Tonaufnahmegerät


Gerd
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Ich möchte gerne meine Klavierstücke auf einem digitalen Tonträger aufnehmen, die Daten auf den PC übertragen, um sie dann über den PC-Lautsprecher anhören zu können.

Mein weitergehender Gedanke ist auch, meine Klavierunterrichtsstunde damit evtl. auch zu dokumentieren.

Ich bin absoluter Laie auf dem Gebiet, und suche daher Experten-Rat,
welche Geräte dafür infrage kämen?

Hier habe ich ein Gerät gefunden, ich weiß nicht, ob dass dafür geeignet ist?
 
Gerd
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Wenn du etwas besseres willst, dann kauf dir einen Zoom H2 oder Zoom H4 Recorder. Ich hab den ersteren und bin sehr zufrieden. Das Teil hat drei Mikrofone eingebaut und ist ganz in Ordnung.

Danke für die schnelle Antwort.
Habe schon mal zu den beiden obigen Geräten recherchiert.

Nun hatte ich eine Anfrage an den techn. Support der Firma olympus
(s. Link) mit folgender Antwort:

Das genannte Gerät ist für Aufnahmen von Klavierspiel nicht geeignet, weil es ein Voice Recorder ist, es tut mir leid.
Das einzige Gerät für Aufnahmen von Music, das wir im Angebot haben, ist das LS-10
:
http://www.olympus.de/diktiergeraete/digitaler_rekorder_ls-10_6403.htm

Ist das so, das man unter Sprach- und MusiK-Aufnahmegerät unterscheiden muss, oder ist das nur für den professionellen Bedarf gedacht, soll heißen, für meine Bedürfnisse reichen auch die preiswerteren Geräte?
 
K
koelnklavier
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Ist das so, das man unter Sprach- und MusiK-Aufnahmegerät unterscheiden muss, oder ist das nur für den professionellen Bedarf gedacht, soll heißen, für meine Bedürfnisse reichen auch die preiswerteren Geräte?
Ich denke, daß bei einem Gerät für Sprachaufzeichnung der Frequenzumfang und der Dynamikbereich recht begrenzt sind. Für Klavieraufnahmen ist es wirklich nur eine Notlösung, mit der Du auf Dauer sicher nicht glücklich wirst. Du wirst Dir dann über kurz oder lang ein Aufnahmegerät für Musik zulegen und Dich ärgern, daß Dein Diktiergerät allenfalls noch für die ebay-Auktion taugt.
 
Hans Borjes
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Wenn ein Diktiergerät eine nicht abschaltbare Aussteuerungsautomatik hat, dann ist es komplett ungeeignet für Klavieraufnahmen. Probier doch mal, mit einem Handy Klavieraufnahmen zu machen, das gibt einen Eindruck von dem Effekt.

Außerdem kommen billigste Mikrofone nicht mit der Klangfülle zurecht. Wenn Olympus das selbst offiziell so darstellt, dann kannst Du dem glauben...
 
Mindenblues
Mindenblues
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Ich habe den ZOOM H4 und bin mit der Aufnahmequalität sehr zufrieden (mit Nutzung der eingebauten Mikrophone). Allerdings ist die Bedienung ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber es lässt sich auch alles einstellen, was man einstellen muß - nur eben nicht gerade intuitiv.

Ich halte den ZOOM H4 vom Klangergebnis überlegen gegenüber dem Edirol R-9 (brilllanterer Sound und weniger Rauschen).

Mit deinem Voicerecorder wirst du nicht glücklich werden für Klavieraufnahmen, es sei denn, dir reicht Telefonqualität.
 
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Play
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Also was Du in deinem Link nanntest ist ja ein Diktiergerät. Und damit Musik aufzunehmen wird wohl schlecht gehen, bzw. die Qualität wäre wohl sehr mies.
Ich habe auch ein Zoom H2 (wenn auch nur Leihweise). Die Aufnahmequalität ist gut, wenn auch die Bedienung eher schlecht ist. Wenn Du unten auf die kleine Note klickst, findest Du Strücke, aufgenommen mit dem Zoom H2.
 
Gerd
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Danke an ALLE für die wertvollen Hinweise.

Auch bei anderen Recherchen die ich gemacht habe läuft es immer wieder darauf hinaus: Willst Du Qualität, dann kaufe Dir den Zoom H2, besser noch den Zoom H4 !!!

Daher habe ich mich trotz des höheren Preises für den H4 entschieden.

Trotzdem bleiben bei mir noch zwei Fragen offen:

  1. Der H4 kostet 249.00 Euro. Dafür bekomme ich auch schon einen Camcorder in mittlerer Qualität!(?) Wenn ich da noch vielleicht 50 Euro drauflege, wäre das eine Alternative zu dem H4? Dann hätte ich Bild und Ton zusammen! Oder ist dann die Tonqualität wieder schlechter?
  2. Ist es eigentlich gestattet, ein Live-Konzert so ohne weiteres mit dem Tonaufnahmegerät aufzunehmen?
 
Kabolsky
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@play
Servus,
hab mir eben deine Aufnahmen mit dem H2 angehört und da ich ihn seit gestern besitze, würde mich interessieren, wie du ihn bei der Aufnahme platzierst und welche Einstellungen du wählst. Vielleicht ersparst du mir längeres Herumprobieren - ach ja, aufgenommen werden soll vom Flügel.
Grüße
Kabolsky
 
Kabolsky
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Danke an ALLE für die wertvollen Hinweise.

Auch bei anderen Recherchen die ich gemacht habe läuft es immer wieder darauf hinaus: Willst Du Qualität, dann kaufe Dir den Zoom H2, besser noch den Zoom H4 !!!

Daher habe ich mich trotz des höheren Preises für den H4 entschieden.

Trotzdem bleiben bei mir noch zwei Fragen offen:

  1. Der H4 kostet 249.00 Euro. Dafür bekomme ich auch schon einen Camcorder in mittlerer Qualität!(?) Wenn ich da noch vielleicht 50 Euro drauflege, wäre das eine Alternative zu dem H4? Dann hätte ich Bild und Ton zusammen! Oder ist dann die Tonqualität wieder schlechter?
  2. Ist es eigentlich gestattet, ein Live-Konzert so ohne weiteres mit dem Tonaufnahmegerät aufzunehmen?

ad 1) deutlich schlechter, hab beides probiert
ad 2) natürlich nicht

Grüße
Kabolsky
 

Stuemperle
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Ist es eigentlich gestattet, ein Live-Konzert so ohne weiteres mit dem Tonaufnahmegerät aufzunehmen?
Normalerweise wohl nicht, aber (aus http://de.wikipedia.org/wiki/Bootleg):
"Wie Grateful Dead erlauben auch heute noch viele Künstler und Bands ihren Fans, Konzerte für private Zwecke aufzunehmen. Zu ihnen zählen ... Allman Brothers Band, ... U2, Iron Maiden, Dave Matthews Band, Metallica,..."

Künstler sollen angemessen entlohnt werden und das tun wir mit unserem Eintrittsgeld, aber ich habe kein besonderes Unrechtsbewußtsein, wenn ich das H2 in die Brusttasche des Hemdes stecke, damit ich meinem Schatz nach dem Konzert nochmal zeigen kann, was mich an dem dritten Stück vor der Pause so begeisterte. Viel öfter hören wir es dann meist auch nicht, weil sich Supermusiker selten in unsere Provinz verirren und diese Mitschnitte von evtl. ungünstiger Raumakustik und nahen Nebengeräuschen beeinträchtigt sind. Für "Kunstgenuß" braucht man schon eine bessere Aufnahme.

Stümperle
 
Gerd
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Vergleich H2 zu H4

War heute in einem Musikgeschäft um mir den H4 zu bestellen.

Als ich dem Verkäufer erklärte, daß ich das Gerät nur für meine Klavieraufnahmen benutzen wollte, sagte er mir, dass für diesen Zweck
der H2 auf alle Fälle ausreichend sei, da die Aufnahmequalität zwischen dem H2 und dem H4 gleich wären.

Der H2-Recorder wäre ein Stereo 2-Spur-Recorder, während der Zoom H4
über 4 unabhängige Aufnahmespuren verfügt, und diese brauchte ich nicht!

Könnt Ihr diese Aussage bestätigen?
 
Stuemperle
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Der H2-Recorder wäre ein Stereo 2-Spur-Recorder, während der Zoom H4
über 4 unabhängige Aufnahmespuren verfügt, und diese brauchte ich nicht!

Könnt Ihr diese Aussage bestätigen?
Diese Aussage ist einleuchtend aber dennoch definitv falsch! :D

Irgendwo habe ich die Geräte schon mal diesbezüglich verglichen aber finde den Beitrag grad nicht.
BTW, die Themen https://www.clavio.de/forum/klavierspielen-klavierueben/1890-aufnehmen-jetzt-mal-richtig.html und https://www.clavio.de/forum/sonstiges/1686-aufnehmen.html
solltest Du Dir vielleicht auch noch anschauen, steht viel diesbezüglich interessantes drin.

Nun aber zu Deiner speziellen Frage. Am besten schaust Du hier http://www.thomann.de/de/portable_recorder.html, Du kannst Dir die Datenblätter angucken und sogar die offiziellen Gebrauchsanleitungen herunterladen, nach kostenloser Anmeldung auch Testberichte von "Fach"zeitschriften.

Die größten Unterschiede in meinen Augen:
- das H4 kann externe Mikrofone mit üblicher 24/48V Versorgungsspannung versorgen (das H2 nur 1,5 Volt oder so),
- das H2 hat 4 Mics (2 vorn, 2 hinten mit unterschiedlichem Aufnahmewinkel) und kann sie - bei Bedarf - 4-kanalig mit 48kHz/24Bit aufzeichnen, während das H4 nur 2 Mics hat und bei zusätzlich 2 externen dann 4-kanalig mit angeblich nur 44,1 kHz / 16 Bit aufzeichnen kann.
- das H2 ist neuer (und bei elektronischen Geräten heißt neuer oft auch besser, zumindest in Teilbereichen).

Meine Meinung: wenn Du keine externen Mikrophone verwenden willst, die höhere Versorgungsspannung benötigen, tut's das H2.

Gruß, Manfred
PS: richtig kennen tue ich nur das H2, das "H4-Wissen" ist aus obigen Quelllen angelesen
 
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Gerd
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Meine Meinung: wenn Du keine externen Mikrophone verwenden willst, die höhere Versorgungsspannung benötigen, tut's das H2.

Genau das will ich!
Danke für die vielen wertvollen Hinweise.
Habe alle Links "abgearbeitet"....jetzt rauscht mir der Kopf.

Ausserdem will ich keine externen "Gerätschaften" anschliessen, ich will auch nicht Stücke nachbearbeiten etc.

Nochmals: Ich wll damit nur mein eigenes Klavierspiel zur Klangkontrolle aufnehmen. und den wöchentlichen Klavierunterricht dokumentieren!

Und da scheint mir das H2 das richtige Gerät im Preis/Leistungsnachweis zu sein.

Übrigens steht mein Klavier (Petrof) auch in einem kleinen Raum (3,0 x 3,50 m) gegenüber einer Wand mit einer Dachschrägen.
Die Positionierung des H2 müsste ich wohl am besten von allen drei Seiten mal ausprobieren?

Nochmals DANKE an Alle für die vielen nützlichen Hinweise, die mir für meine Kaufentscheidung sehr viel geholfen haben!
 
Pitt
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Ich verschieb das mal hier hin:

Was "am besten" ist, habe ich nicht herausgefunden. Habe ich nämlich nicht versucht, weil die erste ausprobierte Position qualitativ gute Ergebnisse brachte.
Ich hab es so aufgestellt, dass es quasi auf meinen Rücken zeigt bzw. das Klavier im 90°-Winkel umfasst. Verständlich? (Ergebnis kannste hier hören)
Meine Möglichkeiten sind da recht begrenzt, weil ich kaum geeignete Stellflächen habe.
Bei Anwendungsproblemen können wir uns ja mal kurzschließen ;)

lg marcus

Jo, klingt verständlich... deine Aufnahme gefällt mir bereits gut.

Hatte heute leider noch nicht viel Zeit für's Ausprobieren, aber ich möchte es morgen mal mit geöffnetem Klavierdeckel versuchen und den H2 darüber positionieren. Frage mich aber noch, ob 90° oder 120° die bessere Einstellung ist...
 
Gerd
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Fragen zum H2

Nach Ende des hier diskutierten Themas über den Handy-Recorder H2 bzw. H4,
habe ich mir den H2 gekauft.

Da die Funktions-Einstellungen (Mini-Display und –Tasten) mir im Anfang etwas Schwierigkeiten bereiteten, habe ich zur besseren Übersicht, analog zu der Bedienungsanleitung eine Tabelle erstellt.

Falls Besitzer von H2-Geräten Interesse an dieser Tabellen-Kurzübersicht, siehe Anhang als pdf-Datei.

Die Funktionen beginnen fortlaufend von oben nach unten in der gleichen Reihenfolge wie auf dem Display-Menü.

In der Spalte Einstellung habeich meine aktuelle Funktionseinstellung eingetragen.

Da ich noch keine längere Aufnahme-Erfahrung habe, bin ich mir nicht sicher, ob das wohl die optimalen Einstellungen sind??

Wäre schön, wenn Ihr vielleicht zu diesen Einstellungen mir Eure Erfahrung dazu mitteilt.

Die Aufnahmen die ich mache, sind im Moment nur mein eigenes Klavierspiel
(kleiner Raum ca. 15 m2), und beim wöchentlichen Klavierunterricht. (Studio etwa 25 m2)

Aufnahmestandort: Etwa 1,50 m vom Klavierspieltisch entfernt, schräg unter ca. 45 Grad von meiner Sitzposition, Höhe wie Klaviatur.

Aufnahmemodus: Da die Dateien im WAV-Format riesengroß sind, habe ich MP3 128 eingestellt,
Da ich diese Dateien nicht mit Schneide-Software schneiden muss, genügt doch sicherlich für die Klangqualität das MP3-Format?

Ich kann jedenfalls zwischen den beiden Formaten keinen Klang-Unterschied feststellen. (?)

Mit musikalischen Grüßen
Gerd
 

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  • H2_Kurz-Übersicht.pdf
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Pitt
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Klangbeispiel

Falls es jemand interessiert, ich hab das Zoom H2 heute mal in den großen Konzertsaal im Konservatorium Bern mitgenommen. Hier das Ergebnis:

[MP3="https://www.clavio.de/forum/upload/mp3/1236500262.mp3"]ff[/MP3]

Eingestellt hatte ich das Gerät auf "Surround 2 Channel", Platzierung: Vorderseite der Bühne.

Ach ja, dass bin nicht ich der spielt. :D Evtl. nehme ich mich morgen aber noch auf.
 
Kabolsky
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Schön, dass sich immer wieder jemand an Keith Jarrett versucht, werde mir jetzt gleich nach dieser "Anregung" das original Köln Concert anhören.
Aufnahmequalität doch absolut in Ordnung meine ich!

Kabolsky
 
B
Beeblebrox
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Aufnahmemodus: Da die Dateien im WAV-Format riesengroß sind, habe ich MP3 128 eingestellt,
Da ich diese Dateien nicht mit Schneide-Software schneiden muss, genügt doch sicherlich für die Klangqualität das MP3-Format?

Ich kann jedenfalls zwischen den beiden Formaten keinen Klang-Unterschied feststellen. (?)


Mit mp3 128 kbps sollte man bei dynamikreicher Musik schon Qualitätseinbußen hören können (gute Kopfhörer oder HiFi-Anlage vorausgesetzt), das ist höchstens für Radiogedudel oder hörgeschädigte Jugendlichemitdauerndmp3KnopfimOhr geeignet. Besser ist eine Einstellung von mindestens 192 kbps, die Dateigröße sollte bei den heutigen Preisen von Speicherkarten keine große Rolle spielen, sehr viel kleiner als wav ist es immer noch.

Noch besser als die Einstellung einer hohen konstanten Bitrate (CBR) ist die Einstellung "variable Bitrate" (VBR), falls das H2 das kann. Da wird die Bitrate automatisch an die erforderliche Dynamik angepaßt.

Qualitätsmäßig zwischen diesen beiden Einstellungen liegt "average Bitrate" (ABR), wo eine durchschnittliche Bitrate (z.B. 192) angegeben, diese aber je nach Dynamik vom Gerät noch angepaßt wird.
 
 

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