"Leben" eigene Klavierkomposition

Dieses Thema im Forum "Theorie, Arrangement & Komposition" wurde erstellt von mike_volz, 11. Juni 2018.

  1. Sven
    Offline

    Sven

    Beiträge:
    1.050
    Hättest du das nicht noch nachgeschoben, hätte ich dir genau das als Argument entgegnet.

    Oha, damit giltst du heutzutage ganz schnell als Ausländerfeindlich.
    Immerhin spielt sich der Gangster-Rap, auf den du anspielst, vor einem MIgrationshintergrund ab.
     
  2. Barratt
    Offline

    Barratt Lernend

    Beiträge:
    9.168
    Soso. :lol: Ja, dann gelte ich halt als ausländerfeindlich, weil ich Gewalt-"Musik" ablehne. Mir doch egal.
     
  3. hasenbein
    Offline

    hasenbein

    Beiträge:
    7.303
    Gangster-Rap existiert, weil es in der Pubertät (und erschreckend oft auch noch eine ganze Zeit danach) bei jugendlichen und adoleszenten Männern ein "Protestbedürfnis" gibt. Man will nicht "brav" sein und sich von den doofen Erwachsenen und ihren bescheuerten "vernünftigen Regeln" absetzen.

    Mädchen färben sich die Haare blau und ziehen sich Ringe durch die Nase, Jungs hören Gangster-Rap. Gleicher Mechanismus.

    Um Musik geht es bei Gangster-Rap NICHT. Ich würde den eigentlich gar nicht als Musik-Genre zählen, auch wenn natürlich Musik gewissermaßen als "Trägersubstanz" verwendet wird.
     
  4. rolf
    Offline

    rolf

    Beiträge:
    25.186
    ..die tiefgeistigen Argumentationskapriolen, die eine schlaffe Tiersenimitation ausgelöst hat, passen schon prima zu ihrem Anlass :-D:-D:-D:-D so fängt der Sonntag doch amüsant an! Ergo weiter so!
     
    Peter, hasenbein und Musikhasser gefällt das.
  5. Curby
    Offline

    Curby

    Beiträge:
    2.002
    Ist doch bei vielen anderen Genres ähnlich. Bei Metal/Rock ist die Musik nur eine Zutat von vielen, es sind auch wichtig das Erscheinungsbild der Band, die politische Meinung, die Bühnenperformance, Branding, etc.
     
  6. Revenge
    Offline

    Revenge

    Beiträge:
    1.393
    Weil das von Barratt erwähnte "Prodesse" bei der KUNST ( Bezug: Weiße Bilder mit weißem Adler drauf, z.B. ) und auch MUSIK in mehreren Fällen nicht direkt oder nicht sofort von vielen Menschen erfasst werden kann UND WILL. Oder nicht vorhanden ist, sondern die genannten Bereiche zum Geldmachen und Verdummen verwendet werden, von Schlauen.

    In der Mathematik oder anderen Wissenschaften zählen Beweise, und es zählt der NUTZEN, selbst dann, wenn er später, mitunter viel später erkannt wird und in Anwendungsbereichen erwiesen wird.

    Doch auch hier: Wer schon früh ( z.B. in der Schule ) weiß, dass er später nix mit Mathe oder der Fields-Medaille zu tun haben möchte, warum sollte der lernen MÜSSEN (!!!) , wie man den Flächeninhalt unter Brückenbögen berechnet?

    Wenn z.B. ein Bibliothekar oder sonstiger Vollhonk :-Ddas später wider Erwarten dennoch braucht, kann er es sich durchlesen und dann aneignen... ( hatte ich glaub ich schonmal irgendwo gepostet, die Brückenbögen. )

    LG, Olli
     
  7. tasteur
    Offline

    tasteur

    Beiträge:
    114
    Es passt, dass ich auf so einen Beitrag antworte: Ich bin Bibliothekar, und habe seit gut anderthalb Jahren mit Mathe zu tun. Und mit Musik, das heißt Mathematik für die Ohren, gepaart mit Herz.

    Ich mag manche TEY-Musik. Yirumas "River flows" etwa. Schlagt mich, beißt mich, gebt mir Tiernamen, aber so ists. Kann ich nur nicht zu oft hören, sonst verweichliche ich noch. Einmal in paar Monaten reicht, dann kann es aber auch Binge-Listening sein. Griegs Morgenstimmung mag ich auch, die steht sogar auf meiner Liste von Stücken, die ich als Testparcours für mein Synthi-Projekt hernehme, denn da droht mir keine Anwaltspost.

    Tja, was ist Kunst. Da packe ich doch gerne meinen großen Philosophen aus meiner kleinen Hosentasche aus und ziehe ihn auf und er schnarrt: Echte Kunst fiert das Offensichtliche und birgt dafür das Wesentliche. Daneben gibt es die Konsumkunst, primär dazu da, möglichst vielen zu gefallen und Geld dafür zu kriegen. Beide haben ihren jeweils eigenen Resonanzboden aus Menschenherz. Die Echte Kunst, die nur deswegen so heißt, weil die Künstler sich gerne von der Konsumkunst abgrenzen, indem sie letztere, samt ihrer Rezipienten diskriminieren, hat ihr Publikum mit denjenigen, die sich für Kunst interessieren, und letztere mit denjenigen, die nun mal, mehr oder weniger freiwillig, andere Foki haben, von denen sie zuweilen lediglich Ablenkung suchen. Also ein ganz anderer Anspruch. Es ist wie mit den Klavierbauern und den Naturforschern – beide interessieren sich für gesundes Holz, auf fatal unterschiedliche Weise.
    Ach so: Leider sind die Grenzen fließend. Auch der Echteste Künstler(TM) will – unterbewusst – gefallen, wenn er sein Werk irgendwo öffentlich ausstellt. Und auch die Konsumkunst fände kein Publikum, wenn sie nicht einen Schimmer hat an Originalem, an Echtheit, etwas innehat, etwas Wesentliches birgt, was der Künstler eben noch sagen wollte, ohne Worte zu finden, wenn er überhaupt danach gesucht hat.

    Mit dieser Erklärung will ich nicht recht haben. Zu diesem Anspruch ist sie ungeeignet. Aber betrachtet sie als Kunst, als Machwerk irgendwo zwischen Echter Kunst und Achtungsheischerei. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Aug. 2018
    Revenge gefällt das.
  8. hasenbein
    Offline

    hasenbein

    Beiträge:
    7.303
    Es heißt "Binge", nicht "Binch". Und "Parcours" mit s.
    Öhm... hust... :lol::-D:lol::coolguy:
     
    tasteur, stoni99 und Sven gefällt das.
  9. Revenge
    Offline

    Revenge

    Beiträge:
    1.393
    Oh - Hallo Kollege. :super:

    LG, -Rev.-