TOTALSCHADEN KLAVIERSPIELEN

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Barratt

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aber eines ist gewiß: mittels Blabla über Neuronen, Hirnhälften, Computerzeugs kann man kein einziges virtuoses Stückchen bewältigen, nicht mal ne zweiminütige Etüde :-D:-D:-D

Das ist korrekt, aber man kann Lernprozesse optimieren, wenn man zumindest MITbedenkt, wie die eigene Maschine funktioniert. Ist ja nichts Ehrrühriges.
 
Ludwig

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:-D:-D:-D
@Ludwig natürlich wäre es schön, wenn man via Zäpfchen oder usb-Stick Spieltechnik auf höchstem Niveau erlangen könnte - vielleicht gibt´s das ja eines fernen glücklichen Tages.
Aber dieser ferne glückliche Tag ist noch nicht da... buhuhu... sehr schade (!!!) ... aber eines ist gewiß: mittels Blabla über Neuronen, Hirnhälften, Computerzeugs kann man kein einziges virtuoses Stückchen bewältigen, nicht mal ne zweiminütige Etüde :-D:-D:-D
Ach iwo, das geht doch heute schon - ich werfe einfach ein Blick auf Skype, wo ich meinen Online Klavierlehrer treffe. Der erklärt mir dann kurz, dass ich meine Datenbrille gerade aufsetzen muss.
Ich bedanke mich, improvisiere nach Gefühl irgendwie, weil nur das aus den Herzen kommt und nach einer Runde mit River Flows In You starte ich dann mit den Chopin Etuden :lol::drink:
 
rolf

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Das ist korrekt, aber man kann Lernprozesse optimieren, wenn man zumindest MITbedenkt, wie die eigene Maschine funktioniert. Ist ja nichts Ehrrühriges.
@Barratt
...wenn man denn wirklich wüsste, wie diese Maschine funktioniert... so weit ist man aber noch nicht... nach meiner Kenntnis versteigt sich keine einziger wirklicher Neurologe dazu, Rezepte zu optimalen oder optimierten Lernprozessen zu verbreiten. (überhaupt sind Lernprozesse nicht gerade der primäre Forschungsgegenstand der Neurologen)

aber es kommt ja noch besser: all die vielen Altvorderen, die prima was drauf hatten - seien es die großen Komponisten, seien es die großen Interpreten älterer Generationen - gelangten völlig unbehelligt von jeglichem Gehirn-Blabla zu ihrem Können. Daraus könnte man schließen, dass besagtes Gehirn-Blabla nicht allzu dringend benötigt wird :-)
 
Barratt

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@rolf

Da pflichte ich Dir vollkommen bei!

Aber schau mal: Gerade ältere Leutchen, so wie ich zum Beispiel
damals.gif
, die weit jenseits des "Best before"-Datums der Hirnplastizität auf so verrückte Ideen kommen wie ... ja, wie das Klavierspielen zu lernen - die können von einigen Minimalkenntnissen über die Arbeitsmechanismen der obersten Zentrale durchaus profitieren.
 
Dorforganistin

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Meine Leseempfehlung dazu:
"Neuromythologie: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung" von Felix Hasler
sowie
"Der Mythos der ersten drei Jahre: Warum wir lebenslang lernen" von John T. Bruer.

Lernen ist, bei allem Wissen oder bei allen Vermutungen über das, was im Gehirn passiert, immer auch eine individuelle Sache. Ich kenne da keine allgemeingültigen Rezepte, die einem das Lernen erleichtern.

Meine persönliche Meinung und Erfahrung ist, dass auch das erwachsene Hirn flexibler ist als uns die Geschichten von irgendwelchen Zeitfenstern, die sich schließen, glauben machen.
 
alibiphysiker

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Also meine Empfehlung bei sowas ist (zumindest für computeraffine Menschen), sich mal mit (okey, jetzt freut sich der Threadersteller vielleicht) mit künstlichen neuronalen Netzwerken zu beschäftigen. Wenn man mal selbst das Phänomen der Emergenz auf seinem Computerbildschirm beobachtet, und sieht, wozu schon einfache Netze in der Lage sind, wird das eigene Gehirn etwas entmystifiziert, und man versteht sich selbst auch besser. Da brauch man dann auch nicht viel "Gehirn-Blabla" :D.

(Erklärung: Unser Gehirn besteht ja im Prinzip nur aus Nervenzellen und Verbindungen zwischen Nervenzellen . Ein Einfaches Modell hierfür ist nun, dass (salopp gesagt) manche Nervenzellen "Ausgabefunktionen" übernehmen, und andere Nervenzellen "Eingabefunktionen" übernehmen. Dazwischen befindet sich nun ein kompliziertes Netz aus vielen einzelnen Nervenzellen, die alle miteinander verbunden sind und über Weiterleitung von chemischen Stoffen miteinander kommunizieren. Wenn man nun unser einfaches Modellgehirn eine Entscheidung trifft, tut es nichts anderes, als bestimmten "Eingaben" (=bestimmte Eingabenervenzellen werden von außen angeregt) bestimmte "Ausgaben"(=Die erregungsweiterleitung findet so statt, dass bestimmte Ausgabenervezellen angeregt werden) zuzuordnen.

Im Computer simuliert man sowas, in dem man Nervenzellen quasi "Punkte" zuordnet, die nur 2 Zustände annehmen können (Erregt und nicht Erregt) und alle Punkte miteinander über Linien verbindet, welche diese Erregung weiterleiten. Diese Linien können nun eine bestimmte "Gewichtung" tragen, welche im Prinzip sagt, wie gut Erregungsreize weitergeleitet werden. Nun wird auf dieses Netz ein Lernalgorithmus angewendet, welcher im Prinzip die obengenannten "Eingangs-Nervenzellen" mit Reizen füttert, und so lange an den Gewichtungen der einzelnen Verbindungen rumspielt, bis die gewünschen "Ausgabe-Nervenzellen" erregt sind. Damit kann man nun schon wirklich tolle Dinge tun.)*

Ein schönes Computerprogramm für Windoof-Nutzer ist hierbei: http://www.membrain-nn.de/

LG,

Daniel

*: Ich habe mich mal zu Schulzeiten mit neuronalen Netzen beschäftigt. In den letzten Jahren hat sich mein Tätigkeitsschwerpunkt doch etwas verschoben :D. Darum der Disclaimer: Ich hoffe, dass ich nichts falsches gesagt habe, und habe diesen Abschnitt nach bestem Wissen und Gewissen erstellt.

Edit: Was ich vielleicht noch sagen sollte: Die Vorgehensweise die ich euch eben beschrieben habe, wird nur bei relativ einfachen Künstlichen Neuronalen Netzwerken angewandt. Es gibt noch viel kompliziertere Lernalgorithmen, die auch ohne vorgegebene Datensätze funktionieren sollen, es gibt auch andere Netzprinzipien, und noch viel, viel mehr. Eine ganze Welt ist hier zu entdecken! (Wie leider so oft :D)
 
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knotenpunkt

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ich warte........................................................................................20% abgeschlossen
 
Barratt

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knotenpunkt

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moin moin,

Zitat von rolf:
So lange du diese Sachen nicht im vorgeschriebenen Tempo spielen kannst, solltest du besser darauf verzichten, dich nach "höchstem Niveau" zu erkundigen.
habe ich je behauptet, dass ich überhaupt (ansatzweise) Klavierspielen könnte?
Mit welcher(en) Prämisse(n) und welchen Regeln kannst du dies behaupten?
Naja egal.....




da wohl einige hier mit komplexen/komprimierten Fragen nicht umgehen können, drösele ich das ganze jetzt mal etwas auf und untermale es mit bildern.....

Für folgende ausgeführte Frage ist vor allem Punkt 1 wichtig.... eventuell spielt Punkt 2 auch noch mit rein.....
Das müsst ihr entscheiden....

Zitat von knotenpunkt:
1 Frage:
Wie kann man die linke und rechte Hand bei richtigem high-speed besser syncen?
Naja auf gut Deutsch der Balken zwischen den beiden Gehirnhälften supportet eine zu geringe Bitrate
Wie kann ich diese verbessern?, oder liegt das Problem an den jeweiligen Kernen (jeweilige gehirnhälfte) und müsse diese jeweils micro-firmware-geupdated werden?
Naja Frage hier ist tatsächlich, wie ich das Zusammenspiel von linker und rechter Hand bei max-limit-speed so hinbekomme, dass Noten die zusammengehören wirklich zusammengespielt werden und Noten die nicht zusammengehören nicht zusammengespielt werden..... also richtig synchronized is?

2 Frage (Fingerhaltung und Anschlag)
Runde Finger VS Flache Fingerhaltung?
Passives Abheben VS Aktives Abheben?
Taste vorfühlen, also Finger liegt an der Taste an vor dem Anschlag VS Finger fliegt über die Luft auf die Taste herunter als Durchführung des Anschlags.

So es geht um folgendes bildhaftes Beispiel:

Man nehme eine Person X

Diese Person hat in sehr frühen Jahren beispielsweise das Lied "Rondo alla Turca", oder wie des heisst von Mozart eingeübt.

Außerdem hat diese Person daran geübt, rechte und linke hat so gut wie möglich zu desyncen (also unabhängig voneinander spielen zu können)

Dies heisst beispielsweise, es wird irgendwas links gespielt und rechts irgendwas komplett anderes (vor allem auch andere Geschwindigkeit oder Rhythmus)

Jetzt ist es ja so, dass das Bewusstsein sich nur auf eine Sache konzentrieren kann, sei es auf links oder rechts oder gar nichts (meistens ja auf rechts)

Naja der Vorteil der ganzen Sache ist, man hat keine Geschwindigkeitsbarieren, da nicht links und rechts übermäßig gesynct werden muss. Dies eignet sich also sehr gut führ Lieder wo nur wenige Synchronisationspunkte von Links und rechts vorgeschrieben werden (Synchronisationspunkt=echt exakte Zusammenspiel von einer Note der rechten Hand mit einer Note der linken Hand..... beispielsweise der Beginn eines Trillers mit der Linken Hand auf eine note der rechten Hand bezogen, aber dann nicht mehr während des Trillerns..... ich hoffe des ist so einigermaßen verständnisvoll rübergekommen was ich damit meine.....)


Problematisch wird es, wenn viele Sync-Punkte gegeben sind, die vor allem schnell aufeinander folgend sind (wenige Punkte sind da weniger das Problem, da unexaktheit nicht auffällt)
So auch bei rondo alla Turca

Und zwar meine ich die Stelle ziemlich am Anfang nach dem lauten? Oktaven gehupse.

Hier hat man links ein Rhtymuspattern und rechts schnellere Noten
die Noten rechts werden mit dem Rhythmuspattern gesynct.

So und genau da liegt das Problem der Person X
Das das nicht so funktioniert wie es eigentlich sollte
Die Ursachen könnten unterschiedliche oder aber auch mehrere gleichzeitig sein! (wo liegt der fehler in dem satz.... ach egal^^)

Angenommen linke und rechte Hand beinflussen sich wirklich zu 0%
Dann liegt der Fehler darin, dass rechts beispielsweise nicht exakt den "Tasten-up-and-down-Lauf" vollführt!
Dies vermutlich dadurch bedingt dass Weise und schwarze Tasten gegeben sind!
Eventuell ist es ja so, dass die Finger wirklich alle Bewegungen gleich schnell ausführen, aber wegen den weisen und schwarzen Tasten hier den unterschied dieser Tasten vernachlässigen
Heisst jeder Finger beschleunigt gleich schnell, aber der Weg ist anders -> nicht exakte Anschläge!

Wie könnte man das lösen um hier exakt zu werden?
Fingerhaltung, Fingeranschlag(durch luft an der Taste), passives Abheben, andere Methoden?


Angenommen links und rechts stören sich (vermutlich bei Person X nachgewiesenermaßen nicht viel)
was macht man hier

und jetzt der eher konträrere Punkt zum letzten gesehen:
Die Hände sind wirklich unabhängig

Heisst links und rechts interessieren sich wirklich nicht füreinander
Und eine Hand spielt man etwas falsch bzw. mal nicht ganz tight oder eben durch andere Dinge nicht ganz exakt. Wie kann man sowas syncen, vor allem wenn die Person X eben das Desynchronisierte Spielen gewohnt ist

Gibts insbesondere für diesen Fall spezielle Übmethoden
Und es geht hier wirklich um schnelle Geschwindigkeiten.
Beim langsamen Spielen ist genug Zeit um die Sync-Info im grossen? Balken im Gehirn hin und herzuschicken.... Hat also keinen Einfluss aufs schnelle Spiel (also ein langsames üben hier taugt net viel)


So villeicht hätte man das ganze auch etwas kürzer schreiben können um ein paar Bits in der Datenbank von clavio.de zu sparen:

*****
Zusammenfassend geht es um die Frage:
Wie kann man rondo alla turca (oben besagter Part) schnell links und rechts zusammenspielen, ohne dass man sich verhaspelt und stresssituationen ausgesetzt ist, wenn man versucht gut und synchronisiert in dem Rhythmuspattern zusammenzuspielen.

Insbesondere bei Personen, die links und rechts unabhängig spielen können... bzw. mehr unabhängig als "nicht-unabhängig"
Wie bekommt man das gut hin.

Außerdem die Frage, die eigentlich das mit dem synchronisieren erübrigt.
Was muss man machen um einen Part beispielsweise in der rechten Hand 100%ig spielen zu können bzw. sich dieser 100% annäheren (Fingerhaltung, Anschlag etc?)
Da die 100% nicht möglich sind, müssen zwangsläufig rechte und linke hand aufeinander hören, wo dann doch dieser Punkt wieder wichtig ist.
*******


Dann noch die Frage, wenn die Person dieses Lied schon ewigkeiten so kann wie oben beschrieben, wie kann man alte Strukturen überschreiben?.... Dies jetzt nicht nur auf Synchronisation oder vor allem Exaktheit bezogen (da die falsche Exaktheit ja eingübt ist.... Exaktheit hier in dem Fall auf eine Hand in sich bezogen), sondern auch allgemein


Hoffe diesesmal bekomme ich bessere Antworten^^

lg knotenpunkt
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Meine Verwirrung nimmt Zeile für Zeile zu. Und das war jetzt "aufdröseln"?
 
B

Bachopin

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Hi knotenpunkt,

wow, was für ein falsches Bild vom Klavierspielen oder allgemeiner Musikmachen der Person X. ;-)

Da wird nichts "gesynct" oder irgendwelche Daten über Bitraten ausgetauscht.

Musikmachen bedeutet zu lernen das Klangbild (eigentlich Klangfilm) der Musik im Kopf zu haben und das durch Spielbewegungen auf dem Instrument zu erzeugen und den erzeugten Klang über das Ohr/Hören mit dem vorgestellten Klangfilm zu vergleichen.

Etwaige Abweichungen mit dem erwarteten Klangfilm werden durch zielgerichtetes Üben am Klang in Übereinstimmung gebracht.

Außerdem, die Hände werden eigentlich nicht gegenseitig "gesynct", sondern das was man mit beiden Händen spielt muß dem Puls der Musik folgen.

Wenn der Puls der Musik fordert, daß etwas gleichzeitig gespielt werden muß, dann muß man genau das üben.

Gruß
 
E

elli

Guest
Ich bringe mal den Wunsch von Knotenpunkt auf den Punkt:

Optimierung des Erlernens des Klavierspiels durch totale Erkenntnis der sensomotorischen Speicherung von mechanischen Abläufen, wobei Knotenpunkt vergessen hat, dass auch die Finger einer Hand gleichzeitig Unterschiedliches spielen, somit mitnichten eine Zweiteilung in rechts und links mit einer Art "links" zwischen ihnen vorliegt.

Richtig ist, ein Profi hat soviel geübt, dass eine im Kopf sich vorgestellte Musik unmittelbar gespielt werden kann. Allerdings mussten über viele Jahre motorische Aspekte mit Musik in allen Aspekten verknüpft werden, gleichzeitig aber eine rationale Kontrolle des Tuns gegeben sein.

Klartext, es geht kein Weg an langatmiger Einübung von mechanischen Abläufen im Zusammenhang mit Musik vorbei. Musik erfordert motorische Gleichzeitigkeit und vor allem Ganzheitigkeit. Es geht nicht um getrennte Abläufe rechts und links, die im Gehirn zusammengeführt werden, sondern der Koordination von motorischen Aspekten zur Hervorbringung von Musik, wobei gleichzeitig die Musik als Vorstellung im Hirn apriori die motorischen Notwendigkeiten steuert.
 
Barratt

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Gibts insbesondere für diesen Fall spezielle Übmethoden

Was Du beschreibst, ist die (technische) Quintessenz des Klavierspiels. Entsprechend basisnah würden die "speziellen Übmethoden" ausfallen, denn sie sind nicht "speziell", sondern brutalstmöglich allgemein und grundsätzlich (zumal "Rondo alla Turca" nicht durch diffizile rhythmische Herausforderungen verschrien ist).

Wie wäre es mit einer Fachkraft, vulgo Klavierlehrer/in, zwecks sinnvoller Betreuung Deiner Annäherung an die alltäglichen Herausforderungen des Klavierspiels?
 
hasenbein

hasenbein

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Knotenpunkt ist in Wirklichkeit an einer Lösung gar nicht interessiert.

Er will vor allem rumlabern.

Zum angeblichen "Sync-Problem": Hau mal (so ungefähr im Sekundentakt) mit beiden flachen Händen gleichzeitig auf Deinen Körper. Wechsele dabei spontan den "Auftreffpunkt" jeder Hand bei jedem Schlag.
Du wirst feststellen, dass es einfach ist, diese Schläge synchron auszuführen, obwohl beide Arme dauernd unterschiedliche, "unberechenbare" Bewegungen machen.

Da steckt eigentlich schon alles Wesentliche drin, was es zum Thema "Sync" zu sagen gibt (weswegen das auch bei einigermaßen fähigen KL ein nur überaus selten aufs Tapet kommendes Unterrichtsthema ist).
 
K

knotenpunkt

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moin moin,

Um Hasebeins letzten Beitrag aufzugreifen folgendes:
Du beschreibst hier ein triviales Problem. Die Lösung dazu ist offensichtlich und deshalb funktioniert auch des was du beschreibst für die Trivialität dieses Problems. Das Problem das ich beschreibe ist nicht trivial und zwar deshalb nicht, weil ich von anderen Geschwindigkeiten rede. Und ich denke, dass du mit mir übereinstimmst, dass es ein Unterschied ist, ob du zwei Handflächen bewegst, um auf einen Punkt G gleichzeitig aufzutreffen oder ob wir von 10 Fingern reden und das ganze entlang der Zeitachse X ziemlich stauchen....


Zu den anderen Antworten, die ihr so gegeben habt.... Ich bin nicht an einer politischen Lösung interessiert!
Sondern ich bin an einer rationalen normalen und vernünftigen und (eher) technischen Lösung interessiert!

Viele von euch sagen Begriff wie Musik, etc.... das sind politische Lösungen, also Lösungen die nichts aussagen^^.... zumindest hier so zu nix führt. Zumal sich die Frage stellt ob "abnormale" Geschwindigkeiten auch dem Musikbegriff entsprechen?!?!. Außerdem muss der Musik-Begriff immer im Kontext und somit im Zusammenhang des Individuum gesehen werden. In formaler prädikatenlogik erster Stufe würde das so ungefähr aussehen ForAll X ForAll Y.((IsIntelligentIndiviuum(X)=>MusikVerstaendnis(X)) !=).... (ach lassen wir das^^)



Meine Verwirrung nimmt Zeile für Zeile zu. Und das war jetzt "aufdröseln"?
Wohl für die meisten immer noch zu wenig
Also drösele ich mal weiter auf.....

*****WICHTIG******

Ich habe Person X nochmal analysiert und muss letzten Beitrag von mir etwas anpassen.....

das mit dem Syncen scheint wohl doch nur eine unterordnertere rolle zu spielen, um das problem zu lösen

Ein größeres Problem ist tatsächlich das die rechte hand nicht ganz in sich konstant spielt
Mögliche Ursachen sind. Unterschiedliche Abstände.... somit sind chromatische Abstände anders wie z.b ein größerer Sprung von 3 Tasten. Bei High-Speed ist die grenze hier ganz einfach dadurch gegeben, dass man einfach einen größeren Abstand nicht so schnell spielen kann wie den kleinen chromatischen?
(Ok sollte hier die rechte Hand inkosistens sein, dann sollte die linke Hand mit dem einfachen festen Rhymtuspattern sich der rechten folgen, sich mit dieser syncen und nicht stur unabhängig weiterspielen...)

Zweitens voreingeübte Bewegunsgruppierungsabläufe. Somit sind spezielle Patterns besonders eingeübt, andere weniger. Bei High-Speed werden die gut eingübten schneller gespielt als die weniger gut eingübten?

Hauptproblem ist: Bei High-Speed fällt die Kontrollinstanz Bewusstsein weg.... man kann es also nicht mehr kontrollieren und muss sich voll und ganz auf das "eingübte verlassen" und hier entstehen dann zwangsläufig die oben genannten Probleme

gesucht wird nach einer lösung. Sei es durch komplementär-übungen? (also übungen die beispielsweise eine falsche übung im gegenteil ausführt.... Bloß halt auf extreme art und weiße.... somit könnte der Mittelweg, dann der Lösung entsprechen, der sich eventuell aus dem ganzen ergibt oder auch nicht?!?)
Eventuell berechnet sich das ganze auch anders?

Vielleicht gibts auch direkte Übungen, um das Problem direkt anzugehen und in sich konsistenz zu erreichen? (langsames Spielen von irgendwas oder aber auch schnelles spielen von irgendwas? Bloß was ist das irgendwas? und nun langsam oder schnell?, bewusst, unterbewusst etc)

Also Fazit dazu: Es wird nach Übungen gesucht, die Konsistenz herstellen bei High-Speed!



Das nun wohl doch untergeordnete Problem Sync möchte ich hier noch etwas ausführen:

Dazu weiß ich noch soviel: Je schneller die hände Spielen desto mehr rutschen Sie bei Person X in folgendes Schma:
Früher(in sehr jungen Kindheitsjahren) wurde unter anderem geübt die Finger möglichst ineinander spielen zu lassen.
Heisst ein Ton mit der rechten Hand ein Ton mit der linken Hand.
Das war so gewollt und eine spezielle Übung für die Unabhängigkeit etc....

Problem ist nun jetzt bei High-Speed, dass dies eben auch dann aber nicht gewollt passiert.
Nimmt man das ganze mittels Midi auf und visualisiert das ganze beispielsweise mit dem Cubase Key Editor, dann sieht man sehr genau, dass da sämlichte exaktheit verschwindet und die Noten eher nacheinander gespielt werden. Interessanterweise aber nicht zwangsläufig willkürlich, sondern eher nach nem festen Rhythmuspattern um ein Offset X verschoben.

Auch hierfür wird eine Lösung gesucht, um Beispielsweise diesen Offset auf 0 zu setzen und die noch willkürlichen Noten zu entwillkürlichisieren^^


*****ENDE WICHTIG******

Ich hoffe diesesmal kam rüber was ich wissen wollte und was die Probleme sind
Und bitte rationale Antworten und keine politischen ok?.... Merci^^

lg knotenpunkt
 
mick

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Hauptproblem ist: Bei High-Speed fällt die Kontrollinstanz Bewusstsein weg.... man kann es also nicht mehr kontrollieren und muss sich voll und ganz auf das "eingübte verlassen" und hier entstehen dann zwangsläufig die oben genannten Probleme

Wenn es hier noch um Mozarts "Alla turca" geht: darin gibt es kein "High-Speed", das ist ein recht gemütlicher Allegretto-Satz. Wenn du die Sechzehntel-Stellen rhythmisch nicht kontrollieren kannst, dann gibt es auch keine Tricks, mit denen das plötzlich klappt. Du musst erstmal lernen, eine präzise und musikalische Klangvorstellung zu entwickeln und diese während des Spiels mit dem Gehörten abzugleichen. Das ist eine elementare Voraussetzung, die dir offensichtlich fehlt. Was man musikalisch noch gar nicht verstanden hat, kann man mit einem mechanistischen Ansatz garantiert nicht lösen.

Wenn du Interesse am Klavierspielen hast, empfehle Dir dringend einen Neustart mit Lehrer. Sich mit "Sync" und "Offset" zu beschäftigen, geht am Kern deines Problems völlig vorbei.

LG, Mick
 
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Peter

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Nimmt man das ganze mittels Midi auf und visualisiert das ganze beispielsweise mit dem Cubase Key Editor, dann sieht man sehr genau, dass da sämlichte exaktheit verschwindet und die Noten eher nacheinander gespielt werden. Interessanterweise aber nicht zwangsläufig willkürlich, sondern eher nach nem festen Rhythmuspattern um ein Offset X verschoben.
Wenn es um Alla Turca geht, dann hat man hier einfach falsch geübt. Das ist nun wirklich kein "Highspeed".

Ich selbst bin nur fortgeschrittener Anfänger, aber ich habe gelernt: Wenn es wirklich um "Highspeed" geht, geht es nicht mehr um messbare Gleichmäßigkeit sondern um hörbare Gleichmäßigkeit.
Beispiel: Tonleitern beidhändig rauf und runter irrsinnig schnell spielen: Dabei werden nicht mehr die einzelnen Töne synchron gespielt sondern ganz bewusst einzelne Phrasen oder einzelne Schwerpunkte synchronisiert, z.B. immer nur der Grundton.*
Damit das Ganze am Ende auch zwischen den Schwerpunkten gleichmäßig klingt, muss man vorher natürlich langsam üben, um eine gewisse Gleichmäßigkeit in die Tonleiter zu bekommen, die dann "nur noch" unterbewusst abgerufen wird. Das wären dann die "festen Rhythmuspattern", die du ansprichst.

Sehr gute DAWs (auch Cubase ;-)) verwenden übrigens extra Algorithmen, um den von Dir bemängelten Offset und geringe Abweichungen vom Metrum zu generieren. Nur so klingen Patterns oder Drumparts überhaupt erst natürlich.
Oder anders herum: Die von Dir angestrebte 100%ige Gleichmäßigkeit (messbar!) klingt einfach scheisse. :-)
Und deshalb ist der Satz von @mick so wichtig:
Zitat von Mick:
Du musst erstmal lernen, eine präzise und musikalische Klangvorstellung zu entwickeln und diese während des Spiels mit dem Gehörten abzugleichen.

*KLs mögen mich korrigieren.
 
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@XVXKnotenpunkt:
Nicht wir sind unter deinem Niveau, sondern du willst den komplexen Punkt nicht begreifen, eingeubte Abläufe werden eben nicht als mechanische Handgriffe abgespeichert, sondern werden mit der zugehörigen Phrase als Klangvorstellung fest gekoppelt, d.h. die Vorstellung steuert unter Auslassung von Verkomplizierungen mittels Korrespondenz von gleichzeitigen verschiedenen Körperbewegungen. Denk mal uber das aufrechte Bewegen nach Musik nach.
 
 

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