Neuigkeiten bei Digitalpianos

Dieses Thema im Forum "Klavier/Digitalpiano/Keyboard kaufen, reparieren.." wurde erstellt von Bassplayer, 27. Apr. 2016.

  1. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Hallo,

    ich wollte mal berichten, was ich in letzter Zeit Neues gefunden habe:

    Kawai hat neben dem ES8 das CS11 und CS8 rausgebracht. Die letzten beiden haben die Grand Feel II Mechanik.

    http://www.kawai.de/digitalpianos.htm

    Nord Keyboards hat das Nord Piano 3 mit verbesserter Tastatur vorgestellt.

    http://www.nordkeyboards.com/products/nord-piano-3

    Das Kawai VPC1 erhält Kunkurrenz von Studiologic mit SL88 Grand und SL 88 Studio. Ich habe beide Tastaturen angespielt und finde sie in ihrer jeweiligen Preisklasse hervorragend.

    http://www.studiologic-music.com/products/midi-controllers.html

    Roland hat nach den neuen Upright Digis mit Physical Modeling das transportable Einstiegsdigi (wenn ich Stage Piano sage, werde ich angegriffen, aber zu finden ist es unter der Kategorie "Stage Pianos") FP 30 rausgebracht und ich finde das Gehäuse des KF-10 Kyola ziemlich innovativ, aber es ist nicht in allen Ländern erhältlich; ich habe es noch in keinem deutschen Shop gesehen.

    http://rolandmusik.de/categories/pianos/

    Wer wenig Platz hat: das Korg LP-380 gibt es mit 73 Tasten!

    https://www.korg.de/produkte/pianos/lp38073-produktinfo/lp38073-produktinfo-1.html

    CASIO: die Modelle GP-300 u. GP-500 sind neben der Tastatur, die mir beim Anspielen gut gefiel, auch wegen der Samples von Bechstein und Bösendorfer interesssant.

    http://www.casio-europe.com/de/emi/grandhybrid/

    Herstellerinfos gibt es natürlich unter den Links.
    Testen konnte ich die anderen Modelle noch nicht, aber wer mag kann ja hier gerne seine Eindrücke wiedergeben oder von weiteren Neuigkeiten berichten.

    LG
    BP
     
  2. acoustico
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    acoustico

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    Wäre schon interessant zu wissen, was bei
    Kawai denn neben den Bezeichnungen sich geändert hat. Wie ich soweit verstehe hat das CS11 nun einen größeren Speicher und damit die Shigeru Samples. Wow. Bei Roland hat sich ja allgemein viel getan, das V-Grand ist aber immer noch preislich außer meiner Reichweite. Ein DP90 mit modelling wäre ja mal ganz nett zu sehen, aber man wird dem Kiyola sicherlich keine Konkurrenz im eigenen Lager so schnell machen wollen. Bin gespannt auf die ersten Berichte ...LGacoustico
     
  3. FünfTon
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    FünfTon

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    Bei Kawai folgt auf ein neuen Modelle in der CA-Serie ein Jahr später die Entsprechung in der CS-Serie (Digitalpiano im Klaviergehäuse). Technisch dürfte das CS11 identisch zum CA97 sein. Insofern nichts Bahnbrechendes, sondern die zu erwartende Modellpflege.

    Das Roland FP30 ist nach dem ES100 ein weiteres Kompakt(digital)piano zum Kampfpreis Ein Stagegerät ist es aber definitiv nicht, denn auf der Bühne ist ein Instrument ohne LINE-Anschluß ziemlich nutzlos und die kleinen nach unten abstrahlenden Speaker werden zwar den Pianisten selbst, aber sicher kein Publikum bestrahlen.

    Korgs Instrument wäre interessanter, wenn es keine Konsole wäre. An 73/76-Hammertasten-Digis zum Mitnehmen herrscht derzeit wirklich chronischer Mangel. Schade, Korg, netter Versuch!

    Die neuen Casio GP-Modelle finde ich noch am interessantesten, aber es wird wohl noch ein ganzes Weilchen dauern, bis sie in einem Showroom in meiner Nähe auftauchen.
     
  4. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Hallo fünfton, Danke für den Hinweis. Da hat Roland ja einen riesigen Bock geschossen. Für mich ist es ja schon ein Problem, dass neue Instrumente oft keine MIDI-Buchsen mehr besitzen, denn anders als Computer haben nicht alle Soundquellen USB, aber bei einem transportablen Instrument den LineOut zu vergessen geht gar nicht! Da stimme ich nun beim FP30 gerne zu, dass man tatsächlich nicht von einem Stage Piano sprechen kann, auch wenn die äußere Form auf eine Verwendungsmöglichkeit auf der Bühne oder im Proberaum hindeutet.
    LG
    BP
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Apr. 2016
  5. Andre73
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    Andre73

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    Klingt alles eher nur noch nach Evolution statt Revolution. Die großen Schritte nach vorn sind dann doch irgendwie vorbei.
    Ich sehe kaum Gründe mein 3 Jahre altes Mittelklasse Digi abzulösen, zumal ich sowieso externe Sounderzeugung nutze.

    Am Interessantesten finde ich die neuen Hybriden von Yamaha, da passiert doch am Meisten, z.B. so ein YAMAHA YUS3 TA TransAcoustic.
    Die Kombination von Akkustik und Digital. Platzsparend, Kopfhörer-Modus, Resonanzboden als Lautsprecher für Zusatzeffekte etc.
    So etwas wäre für mich ein echter nächster Schritt.
     
  6. Pianolaie90
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    Pianolaie90

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    Hallo zusammen,

    habe mir das CS 11 bei meinem Händler des Vertrauens vorbestellt und bin schon sehr gespannt! Konnte es auf der Frankfurter Musikmesse testen und war begeistert. Obwohl ich noch Anfänger bin konnte ich zu den günstigeren Modellen klare Vorteile erkennen und da ich länger beim Klavier spielen bleiben soll, habe ich es mir als 1. Instrument gegönnt. ;) Kommt wohl Anfang Juni...
     
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  7. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Hallo,

    das Roland KF-10 Kiyola mit Massivholzgehäuse kann jetzt auch in Deutschland bestellt werden (z. B. bei Thomann).

    Digitalpiano-Visionen der Zukunft gibt es bei den Roland DP Design Awards.
    http://www.roland.com/promos/piano_design_awards/

    Casio verbindet scheinbar im GP-400 die Technik des GP-500 (inkl. der komplexeren "Akustiksimulationen") mit dem Gehäuse (schwarz matt) des GP-300, wobei ich bei Tastatur, Lautsprechern und Verstärkung in den drei Modellen keine Unterschiede sehe.

    Bei Bluthner (int. Schreibweise) gibt es nun ein e-grand, eine neue Silent-Technik (e-volution) und ein transportables Piano (Pro88-ex).
    http://www.eklavier.com/index.php/de/#!IMG_3455

    LG
    Bassplayer

    alle Angaben wie immer ohne Gewähr.
     
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  8. rudi2407
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    rudi2407

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    Sehe ich auch so. Komisch, dass dieses Bedürfnis an kompakten, mobilen Digis mit guter Tastatur nicht bedient wird. Zumindest denke ich, dass dafür eine entsprechende Nachfrage und somit Markt vorhanden wäre.

    Gruß rudi
     
  9. Andre73
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    Andre73

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    Ne wirklich gute Tastatur wiegt einfach auch viel, oder? Und was ist wirklich gut?

    Manche behaupten, nur lange Flügel-ähnliche Vollholztasten auf Stiften mit einer Hammer-Pseudomechanik und Gewichten etc. können wirklich gut sein, siehe Kawai MP11 etc. Das wiegt dann halt auch heftig viel.
    Die Alternative ist ja meist Hohlplastiktasten mit Federn, das wiegt viel weniger, aber kann auch einfach nicht das Flügel-Feeling auf dem gewünschten Niveau nachbilden.

    Wäre das MP11 wahnsinnig viel leichter wenn man 10 Tasten wegkürzt? Na ja...es würde etwas helfen, aber immer noch weit weg von "Reise-Digi".
    Und Plastiktastaturen mit 70 Tasten etc. gibt es doch wie Sand am Meer, meist irgendwas von Fatar eingebaut. Die können eben nicht mithalten.

    Irgendwo muss man sich entscheiden, es ruft ja auch keiner nach einem Reise-Flügel. Das was geht, hat man sicher auch gebaut und auf dem Markt.
     
  10. rudi2407
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    rudi2407

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    Tja was ist gut, gute Frage. Zumindest mal eine gewichtete Tastatur.
    Wie Sand am Meer gibt es Keyboards mit anschlagdynamischer Tastatur.
    Ich stell mir z.B. ein Yamaha P-115 oder Kawai ES-100 mit fünf Oktaven, 95 cm Länge und 8 kg für 450 € vor.

    Gruß rudi
     
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  11. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Die Preise für Nord Piano 2 (1.794, Nachfolgemodell NP 3: 2.699) und NP 2 HP (1.666) sind gerade stark gesunken. Wenn ich genauer wüsste, dass ich zukünftig ein mobiles Digi bräuchte...
     
  12. FünfTon
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    FünfTon

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    Oder sechseinhalb Oktaven bei 145 mm Oktavbreite. Hätte dann immer noch 1 m, aber genug Tasten für fast jegliches Klavierrepertoire. Wird es nie geben, da man Hammermechaniken nicht so klein bauen kann.
     
  13. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Tests in der aktuellen Zeitschrift:

    Kawai CS8
    Im Prinzip entsprechen die CS Modellen technisch denen der CA-Serie. Allerdings gibt es im CS8 eine andere Endstufe aus einer Kooperation mit Onkyo. Neu ist bei der GF II Mechanik die Ebony-Touch-Oberfläche bei den schwarzen Tasten und eine Gewichtung im vorderen Teil der Taste, die das Pianissimo-Spiel unterstützt. Gelobt wird neben der guten Tastatur und den Klaviersounds die Reaktion der Samples auf verschiedene Stärken beim Anschlag. Es gibt eine "Virtual Technician App" für iOS-Geräte (Anschluss nur über USB).

    Dexibell VIVO H7
    Die Tastatur ist die TP-40 GH88 von Fatar reagiert und repetiert gut (3 Sensoren) und dynamisch, die schwarzen Tasten haben aber anders als die weißen eine rutschigere Oberfläche. Die Pedale machen leider deutliche Geräusche. Die Klangerzeugung glänzt mit üppiger Dynamik und Polyphonie (unbegrenzt) sowie langen Samples bis zu 15 Sekunden. Das Soundsystem ist sehr kräftig aber mittenbetont. Die Bluetooth-Schnittstelle bietet Audio-Streaming und über X-Mure App Begleitautomatik für iOS-Geräte.

    Alle Angaben ohne Gewähr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Juli 2016
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  14. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Die armen Filze...:denken::lol:
     
  15. Bassplayer
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    Oops :schweigen: :super:Danke, habe das Wort korrigiert.
     
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  16. FünfTon
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    FünfTon

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    Das würde ich nicht lang nennen, Ivory 2 liefert Samples mit zwei Minuten Länge.
     
  17. Bassplayer
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    Ich würde die Aussagen des Test dir zustimmend auch dahingehend relativieren, dass 15 s für Digis (also ohne Berücksichtigung von Softwarepianos) recht lang sind - die meisten dürften doch deutlich darunter liegen und fehlende Sample-länge durch loops mit entsprechend ausgestalteter Hüllkurve der Amplitude, die sich bei vollem Sample von allein ergibt, kompensieren.

    Ein Software Piano wie Ivory 2 ist natürlich schon gigantisch und der Klangerzeugung der meisten Digis deutlich überlegen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2016
  18. OrangeT
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    OrangeT

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    Wozu Holz? Ist das in diesem Zusammenhang nicht einfach nur Fake und Kundenfang? Ich hätte fast gesagt Vera..... Da alles mit Sensoren abgenommen wird, nirgends auf eine Saite gehauen wird, wozu braucht man denn da HOlz? Wenn die Balance und das Gewicht ähnlich sind ist doch Plastik, eingelegte Metallklötzchen oder jedes andere Material wohhl genausogut, oder?
    LG
    OrangeT
     
  19. FünfTon
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    FünfTon

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    @OrangeT Der Glaube versetzt Berge und Roland verwendet deshalb Kunststofftasten mit angeklebten Holzteilen.

    Denn kaum sieht man die holzigen Seiten der Tasten und fühlt das Elfenbeinimitat, schon denkt man viel mehr an ein Klavier als bei anderen Werkstoffen. Ähnliches gilt auch für die ganzen simulierten Mechanikgeräusche.
     
  20. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Ja das ist wohl beabsichtigt. Aber bei Klavieren wird heute ja auch in der Regel kein Elfenbein mehr verwendet, wenn auch hier synthetische Imitate inzwischen verwendet werden und die schwarzen Tasten bei teuren Klavieren noch aus Ebenholz sein können.

    Das Nord Piano 3 hat übrigens anders als bei der Präsentation auf der Messe nun doch kein Elfenbein-Imitat.

    Ich habe nun das Nord Piano 2 HP genauer unter die Lupe genommen. Zwar ist die Tastatur wesentlich lauter als bei meinem Roland FP3 und sicher auch nicht die präziseste Tastatur, aber für die Bühne im Band-Context reicht es. Dem steht mit 11kg und 73 Tasten eine exzellente Transportabilität gegenüber und gerade ist der Kurs mehrere Hunderter günstiger als früher.
    Einige samples (z. B. Bösendorfer Imp., Yamaha C7) finde ich ausgesprochen authentisch und man hat durch die Nord Piano Library eine umfangreiche Auswahl an klavierklängen die anders als bei anderen Geräten ständig erweitert wird. Zur Auswahl stehen neben Yamaha, Bösendorfer und Fazioli auch mehrere Steinways, da hier etwas zu möglichen Lizenzproblemen erwähnt wurde. Störend finde ich bei einigen Modellen einzelne verstimmte Töne, aber es gibt ja auch Beiträge darüber, dass Digis oft zu gleichmäßig wären; ich bevorzuge jedoch immer möglichst perfekt gestimmte Instrumente, egal ob akustisch oder digital. Das triple Pedal reagiert auch sensibel. Also wer es klein und leicht möchte, dürfte kaum was besseres finden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Aug. 2016