehrere)

und dann mach langsam, Schritt für Schritt - Klavierspielen ist etwas anspruchsvoller als schwimmen lernen, aber dafür nicht so lebenswichtig, falls man mal ins Wasser fällt ;):)
 
C

clipnotic

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erst mal vielen Dank für Deine Tips !

Ja absolut, es gibt super geniale Komponisten, die ich wohl in meinem Alter eh nicht mehr erreichen könnte, selbst mit viel Üben ... ich hätte im Kopf oft schon einiges drin aber meist scheitert es dann im Sequencer-Raster ... und aus diesem Raster muss ich irgendwie mal raus jetzt, weil ich mach eigentlich nur Electro Musik weil das gut mit dem Sequencer geht auch im professionellen Bereich ... aber eigentlich wollte ich immer eher schöne Musik machen können :)

Also die Bücher guck ich mir mal und bestell sie mir:

Wie mach ich das nun richtig, also mit was / welchem Buch fang ich an ? Wie gesagt, ich weiß was zwar wie die Tasten heißen, also auch wo ein C ist und auch G oder ein Fis aber Noten lesen selstb, davon hab ich NULL plan!
 
rolf

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Wie mach ich das nun richtig, also mit was / welchem Buch fang ich an ? Wie gesagt, ich weiß was zwar wie die Tasten heißen, also auch wo ein C ist und auch G oder ein Fis aber Noten lesen selstb, davon hab ich NULL plan!
dann könntest du dir dafür auch den "dtv-Atlas Musik" (zwei Tb-Bändchen) holen, und zwar vor den anderen Sachen; ok, in dem dtv-Atlas steht auch viel Zeugs drin, das du jetzt nicht direkt brauchst, aber Notenlesen (Tonhöhe, Tondauer, Notation) kriegste damit gebacken -- da sind halt einige Grundbegriffe, auch elementares zur Harmonielehre, drin.
 
C

clipnotic

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super, echt Spitze von Dir!

Werd ich mir auch mal angucken ...

Hmm, ja scheint schon ne Menge zu sein, die man da wissen muss, vielleicht sollte ich doch mal drüber nachdenken beim völligen Einstieg auch erst mal doch ein paar Klavierstunden zu nehmen bei nem Lehrer ? Die Frage ist da nur, wie findet man nen guten, den man auch bezahlen kann und der nen völligen Noob wie mich auch unterrichten mag? :D
 
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gubu

Guest
super, echt Spitze von Dir!

Werd ich mir auch mal angucken ...

Hmm, ja scheint schon ne Menge zu sein, die man da wissen muss, vielleicht sollte ich doch mal drüber nachdenken beim völligen Einstieg auch erst mal doch ein paar Klavierstunden zu nehmen bei nem Lehrer ? (...) :D

Clipnotic, gratuliere Dir zu dieser schnellen und guten Erkenntnis! Da brauchen andere oft viiiiel länger dazu!:p

Viel Erfolg
gubu
 
C

clipnotic

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vielen Dank :D

ja wie gesagt, ich mach zwar schon lange Musik und das schon auch semi professionell aber vom Klavier hab ich null Ahnung und wenn ich grad so sehe was man da alles an Büchern und Kenntnisbereichen findet, bis man das alles gelesen hat ... da muss man aber schon auch sagen, die heutigen Sequencer sind scheinbar echt nicht schlecht, ich konnte damit bisher schon ohne all diese Kenntnisse was rauskriegen :D

Na mal schauen, ob ich nen Lehrer finde bei uns in der Gegend:

Woran erkennt man das ein Lehrer gut ist oder schlecht ?
 
Fips7

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Und übrigens auch danke dafür, dass du im Titel "Anfänger" geschrieben hast und nicht dieses unsägliche "Beginner", - eines von den vielen beliebten Wörtern, die es im Deutschen nicht gibt.
 
hasenbein

hasenbein

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Nun, ich denke, Du solltest Dir auch klarmachen, daß Du nicht nur von "Klavier", sondern auch von Musik bis jetzt herzlich wenig verstehst!

"Electro"-Kram mit Cubase zusammenzubasteln und das "semi-professionell" zu machen (was ja nur heißt, daß man einen anderen Beruf hat, aber für die selbsterzeugte Mucke immer mal wieder Leute findet, die einem Geld dafür zahlen - das sagt ja über die Qualität der Musik erstmal nichts aus) heißt noch lange nicht, irgendwas über die Dinge, die Musik ausmachen, zu wissen oder verstanden zu haben.

Betrachte das, was Du vorhast, also nicht als "Klavierlernen, um mal das, was ich sowieso schon mache, noch ein bißchen zu verbessern" (das hieße, Dich selber total zu überschätzen), sondern als Beginn, überhaupt mal Musiker zu werden! Bis jetzt bist Du nur ein Klangschnipsel-Schrauber.

LG,
Hasenbein
 
C

clipnotic

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hmm lieber hasenbein, da muss ich Dir ein bisschen wiedersprechen :)

Punkt 1: Musik verstehen und kennen

Um was von Musik zu verstehen, muss man eigentlich gar keine Musik selber machen! Ich bin z. B. in ner Musikerfamilie aufgewachsen und na ja mein Vater hatte unter anderem auch ne kleine Plattenfirma und war noch "hobbymäßig" als DJ unterwegs. Das allerdings zu ner Zeit, als Musik wirklich noch wie Musik gemacht wurde. Also mir ist dadurch, dass ich mit Musik von klein auf beschallt wurde, schon einiges bekannt und irgendwie hab ich das geerbt auch Musik aus allen Genres zu sammeln. Bei 5000 CDs hab ich das Zählen aufgehört ... davon sind vielleicht 1.000 aus der Electro und Sequencer Sparte ...

Gut, das bei so nem Backround aus mir ein Electro Musiker wurde, ist eigentlich ein bisschen traurig, daher versuch ich das ja zu ändern nun! ;)


Punkt 2: wann ist Musik überhaupt Musik - das typische Vorurteil:

Also grundsätzlich ist es mal so. Ob man Musik im Sequenzer zurecht bastelt, wie z. B. Kraftwerk das als Urväter ja bei vielen oder ich denke mal den meisten Ihrer Songs gemacht hatten - oder ob man als Richard Clayderman prachtvoll das Klavier spielt - unterscheidet sich genau in einem Punkt:

NUR an der Herangehensweise! Denn:


der Electro Musiker:

a)
Harmonie Regeln gelten für beide Arten von Musik gleichermaßen, wobei man im Electro auch mal disharmonisch also "frei" sein darf! Durchaus als musikalische Weiterentwicklung zu verstehen?

b)
Nen Sequencer dazu zu bringen, dass er passende Melodiephrasen und Beats ... so spielt das es auch funktioniert ist ne Kunst für sich, die viele Jahre braucht

c)
ne elektronische Produktion bedeutet, ne komplette Band virtuell im Griff zu haben und sich nicht nur auf ein Instrument zu konzentrieren, also ich muss das alles alleine händeln

d)
Seine Sounds und auch die Beats selbst zu kreieren und eben nicht irgendwelche Loops und Samples in Cubase zusammen kleben, ist ebenfalls ne Kunst für sich, die Jahre braucht


der klassische "richtige" Musiker

a)
der unterliegt ebenfalls den harmonischen Gesetzen, das oft durch die viele Schulung leider auch zu stark eingeschränkt manchmal, was man ja an einigen Stücken schön raushören kann. Immer wieder die gleichen "funktionierenden" oder "massentauglichen" Abfolgen gibt es da genauso auch nicht selten oder?

b)
der muss fleissig jahrelang üben mit seinen Händen sein Instrument in den Griff zu kriegen, während der Elektroniker eben nen Sequencer programmiert der das tut für ihn

c)
die Soundqualität seines Instrument hängt davon ab was er kauft und wie er spielt, den Sound bauen braucht er nicht, der Elektroniker muss seinen Sound erst mal erschaffen, das fängt bei mir z. B. mit ner nackten Wellenform an, aus der ich erst mal ein Instrument bauen muss bevor ich überhaupt was spielen kann

d)
meist spielt er entweder solo oder in ner Band, also hat er meist eins auf was er sich konzentrieren muss, gut er muss natürlich passend mit der Band spielen können


Also bevor Du da gleich kommst mit "ich verstehe von Musik herzlich wenig" ... hmmm also einfach so kriegt man keinen kommerziellen Auftrag. Gut heutzutage kriegen den wirklich viele schlechte Electro Musiker auch und auch ich muss schon noch so einiges lernen, keine Frage. Aber ich mach ja nicht nur Musik sondern reviewe auch viel Musik. Im letzten Jahr hab ich über 2.000 Songs aus allen Genres rezensiert, von Pop, Rock, Elektronischem bis hin zu Jazz, Instrumentalem usw. ...


Und ich geb allen Musikern da immer folgende Tips:

a)
kommt etwas runter von Eurem hohen Roß - das scheint hier gut angebracht zu sein, wenn ich so die Reaktionen auf ne Anfänger Frage lese ?

b)
erweitert Euren musikalischen Horizont, denn man kann sich auf viele Seiten hin übelst einschränken und das nicht nur am Computer!

c)
Jedes Genre kann kunstvoll oder mies gestaltet werden, das hängt immer davon ab was der Künstler wie treibt!


Und noch ein spezieller Rat für Dich, hasenbein, was das betrifft:

Werde endlich mal richtiger Musikversteher! Denn wirklich Ahnung davon hast Du nicht so wie Du redest! Musik schön komponieren und entwickeln ist auch "nur" ein Bereich des großen Ganzen, den man mit Sicherheit in vielen modernen Bereichen ausbauen könnte. Komm doch mal in so ein typisches Elektroniker Forum, vielleicht bin ich ja dort und beantworte Dir dann Deine Anfängerfragen, falls Du welche hast? Und ich versprech Dir auch, ich werde Dich mit Respekt vor Deiner Kunst empfangen, damit Du gleich mal das wichtigste zuerst lernst! ;D

Denn ich kenn nen Haufen Musiker, die spielen auch Klavier, Keyboard, Gitarre ... aber stöpseln zudem noch was in Cubase zusammen - warum machen die das? Weil sich beide Welten sehr gut ergänzen UND weil so auch gute Musik schon immer produziert wurde. Ne Band ist früher auch ins Studio, gut da hat man das noch mit den schönen alten analogen Geschichten umgesetzt ... aber Technik und Musik haben schon immer wunderbar zusammengepasst!

Wenn Du so viel Ahnung hast wie Du tust, empfehl ich Dir mal folgenden Vergleich. Hör Dir mal ne Nummer vor der Produktion und dann die gleiche Nummer endproduziert an ... dann wirds licht! ;)

Leider hab ich nicht so viel Kohle gleich um mir nen Chor oder nen Pianisten ins Studio zu holen, also will ich zumindest mal nun die Tasten selber drücken lernen um mir das sparen zu können, so einfach ist das mit dem Grund für meine Fragen hier!

Denn ich hab zum Beispiel mal nen Song mit nem Jazz Musiker gemacht - wunderbar das Ergebnis, denn das war ne feine Mischung aus meinen elektronischen Tricksereien und seiner brillianten Spielweise. Dem hat das übrigens sehr viel Spaß gemacht mit mir zu arbeiten obwohl der auch zu ner Generation gehört, die seit Jahrzehnten Musik noch so richtig schreibt und händisch entwickelt.


Das ist jetzt kein Angriff gelle! - aber wie soll man auf so ne unqualifizierte Aussage reagieren? Seltsames Klima hier ein bisschen wie ich finde :(
 
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clipnotic

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hasenbein

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Das hat nichts mit "hohem Ross" zu tun! Du kannst keine Noten lesen, Du hast keine Ahnung von Harmonielehre, Du hast keine ausreichende Klangvorstellung (da die Melodien, wie Du selbst sagst, immer anders werden als Du es im Kopf gerne hättest), Du schreibst so was hier:

Mir gehts insgesamt hauptsächlich darum, meine eigenen Stück besser komponieren zu können, um mir diese mühselige und viel Technik fressende Sequencer Tricksereien ersparen zu können und etwas musikalischer zu wirken

- also bist Du kein Musiker, sondern ein Klangschnipselschrauber am Computer.

Dies ist auch kein Angriff, sondern eine Feststellung.

Und es ist auch nur Feststellung einer Tatsache, daß ein Musiker handwerklich künstlerisch höher steht als ein Klangschnipselschrauber, bei Dir also ein "Aufstieg" angesagt ist.

Dir täte etwas mehr "Demut" und Respekt gegenüber wirklichen Künstlern gut.

LG,
Hasenbein
 
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clipnotic

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Na ja also Demut ist ne Sache die was mit gegenseitigem Respekt zu tun hat! Den hast Du mir nicht entgegengebracht sondern mich gleich als Nullchecker hingestellt - das ist arogant und unqualifiziert denn:

Richtig ich kann nicht vom Notenblatt lesen, aber das braucht man heutzutage auch nicht immer. Ich zum Beispiel hab ein Plugin das nennt sich Thesys. Und in dem Plugin kann ich die Skala einstellen, dass keine falschen Noten kommen sozusagen wenn ich spiele. Und bei nem Korg Kronos macht man das eben mit der Karma Funktion und beim Yamaha Motif mit dem Arpeggiator ... das sind übrigens Instrumente die von vielen "richtigen" Musikern verwendet werden! ;)

Akkordfolgen mach ich zum Beispiel bisher so, dass ich so lange Akkorde zusammen suche bis sie zusammen passen. Das ist sehr mühsam auf die Weise für mich, denn ich mach diese Suche rein nach Gehör. Ich habs mal mit so nem Quintenzirkel versucht, ging schon mal ganz gut aber ist auch noch nicht das Wahre weil mir der wahre Plan eben fehlt.

Und diese Suche will ich mir ersparen indem ich mich jetzt auch mal mit der akustischen Herangehensweise beschäftigen will. Zudem fehlt mir noch ein bisschen diese komplexeren Akkordfolgen zu verstehen und ich erhoffe mir von dem Klavier lernen, dass ich da meinen Horizont erweitern kann.

Zudem muss ich auch mal das manuelle spielen lernen, das ich nicht stundenlang dann im Sequencer zig Fehler zurecht schieben muss, wie das bisher der Fall ist .. usw. ..

Also mir fehlt diese handwerkliche Technik von Euch Klavierspielern auf jeden Fall aber das ist weit nicht alles was man braucht um Musik zu machen!

Deine Behauptung das ein rein handwerklicher Musiker höher steht als ein "Klangschnipselschrauber" ist an Aroganz und Unwissenheit nicht zu toppen und zudem eine Beleidigung von Kunst anderer!

Und vor allem, ich bin hier nett und demütig reingekommen und werde so empfangen - das ist charakterlos noch obendrauf! Und das hat mit ner ordentlichen Forenkultur zudem auch nichts mehr zu tun!
 
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clipnotic

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ja traurig, bin ich wohl wieder mal in so nem Kino Forum gelandet ... na ja gibt ja noch andere ...

( Für Anfänger ist dieses Forum nicht geeignet! )

Edit:
Den geklammerten Satz nehm ich zurück!
 
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Cathain

Cathain

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Guten Abend,

Weißt du, wenn ich das so lese, dann wage ich zu behaupten, dass eure Rösser nahezu gleich hoch sind.

Niemand hier weiß, wieviel Zugang du zur Musik hast. Das heißt, dass die Aussagen hier erstmal relativ allgemein sind. Da man sich nicht persönlich kennt ist man dabei zunächst auf Vermutungen angewiesen.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass pures Sammeln und Hören von Musik nichts damit zu tun hat, ob man diese auch verstehen oder durchdringen kann. Hasi ging es -so denke ich - nicht um die Kenntnisse die man hat, wenn man Musik hört und mag, sondern um die die man braucht, wenn man selbst hochwertige und durchdachte Musik machen möchte. Das ist aber nun nichts, was mit dem Hören einfach so automatisch irgendwie kommt. Daran muss man - wenn man nicht grade ein Genie ist - gezielt arbeiten.

Ich kenne sowohl klassische, als auch "Elektonische" Musiker und ich weiß daher, dass es durchaus Möglich und eher die Regel ist, elektronische Musik ohne tief gehende Theoriekenntnisse zu machen. (Ein guter Freund von mir verdient sein Geld seit ca 5 Jahren mit elektronische Musik - was nichts daran ändert, dass er sich seit einem Jahr (erst) nun bei meiner Klavierlehrerin mit Theoriestunden abrackert). Du siehst: Der "Elektroniker" kann Ahnung haben - muss es aber nicht.

Wie ich zu deinem hohen Ross komme:
Du sagtest <<ne komplette Band virtuell im Griff zu haben und sich nicht nur auf ein Instrument zu konzentrieren, also ich muss das alles alleine händeln>>

Sry, aber du hast weder eine Band, noch ein Instrument im Griff. Ein Instrument spielen ist mehr, als irgendeine Tonfolge - in Simulation oder natura nachzududeln. Ein Instrument zu beherrschen bedeutet, in der Lage zu sein, eine differenzierte Klangvorstellung durch eine präzise Arbeit an der eigenen Körperlichkeit zu erzeugen.
Mit der Arbeit mehrere Instrument Simulationen oder Aufnahmen aufeinander zu klatschen hat das relativ wenig zu tun. Wenn du meinst, dass Programmierarbeit das selbe ist, dann solltest du dir zumindest Gedanken machen, ob das Klavier für dich das Richtige ist. Der "Sound" hängt dabei nämlich übrigens vor allem von den eigenen Fähigkeiten ab.

Was ich damit sagen will: Die "Leistung" (heißt Musikalität und Tiefe) eines Martin Stadtfeld (jaja ich muss grade etwas Schwärmen) selbst wenn er auf einem billigen China Importklavier spielt wirst du Elektonisch niemals erreichen.

Weißt du, hier ist eben kein Elekroniker Forum. Wieso sollte Hasi sich eins Suchen? Du bist hierher gekommen, weil DU Rat gesucht hast. Dem Hasi kann es relativ egal sein, was du denkst oder tust. Der antwortet dir und du kannst drüber nachdenken, oder es lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass hinter seinen harten Worten meist (!) ein Kern Wahrheit steckt. (Nein, gegen ein immer wehre ich mich eindringlich!)

Mein Fazit:

Elektronische Musik ist nicht per se schlecht, sie ist aber einfach etwas völlig anderes als das was die meisten hier mit Liebe betreiben. Darüber sollte man sich einfach im Klaren sein. Die Fähigkeiten die man dafür braucht sind in weiten Bereichen andere. Außerdem KANN man durchaus beides mit Leidenschaft betreiben. Das heißt jedoch trotzdem nicht, dass man - so man in einem Bereich davon unterwegs ist auch in dem anderen ein Törtchen zu bestellen hätte ;).

Ein letztes Wort kann ich mir dann auch nicht verkneifen. Klavierspielen ist mehr als "Tastendrücken".

Liebe Grüße
Cat

------------------------

Ich bin zu langsam heute:

Manchmal bekommt man eben nicht die Antwort, die man gern hören würde. Dieses Forum und grade auch der Einsteiger Bereich) haben mich seit dem Tage an dem mein Klavier bei mir eingezogen ist begleitet und ich hätte es nie missen wollen! Dementsprechend kann ich der These, dass es für Anfänger nicht geeignet wäre tatsächlich nur widersprechen. Eins ist jedoch wohl richtig. Wir haben hier einfach soviel geballte Kompetenz, dass es manchmal nicht verkehrt ist erstmal kleine Brötchen zu backen.
 
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na das ist doch auch mal ne ehrliche aber ordentliche Aussage! Es kommt immer ein bisschen auf die Art und Weise an wie man in nem Forum mit einem spricht und da ich selbst Foren Mod bin in nem anderen Forum, kann ich da nur aus Erfahrung sprechen - wenn so Anfänger empfangen werden wie das hier bei mir gelaufen ist - puh das ist nicht gut!

Und bei Deinem Vergleich fehlt meiner Meinung noch was.

Ein Synthesizer ist auch ein Instrument und dieses Instrument lebt von nem ganz eigenen Handwerk!

Ich klatsch nicht irgendwelche Aufnahmen zusammen, ich gehör noch zu denen, die jeden Synthesizer Sound von Hand selbst bauen und das gilt auch für die Beats!
Und das sind dann mal 30 Instrumentenspuren aus lauter einzelnen Noten die man da zusammen kriegen muss, dass sie funktionieren und zusammen spielen!
Klaro Vocals oder nen Chor die krieg ich dann schon als Aufnahmen, ganz einfach weil ich sowas nicht zahlen kann - lass mal nen Chor für Dich was singen, das sind dicke Preise!

Du hast absolut Recht:

Klavierspielen ist mit Sicherheit nicht nur Tastendrücken und genauso wenig ist elektronische Musik machen nicht immer nur Loops und Schnipsel zusammen schieben!
Genau diese gegenseitigen Vorurteile sind völliger Schwachsinn und wer wirklich Ahnung hat von Musik der weiß das auch!

Und genau das hat er mir vorgeworfen ohne vorher normal zu fragen wie es denn überhaupt ist was ich tue, was ich vorhabe ...

Deshalb hab ich ihn eingeladen doch mal in so ein Elektronikerforum zu kommen, dass er mal lernt wie man mit Jemandem der eben anders ist spricht.


EDIT:
Ach ja und was harte Kritiken betrifft. Nun ja ich steh eigentlich sehr auf harte Kritik aber mit seiner Kritik kann ich null anfangen, denn er hat nicht kritisiert sondern einfach nur irgendwas runter qualifiziert, das nützt überhaupt gar nichts.

Das ist ganz einfach, wenn ich in 2-3 Jahren mal wieder herkomme und ihm was vorspiele, stolz wie Harry, und er sagt dann "Scheiße du musst noch 10 Jahre üben" dann nehm ich das gerne an, aber wenn er Dinge runterqualifiziert von denen ihm scheinbar schon so ein paar Wissen Dinger fehlen - ja das klappt nicht.

Denn das ist eben genau das Gleiche wie wenn ich behaupten tät, ach Klavierspielen ist nur Tasten drücken ... das tu ich mit Sicherheit nicht! Aber fakt ist, dass man einiges was man beim Klavierspielen eben lernt, wie eben diese Harmonieregeln usw. ... das kann man auch lernen ohne Klavier zu spielen. Und man hat auch Ohren um zu hören ob ne Akkordfolge zusammen passt oder nicht. Und das kann man auch lernen, wenn man sein halbes Leben lang Musik rauf und runter hört ... Musik ist ein ganz großes Universum mit vielen Herangehensweise und tollen Möglichkeiten, die sich bestimmt nicht nur auf die rein handwerkliche Kunst beschränken!

Ein Freund von mir hat sich Gitarre spielen selber beigebracht und das völlig ohne Noten und Lehrer. Der hat das so gemacht, dass der jahrelang die ganzen Lieder seine Lieblingsbands nachgespielt hat, so Sachen wie Guns 'N Roses November Rain und viel von Metallica ... Der hat das nur mit den Ohren gemacht und der spielt vom Feinsten ohne jemals ne Note gelesen zu haben!

Und das sind auch Kompetenzen, vielleicht nicht nach Maßstab geschulte aber im Ergebnis davon nicht zu unterscheiden! Und das wird wohl jeder Produzent bestätigen: Es zählt was am Schluss rauskommt und nicht wie es gemacht wurde!
 
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Cathain

Cathain

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Huhu,

an Hasis Ton muss man sich sicher gewöhnen, aber glaube mir auch du wirst ihn früher oder später zu schätzen wissen! Es wäre sehr schade, wenn du dich darauf nicht einlassen könntest.

Was ich damit eigentlich sagen wollte ist für mich verdammt schwer auszudrücken. Meine Unterscheidung hatte zweierlei Grundlagen. Letztlich benutzt du etwas das bereits vorhanden ist. Entweder eine Aufnahme - meist jedoch wahrscheinlich die Simulation eines Intruments. Dort liegt der Unterschied. Wenn du beginnst, wirklich mit einem Instrument und der Theorie zu arbeiten, dann wirst du zumindest den Grundgedanken Hasis verstehen.
Du wirst feststellen, WARUM sich bestimmte Strukturen innerhalb der Musik ergeben. Teilweise wirst du Dinge mit ganz anderen Augen sehen (glaube mir, ich hatte unzählige Aha-Momente). Du wirst aber auch schnell feststellen, wie wenig du bisher wusstest. Die Komplexität der Musiktheorie ist schon enorm. Wenn du das erkennst, dann wirst du sehen und verstehen, wieso hier so sehr darauf herumgeritten wird. (Zudem wirst dein Respekt vor denen, die die Musiktheorie wirklich beherrschen noch einmal merklich wachsen ^^)

Was das Spiel an sich angeht ist es einfach so, dass du vom Klang an sich ausgehst. Und den musst erstmal DU erzeugen. Du musst zunächst deine Klangvorstellung entwickeln und diese dann auf das Instrument umsetzen können.
Lass dich auf das Instrument ein und löse dich von der Vorstellung, was du kannst und bisher gemacht hast. Ein Instrument selbst zu spielen (wobei ich hier ein Instrument meine bei welchem es an dir ist, den Klang durch eine Form der Körperlichkeit zu erzeugen) ist tatsächlich etwas ganz anderes - aber wunderschön!
 
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clipnotic

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ja ich hab ja nix gegen ihn und mir schon vorgenommen, wenn ich in ein paar Jahren glaube etwas Klavier spielen zu können, dann hoff ich sehr, dass grad er mir gnadenlos dann sagt ob ich nur Schrott kann auf diesem Instrument! Durch unsere Diskussion hier weiß er vielleicht dann noch wer ich bin, hoffentlich! :D

Deshalb hab ich mich doch hier angemeldet! Das Klavier ist ein Instrument das mich schon immer fasziniert hat aber ich bin nie dazu gekommen es zu lernen weil ich ständig was anderes zu tun hatte ... und jetzt ist mit Produzieren erst mal Schluss bis ich da nen guten Einstieg gefunden hab, das wird jetzt durchgezogen sozusagen ...

Und na klar, deshalb will ich es ja lernen um eben mal in diese ganz andere Welt auch Einblicke zu haben. Das ist doch der Grund warum ich hier überhaupt gefragt hab! Mir gings eigentlich nur darum von Euch Klavier Profis Tips zu kriegen wie ich diese Welt richtig lernen und entdecken kann und nicht in diese tausend Fallen tappe, die man online überall angeboten kriegt wie eben, "Klavier ganz schnell und ohne Noten lernen" ... ich will das schon richtig lernen also von Grundauf mit allem was dazu gehört. Nur eben nicht auf die Richtung um das irgendwie solo einzusetzen sondern meine Musik zu bereichern. Deshalb hab ich ja gesagt, ich will nicht 1000 klassische Megastücke spielen können ... weil was man da so liest, gibts ja auch verschiedene Arten wie man an so nem Klavier ausgebildet werden kann und da kenn ich mich null aus!

Mein Fehler war wohl, dass ich erzählt hab, wie ich bisher Musik mache. Das scheint hasenbein bloß scheinbar nicht zu mögen so wie ich das tue?

Ganz wichtig auch:

Ich hab nen riesen Respekt vor Musikern die es wirklich von A-Z drauf haben. Allerdings sind das in meinen Augen dann schon die, die beide Seiten sehr gut kennen. Und ich hab auch nie behauptet das ich so einer wäre. Das ist doch der Grund warum ich selbst in meinen Posts meine Electro Musiker Sache reduziere und mich vor meinem Dad sogar schäme dafür ... ! Ich dacht das ist angekommen, wenn nicht dann sorry, dann hab ich mich vielleicht falsch ausgedrückt?

Denn ich bin überzeugt, dass man Electro noch viel genialer machen kann, wenn man auch noch dicke Klavier spielen kann! :-D
 
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