Tipps für 12. Etüde aus Chopins 12 Etüden op.25??

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Klaviekoholiker

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Hallo allerseits....wie es der name des themas euch sicherlich sagt wollte ich fragen,ob es von euch irgendwelche tipps zum üben von ebenjener etüde gibt!!
In Voraus schonmal danke
MfG
Klaviekoholiker
 
Gibt dir dein Klavierlehrer keine Übeanweisungen? ;)

Erstmal vorweg: Viele finden siee relativ leicht, aber meiner Meinung nach ist sie verdammt schwer, zumindest im richtigen Tempo.

Am besten übst du immer in Akkorden, damit du die Griffe drin hast. Also am Anfang Es, G,Es bzw. C,G,C (war das jetzt richtig? Habe die Noten gerade nciht hier) zusammen und so weiter. Das dann natürlich immer schneller, aber so, dass du noch triffst.

Und den Rest: Gedult haben und langsam üben, bis es richtig sitzt (das sage ausgerechnet ich..).

lg und viel Spaß damit,
Sabri
 
Ich empfehle generell für die Chopin-Etüden, sich die die Übetips und Erläuterungen von Alfred Cortot zu Gemüte zu führen (Edition Salabert).
 
Tipps:

- 1. und 3. Schlag, also die tiefsten und höchsten Noten im Takt stark akzentuieren, bei der 1 mit geradem Daumen tief anschlagen
- restliche Noten möglichst leise und locker spielen, aber nicht oberflächlich
- bei der Stelle mit der abwärtsfallenden synkopierten Oberstimme, die Taktschwerpunkte im Auge behalten, am besten durch Pedalwechsel auf eins und 3 bzw. später am besten auf 1 2 3 und 4
- bei Tonartwechseln (z. B. nach C-Dur oder As-Dur) vorher atmen
- mithilfe von Viertelnoten hervorgehobene Noten beachten und herausheben
- große Bögen spannen durch Beachten der crescendi etc.
- langsam üben
 
Welcher Fingersatz ist für Takt 6 in der linken Hand geeignet?
 
Welcher Fingersatz ist für Takt 6 in der linken Hand geeignet?

hallo,

da gibt es nur einen sinnvollen Fingersatz, analog zu den anderen Arpeggio-Figuren dieser Etüde. Lediglich Takt 14 (und parallele stellen) erfordern am Ende des Taktes in der linken Hand eine kleine Abweichung vom Griffmuster.

guten Rutsch ins Chopinjahr,
Rolf
 

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Ja, dieser Fingersatz steht auch in meiner Ausgabe.
Was hälst du von diesem Fingersatz?

5314214212412413

lg, der manaus
 
Was hälst du von diesem Fingersatz?

5314214212412413

wenn es Dir damit angenehm ist, dann mach das so - ich selber halte gar nichts von diesem Fingersatz! Der Grund: wir finden genügend andere Takte, in welchen die linke Hand keine Tonrepetition hat, das ist ja nicht nur im 6. Takt der Fall:
c-f-h / c-f-h Oktavverstzung in Takt 6
c-g-h / c-g-h in den G7-Takten mit Orgelpunkt
as-es-g / as-es-g in den Es7-Takten mit Orgelpunkt
allesamt lassen sich am einfachsten mit 5-2-1 (oder 5-3-1) spielen.

der didaktische Sinn der Spielfigur dieser Etüde ist, auch in manchen exotischen Akkord- und Lagenwechseln dieselbe Bewegungsweise anzuwenden und nahezu nicht (Ausnahme Takt 14) von dieser abzuweichen.

Gruß, Rolf
 
Ja, dieser Fingersatz steht auch in meiner Ausgabe.
Was hälst du von diesem Fingersatz?

5314214212412413

lg, der manaus

Hallo Manaus,

gut gedacht. Viele Sept- Arpeggien werden mit diesem Fingersatz gespielt, den Du vorschlägst.

Aber nicht bei dieser Etüde. Da sollen auch die Sept- Arpeggien mit: 5,2,1,5,2,1 gespielt werden.

Grund:

Du spielst die ersten Takte auch mit 5,2,1,5,2,1. Das gleiche Spielgefühl soll dann bei den Sept- Arpeggien auch sein:

In den ersten Takten: Daumen wechselt vom "C" auf den fünften Finger auch "C"

Bei den Sept- Arpeggien: Daumen wechselt vom "H" auf den fünften Finger (nur jetzt nicht "H"), sondern "C". Der Klang und die Spielweise bleiben wie in den ersten Takten erhalten und das Spielgefühl (der Sinn der Etüde) auch.

Daher sollten diese Sept-Arpeggien bei dieser Etüde auch mit der Übersetzung "5", "1" gespielt werden und nicht "4","1".

Außerdem wirst Du Dich später mit "4","1" bei dieser Etüde technisch, denke ich, sehr schwer tun, daher würde ich gleich am Anfang mit "5", "1" einüben, auch wenn es zu Beginn schwieriger erscheinen mag.

Die Übersetzung "5", "1" wird auch häufig bei Franz Liszt eigesetzt.

Ich hoffe, ich konnte einigermaßen erklären, warum man bei diesen Stellen der Etüde auch die Sept- Arpeggien mit 5,2,1,5,2,1 spielt und man nicht auf "4" ausweicht.

Liebe Grüße, Mario
 
Erstmal vorweg: Viele finden siee relativ leicht,

Ich haße solche Aussagen: "Ah, die ist leicht".

Da übt man Tage wie ein Besessener an dieser Etüde, dann muß man sich solche Aussagen anhören.

Keine Chopin- Etüde ist leicht!

Ich übe die letzte Etüde immer wieder, weil sie mir gefällt, und nicht weil sie leichter oder schwerer als die anderen ist. Mir ist bei Chopin der Schwierigkeitsgrad egal! Mir ist wichtig, dass mich die Musik Chopin's anspricht.

Liebe Grüße, Mario
 

Hey rolf und Mario:-)

Danke für eure Erklärung......und ja ich habs verstanden:D

@Mario.....mir geht es genau so, wenn jemand behauptet, dass eine Chopinetüde einfach sei!!!! Ich selber habe mich bis jetzt nie richtig an eine gewagt, aber jetzt denke ich, dass die 12. Etüde aus op.25 für mich geeignet ist und ich sie auch vorspielreif hinbekomme;)

lg, der manaus
 
Ich höre sowas natürlich auch immer wieder, werde gefragt, welche Etüde gut als erste "geeignet" ist, welche einfacher sei, und bin natürlich auch selber der Meinung, dass manche schwerer sind als andere.
Dieses "schwer" / "leicht" - Gerede ist unterschiedlich zu betrachten.

Ich biete zwei Unterscheidungsmöglichkeiten an, die ich persönlich sehe:

"Wie schwierig ist es, die Etüde so spielen zu können, dass man in angemessenem Tempo die richtigen Töne trifft?"
Es ist wohl anmaßend, wenn ich ein paar aufzähle, von denen ich nicht mal alle gespielt habe, aber ich glaube, nach der allgemeinen Auffassung zählen op.10 nr. 3, evtl. 5, 9,12,
sowie op.25 nr 1, 2, 9, 12,
sowie die drei zusätzlichen Etüden für die "Méthode des Méthodes" dazu.

oder:
"Wie schwierig ist es, die Etüde so zu spielen, dass sie möglichst "perfekt" ist, möglichst nahe an den leichten, ggf. zarten/aufwühlenden/stürmischen, kontrastreichen, eben "chopinesken" Klang herankommt, keine technischen Probleme mehr hörbar sind und die Töne nur im Dienste der Musikalität stehen, während das Stück vollkommen kontrollierbar beherrscht wird?"

Ich finde, letzteres zählt nicht nur für die Etüden, sondern für alle Stücke von Chopin (und im allgemeinen alle Komponisten mit deren charaktertypischer Musik), und wenn man so spielen möchte, benötigt man für alle, und zwar wirklich alle Stücke sehr gute Technik, Kontrolle, Musikverständnis und Gehör.
Das zählt natürlich auch und gerade für die Etüden, und wenn man die leichteren so spielen will, sind sie immer noch verdammt schwer :D

Man könnte also raten, erstmal die schweren Etüden zu üben, und wenn man die perfekt kann, die leichten :floet:
Aber das macht natürlich auch keiner.

Will sagen: Auf den ersten Blick und auf das erste "Spiel" und wenn man nicht extrem hohe Ansprüche hat, sind manche Etüden mMn schon leichter als andere; der Anspruch an den Spieler steigt aber enorm, wenn man angemessene (!!) Maßstäbe setzt...

Ich hoffe, man kann verstehen, was ich meine.

Ich übe op. 25,12 übrigens auch gerade; ich versuche zuerst, die gesamte Harmonie als Akkord zu greifen und zu verinnerlichen (und zwar im Rhythmus!), damit ich das Stück erstmal kenne; außerdem habe ich die Cortot-Ausgabe mit den Übungen.
 
@ Frédéric Chopin:

Vielleicht schreibe ich etwas spät in diesem Thema, welches bereits ein Jahr inaktiv gewesen ist. Aber auch ich spiele jene Etüde und habe sie für Aufnahmeprüfungen an Hochschulen gespielt. Ich selbst werde im August 20 Jahre und spiele bereits seit 10 Jahren Klavier.

Bei mir zählt auch der Musikgeschmack. Ich bin durch Zufall auf die Etüden gestoßen, und die Musik dieser Etüde hat mich gleich am Meisten angesprochen, vor allem die Stellen der wechselnden Betonung im C-Dur Teil, welcher über 4 Oktaven reicht... ;)

Diese Etüde wollte ich, weil sie mir derart gefällt, unbedingt spielen können. Und der Wille ist in meinen Augen neben der Technik etc. ein weiterer Aspekt, welcher es einem ermöglicht, ein Stück recht schnell zu lernen, egal wie schwer es ist. Will man etwas unbedingt spielen können, so klappt es meistens auch! :)

Es grüßt,
Christian!
 
Ich sehe noch einen anderen Aspekt: Auch wenn es einem auf lange Sicht (oder überhaupt) nicht möglich sein wird, eine dieser Etüden "perfekt" spielen zu können, macht es durchaus Sinn, sie l a n g s a m und exakt (!) spielen zu lernen, und dann über lange Zeit in das tägliche Überepertoiere aufzunehmen. Schließlich geht es ja bei jeder dieser Etüden darum, ein bestimmtes technische Problem zu bearbeiten (in "nur" technischer ebenso, wie in musikalischer Hinsicht) und insofern haben die Etüden ja auch eine etwas andere Funktion (zumal in Verbindung mit den Anleitungen Cortot's): Es sind nicht Stücke, die man (für ein Vorspiel) einmal "lernt" und dann "kann", sondern die gleichsam ständiger Begleiter auf dem Weg zu immer besserem Können sind.

LG

pennacken
 
auf alle Fälle wird es sinnvoll sein, zu begreifen, was überhaupt in dieser c-Moll Etüde passiert und wie das am geschmeidigsten und ausdauerndsten ausgeführt wird - ohne diese Kenntnis läuft jedes Üben, auch sehr langsames, ins Leere - - - man könnte op.25 Nr.12 bis auf die beiden Schlußklänge komplett mit beiden Zeigefingern spielen [sic] (aber das würde nicht sonderlich viel erbringen)
 

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