Orgel spielen mit Akkorden?


X
XLinaX
Dabei seit
8. März 2009
Beiträge
9
Reaktionen
0
Hallo,

ich bekomme gerade von einem Freund ein wenig Orgelspielen beigebracht. Kirchenlieder. Ich habe mich hier etwas durchgelesen, und denke dass hier vielleicht ein paar alte Hasen sind, Leute mit Erfahrung die mir weiterhelfen können.
Ersteinmal habe ich eine Frage zur Spielweise der Orgel. Dass die Fußpedale noch dazukommen ist mir klar. Nur, wie spielt man jetzt genau, nach welchem Sydtem? (ich hoffe es ist verständlich was ich meine)
Mein Freund bringt mir das Orgelspielen mit Akkorden bei. Ich bin auch vollkommen zufrieden, nur wo ist der Unterschied, ob man sich nun mit Akkorden begleitet oder auf eine andere Art und Weise spielt?

Liebe Grüße
Lina
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Johann Bastian Seebach
Johann Bastian Seebach
Dabei seit
4. Jan. 2009
Beiträge
119
Reaktionen
0
Hallo Lina

Kannst du erläutern was du mit System meinst? Da bin ich irgendwie auf dem Holzweg...

Wegen den Akkorden: was wäre dann die andere Art und Weise?

Also was eigentlich jeder Organist beherrschen sollte sind meiner Meinung nach Kadenzen.
 
X
XLinaX
Dabei seit
8. März 2009
Beiträge
9
Reaktionen
0
Also ich mache es im Moment so, dass ich zum Beispiel in der rechten Hand die Melodie einfach simpel spiele und in der linken Hand aufgelöste Akkorde. Sehr sehr simpel aber so spiel ich im Moment. Eventuell spiel ich dan den Grundton vom Akkord mit den Füßen (allerdings ist das noch ziemlich frickelig). Ich hab so ein Buch mit einigen Kirchenliedern, da stehen die Akkordsymbole drin. Mit den Akkorden komme ich einigermaßen zurecht, bin aber noch lange nicht sicher, lern ich aber auch erst späer noch genauer von meinem Klavierlehrer.
Zum System: Ist es nicht irgendwie so, dass wenn man einen vierstimmigen Satz hat die Töne im Violinenschlüssel spielt und den obersten Ton vom Bassschlüssel spielt und den Untersten Ton vom Bassschlüssel mit den Füßen spielt?
Gibt es nicht so spezielle Orgelbücher die in den Kirchen liegen, aus denen man spielen sollte?

Liebe Grüße
Lina
 
Guendola
Guendola
Dabei seit
27. Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
10
Es gibt logischerweise Orgelbücher in den Kirchen, meistens sind die Orgeln und Orgelbänke vollgestopft mit Noten. Das meiste sieht für Anfänger ziemlich gruselig aus, weil man gewissermaßen mit drei Händen spielt und entsprechend viele Noten vorhanden sind. Es gibt aber auch ein paar Lehrbücher und eines davon würde ich für den Anfang empfehlen.

Recht übersichtlich finde ich die Kaller-Orgelschule von Schott - "Heft I ED 2555-01", ISMN M-001-03821-8. Es gibt zu anfang viele Übungen für das Pedal und für jeweils eine Hand und Pedal, dann kommen relativ leichte Stücke. Ohne Vorkenntnisse an Tasteninstrumenten ist es aber trotzdem nicht gerade einfach.

Ich wollte noch eine andere Schule von einem Professor Rolf Schweizer erwähnen, den genauen Titel und Verlag kann ich aber nicht angeben, da ich die Schule jetzt nicht finde. Es sind zwei Bände, einer mit Übungen und einer mit Stücken. Die Anforderungen sind hoch, man sollte schon ein paar Jahre Klaviererfahrung haben. Es ist also eher für Umsteiger gedacht.

Ich kenne ehrlich gesagt keine Noten für komplette Anfänger, die noch kein anderes Tasteninstrument gespielt haben. Grundsätzlich kann man natürlich einen Großteil der Barockmusik auf Orgeln spielen und da gibt es z.B. das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach (aber auch nicht für blutige Anfänger). So gesehen, wäre es vielleicht am einfachsten, die Organisten der umliegenden Kirchen zu fragen, ob die vielleicht Zeit und Lust haben, dich zu unterrichten.

Die Orgelbegleitung an sich gibt es eigentlich nicht. Choräle sind im Prinzip mehrstimmige Sätze, das heißt, es sind drei oder vier Stimmen, wie sie auch vom Chor gesungen werden könnten. Sopran ist da zwar in der Regel die Hauptstimme aber ansonsten sind alle gleichberechtigt. Diese mehrstimmigen Sätze sind nach relativ festen Regeln aufgebaut (die sich im Laufe der zeit immer wieder geändert haben und auf neue Weise gebrochen wurden). Nach diesen Regeln kann man auch eine Begleitung improvisieren, was allerdings viel Übung und Wissen erfordert.

Akkorde in irgendeiner Form zur Melodie eines Liedes sind natürlich immer richtig, zu Anfang könntest du im Pedal einfach den jeweiligen Grundton spielen. Aber es gibt nicht nur Choräle und Lieder, und dann explodiert die Zahl der Möglichkeiten.

Im vierstimmigen Satz (z.B. Choräle) spielt man in der Regel die Unterstimme mit dem Pedal, die beiden Mittelstimmen mit der linken Hand und die Oberstimme mit der rechten (am besten auf einem anderen Manual, um sie klanglich hervorzuheben). Leider wird diese Musik fast (?) immer in nur zwei Notensystemen geschrieben, was das Lesen erheblich erschwert. Andere Orgelliteratur benutzt drei Systeme.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A
Atra
Dabei seit
7. Feb. 2008
Beiträge
288
Reaktionen
0
Also ich mache es im Moment so, dass ich zum Beispiel in der rechten Hand die Melodie einfach simpel spiele und in der linken Hand aufgelöste Akkorde. Sehr sehr simpel aber so spiel ich im Moment. Eventuell spiel ich dan den Grundton vom Akkord mit den Füßen (allerdings ist das noch ziemlich frickelig). Ich hab so ein Buch mit einigen Kirchenliedern, da stehen die Akkordsymbole drin. Mit den Akkorden komme ich einigermaßen zurecht, bin aber noch lange nicht sicher, lern ich aber auch erst späer noch genauer von meinem Klavierlehrer.
Zum System: Ist es nicht irgendwie so, dass wenn man einen vierstimmigen Satz hat die Töne im Violinenschlüssel spielt und den obersten Ton vom Bassschlüssel spielt und den Untersten Ton vom Bassschlüssel mit den Füßen spielt?
Gibt es nicht so spezielle Orgelbücher die in den Kirchen liegen, aus denen man spielen sollte?

Liebe Grüße
Lina

Das Prinzip ist schon richtig: Sopran in der rechten Hand, alt und Tenor in der linken Hand, Bass (oft der Grundton) im Pedal.
Wenn man dann noch in etwa weiß wannwelcher akkor benötigt wird, man Quint- und/oder Oktavparallelen halbwegs vermeidet, dann ist das schon eine passable Choralbegleitung.

Die Choralbücher sind leider auf 2 Systeme notiert, oben Sopran und Alt, unten Tenor und Bass. Sie sind als vierstimmiger Satz so notiert, als würde man sie vierstimmig manualiter spielen.

Ich persönlich finde es aber etwas unorthodox das Orgelspiel so zu erlernen. Ich würde lieber mit einfacher freier Literatur, etwa einer Orgelschule beginnen.

LG Atra
 
X
XLinaX
Dabei seit
8. März 2009
Beiträge
9
Reaktionen
0
Erst einmal danke für eure Antworten. Ich lege mir eine Orgelschule zu und versuche es mir ein bisschen selbst beizubringen, ich weiß ein Lehrer wäre besser, aber das passt zeitlich nicht mehr auch wegen Schule und so, das wär zu viel.
Auf jeden Fall möchte ich auch ein bisschen die "Orgelspielweise" können.

Lg,
Lina
 

Ähnliche Themen

 

Top Bottom