Tina S, Gitarrenwunderkind

Dieses Thema im Forum "Sonstige Musikthemen" wurde erstellt von Holger, 13. Okt. 2017.

  1. Holger
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    Holger

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    Da müssen sich sogar die bekannten Schredder warm anziehen.



     
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  2. fisherman
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    fisherman

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    Das mag virtuos sein, gute Musik ist es nicht!

    Zum Vergleich mal aufs Gradewohl (es gibt ja noch viel bessere):


     
  3. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    Bei "Youtube-Gitarre" bin ich von MattRach (seinen eher ruhigen Sachen) fasziniert.
     
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  4. dilettant
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    dilettant

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    \begin{ironischer_sexismus}
    Also das Mädel ist jedenfalls schon mal hübscher anzuschauen als Jeff Beck.​
    \end{ironischer_sexismus}

    @fisherman, vergleichst Du nicht (getrocknete) Äpfel mit (frischen) Birnen? Ihre Idole sind ja wohl ganz offensichtlich etwas jünger - Steve Vai eben beispielsweise. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, Dein Jeff-Beck-Video ist von Bekifften für Bekiffte, das ist doch langweiliges psychedelisches Geklimper.

    Nicht, dass ich so was regelmäßig hören würde, aber von dem Steve Vai Cover hatte ich zufällig die CD mit dem Original hier, gleich mal reingelegt. Das ist schon coole Musik. Also das Original. Das Mädel hat zwar sehr sehr fleißig geübt, beherrscht die ganzen neumodischen Techniken, Tapping, sau schnell, ... - aber Seele hab ich in der Tat auch keine rausgehört. Stets bemüht halt ...

    Aber danke für den Anreiz, die G3-CD noch mal rauszuholen. Läuft gerade noch ...
     
  5. Revenge
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    Hi,

    also ich finde sehr ansprechend, was das Mädchen, Tina S, zeigt. Vor allem gefällt mir ihr ( zumindest beim 3. Mondschein-Satz ) ruhiges konzentriertes Auftreten.

    Doch auch die eher gemächlichen von Fisherman verlinkten, das kann man sich also durchaus anhören, im ersten der beiden, dieser Jeff Beck, ebenfalls ruhig und gelassen, das finde ich gut.

    Gitarre selber, und damit zusammenhängende Personen: Da hab ich nicht viel Ahnung, aber einen habe ich mal live erlebt, und das werde ich nie vergessen: Van Halen. Hier ein Video, wo er aber schon älter ist,



    denn als ich ihn erlebte, beim Rock am Ring damals, dass ist so ungefähr 20 Jahre her, da sah er noch anders aus. Er spielte damals ein Solo, das war einfach un-glaub-lich, das hat mich also sehr beeindruckt, und einfach mit- nein, fast umgerissen. Das war echt unglaublich.

    Gitarre...wie gesagt, kenn ich nicht viel. Vielleicht noch dieser, von dem hab ich irgendwo eine CD:





    LG, -Rev.-
     
  6. Holger
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    Holger

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    @Revenge den Eddy hätte ich auch gerne mal Live gesehen. Ich glaube heute ist er ja nur noch ein Wrack.
    Eruption hat das Mädel auch zu bieten, da ist die gerade mal 14 Jahre alt



    Ich denke man muss ihr einfach Zeit geben, sie ist ja noch so jung. Im Moment kommt sie etwas emotionslos rüber.
    Außerdem muss sie natürlich irgendwann mit dem Kopieren aufhören und einen eigenen Stil finden, sonst verschwindet sie wahrscheinlich in der Versenkung.
    @dilettant Steve Vai hat schon was. Bei ihm wirkt selbst virtuoses Gitarrenspiel total mühelos.
     
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  7. Holger
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    Holger

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    Ich habe hier gerade noch ein interessantes Video von Steve Vai gefunden. Es geht um sein Songwriting und seine Spieltechniken. Wie Melodien sich beim ihm entwickeln und wie er phrasiert.

     
  8. Holger
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    Holger

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    @fisherman Jeff Beck hat mich früher nie so richtig begeistern können, habe ab und zu mal was bei Freunden gehört. Dann habe ich aber vor einiger Zeit eine tolle Kritik über sein Album Loud Hailer gelesen und es mir spontan gekauft. Ich fand es ziemlich gut. Irgendwie anders
     
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  9. Häretiker
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    Komisch, Lang Lang wird's immer vorgeworfen und sie ist nicht genug am Posen ... verrückte Welt. :-)

    Grüße
    Häretiker
     
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  10. Revenge
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    Hi Holger,

    Gestern las ich wg. Van Halen noch kurz Wikipedia, er hat wohl einiges durchgemacht, anscheinend haben sich unverhältnismäßiger bzw. unvernünftiger EXZESSIVER Tabak- und Alkoholkonsum ( natürlich in Zusammenhang mit der wohl etwas stressigen Lebensweise als Superstar und Könner ) negativ auf seine Gesundheit ausgewirkt gehabt, ABER nach einem Alk-Entzug konnte 2007 wohl Zitat "Eine Tournee stattfinden", es scheint, er ist wohl in der Hinsicht etwas vernünftiger geworden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eddie_Van_Halen

    Naja, jünger wird man halt nicht. Wenn er so bleibt wie im Video, normal.

    Ja, das Ding damals, beim Rock am Ring, das hättest Du erleben sollen, das KANN man nicht beschreiben. Wir standen ca. etwas diagonal links 60 M von der Bühne, unser "Stammplatz", abends, war schon etwas dunkel, konnten natürlich nicht GENAU auf die Bühne und seine Hände sehen, ABER links war ja der eine große Bildschirm, da wurde alles haarklein gezeigt, war sagenhaft! Und was da erst zu GEHÖR kam, ich weiß nicht mehr was er alles in das Solo hineingepackt hat an Ideen, Stücken, usw...aber...super!!!

    @ Tina S :

    Dieses etwas "Emotionslose", ich finde das sehr gut, man findet es auch erfreulicherweise MANCHMAL bei Pianisten wie etwa Michelangeli, es ist wohltuend, zumindest für mich ( aber damit nat. nicht für jeden ), wenn die Gefühle in die Instrumente wandern - nicht in den Körper oder so, Horowitz sagte mal: "I don't do such things: [ Grimassen, usw. ] - " und ergänzte sinngemäß, Gefühle sollten in die Finger gehen beim Klavierspielen, nicht woanders hin. ( Horowitz-Doku mit Wanda, zu Hause ).:super:

    LG, -Rev.-
     
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  11. Revenge
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    Revenge

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    Nachtrag @Holger :

    Von diesem "Eruption" könnten Teile dabeigewesen sein. Aber das beim RAR war viel viel länger, und er hat damals auch die Hände ÜBERKREUZT gehabt, also mit seiner Greifhand gespielt und mit der Spielhand gegriffen oder getupft oder so, k.A. wie man das nennt, fantastisch!
     
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  12. Holger
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    Holger

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    Ich war ja auch schon immer ein Fan von Steve Morse. Den habe ich Ende der 80er Live gesehen auf der Musikmesse in Frankfurt.



     
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  13. fisherman
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    fisherman

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    Es geht nichts um Posen, sondern um die Emotion IN der Musik.

    Dazu braucht es eben diese ganzen minimalen Feinheiten, die direkt von "der Seele" in die Finger zum Instrument gehen. Das kann man nicht mit Fleiß erlernen, sondern das lehrt jahrelange Erfahrung und vor allem das Leben. Lassen wir das Mädel mal 45 werden, dann wird sie vermutlich richtig gut sein - wenn sie denn lernt, loszulassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Okt. 2017
  14. fisherman
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    fisherman

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    Du meinst also, dass man z.B. Horrorwitz nicht mit Kurzkurz vergleichen darf? Seltsame Ansicht. Und wieso JB für Bekiffte sein soll erschließt sich mir ebensowenig, wie das Negativum, das hier mitschwingt. Wird eh bald legale Volksdroge, dann spielt JB beim Oktoberfest. ;-)
     
  15. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    :super:

    Für mich ist ein guter E-Gitarrist jemand, der die Gitarre zum Weinen, Singen, Brüllen.... bringt; jemand, der mit der enormen Klangvielfalt umgehen kann und diese bewusst und kreativ einsetzt. Eine Sache, die der Tina S noch völlig abgeht. Aber der von mir verlinkte MattRach hat mit 14 auch noch ähnlich gespielt; kann also noch was draus werden.
     
  16. fisherman
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    fisherman

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    Oder einfach ausgedrückt: Wer mit wenigem/n (Tönen/Strichen/Farben) ganze Welten erschafft, kann mehr, als der, der dafür eine ganze Vielzahl braucht. Less ist more. Und Einfachheit ist das Resultat der Reife. ;-)
     
  17. Revenge
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    @Holger : @ Jesu, Joy of Man's Desiring :

    Das finde ich besonders schön, auch Williams ( siehe oben ) fände das bestimmt gut, vielleicht hat Morse die schöne für KLAVIER bearbeitete Version von Myra Hess zu Grunde gelegt? Jedenfalls: Sehr sehr schön, das müssten mehrere machen, V.H. hat damals auch MEHRERE Klassik-Stücke, zumindest Anklänge, mit ins Solo gepackt, soweit ich mich erinnere, und Bach scheint da sehr beliebt (Nachtrag: WENN es welche machen ).

    LG, -Rev.-
     
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  18. Holger
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    Holger

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    @Revenge da sind Emotionen IN den Tönen, das ist Musik
    :-)

    Bach ist ja sehr beliebt bei Rockmusikern.



    Da gibt es auch viele an Bach angelehnte Sachen z. B. von Jon Lord RIP

     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Okt. 2017
  19. dilettant
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    Vielleicht verwechselst Du Emotionen mit Posen. Es geht aber um Musik und nicht um Zirkus, und deshalb sollte man Emotionen vor allem hören. Ob man sie auch sieht, oder eben nicht (wie bei Tina S. und bspw. auch bei Horowitz) ist zweitrangig. Ich fand Tina S. beim ersten Hören etwas platt, aber das könnte auch an meiner Wiedergabekette gelegen haben (das war beim ersten Mal ein Handy, Autsch). Eigentlich find ich es jetzt gar nicht mehr schlecht.
     
  20. dilettant
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    Na, da hab ich mal wieder apodiktisch ausgeteilt und nun weht mir der Wind ins Gesicht. Muss ich mal etwas weiter ausholen ...
    Jein. Jedenfalls hat Beethoven anders komponiert als Bach, und wer heutzutage noch wie Beethoven komponiert, wird es kaum zu Berühmtheit schaffen (von Fingerübungen "à la manière de..." mal abgesehen). Was ja nicht heißt, dass Bach mit dem Auftreten Beethovens nicht mehr genial gewesen wäre. Aber Bach war eben Bach und es ergibt keinen Sinn, immer weiter dasselbe zu machen. Das macht ja den Genius von Beethoven, und eigentlich von jedem berühmten Komponisten aus: Dass sie die Form weiterentwickelt und Grenzen überschritten haben.

    Und deshalb finde die Gegenüberstellung einer jungen Gitarristin, die im Jahr 2017 17 Jahre alt ist, mit Jeff Beck (Jahrgang '44) unpassend bzw. aus der Zeit gefallen. Das ist doch 'ne komplett andere Musik, die Dame will doch überhaupt nicht "besser" sein als Jeff Beck. Die macht heute Musik, Ihre Musik.

    Das gilt völlig unabhängig davon, ob ich Jeff Beck oder Du Steve Vai gut oder schlecht finden.
    Ich finde dieses endlos überdehnte psychedelische Live-Rumgerödel langweilig. Ich hab ja nie Drogen konsumiert, da fehlt mir sicher eine Erfahrung, aber ich stelle mir vor, dass man sich mit solcher Musik vielleicht in Trance bringen kann. Daher meine etwas provokante Formulierung "von Bekifften für Bekiffte". Ich selbst mag es halt lieber etwas strukturierter.