Schaum oder Heumann

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Corki

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Hallo zusammen,

hier bei Clavio wird unter anderem von Schaum "Klavierschule für Erwachsene" empfohlen, nicht aber Heumann "Klavierspielen mein schönstes Hobby".

Leider habe ich Schaum in unserem Musikgeschäft nicht gefunden.
Heumann macht einen optisch ansprechenden Eindruck.

Was sagen die Profis dazu?
Welches Werk ist besser für unterrichtsbegleitenden Selbstunterricht?
(Unabhängig von der Klavierlehrerin, möchte mein Lernen auf mehrere Füße stellen).

Oder wäre es gar sinnvoll, Lehrbücher parallel zu benutzen um möglichst breit vorzugehen?

Viele Grüße und einen schönen Tag noch,
Corki
 
J

joka

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Hallo Corki,

Ich bin zwar kein Profi, aber ich denke, dass ich dir zu deiner Frage trotzdem ein paar Anregungen geben kann.

Zuallererst muss man sich nicht immer auf das beschränken, was im örtlichen Musikgeschäft "gerade da" ist. Sprich den Händler einfach an, er kann praktisch alles für dich bestellen.

Zu den Klavierschulen: Die "Klavierschule für Erwachsene" kenne ich zwar persönlich nicht, allerdings scheint sie auch bei den "echten" Profis hier im Forum vom Konzept her gut anzukommen. Scheint also keine schlechte Wahl zu sein. Von sämtlichen Heumann-Sachen kann ich dir eigentlich bloß abraten, unabhängig davon ob er jetzt "optisch ansprechend ist" (falls du etwas optisch ansprechendes suchst, empfehle ich dir, ein Gemälde in deinem Klavierzimmer aufzuhängen. Wie wärs denn zum Beispiel mit einem Komponistenportrait;-))
Meine Abneigung (und die vieler anderer Forumskollegen auch) gegen Heumann kommt unter anderem daher, dass er große Meisterwerke der Klavierliteratur soweit vereinfacht, dass sie auch ein ziemlicher Anfänger schon spielen kann. Dadurch kann z.B. der Anreiz zum Üben der "Vollversion" verloren gehen. Außerdem ist dieses Vorgehen völlig überflüssig, da quasi jeder große Komponist auch einfachere und trotzdem sehr schöne Stücke geschrieben hat, die auch schön nach relativer kurzer Zeit bewältigt werden können.

Liebe Grüße,
JoKa

P.S: An alle Heumann-Belächler und -Verachter: Neulich habe ich in einem seiner Sammelbände das Thema von Mozarts bekannter A-Dur-Sonate gefunden. Allerdings nicht in A-Dur, wäre ja unzumutbar mit den vielen schwarzen Tasten, sondern in G-Lydisch (quasi in G-Dur nur ohne Vorzeichen notiert, da das Fis ja "eh nicht vorkommt") Bei sowas rollts mir ehrlich gesagt die Zehennägel hoch
 
C

Corki

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Hallo JoKa,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Ich habe jetzt das die Euch im Forum empfohlene Klavierschule von Schaum bestellt, da nur knapp 12,- EUR ist es günstiger, als jetzt wunders wohin zu einem Musikladen zu fahren ;-)

Es ist plausibel, dass die Aufbearbeitung von Heumann die Motivation dämpft, die Stücke "richtig" zu lernen.

Du schreibst, es gibt ja schon einfache "richtige" Stücke, die für einen Anfänger geeignet sind ... ob du mir da bitte welche nennen magst?
Danke!!!

(Ist das Anfängerbuch Piano-Piano okay?)

Gruß, Corki
 
fisherman

fisherman

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100% Zustimmung für 8finger&2daumen!

Und spar dir auch das Geld für die "mittelschwere" Version. Ich habe beides gekauft und wütend in den Papierkorb geworfen :mad:

Guck lieber mal da für die ersten Gelüste: http://www.gmajormusictheory.org/Freebies/freebies.html

Ansonsten sollte Deine KL erste Wahl sein!
 
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C

Corki

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Hallo,

ich möchte mich nicht ausschließlich auf die KL stützen, sondern auch selber mal schauen, was zu welchem Zeitpunkt sinnvoll wäre.

Es geht mir nicht darum, so schnell wie möglich irgendwelche Stücke runterzuspielen können, sondern es von Anfang an richtig zu lernen.
Also ich möchte jetzt nicht z.B. Für Elise nehmen und dann solange immer und immer wieder nur diese Noten wie blöd spielen, bis ich dann dieses eine Stück einigermaßen hinbekomme.

Die meisten Lehrbücher /KL lehren ja aufbauend und nun überlege ich, welche Stücke parallel dazu sinnvoll sind.

Welche klassische Stücke gelten auch in der nicht "abgespeckten" Form als für Anfänger geeignet?

Gruß, Corki
 
C

Corki

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Hallo Fishermann,


Guck lieber mal da für die ersten Gelüste: http://www.gmajormusictheory.org/Freebies/freebies.html


Danke für den Link.
Hm, sind diese Stücke nicht noch abgespeckter als Heumann?

Habe mir mal das Old Mac Donald zu Gemüte geführt - wie gesagt, ich bin Anfängerin ;) -, aber das war doch arg dünn.

Auf einem niedrigeren Level hört sich das Aura Lee von Heumann schon was besser an ;)

Aber so wie ich einen anderen Forumsteilnehmer verstanden habe, sollen diese abgespeckten Stücke ja insgesamt nicht so sinnvoll sein. Oder?

Gruß, Corki
 
fisherman

fisherman

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Welche klassische Stücke gelten auch in der nicht "abgespeckten" Form als für Anfänger geeignet?
Dann darfste aber nicht nach Heumann fragen, wenn Du Originale spielen willst. Außerdem ist "Anfänger" ein sehr weitreichender Begriff!
Die Clavio-Sammlung wäre auch eine Überlegung wert.

Aber: Glaub mir - gerade als Anfänger - wirst Du Dich völlig verschätzen, wenn Du Stücke ohne KL aussuchst. Ich habs probiert :D.
Was Dir leicht vorkommen mag, kann sauschwer sein und umgekehrt. Auch der Blick auf die Noten täuscht Anfänger: Viele kurze Noten = schwer, wenige = leicht, so denkt man gerne. Ist aber zu bestimmt 50% falsch.

Ein KL sieht mit einem Blick, ob das was für Dich ist oder nicht. Nutze den/die KL!!!
 
fisherman

fisherman

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corki, du bist mir zuvorgekommen:

Die website war die Alternative zu Piano-Piano.

Gehe mal in die etwas höheren Level, z.B. Griegs Morgendämmerung?
Heumann hat tolle Arrangements geschrieben und besch... (Dein KL hilft!), in seinem "Barpiano" wurstle ich gerade rum...

Und verrate mal, wie lange Du schon spielst.
 
Ibächlein

Ibächlein

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Hallo Corki,
zunächst mal noch ein herzliches Willkommen im Forum - und herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Hobby!

Aus Deinen bisherigen Posts entnehme ich, dass Du erst vor wenigen Wochen mit dem Klavierspiel begonnen hast. Da zweifle ich doch etwas, ob es sinnvoll ist, das Lernen jetzt schon auf "mehrere Füße" zu stellen. Ich kann ja Deine Begeisterung und Ungeduld verstehen, dass es nun gar nicht schnell genug gehen kann. Aber manchmal ist weniger mehr!

Ich hoffe mal, dass Deine Klavierlehrerin ein gutes Anfängerkonzept für Dich hat (wenn nicht, solltest Du sowieso ganz schnell wechseln). Und dann sollte sie Vorschläge machen, wie sich das ergänzen läßt mit hübschen Anfängerstücken.
Mit welcher Klavierschule lernst Du denn bei ihr? Wenn nur mit "Loseblattsammlung", dann schlag ihr doch vor, dass Du gerne mit einer Schule arbeiten möchtest.
Offenbar bist Du mit den "Hausaufgaben", die sie Dir gibt, nicht ausgelastet. Dann solltest Du ihr das sagen und mehr Übungen anfordern.

Nicht dass ich es grundsätzlich für verwerflich halte, auch mal was neben den Hausaufgaben auf eigene Faust zu versuchen - aber vielleicht doch noch nicht nach 6 Wochen.

Für die "weiteren Füße" würde ich Dir im Moment eher raten, Rhythmus-Übungen zu machen. Sing die Stücke, die Du spielen willst, tanz dazu den Rhythmus, bis es in den Fingern juckt. :D
Perfektioniere das Notenlesen, beschäftige Dich ein bißchen mit Harmonielehre. Das wird Deinem Klavierspiel ganz sicher zugute kommen.
Arbeite mal diese Seiten durch: http://www.lehrklaenge.de/index.html

Oder lies allgemein was über Klavierliteratur, über Komponisten, über Epochen - das macht es leichter, schöne Stücke zu finden.

Viel Erfolg wünscht Ibächlein
 
C

Corki

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@ Fisherman

Ich lerne erst seit einem guten Monat.

Im sportlichen Bereich (Marathon) habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich die besten ergebnisse hatte, wenn ich mir alles selber ausklamüsert habe.
Ich habe mich mal auf einen guten Trainer verlassen und das ging prompt schief.
Ich glaube, man kann sich selbst immer noch am besten einschätzen ;)
Aus den Erfahrungen (Laufforum) habe ich irgendwie auch mehr für mich gezogen, als das was der Trainer sagte.
Nun bin ich, wo ich gerade mit dem Klavierspielen-Lernen anfange, natürlich so genummert, dass ich am liebsten auch wieder selber die "Regie" des Lernens übernehmen möchte ;)


@ Ibächlein

Ganz lieben Dank für deine nette Mail und den interessanten Link.

Du hast sicher Recht, dass man am Anfang Gefahr läuft, zu übermotiviert an die Sache ranzugehen ;)
Ich suche halt noch ein bisschen das Schema, wonach ich - unter Einbezug der KL - vorgehen möchte.


Euch beiden viele Grüße
Corki
 

J

joka

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Also bei allem Respekt für den Laufsport... Ich glaube dass man deine Erfahrungen dort nicht so ohne weiteres aufs Klavierlernen übertragen kann. Alleine schon deshalb, weil Klavierspielen KEIN Ausdauersport ist. Es gibt so viele kleine Feinheiten in z.B. Finger-, Hand-, Handgelenks-, Körper- und Kopfhaltung und -Bewegung, die sich nur äußerst schwer übers Internet beschreiben lassen. Und gerade im Anfängerstadium kann man sich da einiges falsches angewöhnen, vor allem auch deshalb, weil man als Anfänger nicht wirklich einschätzen kann, welche Bewegungen sich jetzt auf Dauer wirklich als sinnvoll erweisen werden... Von daher würde ich dir auch raten, besonders am Anfang hauptsächlich mit Deinem/deiner KL zu arbeiten.

Allerdings würde ich mich voll und ganz Ibächlein anschließen. Wenn du für dich selber mit Notenlesen und ein bisschen Musiktheorie etc. beschäftigst, kannst du deinen KL extrem entlasten, wenn er dir das nicht auch noch beibringen muss und sich dann ganz aufs "Tastendrückenbeibringen" konzentrieren kann. Und dies sind Sachen, bei denen man im Selbststudium eigentlich fast nichts falsch machen kann. Außerdem profitiert man immer, wenn man generell ein bisschen was über Musik weiß. Hilft einem IMMER weiter.

Gruß,
JoKa
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Hallo Corki,

darüber wird hier gerne immer wieder gestritten. Ich finde, man kann da die Kirche im Dorf lassen. Es geht um Anfängerliteratur. Das Wichtigste Element in einem Konglomerat aus Faktoren, die den Erfolg der Klavierlernbemühungen beeinflussen ist und bleibt aber der Schüler selbst. Einer der will, kann und macht, wird die Grundlagen mit Heumann, Schaum und anderen genauso gut lernen können, wie mit Originalstücken großer Komponisten. Wer halbherzig oder gar unwillig lernt und vielleicht sogar muss, dem werden auch die Originalkompositionen nicht viel bringen.
Sehr diplomatisch formuliert, und es trifft zudem den Nagel auf den Kopf :)

In der Ablehnung dieser Vereinfachungen passiert in meinen Augen sehr viel Gralshüterei, bei der man zu vergessen scheint, dass es hier um's Lernen eines Schülers, zudem eines Anfängers geht. Würde ich "Ein Prosit der Gemütlichkeit" entsprechend einfach für Klavier setzen, liesse sich daran ähnliches lernen, wie an einem vereinfachten Andante grazioso von Mozart oder halt an einem Menuettchen für ein Bachkind. Auf's Lernen kommt's hier noch an, nicht auf die Heiligkeit der zu interpretierenden Stücke.
Naja, Gralshüterei...? :rolleyes: :D

Es geht halt beim Klavierunterricht auch um die Ausbildung eines musikalischen Geschmacks und um den Respekt vor einem kompositorischen Werk.
Wenn man Folksongs oder Pophits in eine leicht spielbare Form bringt, habe ich auch nichts dagegen. Wenn man aber klassische Originalwerke so auf die Melodie und ein paar Begleittöne reduziert, daß von dem eigentlichen Stück im Grunde nur noch eine Art Klingelton übrigbleibt, dann sollte man das als verantwortungsbewußter Musiklehrer nicht mitmachen. Man kann nicht auf der einen Seite die Wichtigkeit des Urtexts und der originalen Vortragsbezeichnungen propagieren und dann nach Noten unterrichten, in denen vom ursprünglichen Werk nichts mehr zu erkennen ist.

Was ich da schon alles gesehen habe - haarsträubend.


Noch ein Tip für Alternativen zu den obengenannten Werken::

Heinz Walter leicht lustig lehrreich - Klavierstücke aus drei Jahrhunderten

sowie die

Klavierfibel von Willy Schneider (macht zwar optisch einen spießigen Eindruck) enthält aber eine Menge spielbarer und spielenswerter Originalstücke für Anfänger.
 
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Axel

Axel

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Hallo Corki,

mir wird es auch immer schlecht, wenn ich diese "made playable" Arrangements sehe. Ich halte auch einen gewissen Respekt vor großen Stücken für sinnvoll. Unsere Gesellschaft tendiert dazu, allen zu vermitteln, man könne alles ohne Probleme schaffen, wenn man nur an sich selbst glaubt und das richtige Buch kauft. Dann steht in der Buchhandlung "Leicht Latein lernen mit Super-Easy-Learning-System. Fit für's Latinum in 3 Tagen." Normale Menschen brauchen 3 Jahre und viel saure Arbeit dafür. Letztlich sorgt das nur dafür, dass sich jeder mit einem fehlerhaften Halbwissen schon für Superman hält. Sorry, wenn das böse und OT ist, aber mir hängt das einfach zum Hals heraus.

Eine gute, aber nicht einfache Klavierschule für Erwachsene ist von Uli Molsen.

Schaum habe ich mal im Unterricht versucht, doll ist das nicht. Das sind so Bearbeitungen einfachster Art mit Themen aus Opern und Orchesterwerken. Vermutlich spekuliert der Autor darauf, dass erwachsene Klavierschüler sich aus einer Philharmonie-Abo-Klientel rekrutieren und gewisse Standards "im Ohr" haben und sie deshalb leichter lernen.

Originalliteratur, die nicht so schwer ist gibt es in der Schott-Reihe Querbüchlein für Klavier. Das sind zum günstigen Preis das Bach Notenbuch f. Anna-Magdalena oder die Leopold Mozart Notenbüchlein zu haben. Es gibt auch Händel, Telemann und Jugendstücke von W. A. Mozart. Schumanns Album für die Jugend ist auch prima. Letztlich Binsenweisweiten und Klassiker. Aber das Klavierspiel ist in den letzten Jahren trotz vieler neuer bunter Hefte nicht neu erfunden worden.

Viele Grüße
Axel
 
thepianist73

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mir wird es auch immer schlecht, wenn ich diese "made playable" Arrangements sehe. Ich halte auch einen gewissen Respekt vor großen Stücken für sinnvoll. Unsere Gesellschaft tendiert dazu, allen zu vermitteln, man könne alles ohne Probleme schaffen, wenn man nur an sich selbst glaubt und das richtige Buch kauft. Dann steht in der Buchhandlung "Leicht Latein lernen mit Super-Easy-Learning-System. Fit für's Latinum in 3 Tagen." Normale Menschen brauchen 3 Jahre und viel saure Arbeit dafür. Letztlich sorgt das nur dafür, dass sich jeder mit einem fehlerhaften Halbwissen schon für Superman hält. Sorry, wenn das böse und OT ist, aber mir hängt das einfach zum Hals heraus.
- SIC! -
 
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pianomobile

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Die "Klavierschule für Erwachsene" kenne ich zwar persönlich nicht, allerdings scheint sie auch bei den "echten" Profis hier im Forum vom Konzept her gut anzukommen. Scheint also keine schlechte Wahl zu sein. Von sämtlichen Heumann-Sachen kann ich dir eigentlich bloß abraten....
Stimmt! Schaums "Klavierschule für Erwachsene" besteht von der ersten bis zur letzten Seite aus Leichtestbearbeitungen bekannter (auch klassischer Klavier-) Melodien, wogegen sich bei Heumanns "Klavierspielen- mein schönstes Hobby" doch glatt vier Originalwerke eingeschlichen haben...
 
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Ok, es tut mir leid, anscheinend habe ich den Schaum verwechselt.

Sind die Originalwerke in der Heumann-Schule zufällig von H-G. Heumann?
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Naja, wir sprechen hier ja von Anfängerunterricht. Da geht es mir bei Vortragsbezeichnungen hauptsächlich darum, klarzumachen, wie sie umgesetzt werden können/sollen, weniger darum, ob sie dem Urtext entsprechen.
Nicht ob sie dem Urtext entsprechen ist der Punkt. Davon sollte man bei einer guten Ausgabe selbstverständlich ausgehen können. Die Frage ist dann, wie sie zu interpretieren sind.

Ich bin übrigens zuweilen so frei, aus exemplarischen oder auch geschmacklichen Gründen Vortragsanweisungen auch in Urtexten abzuändern :floet:
Hast du wenigstens ein schlechtes Gewissen dabei...?




:p

Ja, ich spiel auch manches anders als es dasteht, aber ich leide sehr unter Gewissensqualen. Außer es geht ums Pedal oder um Metronomangaben 8)


Daher, und weil die Interpretationshoheit über Musik für mich immer beim Ausführenden liegt, betrachte ich Vortragsanweisungen in großen Zügen als Vorschläge und unterrichte und spiele auch so.
Die Interpretationshoheit liegt beim Ausführenden? Ich würde eher sagen, die Verantwortung für eine - im Sinne des Komponisten - richtige und verständliche (verstehbare) Interpretation liegt beim Ausführenden. Das ist ja gerade das Spannende, daß man den Willen des Komponisten erstmal herausfinden muß. Die Vortragsangaben helfen bei diesem Puzzle, sie sind aber meist viel zu grob, als daß ihre bloße Beachtung schon das gewünschte Resultat liefert.Das Ziel ist, daß am Ende alles zusammenpaßt und einen logischen Sinn ergibt. Okay, das ist jetzt aber eine andere Diskussion.
 
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Sind die Originalwerke in der Heumann-Schule zufällig von H-G. Heumann?
Einige Stücke stammen von ihm, aber die kann man ja weglassen, falls sie dem Schüler nicht gefallen. (Die Originalliteratur stammt von Leopold Mozart, C.P.E. Bach, Frederic Burgmüller und J.S. Bach)
Die perfekte Schule ist Heumanns Werk vielleicht nicht (aber welche ist das schon..), aber im Großen und Ganzen ist das Buch sehr ausführlich aufgebaut und der Schaum-Schule in jedem Fall vorzuziehen.
Wenn sich jemand an der Bearbeitung klassischer Literatur stößt, kann er ja ohnehin Originalwerke ergänzend einbinden.
 
 

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