Übe-Tagebuch: Letzter Anlauf - mit Handicap und Keyboard

  • Ersteller des Themas Clavifilius
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Leider gerät der Fluß im vorletzten Takt plötzlich ins Stocken. Das kriegst Du bestimmt auch eleganter hin.

Wenn ich das Stück üben würde, bekäme ich es vermutlich eleganter hin. (Diente nur dem Vom-Blatt-Spielen.)

Aber Dein Kommentar ist trotzdem sicherlich nützlich und motivierend.
Ich verstehe allerdings den Hinweis auf die beiden letzten Takte nicht. Denn die spiele ich absichtlich langsamer. Eigentlich bei fast allen Barock-Stücken. Hielt ich bislang für selbstverständlich. Ist das etwa falsch?
 
Wenn ich das Stück üben würde, bekäme ich es vermutlich eleganter hin. (Diente nur dem Vom-Blatt-Spielen.)

Aber Dein Kommentar ist trotzdem sicherlich nützlich und motivierend.
Ich verstehe allerdings den Hinweis auf die beiden letzten Takte nicht. Denn die spiele ich absichtlich langsamer. Eigentlich bei fast allen Barock-Stücken. Hielt ich bislang für selbstverständlich. Ist das etwa falsch?
Wenn das dein Blattspiel ist, dann Respekt, so bekomme ich das nicht hin, eventuell nach dem 20.Mal...
 
Ich verstehe allerdings den Hinweis auf die beiden letzten Takte nicht. Denn die spiele ich absichtlich langsamer. Eigentlich bei fast allen Barock-Stücken. Hielt ich bislang für selbstverständlich. Ist das etwa falsch?
Ja, das ist "falsch".

Es sind zwei Fehler:

1. Du machst einen abrupten Tempowechsel (keine Fermate, kein Ritardando), der durch nichts motiviert ist. Ein Menuett ist ein Tanz, da verbieten sich unangekündigte Tempowechsel eigentlich von selbst. Eleganter als der abrupte Tempowechsel wäre ein kleines Ritardando (die vorletzte Note wird ein kleines bißchen verzögert, die letzte Note noch ein bißchen mehr - so ähnlich, wie Du es in den Takten vor der ersten Wiederholung bereits machst).

2. Dein langsameres Tempo soll vermutlich eine deutliche Schlußwirkung erzielen. In den zwei Takten vor der Wiederholung ist ist das Stück aber noch gar nicht zu Ende, es geht dann abrupt wieder in schnellerem Tempo weiter.
 
Ja, das ist "falsch".

Es sind zwei Fehler:

1. Du machst einen abrupten Tempowechsel (keine Fermate, kein Ritardando), der durch nichts motiviert ist. Ein Menuett ist ein Tanz, da verbieten sich unangekündigte Tempowechsel eigentlich von selbst. Eleganter als der abrupte Tempowechsel wäre ein kleines Ritardando (die vorletzte Note wird ein kleines bißchen verzögert, die letzte Note noch ein bißchen mehr - so ähnlich, wie Du es in den Takten vor der ersten Wiederholung bereits machst).

2. Dein langsameres Tempo soll vermutlich eine deutliche Schlußwirkung erzielen. In den zwei Takten vor der Wiederholung ist ist das Stück aber noch gar nicht zu Ende, es geht dann abrupt wieder in schnellerem Tempo weiter.

Konstruktive Kritik finde ich immer nützlich!

Ein "kleines Ritardando" bezieht sich Deiner Meinung nach nur auf die beiden letzten Noten?
Hör mal in diese Aufnahme, da sind ebenfalls die beiden letzten Takte Ritardando:

View: https://www.youtube.com/watch?v=nfQJRtf0kr4
 
Ja. Und es passt überhaupt nicht zu diesem kurzen, schlichten Menuett. Es ist nicht zwangsweise eine gute Idee, sich irgendwelche Zufalls-Funde aus dem Netz zum Vorbild zu nehmen.

Bin eigentlich erst nach Deiner Kritik auf die Idee gekommen, mir andere Einspielungen anzuhören.

Deinen Hinweis, dass Tänze nicht durch übertriebenes Ritardando aus dem Takt kommen dürfen, werde ich im Hinterkopf behalten. Gute Nacht!


Edit: Hab jetzt @mick mit @Pedall verwechselt, sorry! :001:
 
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Übe-Tagebuch:

Heute vor allem Harmonielehre in Form von Beschäftigung mit der 8. Invention und Beiträgen dazu im Forum. Bislang hab ich noch nicht den Eindruck, dass solche Analysen praktisch nützlich sind. Hab also weder den Eindruck, dadurch mehr zu verstehen noch dadurch besser auswendig lernen zu können.

Aber da ja so viele Leute, die sich damit intensiver beschäftigt haben, behaupten, es sei grundlegend wichtig, beiß ich mich da jetzt durch.

Insgesamt: ca. 2 Stunden Harmonielehre, 30 Minuten freies Blattspiel, 15 Minuten 8. Invention geübt.
 
Heute 1 Stunde freies Blatt-Spiel. Hat Spaß gemacht.
Und eine Stunde Lektüre in Harmonielehre für Dummies. (Tolles Buch für die elementaren Grundlagen, aber ich fürchte, es wird nicht ausreichen, um Bach-Inventionen zu analysieren. Vermutlich muss ich noch mindestens ein weiteres Buch dazu lesen und bearbeiten. So wie Kollege @Robert M. , dessen Ausdauer und Fleiß ich sehr bewundere! :023:)
 

Heute am richtigen Klavier ca. 1 Stunde gespielt. Hab in einer alten Notensammlung den leichten a-Moll Walzer von Chopin entdeckt und mich an @hasenbein 's Rat erinnert: Tatsächlich ist es im Vergleich mit den Inventionen leicht, diesen Walzer mit unbeschwerten und unverkrampften Bewegungen zu spielen.

Das ist jetzt das erste Mal gewesen, dass ich mich an Chopin gewagt habe. Bislang dachte ich immer "Finger weg von Chopin, das ist für Virtuosen reserviert!".
Aber dieser Walzer jedenfalls ist nicht zu schwierig. Eher eine Erholung nach der Arbeit an der Invention.

Ansonsten noch ca. 1 Stunde Lektüre von Harmonielehre für Dummies.
Morgen kommt der bestellte Krämer. Bin da etwas ambivalent. Nicht dass mir die Beschäftigung mit Harmonielehre den Spaß verdirbt.
 
Heute am richtigen Klavier ca. 1 Stunde gespielt. Hab in einer alten Notensammlung den leichten a-Moll Walzer von Chopin entdeckt und mich an @hasenbein 's Rat erinnert: Tatsächlich ist es im Vergleich mit den Inventionen leicht, diesen Walzer mit unbeschwerten und unverkrampften Bewegungen zu spielen.

Das ist jetzt das erste Mal gewesen, dass ich mich an Chopin gewagt habe. Bislang dachte ich immer "Finger weg von Chopin, das ist für Virtuosen reserviert!".
Aber dieser Walzer jedenfalls ist nicht zu schwierig. Eher eine Erholung nach der Arbeit an der Invention....

Bleib mal schön bei deinen Inventionen. (Deine) Konkurrenz bei den Walzern brauche/will ich nicht. ;-)
 
Übe-Tagebuch:

Heute 30 Minuten 8. Invention geübt. Sie wird kaum besser als letzte Woche. Ein Zeichen dafür, dass ich sie vorläufig ruhen lassen sollte.
Danach noch mehr als eine Stunde freies Spiel nach Lust und Laune.
Heute kam die Harmonielehre von Krämer. Hab reingeschaut, aber noch nicht den Mumm gehabt, mich mit meinem Nichtwissen zu konfrontieren. Ziemlich trockener Stoff, auf den ersten Blick. Ich verstehe nur so ungefähr, womit sich die Leute in dem Harmonielehre-Faden, die den Krämer durcharbeiten, gerade beschäftigen. Im Moment glaube ich nicht, diese komplizierten Aufgaben lösen zu können.
 
Im Moment glaube ich nicht, diese komplizierten Aufgaben lösen zu können

Einfach bei der ersten anfangen. :-D

Ich dachte auch nicht, dass das möglich wäre, diese Aufgaben zu lösen. Ganz langsam, eine nach der anderen, wie ein Rätsel, sage ich mir immer wieder. Inzwischen ist das schon Routine, dass ich alles mehrfach verbessern muss. Ich habe das Gefühl, dadurch lerne ich überhaupt erst, welche unausgesprochenen Prinzipien hinter schönen Harmonien stehen. :denken:
 
Übe-Tagebuch:

Gestern halbe Stunde 8. Invention geübt. Und halbe Stunde im Notenbüchlein für Anna Magdalena gespielt.

Hab es doch noch einmal probiert, die 8. Invention in etwas höherem Tempo zu spielen. Aber es klappt weiterhin nicht und stagniert auf dem Stand der letzten Woche.
Obwohl ich es ja noch immer nicht ganz wahrhaben will: Ich muss die 8. Invention erst einmal ruhen lassen und kann sie nicht so einspielen, wie ich es gerne hätte.
(Okay, das ist ja immerhin ein Anreiz, sie in einigen Wochen oder Monaten noch einmal hervorzuholen und aufzupolieren.)

Kommende Woche werde ich mit einer neuen Invention starten.

Und heute Abend oder morgen zum Ende der Übe-Woche mit viel freiem Spiel mal das eine oder andere kleine Stück einstellen, das ich ausprobiert oder wiederentdeckt habe.
 
Jetzt habe ich doch noch mal 2 Stunden daran gesetzt, die 8. Invention zu üben. :004:

Das ist das Ergebnis:

https://soundcloud.com/user-750131763/johann-sebastian-bach-8-invention-orgel-300319

Meine Selbsteinschätzung:
Soweit ich das richtig höre, ist es mir gelungen, bei Tempo 80 im Takt zu bleiben und obwohl das an meine Grenzen geht, einigermaßen sauber zu artikulieren.
@Alter Tastendrücker Hab mir Mühe gegeben, nicht mit den Händen zu "klappern", oder hörst Du noch was davon? (Wenn ja, an welcher Stelle?)
@Pedall und @mick Hab die Angewohnheit abgelegt, in den letzten Takten zuviel Ritardando reinzubringen. Ist das jetzt zu wenig oder ok so?

So, damit lasse ich diese Invention jetzt nach 4 Wochen Üben wirklich erst einmal in Ruhe und wende mich in der kommenden Woche der nächsten Invention zu. :026:
 
Hab die Angewohnheit abgelegt, in den letzten Takten zuviel Ritardando reinzubringen. Ist das jetzt zu wenig oder ok so?
Jetzt ist praktisch gar kein Ritardando mehr drin. Den Schlußakkord würde ich zumindest ein klein wenig verzögern.
In Takt 12 ist die Achtelpause zu lang, sie beträgt genau ein Viertel. Dadurch wird der Takt zum 7/8-Takt.
 

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