Problem: Ich lese keine Noten

Caterina

Caterina

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Hallo liebe Klavierfreunde!

Ich will jetzt mal auf etwas aufmerksam machen, dass ich in letzter Zeit desöfteren bei mir bemerke.

Ich spiele zwar noch recht einfache Stücke, aber dennoch arbeite ich an ihnen, um sie auch zufriedenstellend und wohlklingend vortragen zu können.
Daher sind in den Bassnoten meistens "nur" ganze oder halbe Noten zu finden (Primen oder Quinten z. B.).
Nach kurzer Zeit stellen sich auch erste kleinere (Klang-)Erfolge ein.

Ich habe aber bemerkt, dass ich beim Spielen manchmal das Notenblatt überhaupt nicht brauche, weil ich auch ohne das Gedruckte das Stück weiterspielen kann. An manchen Stellen klappt es nicht (wenn z. B. Viertelnoten sich mit Achtelnoten abwechseln), denn da brauche ich sie einfach.
Würde ich aber an den besonderen Stellen aufs Notenblatt schauen, würde ich mit nahezu 100 %-iger Sicherheit durcheinander kommen.

Zwar versuche ich, immer mit den Augen auf den Blatt zu bleiben, aber es klappt einfach nicht. Zwar "gehen" die Finger von alleine und das in den meisten Fällen auch noch richtig, aber lesen tu ich in dem Moment rein gar nichts.
Das einzige, woran ich mir das erklären könnte, wäre, dass ich eventuell bestimme Dinge wie herabgleitende/aufsteigende Bassläufe schnell erkenne und verinnerliche bzw. manche Passagen durch das Üben einfach auswendig kann.

Ich weiß jetzt eben nicht, ob das gut oder schlecht für das Üben an sich und das Spielen/Vortragen ist.

Was meinen denn die Profis hier im Forum? Muss ich mir Gedanken machen, dass ich etwa unkonzentriert bin oder findet ihr das ganz normal?
Sollte ich das meinem Lehrer mal sagen und erklären?

Caterina
 
ubik

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Hast du schon mal daran gedacht, ein Stück auswendig zu spielen?

Versuch mal die Noten ganz wegzulegen. Fang dann an zu spielen. Wenn du an einer Stelle nicht mehr weiterweißt, dann schaust du kurz in die Noten und spielst ab dieser Stelle weiter.

Generell ist es falsch, ein Stück automatisch zu spielen. Du solltest überall wieder einsteigen können.
 
8Finger&2Daumen

8Finger&2Daumen

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Hallo Caterina,

meine Klavierlehrerin lässt mich zwei Wege gehen: zum einen sind da Stücke aus der Klavierschule, die ich vom Blatt spielen muss: jede Woche zwei neue Stücke, gaaanz langsam, meist mit Metronom (40 oder 50 Schläge pro Minute für die Viertelnoten), aber sehr gleichmäßig und vor allem genau. Wenn ungenau, dann noch langsamer! Das macht mir nicht so sehr viel Spaß, übt aber ungemein. Die anderen Stücke sind - für mich - um sehr vieles anspruchsvoller (zur Zeit von Edvard Grieg die Melodie aus op.47/3), die ich Takt für Takt einstudiere und als Ziel auswendig spielen soll/möchte. Das macht mir viel, viel mehr Vergnügen! Und dann sind da noch einige populäre Sachen, die ich gerne lernen möchte und für die mir die Lehrerin Tipps gibt, z. B. leichte Fassung der Morgenstimmung, Amelie und sowas. Wenn ich die lange genug übe, kann ich sie auch auswendig, aber ich widme diesen Stücken nicht so viel Aufmerksamkeit, deshalb spiele ich die meisten davon immer noch vom Blatt.

Mir fällt es viel leichter, "schön" und melodisch zu spielen, wenn ich nicht auf die Noten achten muss. Ubiks Rat finde ich deshalb gut, aber übe doch auch das Spielen nach Noten!

lg
Ute
 
Kulimanauke

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Ich irre auf dem Notenblatt herum.

Caterina: "Ich habe aber bemerkt, dass ich beim Spielen manchmal das Notenblatt überhaupt nicht brauche, weil ich auch ohne das Gedruckte das Stück weiterspielen kann. An manchen Stellen klappt es nicht (wenn z. B. Viertelnoten sich mit Achtelnoten abwechseln), denn da brauche ich sie einfach."

So geht es mir auch.

Caterina "Würde ich aber an den besonderen Stellen aufs Notenblatt schauen, würde ich mit nahezu 100 %-iger Sicherheit durcheinander kommen."

So geht es mir auch.

Caterina "Zwar versuche ich, immer mit den Augen auf den Blatt zu bleiben, aber es klappt einfach nicht. Zwar "gehen" die Finger von alleine und das in den meisten Fällen auch noch richtig, aber lesen tu ich in dem Moment rein gar nichts."

Ich irr' dann auch auf den Noten herum. Mein Spiel ist gestört und unterbrochen. Das macht mich unruhig.

Caterina "Was meinen denn die Profis hier im Forum?"

Das möchte ich auch gerne wissen. Ich denke, daß mir als Laie "der richtige Bing fehlt". Ich versuche es mal mit markanten Merkern an bestimmten Takten. Mal sehen, ob das hiflt.

Kulimanauke
 
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Caterina

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Ok. Dann scheint das wohl der natürliche Lauf des Übens zu sein, dass man es irgendwie gut verinnerlicht und das Notenblatt die Rolle der Sicherheit übernimmt. Da bin ich aber froh! ;)
 
fisherman

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@caterina

übe die kritischen stellen separat - das ist ein enormer zeitgewinn. nicht immer alles durchspielen. sonst werden auch die "guten" passagen besser und der abstand zwischen "gut" und "weniger gut" wird nur geringer, aber nicht aufgehoben.

beim üben weniger takte unbedingt ein paar vorhergehende und auch ein paar nachfolgende noten mitspielen. das sind dann später die "dübel" zum einpassen.
 
Caterina

Caterina

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@ fisherman

Danke für die Tipps. Mache ich (in den meisten Fällen) aber auch schon länger so. ;)
 
Caterina

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Ok, fisherman! ;) Da will ich mal auf dich hören! :)
 
fisherman

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gib mal ein feedback - gelegentlich. danke.
 
Wir sind Haydn!

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Ray Charles hat angeblich mal gesagt (ich weis es aber nich so genau)

Mit dem Notenlesen ist es so:
Entweder du liest perfekt, oder du lässt es bleiben.

Wasser damit meint, erklärt ihr es mir?
 
 

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