Musikalität entwickeln - wie macht man / ihr das?

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StefanN
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Ich lerne von manchen Zuhörern, die ein so eben gehörtes Klavierstück wirklich nicht selbst spielen (aber ich gedanklich mitgeklimpert habe), oft interessante Eindrücke (Wald) oder gar Details (Baum).

(Dunkel erinnere ich mich daran, dass irgendeine für mich eher mäßig interessante Begleitfigur einen Zuhörer total angefixt hatte...)

Sowas ist für mich ein Aspekt von Musikalität, den solche Zuhörer aufweisen und ich gerne auch für mich erschließen möchte.
 
Sven
Sven
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Und das ist genau mein Problem. Wenn ich singe, kann ich das, was ich höre und mir vorstelle, zumindest teilweise umsetzen. Aber wenn ich ein Instrument spielen möchte, das ich überhaupt noch nicht spielen kann? Und dann soll ich "Hänschen klein" spielen, um das zu lernen? Während ich ganz andere Klänge im Ohr habe, die gern spielen möchte? Das ist sehr frustrierend.

Aber warum? Dafür klingt das Hänschenklein bei dir vermutlich schon nach Musik, im Gegensatz zu denen, für die dieses Instrument die erste Beschäftigung mit Musik überhaupt ist.. Und an dieser Musik kannst du dich dann erfreuen.

So geht es mir zumindest mit der Anfängerliteratur am Klavier. Ich freue mich daran, die Musik die darin steckt zum Leben zu erwecken.
 
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Viva la musica
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Jetzt hat mir meine neue KL ein geniales Übungsheftchen namens "Tastenforscher" mitgegeben. Das Heft richtet sich eigentlich an Kinder, aber ich muss sagen, dass die Übungen viel musikalisches Vokabular und seine Umsetzung beschreiben, das ich so vermisst habe. Da gibt es so nette Übungen namens "in die Tasten schmiegen", "Wassertröpfchen", "anpirschen und wegrennen" oder"der Grashüpfer". Und dann steht teiweise dabei, wie das genau zu spielen ist, samt Armbewegung etc. Und dann hat sie mir angekreuzt: "Für die fremden Länder brauchen wir das..., ... und .... ".
Ich liebe sie! :herz:

Dafür rügt sie mich für das was ich "in meinem Fluss" musikalisch produziere regelmäßig. "Warum spielen Sie das so leise? Ich will das laut", "was ist da mit den Engeln los? Ihr diminuendo klingt als ob die gleich sterben, das ist doch ein bisschen übertrieben!" "Warum so viel Dynamik da, das ist viel zu viel, das sollte ganz einfach und klar sein".

Und ich muss zugeben, dass ich von ihren Tipps sehr profitiere. Meine bisherige KL hat mich da immer ganz frei machen lassen, und nur zarte Hinweise gegeben, so a la: "du musst dir das als Orchester vorstellen, hier setzen die Streicher ein" :konfus:. da war ich dann mit der Unsetzung oft recht allein gelassen. Jetzt gibts zwar wesentlich mehr Vorgaben aber samt ganz konkreter Anleitung. Zum Beispiel, wie man einen Ton "leicht" macht. Haben wir heute ausgiebig geübt. War toll!

Vielleicht lag mein Bedürfnis nach mehr Anleitung zur Musikalität vor allem darin begründet, dass ich da bislang zu wenig konkrete umsetzungsbezogene (!) Anleitung bekommen hatte.
 
 

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