Tonarten und Tonleitern + Akkorde üben

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Soeren, 3. Nov. 2012.

  1. Soeren
    Offline

    Soeren

    Beiträge:
    196
    Hey zusammen,

    ich hab vor kurzem wieder angefangen Klavier zu spielen und hatte gestern nun auch wieder meine erste Klaiverstunde (nach Jahrelanger Abwesenheit).

    Ich habe damals die Tonleitern usw mit nem Band von Czerny ("Czerny durch alle Tonarten") geübt, um etwas sicherer zu werden.

    Kennt jemand ein ähnliches Werk, welches auch die Tonarten, Tonleitern und Akkorde thematisert, welches ein wenig anspruchsvoller ist. Also spielen kann ich einigermaßen und der Klavierlehrer hat dies auch bestätigt. Fingerhaltung etc. pp. ist wohl alles gut. Aber ich fühl mich was Tonarten etc. angeht in Summe einfach etwas unsicher und würde dort gern etwas tun.

    Hat da jemand nen paar Tipps? Ich war heut schon im Musikladen (Jellinghaus), aber dort gab es so viel, dass ich nicht recht wusste, wo ich zugreifen soll :(

    Kurzer Überblick: Ich spiele momentan einige Sachen von Yann Tiersen (ich weiß er ist hier verhasst, braucht mir keiner mehr sagen), Mondscheinsonate und nen paar Bluesgeschichten. Also son bissl klimpern kann ich schon. Aber nicht sehr gut ;)

    Es kann auch gern nen Wek sein, welches Musiktheorie generell aufarbeitet.

    Beste Grüße
     
  2. Zoel
    Offline

    Zoel Guest

  3. PianoPuppy
    Offline

    PianoPuppy

    Beiträge:
    2.317
    Einmal vorausgeschickt, ich spiele erst seit etwas mehr als zwei Jahren, bin also alles andere als Profi.

    Die Sicherheit in allen Tonarten kommt wohl, indem man sich mit ihnen auseinandersetzt und meines Erachtens ist da Notenmaterial eher hinderlich als hilfreich.

    Folgende Übungen haben mir geholfen, die Orientierung zu verbessern:

    Tonleiter spielen - es kommt nicht auf Geschwindigkeit an, sondern auf die Verinnerlichung des Musters, sowohl visuell als auch haptisch
    Tonleiter von der 4. und 5. Stufe aus spielen
    Den Tonikadreiklang spielen und mit dem Notenmaterial der Tonleiter herumspielen (ich nenn es mal Improvisieren ohne künstlerischen Anspruch ;))
    Die Tonleiter der Dominante auf die gleiche Weise üben
    Die Improvisationsübungen der ersten Tonleiter um die Dominante erweitern
    Die Tonleiter der Subdominante wie oben üben
    Die Improvisationsübungen um die Subdominante erweitern
    Kadenzen TSDT in allen Umkehrungen üben und auch in die Improvisationsübungen einfließen lassen
    Kleine Stücke in alle Tonarten transponieren, die du schon gründlich geübt hast, sollte dir das schwerfallen, hast du noch nicht genug geübt :D

    Wenn du dich so durch den ganzen Quintenzirkel in Dur und Moll arbeitest, schaffst du dir eine solide Basis für Erweiterungen. :)

    LG, PP

    PS: Es ist auch gut, die Tonleitern mal nur mit einem Finger oder in Oktaven zu spielen - da merkst man rasch, ob es noch Unsicherheiten gibt
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Nov. 2012
  4. Soeren
    Offline

    Soeren

    Beiträge:
    196
    Na das waren doch schonmal zwei sehr hilfereiche Tipps. Ich denke ich werde mir als Grundlage auf jeden Fall noch etwas Literatur zulegen. Das Problem ist halt, dass mein Wissen durch die Pause enorme Lücken aufweist. Das fühlt sich bissl an wie son löchriger Käse. Da ist immer mal wieder nen großer Fundus an Wissen da, aber dann auch wieder ne dicke Lücke, wo ich nur denk :"häääää?" :D

    Also man kann sagen, sehr unstrukturiert! Danke auf jeden Fall! Falls jemand noch mehr Tipps hat, immer her damit!
     
  5. rolf
    Online

    rolf

    Beiträge:
    26.973
    @Soeren
    mach mal folgendes:
    1.
    wie sich Sänger einsingen (Dur, Töne I bis V) mit der rechten Hand:
    c-d-e-f-g-f-e-d-c C-Dur
    dann Halbton höher:
    des-es-f-ges-as-ges-f-es-des Des-Dur
    dann Halbton höher:
    d-e-fis-g-a-g-fis-e-d D-Dur
    usw. (alles 12 Durtonarten, aber NICHT nach dem Quintenzirkel, sondern in chromatisch aufsteigender Folge, also c-des-d-es-e-f usw)

    DANN hingucken und begreifen:
    aha, die r.H. spielt die Töne I, II, III, IV, V mit 1-2-3-4-5
    die linke Hand hat nichts zu tun, die rechte liegt auf ihren Tasten - Juhu, wir nehmen mit dem linken Zeigefinger die Töne VI und VII dazu, ABER:
    h-c-d-e-f-g-a-g-f-e-d-c
    also den Leitton, Halbton tiefer als der Grundton I, dann I-V, dann die Sexte (Ganzton höher als V)
    durch alle Tonarten chromatisch aufsteigend (jeder Grundton wird also beim "höher schrauben" zur VII)
    c-des-es-f-ges-as-b-as-ges-f-es-des-c-des
    des = cis
    cis-d-e-fis-g-a-h-a-g-fis-e-d-cis-d
    usw

    DANN noich mehr begreifen und Akkorde spielen:
    I-III-V = Tonika
    I-IV-VI = Subdominante
    VII-II-V = Dominante
    dazu im Bass die fett markierten Grundtöne

    und das alles so lange, bis du nichts mehr suchen musst - danach könnte man dann die Kadenzen ausgehend von Akkordumkehrungen spielen, danach zusätzliche Töne (Septakkorde) integrieren, danach auch mal den ganzen Salat in Moll (dort ist halt der 3. Ton einen Halbton tiefer als in Dur, der 7. bleibt gleich, der 6 wiederum Halbton tiefer (jepp, ist dann harmonisches Moll mit Leitton))
     
    backstein123 gefällt das.
  6. Soeren
    Offline

    Soeren

    Beiträge:
    196
    Na das sind ja schonmal super Tipps! Werd mich mal ransetzen und das versuchen :) Stück für Stück! Danke!
     
  7. KlimperBerlin
    Offline

    KlimperBerlin

    Beiträge:
    108
    Hallo Alle,
    gibt's eigentlich hier irgendwo eine Tabelle mit den Standard-FINGERSÄTZEN für Tonleitern und Arpeggien in allen Tonarten?
     
  8. Peter
    Offline

    Peter Bechsteinfan Mod

    Beiträge:
    20.101
  9. Klaus6
    Offline

    Klaus6

    Beiträge:
    419
    Interessanter Link, danke!

    Für die D-Dur LH Tonleiter wird dort der 2. Finger und nicht der 1. Finger für das D vorgeschlagen. Ich spiele das seit einiger Zeit so und finde es viel besser als den "klassischen" Fingersatz mit dem Daumen auf dem D.
     
  10. Peter
    Offline

    Peter Bechsteinfan Mod

    Beiträge:
    20.101
    Wobei man immer auch auf den Kontext achten sollte. Bei Akkorden / Arpeggien sieht das schin wieder ganz anders aus.
     
  11. KlimperBerlin
    Offline

    KlimperBerlin

    Beiträge:
    108
    genau sowas meinte ich! Gibt's das auch für Arpeggien?
     
  12. Klavirus
    Offline

    Klavirus

    Beiträge:
    8.697
    RKS Band 2, im Anhang.
     
    Peter gefällt das.