Neues Klavier-Keine leichte Entscheidung!

mic77

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Liebes Forum,

bin erst Anfänger in der Klavierspielkunst, hab mir erst kürzlich das DP Kawai CA 67 gegönnt und übe fleißig.
Es ist ein sehr ordentliches Gerät für ein DP. Jedoch bin ich sehr audiophil veranlagt; spiele noch Vinyl Platten ab und auch sicherlich vorgeprägt duch das Pianospiel meiner Mutter in meiner Kindheit,kommt bei mir irgendwie das Gefühl nicht auf, zusagen "ja das ist es".
Ich befürchte auf kurz oder lang muss ein Klavier her.
Und damit geht es schon mal los.Bei den ganzen 1500-2500€ Privatangeboten muß man noch ca.500-1000€ fürs Transport/Stimmen/Klavierbauer Beratung investieren und ist dann schon bei über 3500€; hat ein 10-30 Jahre altes Gerät und kann nur hoffen dass es keine gravierende Mängel hat und noch paar Jahre durchhält.
Ist mir irgendwie zu heikel.Eher ein neues bzw.max5 Jahre altes muss her.
Hier habe ich mich ziemlich auf Seiler Primus 112/122 eingeschossen(darf auch bis 5-7 Jahre gebraucht vom Händler sein).Nun lass ich gestern hier ein Eintrag, wo ein Hobby-Musiker seinen Primus nach 6 Jahren komplett überholen muß !!! Schock !!
Was haltet Ihr von dem neuen Kawai K 500 (7500UVP);Mahagonie Hammerköpfe etc.
Ist es mir der Brenner Mechanik zu vergleichen;wie sieht es mit der Langlebigkeit aus.
Bei dem Preis sollte es für mich ausreichend fürs Leben sein;
habt ihr schon mit dem kawai K 500 eure Erfahrungen ?
Habt ihr womöglich andere Alternativen ?
Wenn ja bitte mitteilen
danke
Gruß

Meine Präferenzen:
warmer,klarer Klang
eher schwerer anzuschlagen
von Lautstärke in der mitte anzusiedeln 112/116/122 Höhe
 
Zuletzt bearbeitet:
hab mir erst kürzlich das DP Kawai CA 67 gegönnt
kommt bei mir irgendwie das Gefühl nicht auf, zusagen "ja das ist es".
Hast es aber trotzdem gekauft? Oder gar nicht vor dem Kauf gründlich getestet?

Das mußt du selbst testen, nicht im Internet fragen. Ich würde mal sagen: Wenn dir Kawai vom Klang her nicht liegt, wirst du damit auch nicht glücklich werden.
 
Hast es aber trotzdem gekauft? Oder gar nicht vor dem Kauf gründlich getestet?
Na ja, das Teil ist für ein Digi TOP. Aber vom Klang und Klangvolumen keine adequatä Alternative zu einem akustischem.
Hab hier meine Ambitionen leicht unterschätzt;bin halt ein 37jähriger Einsteiger:
wenn klimmpern dann zumiendest schön klingelnd klimmpern :-)
 
Nunja, was hast du denn nun schon alles probegespielt, egal ob digital oder akustisch? Ein "Hmm ja, ist ja nicht so der Brüller" hätte ich im Laden stehen gelassen und keine 2.500 Steine dafür hingeworfen.

Wie bereits gesagt, dein Klavier oder Flügel wirst du nur finden, indem ganz viele besichtigst und anhörst. Da ist eher unwichtig, was dann für ein Name vorne draufsteht und ob das Ding neu oder gebraucht ist.
 
Danke joeach deiner hilfreichen Antwort.
Das war in etwa so, wie wenn man beim Auto die Erstinspektion nicht wahrnimmt und sich nach 6 Jahren wundert, daß da mal Öl gewechselt und was eingestellt werden muß.
meine mich zu erinnern, daß die erste Problemeinschätzung des Klavierbauern eine gravierendere war als nur etwas nachzujustiren. Aber umso schöner daß es doch gut augegangen ist.

Hab halt die letzen Tage handvoll Klavierhäuser und Bauer durch.
Hab mich daher auf Seiler eingeschossen;Bechstein ist zu teuer.
Ich schrecke auch von den neuen zwei und dritt Marken wie Eduard/Johanses Seiler , Hoffmann/Zimmermann, Irmler etc.
Wie gesagt es soll fürs Leben sein. Eine zweite finanzielle Fehlinvestition möchte ich mir nicht erlauben.

Ich sehe auch keinen Grund vor einem 30 jährigen Klavier, wenn es gut gepflegt ist, zurückzuschrecken, da Klaviere erwiesenermaßen auch über 100 Jahre locker überstehen.
Kommt halt auf dem Preis drauf an.Für 20-30 jahre gebrauchte Feurich/Schimmel/Seiler/Blühtner
kann man heute einen neuen Asiaten ( für mich kommt nur Kawai in Frage) bekommen.
Ich weiß nicht, ob es einen eben das zu denken geben sollte;so viel schlechter können sie nicht sein
 
Wie gesagt es soll fürs Leben sein. Eine zweite finanzielle Fehlinvestition möchte ich mir nicht erlauben.
Das vergisste bitte gleich wieder. Nicht wegen des Flügels, sondern, weil Du nach einer gewissen Zeit feststellen wirst, dass Dein Klavier der 5.000,-er Klasse halt doch nicht das ultimative Teil ist. Oder weil sich Dein Klangideal geändert hat. Du wirst Dir also später etwas anderes/besseres kaufen - wenn Du es Dir leisten kannst. Wenn Du allerdings klug einkaufst, so wirst Du beim Verkauf nicht soviel verlieren, dass man von Fehlinvestition sprechen wird. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Wertverlustkurve degressiv verläuft - d.h. die großen Verluste entstehen in den ersten Jahren! Bei einem guten 30-jährigen Klavierkannst Du fast davon ausgehen, dass Du es nach 5 Jahren ohne oder nur mit geringem Wertverlust verkaufen kannst (sofern marktgängig).
 
Wie gesagt es soll fürs Leben sein. Eine zweite finanzielle Fehlinvestition möchte ich mir nicht erlauben.
Wie schon mehrfach gesagt, solltest Du Du Dich auf "das Klavier fürs Leben" nicht versteifen. Meist ist das doch der Versuch, eine (noch) höhere Investition vor sich selbst zu rechtfertigen.

Mir ging es so, dass ich nach zwei Jahren am Digi dieses als "Referenz" in meinem Ohr hatte und deshalb den Klang von so ziemlich jedem akustischen Instrument mochte. Entsprechend schwer fand ich es herauszufinden, wie mein akustisches Instrument klingen soll. Als ich mich dann entschieden hatte, hat es Wochen, eher Monate gedauert, bis ich mich in seinen Charakter so richtig reingehört hatte. Heute wäre dieser Flügel die Referenz in meinem Ohr. Würde ich jetzt auf die Suche gehen, würde ich vermutlich auf andere Dinge achten und vielleicht auch ganz woanders ankommen.

Will sagen - Deine klanglichen (und auch technischen) Präferenzen werden durch Dein eigenes Instrument, aber auch durch Deine Fertigkeiten beim Spiel sowie durch Dein Repertoire geprägt und können sich ändern. Wenn Du ein Instrument über Monate kennenlernst, oder neues Repertoire darauf einstudierst, wirst Du immer wieder Dinge finden, die Du ganz besonders magst, aber es werden Dir auch Defizite auffallen. Je nach Deinem Charakter und dem der Defizite wirst Du dich mit diesen arrangieren, oder Du wirst irgendwann auf die Suche nach einem neuen Instrument gehen, dass die guten Dinge Deines Instruments noch besser kann und die Defizite nicht hat.

dafür müßte ich die Wohnzimmer Essecke zum Flügelplatz erklären
Bei mir musste der Schreibtisch mit Blick in den Garten weichen ...

ich galube meine Familie würde mich spätestents da einweisen lassen
Das musst Du in Kauf nehmen. Hast Du Kinder? Musiziere mit ihnen, das steigert ganz erheblich die Akzeptanz durch die Mutter ...

Nur so als Tipps von einem Flügelverrückten.
- Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ging es so, dass ich nach zwei Jahren am Digi dieses als "Referenz" in meinem Ohr hatte und deshalb den Klang von so ziemlich jedem akustischen Instrument mochte. Entsprechend schwer fand ich es herauszufinden, wie mein akustisches Instrument klingen soll. Als ich mich dann entschieden hatte, hat es Wochen, eher Monate gedauert, bis ich mich in seinen Charakter so richtig reingehört hatte.
Das ist auch die richtige Zeit, sich auf die Suche nach einem Flügel zu machen. Nicht wenn man als gerade frisch gebackener Anfänger dazu neigt, die eigenen technischen Defizite aufs Instrument zu schieben. ;-)
 
Das ist auch die richtige Zeit, sich auf die Suche nach einem Flügel zu machen. Nicht wenn man als gerade frisch gebackener Anfänger dazu neigt, die eigenen technischen Defizite aufs Instrument zu schieben. ;-)
Auf so ein Statement habe ich nur gewartet !
Wobei als ob es "nach zwei Jahren" spieltechnisch soviel angemessener ist.
Zweitens sagen hier die Profis im Forum " gerade für Anfänger kann es kein Klavier oder Flügel gut genug den " :geheim:
 

Auf so ein Statement habe ich nur gewartet !
Ich versteh' grad nicht, was Ihr beiden meint.

@jtsn: Meinst Du, ich hätte technische Defizite aufs Instrument geschoben? Oder diagnostiziest Du dieses Verhalten beim TE?
@mic77: Meinst Du, ich hätte nur zwei Jahre Spielerfahrung wegen der zwei Jahre Digi? - Ich hab als Kind 9 Jahre recht erfolgreich gespielt und bin nach 30 Jahren wieder eingestiegen, zunächst mit einem Digi. Anfänger bin ich keiner, und trotz der langen Pause hatte ich immerhin eine Meinung, wie sich ein Klavier anfühlen muss. Nur klanglich war ich durch das Digi etwas verdorben.

@mic77: Lass Dich nicht vom akustischen Klavier abhalten, wenn Du eines stellen kannst. Aber mit Deinem recht hochwertigen Digi musst Du nix überstürzen. Lass Dir Zeit, probiere viele Klaviere aus um Deine Vorstellungen zu ermitteln und auch zu erkunden, was der Markt um die 2000 Euro so hergibt - vom überarbeiteten Hundertjährigen bis zur Fabrikneuen Chinakracher.
 
@jtsn: Meinst Du, ich hätte technische Defizite aufs Instrument geschoben? Oder diagnostiziest Du dieses Verhalten beim TE?
Weder noch, habe es aber im Netz schon öfter gesehen. Also Leute, die alle paar Monate auf der Suche nach dem noch besseren Gear mit dem noch tolleren Klang sind, aber keine Zeit ins Üben investiert haben, wie sich beim Anfordern einer Sounddemo sofort zeigt. Deshalb die allgemeine Anmerkung dazu, daß man vielleicht erstmal zwei Jahre reinstecken sollte, man man schon was Vernünftiges hat.

Gibt es auch bei Rennradfahrern, die auf der Suche nach nochmal 50 g weniger sind, weil das Training so mühsam ist. Oder HiFi-Puristen, die nicht verstehen wollen, daß der Hauptverwortliche für die Klangqualität in der Wiedergabekette der Typ am Mixer im Tonstudio des Musikverlages ist. Sprich: Wenn 90 % der Tonträger klanglicher Schrott sind, reißt das auch der tollste Röhrenverstärker nicht mehr raus. (Glücklicherweise ist die Quote bei Klassik-CDs nicht ganz so hoch.)

Daß man Anfängern im Kindesalter aus Motivationsgründen keinen Schrott als Instrument hinstellen sollte, versteht sich von selbst. Mich selbst hat ja so eine (mechanisch-akustische) Schrottkiste vor 20 Jahre erfolgreich vom Klavierunterricht abgebracht. Beim Kawai des Themenstarters sehe ich derartiges allerdings ganz und gar nicht, darauf und auf vergleichbaren Geräten üben zehntausende Anfänger erfolgreich drauf; unter anderem auch jemand aus unserem Forum, der das Vorgängermodell besitzt (und sich vorher sieben Jahre mit einer Tischhupe aus China abgequält hat).
 
Wer sich auf eine Marke „einschießt“ dem wird sicherlich manches Instrument entgehen das seinen Vorstellungen voll entsprechen würde. Denn nicht was auf der Tastenklappe steht ist wichtig (abgesehen von bauartbedingt minderwertigen Instrumenten), sondern was im Instrument drinsteckt.

Vier baugleiche neue Flügel können wie vier völlig unterschiedliche Instrumente daherkommen: zickig, abweisend, widerborstig oder willig. Das gleiche kann (wird) auch bei gebrauchten Instrumenten passieren.

Das Beste ist meiner Ansicht nach sich bei der Suche nach DEM Instrument eine imaginäre Augenbinde umzubinden und erstmal nur auf Klang und Spielgefühl zu achten. Und wenn Du eines anspielst wirst Du sehr schnell wissen, ob es DEIN Instrument ist - egal was drauf steht!

Aber eigentlich dürfte ich gar nicht mitreden, denn ich habe nur einen Flügel angespielt und der steht seit etwas mehr als drei Jahren bei mir: Ein 111 Jahre alter Bechstein. Die Suche danach war nanomäßig kurz (eigentlich hat er mich gesucht). ;) :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh Mensch, in paar Punkten werde ich hier mißverstanden, in paar anderen wieder fehlinterpretiert.
Freu mich aber trotzdem über eure rege Diskussion.Danke
Also folgendes:
Eile habe ich gar keine !!!!!
Das DP CA 67 ist durchaus angenehm und zufriedenstellend zu spielen. Spiele auch viel über AKG Kopfhörer;der Anschlag ist durchaus mit Klavieren/Flügeln zu vergleichen. Es ist ein DP der gehobenen Klasse; somit alles easy :bye: Zum nächtlichen und vorallem 24h möglichen Üben würde ich den als DP sowieso behalten wollen.Punkt.

Weiss nur, dass es mittelfristig(1-2 Jahre) ein echtes, akustisches werden soll; einen überstürzten Kauf werde sowieso nicht tätigen.

Zum zweitem;
es ist mir natürlich duchaus bewußt, dass ein Klang unabhängig der Marke sein kann.
Jedoch denke nicht wenn es um Langlebigkeit, Zuverlässigkeit, unter Umständen Wiederverkaufswert, allgemeine Freude am Gerät etc. gehen soll. Da verlasse mich eher auf Bewährtes. Deshalb bin ich in den Punkten auf paar bestimmte Marken und Modelle fokusiert. Alles natürlich im Rahmen meines Bugetes 5-max7,5K€.

Auch wenn mich hier so mancher für verückt erklärt, aber was haltet ihr hier von:
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeig...made-for-pleyel-/309397589-74-1004?ref=search

Als eine Zwischenlösung für paar Jahre:
Schimmel Produktion
Renner Mechanik optisch fast neuwertig
nicht zu alt, nicht zu teuer
Die kleine Makel im Gehäuse stören mich durchaus; aber in Anbetracht des Preises ??
Hätte eine Anfahrt von ca.60km
 
Ja, danke joeach;
du bestätigst auch meinen ersten Eindruck und Einschätzung.
Schmackhaft ist die Kiste schon.
Bin so hin und her gerissen;man hätte es sofort und auch sicherlich 3-5 Jährchen behalten können.
Aber dass man dafür sterben würde, ist es auch sicherlich nicht.
Und dann ist man wieder innerlich auf der Jagt;schon alles paradox.
Würde summa sumarrum ca.2000€ einkalkulieren: 1400 Kauf + 200 Transport + 400 Stimmen/Regulieren
 
Übrigens: Die Marke Pleyel scheint sich von den baugleichen Schimmeln durch die aufwändigeren und ausgefalleneren Gehäuse zu unterscheiden. In dem Fall ist die Zweitmarke wohl mal nicht die Billigvariante, sondern eher die zumindest optisch edlere.

Die wurde ja auch für Frankreich gebaut und dort unter beredtem Beschweigen des Produktionsorts als eine der großen französischen Traditionsmarken verkauft. Eine Zeitlang geht so was ja.
 

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