Übe-Tagebuch: Letzter Anlauf - mit Handicap und Keyboard

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Clavifilius
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Hallo zusammen,

da ich in den letzten 8 Jahren nicht mehr bei Clavio war und das Klavierspielen aufgegeben hatte, stelle ich mich kurz vor:
Ich bin 47 Jahre alt und hatte, jeweils mit Unterbrechungen, etwa 10 Jahre Klavierunterricht.
Davon die meiste Zeit als Kind/Jugendlicher, mit wenig Motivation und Übe-Disziplin. Der Klavierlehrer war auch völlig zufrieden damit, wenn ich einfache Stücke einigermaßen spielen konnte. (Was zumindest mein "Vom-Blatt-Spiel" trainiert hat, denn geübt habe ich höchstens kurz vor dem Klavierunterricht ein wenig.)

In meiner Studentenzeit und dann vor ca. 10 Jahren habe ich aber doch noch zwei Anläufe gemacht, denn obwohl ich als Kind keine Disziplin hatte, habe ich klassische und vor allem barocke Klaviermusik schon immer sehr geliebt.
Mein Stand war zuletzt so etwa auf dem Niveau von Henle 4 - und einige Stücke habe ich gründlich mit der Klavierlehrerin erarbeitet, gerade auch im Hinblick auf musikalische Gestaltung und Klang.

Krankheitsbedingt musste ich vor ungefähr 8 Jahren mit dem Klavierspielen aufhören: Ich hatte einen Hörsturz und anschließend einen Tinnitus, der durch Klavierspiel verstärkt wurde. Einige Zeit danach auch noch einen Unfall mit einer Handverletzung, die das Klavierspielen ganz unmöglich gemacht hat.
Angesichts dieser Erfahrung hab ich mein Klavier verkauft und einige Jahre gar nicht mehr gespielt.

Vor etwa zwei Jahren habe ich meinen Vater darin unterstützt, wieder Gitarre zu erlernen (nach 50 Jahren!). Da hab ich mir dann einfach ein uraltes Keyboard geschnappt und mit ihm gemeinsam Musik gemacht: Schlager aus der Jugend meiner Eltern, 50er/60er Jahre. Ist ja nicht so besonders schwierig, wenn man halbwegs Klavier spielen kann, dann auch autodidaktisch Keyboard zu lernen, mit Styles in der linken und einer einfachen Melodie in der rechten Hand. :001:
Und siehe da, die rechte Hand ist zwar nach wie vor nur begrenzte Zeit belastbar, aber es geht einigermaßen und macht Spaß! Da Keyboards eine ungewichtete Tastatur haben, ist es für mich leichter, darauf zu spielen als auf einer Hammermechanik. Hab mir dann ein besseres Keyboard gekauft, mit dem ich leichte Barockmusik spiele. Ein Keyboard schränkt natürlich das Repertoire ein auf die Klavierliteratur für Clavichord, Cembalo oder Orgel. Einfache Sachen aus Schumanns "Album für die Jugend" oder dergleichen gehen auch noch. Dynamisch gestalten kann man aber kaum mit einem Keyboard.

Aktuell überlege ich, ein neues Klavier zu kaufen. Aufgrund der Tinnitus-Problematik sollte es ein digitales Instrument sein. Ein alter Schimmel aus meiner Kinderzeit steht noch im Haus meiner Eltern. Mit dem spiele ich gelegentlich bei Besuchen, die Tastatur ist aber (trotz Regulation der Mechanik) etwas schwergängig und die vor Jahren verletzte Hand schmerzt nach einiger Zeit.
Bevor ich überhaupt ein neues Instrument mit Hammermechanik kaufe, werde ich mal weiter beobachten, ob sich die Hand an tägliches Üben gewöhnt. So eine halbe Stunde täglich sollte drin sein, bevor es sich lohnt, ein neues Klavier zu kaufen.

Langer Rede, kurzer Sinn:
Um das jetzt konsequent umzusetzen, möchte ich diesen Faden als "Übe-Tagebuch" nutzen.

Was sind meine Ziele und Prioritäten?

1. Freude daran, täglich zu spielen und zu üben.
2. Meine Scheu überwinden, Stücke aufzunehmen und anderen "vorzuspielen".
3. Kontrolle der musikalischen Gestaltung, indem ich die Stücke aufnehme, anhöre, vorspiele, Rückmeldungen bekomme.
4. Mit ganz einfachen Stücken beginnen, die mich nicht überfordern.
5. Parallel dazu: Bachs Inventionen und vergleichbare Stücke nach und nach mit viel Geduld zu üben. (Die Geduld fehlte früher.)

Und wenn ich das ein paar Monate schaffe und zugleich die Hand sich als genügend belastbar erweist, kaufe ich ein "richtiges" Instrument.

Nun denn ... ich bin gespannt.
Vor allem dann auch auf Eure Rückmeldungen, wenn ich hier Stücke einstelle.

Ein wenig "Lampenfieber" hab ich ja deswegen, denn die Rückmeldungen und Diskussionen hier im Forum sind ja manchmal etwas "drastisch", um das vorsichtig zu formulieren.
Konstruktive Kritik ist mir willkommen.
Freundlicher Beifall natürlich auch. :004:
 
Gernot
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Willkommen zurück :-)

Und immer nur her mit den Einspielungen :026: :super:

Liebe Grüße
Gernot
 
Clavifilius
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Vielen Dank für die Willkommensgrüße!

Ist es eigentlich okay, Bachs Inventionen mit Orgel zu spielen?
Meines Wissens geht man üblicherweise davon aus, dass sie für Clavichord gedacht sind, weil Bach von einer "cantablen Art im Spielen" spricht, die man durch das Üben der Inventionen erlangen soll.

Andererseits: Die Inventionen und auch sonst vieles von Bachs Klavierwerk ist Musik zum häuslichen Üben - und da wird man wohl ganz pragmatisch das Instrument genommen haben, das zur Verfügung stand.
Wenn das zum Beispiel ein Spinett war, werden die jungen Schüler Bachs, für die die Inventionen gedacht waren (zuerst Sohn Friedemann, später noch viele andere Klavierschüler), eben auf einem Spinett daheim geübt haben. Wer Zugang hatte zu einer Orgel, wird vermutlich ganz pragmatisch auf einer Orgel geübt haben.

Was meint Ihr dazu?
Ist Bach mit Orgel oder Cembalo okay für Euch?
Oder muss es (eigentlich ganz ahistorisch) ein Pianoforte sein?

Bei meinem Keyboard finde ich die Kirchenorgel-Samples am besten. Cembalo klingt auch ganz passabel, finde ich.
Ansonsten, wenn es denn ein anschlagsdynamisches Instrument sein soll, käme der Harfen-Sound am ehesten an den Klang eines Clavichords heran, das ja angeblich das Instrument ist, für das die Inventionen geschrieben wurden.
 
Maryllis
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Lieber Clavifilius,

ich wünsche dir viel Erfolg für das Erreichen deiner Ziele. Die Idee, ein Übetagebuch zu führen, trägt bestimmt auch zur Motivation bei.

Deine Frage zu Bachs Inventionen kann ich leider nicht beantworten, aber da werden sich sicherlich noch Experten zu melden.

Liebe Grüße

Maryllis
 
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Aktuell überlege ich, ein neues Klavier zu kaufen. Aufgrund der Tinnitus-Problematik sollte es ein digitales Instrument sein. Ein alter Schimmel aus meiner Kinderzeit steht noch im Haus meiner Eltern. Mit dem spiele ich gelegentlich bei Besuchen, die Tastatur ist aber (trotz Regulation der Mechanik) etwas schwergängig und die vor Jahren verletzte Hand schmerzt nach einiger Zeit.
Bevor ich überhaupt ein neues Instrument mit Hammermechanik kaufe, werde ich mal weiter beobachten, ob sich die Hand an tägliches Üben gewöhnt. So eine halbe Stunde täglich sollte drin sein, bevor es sich lohnt, ein neues Klavier zu kaufen.
Und wenn ich das ein paar Monate schaffe und zugleich die Hand sich als genügend belastbar erweist, kaufe ich ein "richtiges" Instrument.
Eine Möglichkeit wäre übrigens, dein Wunschinstrument ohne Rücksicht auf die Tastatur rein nach dem Klang auszuwählen und dann ein MIDI-Keyboard als Controller davorzuschalten, um es ähnlich wie dein jetziges Keyboard ferngesteuert spielen zu können. Außerdem hättest du die Option, jederzeit dazwischen wechseln zu können.

In Frage kämen dafür natürlich nur digitale Instrumente oder ein Klavier-Selbstspieler mit MIDI IN.
 
mberghoefer
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ich finde die Aufnahme mit der Orgel ist nicht nur gut gespielt (um Welten besser als ich es könnte), sie klingt auch super - und persönlich finde ich total ok, verständlich und interessant, auch für so etwas mal andere Instrumente zu nutzen. ich probiere manchmal zB, wie irgendein Klavierstück auf dem Harmonium klingt - das geht mitunter aber wirklich gar nicht :)
 
Clavifilius
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Eine Möglichkeit wäre übrigens, dein Wunschinstrument ohne Rücksicht auf die Tastatur rein nach dem Klang auszuwählen und dann ein MIDI-Keyboard als Controller davorzuschalten, um es ähnlich wie dein jetziges Keyboard ferngesteuert spielen zu können. Außerdem hättest du die Option, jederzeit dazwischen wechseln zu können.

In Frage kämen dafür natürlich nur digitale Instrumente oder ein Klavier-Selbstspieler mit MIDI IN.

Sofern es irgendwie geht, möchte ich in Zukunft ein Instrument mit guter Hammermechanik spielen.
So ein MIDI-Keyboard hat ja vermutlich auch nur entweder eine ungewichtete Tastatur oder eine relativ einfache Hammermechanik. Mit den Sounds meines jetzigen Keyboards bin ich eigentlich ganz zufrieden. Es ist ein Yamaha PSR S670 mit zusätzlichen Samples verschiedener Register einer Kirchenorgel (als Expansion Pack).

Dass ich die Pianoforte-Sounds auf dem Keyboard nicht mag, hat eigentlich weniger mit den Sounds zu tun, als vielmehr damit, dass sich die Piano-Sounds mit einer ungewichteten Tastatur nicht kontrolliert spielen lassen. Das kann man eigentlich vergessen, die Anschlagsdynamik ist da einfach viel zu primitiv und ungenau, egal was ich da einstelle.
Von den anschlagsdynamischen Sounds funktioniert noch am besten die Harfe (für Barockmusik). Das ist vom Klang auch ganz passend, weil es an das traditionelle Clavichord erinnert.

Da hört man dann, dass das "Klavier" ursprünglich den Charakter eines Saiteninstruments hatte, während es heutzutage eher wie ein Schlaginstrument klingt. (Hämmer, die auf Saiten schlagen ... :004: )
 
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Dass ich die Pianoforte-Sounds auf dem Keyboard nicht mag, hat eigentlich weniger mit den Sounds zu tun, als vielmehr damit, dass sich die Piano-Sounds mit einer ungewichteten Tastatur nicht kontrolliert spielen lassen. Das kann man eigentlich vergessen, die Anschlagsdynamik ist da einfach viel zu primitiv und ungenau, egal was ich da einstelle.
Keine Frage, ist halt erstmal nur ein Keyboard. Aber selbst wenn sich rausstellen sollte, daß die Mechaniken der großen Klavierhersteller (50 g Niedergewicht aufwärts) nicht tragbar sind, lassen sich immer noch Lösungen finden, die über eine Tischhupe deutlich hinausgehen.

Dafür muß man natürlich außerhalb der Kiste denken. ;-)
 

Gernot
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Danke fürs Teilen! Mir gefällt's. Ich kann beim Zuhören, beiden Stimmen gut folgen. Täuscht das oder klingt die tiefere Lage etwas leiser als die höhere?

Was meint Ihr dazu?
Ist Bach mit Orgel oder Cembalo okay für Euch?
Oder muss es (eigentlich ganz ahistorisch) ein Pianoforte sein?

Meine Laienperspektive dazu: Normalerweise wird die Frage andersherum oder in zumindeste anders gestellt: Wie weit soll man, wenn man auf moderenen Instrumenten spielt, auf die Möglichkeiten, die diese bieten, verzichten, wenn man Musik von Bach spielt?

Ich bezweifle, dass Bach es gestört hätte, wenn jemand seine "Clavier"-Werke auf anderen Instrumenten spielt als ihm zur Verfügung gestanden sind. Es gibt da auch alles mögliche von Akkordeon, ober Streicher- und Bläserensembles bis hin zu acappella Ensembles.

Mir hat mal jemand gesagt, dass es auf der Orgel angenehmer sei, die zweistimmigen Inventionen zu spielen, als am Klavier, weil man auf der Orgel die Stimmen unterschiedlich registrieren kann.

Liebe Grüße
Gernot
 
Clavifilius
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Danke fürs Teilen! Mir gefällt's. Ich kann beim Zuhören, beiden Stimmen gut folgen. Täuscht das oder klingt die tiefere Lage etwas leiser als die höhere?

Meine Laienperspektive dazu: Normalerweise wird die Frage andersherum oder in zumindeste anders gestellt: Wie weit soll man, wenn man auf moderenen Instrumenten spielt, auf die Möglichkeiten, die diese bieten, verzichten, wenn man Musik von Bach spielt?

Ich bezweifle, dass Bach es gestört hätte, wenn jemand seine "Clavier"-Werke auf anderen Instrumenten spielt als ihm zur Verfügung gestanden sind. Es gibt da auch alles mögliche von Akkordeon, ober Streicher- und Bläserensembles bis hin zu acappella Ensembles.

Mir hat mal jemand gesagt, dass es auf der Orgel angenehmer sei, die zweistimmigen Inventionen zu spielen, als am Klavier, weil man auf der Orgel die Stimmen unterschiedlich registrieren kann.

Liebe Grüße
Gernot

Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung!

Ja, die tiefere Lage klingt leiser. Ist von mir nicht absichtlich so registriert, ich habe einfach eines der vorhandenen Kirchenorgel-Register verwendet, ohne das bewusst zu verändern. Werde zukünftig darauf genauer achten, vor allem welches der vielen Register ich da überhaupt genommen habe.
Mir war erst einmal nur wichtig: Dass die beiden Stimmen transparent rüberkommen.
Scheint ja funktioniert zu haben.

Vor allem freut es mich, dass zumindest einige Leute hier es tolerieren oder sogar angenehm finden, Bachs Inventionen auch mal ganz anders zu hören.

Heute Abend probiere ich Invention Nr. 1 mit Cembalo und Harfe. Wenn das was wird, stelle ich es wieder hier ein.
 
Clavifilius
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Hier also die Version der 1. Invention mit (anschlagsdynamischer) Harfe:
https://soundcloud.com/user-750131763/johann-sebastion-bach-1-invention-harfe

Und hier mit Cembalo ... Wobei sich da für mich gerade die Überraschung einstellte, dass die Aufnahme des Cembalo-Sounds in meinen Ohren viel weniger schön klingt als direkt am Keyboard:
https://soundcloud.com/user-750131763/johann-sebastian-bach-1-invention-cembalo
 
A
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Ellizza
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Sofern es irgendwie geht, möchte ich in Zukunft ein Instrument mit guter Hammermechanik spielen.
Da ist doch als Zwischenlösung ein Digi super, bei dem man die "Anschlaghärte" abgestuft einstellen kann. (Bei casio nennt sich das "Anschlagsdynamik" z.B.)

Ich hatte auch eine Zeitlang auf einem Keyboard gespielt, und wenn ich dann zu Besuch bei meinen Eltern auf dem Klavier spielte, taten mir die Hände schnell weh.

Nach der Anschaffung eines Digis hatte sich das Problem schnell erledigt, inzwischen steht es auf härtester Stufe und der Umstieg zwischen Digi und Klavier ist problemlos.
 
Gernot
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@Clavifilius Wird das eigentlich direkt auf Datei ausgegeben?

Bin mir nicht sicher: Möchtest Du Meinungen zu den gewählten Sounds?

Liebe Grüße
Gernot
 
Clavifilius
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Nach der Anschaffung eines Digis hatte sich das Problem schnell erledigt,

Das ist zu hoffen. Hab kürzlich schon lange Probe gespielt.
Aktuell erscheint es mir aber als gute Idee, erst einmal ein paar Monate lang die Inventionen zu spielen. Das geht ja ohne weiteres auf dem Keyboard.
In erster Linie ist das aber auch ein Test der Ernsthaftigkeit meines Wiedereinstiegs. :001: Sozusagen aus pädagogischen Gründen spiele ich in den nächsten Monaten alle 15 Inventionen auf dem Keyboard.
Und wenn ich das durchhalte, kann ich mir zur Belohnung ein tolles Instrument kaufen!
:003:
@Clavifilius Wird das eigentlich direkt auf Datei ausgegeben?

Bin mir nicht sicher: Möchtest Du Meinungen zu den gewählten Sounds?

Liebe Grüße
Gernot

Ja, ich hätte gerne Rückmeldungen, auch konstruktive Kritik.

Das sind direkte Audioaufnahmen auf Datei.
 
Gernot
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Geschmäcker sind unterschiedlich. Mir sagt der Orgel-Sound am ehesten zu. Die Harfe klingt für mich teilweise eher wie ein Marimbaphon. Wobei ich mir vorstellen kann, dass Xylo- und Marimbaphon auch ganz gut passen könnten. Der Cembalo-Sound gefällt mir gar nicht. Aber Haupsache es passt, wenn's live passt.
 
Clavifilius
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Geschmäcker sind unterschiedlich. Mir sagt der Orgel-Sound am ehesten zu. Die Harfe klingt für mich teilweise eher wie ein Marimbaphon. Wobei ich mir vorstellen kann, dass Xylo- und Marimbaphon auch ganz gut passen könnten. Der Cembalo-Sound gefällt mir gar nicht. Aber Haupsache es passt, wenn's live passt.

Ich nehme das ähnlich wahr wie du.
Das Cembalo klingt scheußlich! :008:
Die Kirchenorgel-Register aus dem Expansion Pack klingen deutlich höherwertiger und zumindest brauchbar für meine Zwecke.
Die "Harfe" ist noch unklar, da muss ich weiter prüfen. Immerhin wäre sie der einzige anschlagsdynamische Sound, der einigermaßen spielbar ist für die Inventionen.
Aber vermutlich läuft es darauf hinaus, dass ich die Inventionen komplett mit Orgel "einspiele".

Apropos: Sich selbst aufzunehmen und das hier online zu stellen, ist eine spannende Erfahrung. Auch wenn es gar keine Rückmeldung von anderen gibt, hört man sich selbst ganz anders zu als sonst!
Allein das ist viel wert.
Wenn man am Instrument vor sich hinspielt, fehlt die Distanz zum eigenen Spiel. Man identifiziert sich damit (was ja zeitweise auch okay ist) und macht sich Illusionen.
Das eigene Spiel aufzunehmen und irgendwo zu veröffentlichen, ist eine Art Verobjektivierung. Da kann man sich dann auch einmal so hören wie andere einen hören.
Gut dass ich mich dazu überwunden habe. :001:

Weiteres Vorgehen im Übe-Tagebuch:
Arbeit an Invention 1 vorläufig abgeschlossen. Besser als in der ersten Orgel-Einspielung kann ich sie vorläufig nicht spielen. (Mit einem echten Klavier oder guten Digi wäre da aber noch viel Arbeit zu leisten im Hinblick auf dynamische Gestaltung.)

Als nächstes übe ich jetzt Invention Nr. 8. Mindestens eine Woche lang. Nächstes Wochenende gibt es die erste "Einspielung" der 8. :007:

Und zur Entspannung zwischendurch spiele ich ein paar einfachere Stücke und setze sie hier ein. (Damit die Gewohnheit gefestigt wird, mich mit "objektiveren Ohren" zu hören.)
 
 

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