Klavierunterricht zuhause oder aushäusig?

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Fotomanni

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Ich habe mich jetzt entschlossen es nochmal mit Klavierunterricht zu versuchen. Nachdem ich im Sommer mein altes Digitalpiano entsorgt habe weil das Display kaputt war. Hinterher hat es mir in der Seele weg getan denn es war wirklich schön und zu was brauche ich ein Display? Aber ich hatte bestimmt 20 Jahre nicht mehr drauf gespielt und vorher auch nicht wirklich viel.
Jetzt habe ich mir ein Yamaha P125a gekauft. Sieht Sch... aus aber ist technisch natürlich viel besser. Vermutlich können sämtliche heute erhältlichen Digitalpianos tausendmal mehr als ich kann oder jemals können werde.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema:
Ich habe ein wenig nach Klavierunterricht recherchiert und folgendes gefunden:
1. absolute Cracks die auch Masterclasses machen und Prüfungsvorbereitungen und Konzerte usw. Und bezahlbare Preise haben. Aber 30km weit und vermutlich keine gescheiten Parkplätze. Kommen eher nicht in Frage.
2. KL die gute Referenzen haben, bezahlbar sind und auf Wunsch auch ins Haus kommen würden. Zu extra Fahrtkosten die aber so niedrig sind, dass es mir schon fast peinlich ist.
3. Eine private Musikschule mit angeschlossenem Musikalienhandel (oder umgekehrt). Ist eindeutig für mich am nächsten und hat einen riesigen Parkplatz vorm Haus. Die unterrichten ALLES was irgendwie spielbar ist. Klavier vermutlich am wenigsten. Und der Beschreibung auf der Homepage nach vermute ich mal, dass es da eher um moderne Musik, Rock, Pop, Schlager usw. geht.

3. ist derzeit mein Favorit aus einem einzigen Grund: Die machen Schülervorspiele und spenden die Einnahmen dem örtlichen Tierheim. Das gibt bei mir so viele Pluspunkte wie sonst nichts. Aber ich müsste auf alle Fälle erst mal hinfahren mit den KL sprechen. Es gibt auf der Homepage keinerlei Informationen über die außer zwei Fotos.

Bleiben zwei Fragen: Einmal, was ist besser: Unterricht bei mir zuhause oder bei der KL? Und zweitens welche Abrechnunsmodalität? Einzelstunden oder Monatspauschale. Natürlich sind die Einzelstunden teurer aber ich wäre flexibler und vor allem würde ich da nicht in den Ferien bezahlen. So ein Modell wie ich es bei der Schulverwaltung immer bemängele: In den Ferien werden die Lehrer entlassen.

Viele Grüße
Manfred
 
Zu Privatstunden zu Hause: es gibt Lehrer, die Zeit zum Fahren haben.
Und solche, die keine haben.
Dafür gibt es in der Regel einen einfachen Grund.
Bei Monatsverträgen werden die Ferien nur scheinbar durchbezahlt. Man hat einen Jahresbetrag, der durch 12 geteilt wird. Bei Krankheit des Lehrers oder des Schülers sind die Regeln unterschiedlich. Oft wird eine bestimmte Stundenzahl pro Jahr garantiert.

Wie hier im Forum oft gesagt: höre dir nach Möglichkeit bei Vorspielen Schüler der in Frage kommenden Lehrer an. Bewerte ihn oder sie immer nach den besseren Schülern. Verdächtig ist allerdings auch, sollte es nur einen einzigen guten Schüler geben.
 
Wie hier im Forum oft gesagt: höre dir nach Möglichkeit bei Vorspielen Schüler der in Frage kommenden Lehrer an.
Das ist natürlich ein guter Rat dem ich auch folgen werde. Aber auch wenn ich mir gerade ein wenig die Zeit mit FlowKey, Youtube und Videokursen vertreibe will ich doch nicht ewig warten bis ich eine Runde Vorspielen angehört habe. Also werde ich mal auf Verdacht ein halbes Jahr riskieren. Im schlimmsten Fall habe ich dann halt ein halbes Jahr in den Sand gesetzt. Macht nix, bin ja erst 73 habe also noch genug Zeit :004:
 
Jammer nicht rum. Was sind schon 30km? Und irgendwo kriegst Du Deine Karre schon abgestellt. Mannmann... Augenroll!

Wenn Nähe, Parkplätze und niedriger Preis das Hauptkriterium sind, dann kriegt man auch dementsprechende "Leistung": Nämlich beschissene!
 
Jammer nicht rum. Was sind schon 30km? Und irgendwo kriegst Du Deine Karre schon abgestellt. Mannmann... Augenroll!
Ich jammere doch gar nicht, ich habs nur erwähnt. Was mir eher Sorgen macht ist, dass die einfach zu gut für mich sind. Also nicht zu wenig Leistung fürs Geld sondern zu viel.
Könnte ich die eigentlich hier verlinken für einen ersten Eindruck?
 
Ich würde die Entscheidung nicht an den Drumherum-Kriterien festmachen, sondern einfach mal ein paar Probestunden absolvieren, bis du die/den für dich passenden KL gefunden hast. Entscheidend ist ja die Chemie zwischen euch. Nur weil es Parkmöglichkeiten gibt, heißt es noch lange nicht, dass es auch im Unterricht gut passt.
Meine KL hat früher in einer nahen Musikschule unterrichtet und seit sie im Ruhestand ist, fahre ich wöchentlich 20km hin und retour zu ihr nach Hause. Und ich würde sogar noch weiter fahren, um weiterhin bei ihr zu lernen.
 
Ich jammere doch gar nicht, ich habs nur erwähnt. Was mir eher Sorgen macht ist, dass die einfach zu gut für mich sind. Also nicht zu wenig Leistung fürs Geld sondern zu viel.
Wo ist das Problem?
Einfach mal testen!
Wg des Preis-/Leistungsverhältnisses:
einerseits ist es nicht deine Aufgabe, zu bewerten, wie sie ihren Lebensunterhalt kalkulieren.
Es sind erwachsene Leute, die wissen (müssen), mit wieviel Geld sie klarkommen (wollen).
Andererseits, wenn es dir soviele "ich will sie nicht ausnutzen-Bauchschmerzen" bereitet, kannst du doch nach einer gewissen Testphase, nach hoffentlich voll zufriedenstellendem Verlauf, dem/der KL anbieten, mehr zu zahlen.
 
Kannst uns gerne auf dem Laufenden halten und von deinen Erfahrungen berichten.
 

Unabhängig zu dem bereits genannten, würde ich grundsätzlich auswärtigen Unterricht wählen. Niemals zuhause. Zum Lernen an einen anderen Ort zu gehen ist rein mental schon ein Vorteil, es ist sogar die Anfahrt die irgendwann einen Teil des „sich fokussierens“ ausmacht. Ich glaube fest daran, dass man sich besser konzentriert und aufnahmefähiger ist wenn man sich gezielt in eine „Lernumgebung“ begibt statt es in den Alltag zu quetschen.

Zudem, frustrierende Situationen, die zwangsläufig irgendwann mal auftreten werden, bleiben in diesem (externen) Raum und man nimmt sie nicht mit nach Hause. Zuhause ist man unbefangen, übt und probiert und muss keine Bestandsaufnahme machen.
Man kann zu auswärtigem Unterricht ganz „naiv“ hingehen als jemand der lernt. Gerade als Erwachsener der in seinem Alltag nicht mehr gewohnt ist „Anfänger“ zu sein, empfinde ich das als Vorteil losgelöst von allem, etwas lernen zu können. Ich weis nicht wie ich’s formulieren soll. Aber ich halte es für einen Unterschied ob jemand als Her/Frau sowieso, voll im Leben stehend mit Haus und Hof mit irgendwas bei 0 anfängt, oder ob er sagt „hier bin ich einfach „Max“ der Klavierspielen lernt“. Aber das ist sicher auch eine persönliche Sache. Für mich jedenfalls käme Unterricht zuhause nie in Frage.
 
Ich genieße es, dass mein KL zu mir nach Hause kommt. Würde nichts daran ändern wollen!
 
Zwischen Arbeit, Familie und einem weiteren zeitaufwendigen musikalischen Hobby gab es für mich keine andere Option, als Unterricht bei mir zuhause zu nehmen.
In der Unterrichtsituation kann ich aber auch komplett abschalten und konzentriere mich auf den Lehrer und das Instrument. Meine Umgebung und was sonst um mich herum passiert, nehme ich gar nicht wirklich wahr. Für mich persönlich macht der Unterrichtsort keinen Unterschied.
Das muß aber sicher jeder selbst für sich herausfinden.
 
Unabhängig zu dem bereits genannten, würde ich grundsätzlich auswärtigen Unterricht wählen. Niemals zuhause. Zum Lernen an einen anderen Ort zu gehen ist rein mental schon ein Vorteil, es ist sogar die Anfahrt die irgendwann einen Teil des „sich fokussierens“ ausmacht. Ich glaube fest daran, dass man sich besser konzentriert und aufnahmefähiger ist wenn man sich gezielt in eine „Lernumgebung“ begibt statt es in den Alltag zu quetschen.

Zudem, frustrierende Situationen, die zwangsläufig irgendwann mal auftreten werden, bleiben in diesem (externen) Raum und man nimmt sie nicht mit nach Hause. Zuhause ist man unbefangen, übt und probiert und muss keine Bestandsaufnahme machen.
Man kann zu auswärtigem Unterricht ganz „naiv“ hingehen als jemand der lernt. Gerade als Erwachsener der in seinem Alltag nicht mehr gewohnt ist „Anfänger“ zu sein, empfinde ich das als Vorteil losgelöst von allem, etwas lernen zu können. Ich weis nicht wie ich’s formulieren soll. Aber ich halte es für einen Unterschied ob jemand als Her/Frau sowieso, voll im Leben stehend mit Haus und Hof mit irgendwas bei 0 anfängt, oder ob er sagt „hier bin ich einfach „Max“ der Klavierspielen lernt“. Aber das ist sicher auch eine persönliche Sache. Für mich jedenfalls käme Unterricht zuhause nie in Frage.
Damit hast Du ganz wunderbar meine Sicht darauf zusammengefasst.
 
Unabhängig zu dem bereits genannten, würde ich grundsätzlich auswärtigen Unterricht wählen. Niemals zuhause. Zum Lernen an einen anderen Ort zu gehen ist rein mental schon ein Vorteil, es ist sogar die Anfahrt die irgendwann einen Teil des „sich fokussierens“ ausmacht. Ich glaube fest daran, dass man sich besser konzentriert und aufnahmefähiger ist wenn man sich gezielt in eine „Lernumgebung“ begibt statt es in den Alltag zu quetschen.
...
Das empfinde ich auch so. Außerdem spiele ich auch mal gerne auf einem anderen und auch sehr guten Flügel.
 
Zu Privatstunden zu Hause: es gibt Lehrer, die Zeit zum Fahren haben.
Und solche, die keine haben.
Dafür gibt es in der Regel einen einfachen Grund.
Das ist bei den Schülern ganz genauso....

Es gibt auch Lehrer, bei denen es aufgrund häuslicher Umstände nicht möglich ist, zuhause zu unterrichten. Diese Lehrer können trotzdem supergut sein...
Es kommt einfach auf den Einzelfall und die jeweiligen Lebensumstände und Vorlieben an. Ich könnte mir einen Lehrer mit Hausbesuch sehr gut vorstellen, weil das regelmäßigen Unterricht zeitlich deutlich erleichtern würde. Umgekehrt finde ich es aber auch schön, auf einem anderen Instrument außer Haus zu spielen.

Jammer nicht rum. Was sind schon 30km? Und irgendwo kriegst Du Deine Karre schon abgestellt. Mannmann... Augenroll!
Die Fahrzeit zum Lehrer finde ich durchaus einen wichtigen Aspekt, der bei Planungen und längerfristigen Entscheidungen mit berücksichtigt werden sollte. Aber solche "praktischen" Aspekte gelten hier im Forum offensichtlich als "belächelnswert" bzw. "vernachlässigbar" (?).
 
Wenn ich zu etwas hinfahre, das mir wirklich wichtig ist und das ich ernst nehme und für das ich ohnehin signifikantes Geld hinlege - Unterricht, Arzt, Kurs etc. - dann ist es heutzutage irrelevant, ob ich dafür läppische 30km gurke. Peng, aus. Wer dafür keine Zeit hat, hat auch nicht ausreichend Zeit zum Üben und sollte es schon von daher lassen.

Viele Schüler sind in Sachen "Ernstnehmen" in einem merkwürdigen Zwischenzustand. Sie sagen zwar, dass sie es voooll lernen wollen, aber ihre Taten bzw. Nicht-Taten sprechen eine andere Sprache: es wird irgendein Lehrer ausgewählt, weil er "nett" oder billig ist oder halt in der Nähe; es wird nicht vernünftig geübt etc.

Wasch mich, aber mach mich nicht allzu nass, bitte. Und wenn ich noch etwas dreckig bleibe, isses nicht so schlimm.

Und dann postet derjenige mit dieser Einstellung nach einiger Zeit im Klavierforum Sachen wie beispielsweise der User "Normalo" und wundert sich, warum die Experten ihm entgegnen "could have told you so".
 
Wenn ich zu etwas hinfahre, das mir wirklich wichtig ist und das ich ernst nehme und für das ich ohnehin signifikantes Geld hinlege - Unterricht, Arzt, Kurs etc. - dann ist es heutzutage irrelevant, ob ich dafür läppische 30km gurke. Peng, aus. Wer dafür keine Zeit hat, hat auch nicht ausreichend Zeit zum Üben und sollte es schon von daher lassen.
Das gehört jetzt nicht hierher deshalb habe ich es bisher nicht erwähnt. Aber nachdem du das schon mehrmals angesprochen hast meine Meinung dazu:
Für mich zählt, trotz e-Auto, jeder Kilometer den ich fahren muss. Deshalb versuche ich gerade regelmäßige Fahrten so kurz wie möglich zu halten und dabei wenn irgend möglich noch andere Sachen, wie Einkäufe, zu erledigen. Wenn wir alle weiter so, auf Teufel komm raus, mit dem Auto Strecke machen werden wir irgendwann gar kein Auto mehr fahren können. Und komm mir jetzt nicht mit ÖPNV, der geht hier nicht.
 
Gut, wenn Du Dir aufgrund Deines Glaubens an gewisse Propaganda mit religiösen Zügen Deinen Lebensabend durch selbstauferlegten Verzicht vermiesen willst, dann ist das natürlich ganz Deine Sache.
 

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