Überraschende Interpretation

  • Ersteller Ersteller Alissia
  • Erstellt am Erstellt am

  • #21
Ich grüße Euch Alle,

ich bin schon etwas älter und hatte in meinem Leben wirklich viele berühmte Pianisten und Pianistinnen in Konzerten erlebt: Pollini, Zimerman, Pletnev, Pogorelich, Argerich, Lang Lang, Elisabet Leonskaja, Andras Schiff, usw.
Der eine hat mich immer wieder absolut begeistert: Grigory Sokolov! Seine ganze Herangehensweise ist anders als bei vielen anderen Pianisten. Wahrscheinlich wissen viele von Euch was ich meine: Sokolovs Klang, Leichtigkeit, wunderschöne Agogik; Tiefe der Interpretation. Ich muss sagen, bei der, mir bis jetzt unbekannten Frau Pejkovic, höre ich einiges was mich ansatzweise an Sokolov erinnert: singender Ton, natürliche Musikalität, Leichtigkeit des Spiels. Ich habe mir bei Youtube noch andere Videos von Frau Pejkovic angehört: Liszt, Chopin, Schumann, alles wirklich sehr beeindruckend!
 

  • #22
Täuscht mich mein Eindruck? Oder handelt es sich bei @Alissia und evtl. auch bei der soeben neu angemeldeten Mathilda um Frau Peykovic, die hier einfach etwas Werbung für sich machen will?

Ich möchte niemandem das zu Unrecht unterstellen, aber etwas merkwürdig ist das schon.
 
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  • #24
Ich bin selbst Pianistin und denke, es gibt viele nicht sehr bekannte Pianisten, die extrem gut sind.
Mir persönlich gefällt sehr gut wenn der Klang gesangvoll ist, wenn die Musik atmet, wenn künstlerische Wille erkennbar ist. Am schlimmsten finde ich, wenn alles zu routiniert kling, Pianisten Bühne für ihre Selbstdarstellung nutzen, nicht die Musik in Vordergrund stellen.
 
  • #25
So wie die meisten von sich glauben, dass sie überdurchschnittlich gut Auto fahren, so ist unter Musikern die Selbst-Fehleinschätzung überaus verbreitet, man sei im Hinblick auf Ausdruck/Emotion (bzw. bei Popularmusikern Groove) prima aufgestellt, nur die Technik sei verbesserungswürdig.
 
  • #26
Und wie oft wird mangelhafte Technik hinter „total musikalischer“ oder „sensibler“ oder „historisch informierter“ Interpretation zu verstecken versucht…
 
  • #27
Und wie oft wird mangelhafte Technik hinter „total musikalischer“ oder „sensibler“ oder „historisch informierter“ Interpretation zu verstecken versucht…
Ist mir so noch nie aufgefallen. Mangelnde Technik hat ihre Ursache fast immer in mangelnder Musikalität - Ausnahmen gibt es vielleicht bei sehr alten Pianisten mit erkennbarem körperlichen Verfall.

Wie sagte schon der große Vitaly Margulis: „Die meisten Pianisten sind zufrieden mit ihrer Musikalität und unzufrieden mit ihrer Technik. Umgekehrt sollte es sein!“
 
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  • #28
Mir persönlich gefällt sehr gut wenn der Klang gesangvoll ist, wenn die Musik atmet, wenn künstlerische Wille erkennbar ist.
Das sollte eine Grundvoraussetzung sein, wenn man über Spitzenmusiker spricht. Quasi das große Einmaleins des Musizierens.
 
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  • #29
Die Spielweise von Pletnev zeigt auch in dieser Aufnahme ein riesiges Kaleidoskop an Klangfarben und dynamische Gestaltungsideen.
Mag sein. Ob das in einer Mozart-Sonate immer angemessen ist, darüber kann durchaus streiten. Auch Pletnevs agogische Gestaltung muss man nicht zwingend gut finden.
 
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