Klavierkonzert KV 414, A-Dur, Mozart


fisherman
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VP, Du hast bestimmt recht. Auch wenn Du nicht vor Ort warst. Dein Kopf ist in der Lage, die Komprimierungsalgorithmen der Digicam quasi zurückzurechnen. Glückwunsch! Ich würde mal das Fraunhofer-Institut kontaktieren.

So, Ironiemodus aus. Und ganz ernst. Ja, Du hast recht und ich würde in allem zustimmen, wenn Du dabei gewesen wärest und wir hier zumindest von Semiprofis sprechen würden. Die Leute haben ein Jahr an diesem Konzert gearbeitet. Und das möchte ich nicht zerredet sehen und unnötig kritisiert.
Ich finde das einfach nicht schön. Und auch nicht professionell. Sorry, just my five cents
 
8Finger&2Daumen
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Also ich hatte nicht den Eindruck, dass das Orchester unsere Stilblüte dynamisch oder sonstwie an die Wand gespielt hat. Ich fand das Konzert sehr harmonisch, die "Zusammenarbeit" zwischen Dirigenten und Solistin war sehr gut zu bemerken. Es ist ein großer Unterschied, ob man sich eine Aufnahme anhört, die evtl. auch etwas verzerrt, oder live dabei ist.

Bevor hier dieses schöne Konzert vollständig zerpflückt wird, möchte ich doch mal diese Leistungen würdigen:

Erstens der Dirigent, der es m. E. gut geschafft hat, Orchester und Solisten zusammenzubringen.

Zweitens das Orchester, das einen guten Job gemacht hat. Man darf nicht vergessen, es sind keine Berufsmusiker.

Und drittens - last but not least - irgendwie war ich richtig stolz auf dich, Stilblüte. Du warst so souverän und man hat dir anmerken können, dass du zufrieden mit deiner Leistung warst, zu Recht.

Übrigens war es warm in der Kirche. FM hatte in seiner männlichen Eitelkeit den Mantel anbehalten und musste schwitzen. Ich nicht. :cool:

Liebe Grüße,
8f2d

Es war schön, mit euch, Dimo, Blüte, FM, Hartmut, nach dem Konzert zusammenzusitzen. Ein sehr angenehmer Abend, an den ich gerne zurückdenken werde.
 
Dimo
Dimo
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Vielleicht sagen Dimo oder 8F&2D auch was dazu.
Gern. :cool:
Also ich hatte nicht den Eindruck, dass das Orchester unsere Stilblüte dynamisch oder sonstwie an die Wand gespielt hat. Ich fand das Konzert sehr harmonisch, die "Zusammenarbeit" zwischen Dirigenten und Solistin war sehr gut zu bemerken. Es ist ein großer Unterschied, ob man sich eine Aufnahme anhört, die evtl. auch etwas verzerrt, oder live dabei ist.

Bevor hier dieses schöne Konzert vollständig zerpflückt wird, möchte ich doch mal diese Leistungen würdigen:

Erstens der Dirigent, der es m. E. gut geschafft hat, Orchester und Solisten zusammenzubringen.

Zweitens das Orchester, das einen guten Job gemacht hat. Man darf nicht vergessen, es sind keine Berufsmusiker.

Und drittens - last but not least - irgendwie war ich richtig stolz auf dich, Stilblüte. Du warst so souverän und man hat dir anmerken können, dass du zufrieden mit deiner Leistung warst, zu Recht.

Es war schön, mit euch nach dem Konzert zusammenzusitzen. Ein sehr angenehmer Abend, an den ich gerne zurückdenken werde.
Besser hätte ich es nicht zusammenfassen können. Das unterschreibe ich jetzt genau so. :cool:

Dimo
 
violapiano
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ach Leute, keiner will das Konzert schlechtreden.

Nur sehe ich das natürlich auch aus Sicht eines Orchesterspielers.
Was man den Leuten anmerkt, sie spielen gewiss mit Freude, es ist auch sehr schön, dass sie "die Jungfernfahrt ermöglicht" haben, ich stimme zu.

Natürlich ist es ein Laienorchester. Und sie haben es sicher so gut gemacht wie sie konnten.
Es ist einfach die Frage, welche Kriterien man anlegt.

Ich wollte damit sagen, Stilblüte ist in der Lage, das Konzert feiner zu spielen.
Gut, man kann drüber hinwegsehen, oder man kanns benennen.
 
8Finger&2Daumen
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ach Leute, keiner will das Konzert schlechtreden.

Ach nein?

Ich wollte damit sagen, Stilblüte ist in der Lage, das Konzert feiner zu spielen.
Gut, man kann drüber hinwegsehen, oder man kanns benennen.

Violapiano, du kannst es nicht lassen, oder? Verfallen wir wieder in alte Verhaltensmuster? Versuch es doch wenigstens mal, darüber hinwegzusehen. Mich ärgert es, wenn Leute an jedem und allem etwas herumzukritisieren haben. Nichts gegen Kritik - aber musst du denn immer das Haar in der Suppe suchen?
 
violapiano
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8f2d, ich stehe immer noch auf dem Standpunkt, dass ich schreibe, was ich möchte.
Und ich bin dabei fair. Auch immer gewesen.
Was ich nicht verstehen kann, ist: was hast Du dagegen, neben dem Loben (hab ich auch, lies mal nach) auch Kritik anzubringen? Ich finde das nicht schlimm. Auch nicht boshaft oder sonst irgendwie anstößig. Auch ein Laienorchester kann zu sensiblem Spielen erzogen werden. Glaub mir das, es geht tatsächlich.

Ich kritisiere nie, ohne dabei die guten Dinge auch zu nennen. Und das mach ich einfach.

Lies noch mal in diesem thread nach- das steht eine Menge Lob von meiner Seite, wie auch einige Kritik.


Für mich ist die Kunst des Begleitens eben die angemessene Zurückhaltung im Zusammenspiel mit dem Solisten. Auch Laien können das lernen.

Vllt liegt es etwas an den Mikrofonen, die im Orchester hängen. Ich befürchte aber, es ist die Spielweise.

Das Haar brauche ich hier nicht zu suchen, es sticht direkt ins Auge.
 
Sesam
Sesam
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Huhu Stilblüte!

Dass ich erst jetzt schreibe, hat nur den Grund, dass es mir die Sprache verschlagen hat und ich gleich mehrmals deine Einspielungen anhören musste! DAS WAR EIN GANZ, GANZ, GANZ TOLLER AUFTRITT, den ihr da hingelegt habt. Mein dringender Wunsch für dich: http://www.carnegiehall.org/SiteCode/Intro.aspx

LG, Sesam
 
Hartmut
Hartmut
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Es ist alles gesagt, nur noch nicht von allen...
z. B. nicht von mir:

Das war alles in allem ein sehr unterhaltsamer Abend!
musikalisch hat es richtig Spass gemacht - und wenn ich auch manchmal ähnliche Kritikgedanken hatte; ich bestätige, dass sich das auf der Aufnahme wesentlich schlimmer anhört. Live war das im Rahmen der gegebenen Randbedingungen eine sehr runde Sache!
Die Orchestermusiker waren sich auch durchaus der Qualität von Stilblüte bewusst und haben sie als ihr Schmuckstück bezeichnet. Ich fand das Orchester durchaus engagiert, wenn man bedenkt, dass alle (wie es der Dirigent anfangs treffend bemerkt hat) in ihrer Freizeit einem anderen Beruf nachgehen...

Insbesondere fand ich das Programm sehr kurzweilig; es wurden ja auch ein paar Stücke ohne Klavier gespielt, die leider nicht aufgenommen wurden, aber durchaus hörenswert waren.

Zusammen mit den Rachmaninoff- Präludien als Zugabe war das Konzert wirklich einen Besuch wert. Und darauf kommt es doch an, oder? Dass wir Zuhörer und einen Abend lang gut aufghoben fühlen.

Der Hartmut
 
fisherman
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Vp, kleine Korrektur: Was Du hörst, ist nicht die Aufnahme aus den Mikes. Sondern D-I-G-I-T-A-L-E-R Scheiss.

Ich wollte damit sagen, Stilblüte ist in der Lage, das Konzert feiner zu spielen.
Und DAMIT hast Du 200%-ig recht. Ob Ihr (uns uns) ein professionelleres, sensibleres Ensemble bei diesem Flügel gefallen hätten, wage ich zu bezweifeln.

Das Ganze war stimmig.
 
fisherman
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FM hatte in seiner männlichen Eitelkeit den Mantel anbehalten und musste schwitzen.
Von wegen. FM war höchst verwundert ob des Wohlfühlempfindens im Mantel und hat flugs beschlossen, diesen in Zukunft mehr zu würdigen. Außerdem wars ein willkommenes Polster gegen die Unbill "Reue-fordender" Kirchenbänke. Dachte immer, das sei eine katholische Domäne?
 

Klavierretter
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Gratulation!!! Blüte, das war ein guter Start. Ich kann nur unterstreichen, was ich Dir schon öfter gesagt habe... das, was Dein Spiel ausmacht, ist die Spielfreude, die (glaube ich zumindest) jeder aufmerksame Zuhörer spüren kann. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich auch mal etwas live von Dir hören kann...
Ich hoffe, wir kommen auch noch irgendwie in den Genuss der "richtigen" Tonaufnahme.
 
Stilblüte
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Auf die "richtige" Tonaufnahme warte ich noch, ich weiß noch nicht, wann ich die bekomme und werde dann mal vergleichen.
Zum Orchester ist zu sagen:
Ich bin den Spielern und dem Dirigenten sehr, sehr dankbar, dass sie mir das Klavierkonzert ermöglicht haben. Das ganze war für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation:
Sowohl für das Orchester, das glaub ich wirklich Spaß und Freude an dem Klavierkonzert hatte und dem es auch gefallen hat, mit mir persönlich als junger Musikerin zusammenzuarbeiten.
Außerdem selbstverständlich für mich, weil Orchester nicht so einfach zu finden sind und ich eine wichtige, lehrreiche, wunderschöne Erfahrung gemacht habe.
Und letztendlich auch für das Publikum, dem es offensichtlich gefallen hat, wie ich auch den positiven Rückmeldungen aus dem Forum entnehmen darf
(ich fand den Ausklang danach übrigens auch sehr schön:kuss:).

Natürlich hat das Orchester nicht so rein und differenziert gespielt wie die Bamberger Symphoniker. Das wusste ich aber vorher und das ist auch ganz normal, verständlich und in Ordnung. Es sind nunmal Laien.
Und mir ist es vorerst gar nicht so unrecht, wenn das Orchester nicht perfekt spielt, denn, bei allem Kompliment, auch ich habe nicht perfekt gespielt, und ich käme mir vermutlich etwas verloren vor unter lauter perfekten Profis. Anders herum ists mir erstmal lieber. :D

Ach und Sesam, das ist ja ein netter Wunsch für mich *g* Vermutlich eher ein unerfüllter... aber wer weiß, man soll sich im Hirn alle Möglichkeiten offen lassen, so ganz hinten unten... 8)
 
violapiano
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Hallo Stilblüte,
außer frage steht ja, dass es eine gute Gelegenheit ist für eine junge Pianistin, mit Orchester aufzutreten.

Ich hoffe, es werden sich für Dich weitere Gelegenheiten mit gute Bedingungen und "Luft nach oben" ergeben, wo Du Erfahrungen sammeln kannst.

Vllt nicht grad die ganz große Arena, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Manche dürfen auch mit dem Hochschulorchester auftreten.

Ich bin natürlich auch immer sehr orchesterkritisch, weil ich selber spiele. Aber jedes Orchester spielt im Rahmen seiner Möglickeiten, und das ist auch richtig so. Schön zusehen ist jedenfalls die Spielfreude der Mitglieder, so soll es ja auch sein.

LG
violapiano
 
klavigen
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Ich beglückwünsche dich von Herzen für diesen gelungenen Auftakt als Solist mit Orchester. Nun bist du im Kreis der Eingeweihten, die aus eigenem Erleben wissen, wie es sich anfühlt. Und ich denke, du wirst es möglichst bald wieder haben wollen, dieses unbeschreibliche Gefühl einen solchen Klang direkt mitzugestalten.

Besser hätte es kaum gehen können und demm Orchester und dem Diregenten gebührt ebenfalls Dank, denn sie sind am Erfolg beteiligt und haben ihn mit ermöglicht.

Vielleicht erinnerst du dich an deine damaligen Zweifel, als wir unsern Gedankenaustausch begannen? Zum Glück habe ich immer Recht behalten, wenn es darum ging, dir Mut für grosse Aufgaben zu machen. Und nun bist du einige Stufen weiter und sogar mit Mozart, was besondere Anerkennung verdient.

Zusammenfassend kann ich nur betonen, dass dies ein gelungener Auftakt war.

P.S. Ich wollte auch unbedingt kommen, aber ich habe niemand gefunden, der mit mir hingefahren wäre und in der Nacht wollte ich nicht mit dem Auto zurückfahren- Ich hoffe, du kannst dies verzeihen.
 
Hans Borjes
Hans Borjes
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Bravissimo!

Hallo Stilblüte,

perlend und süß spielst Du Mozart, ganz wunderbar. Wie gerne wäre ich dabei gewesen, wenn es nicht so eine lange Reise gewesen wäre. Aber ich bin sicher, Du spielst irgendwann mal in Berlin!

Hallo Violapiano,

wann läßt Du uns an Deinen wunderbaren Spielkünsten teilhaben? Hier wäre ein guter Ort dafür:
https://www.clavio.de/forum/einspielungen-unserer-forum-mitglieder/

Gerne darfst Du uns dort auch Deine Aufnamen mit Orchester vorstellen. Und bei Deinem gemessen an Deiner Kritik zu erwartenden Niveau wirst Du natürlich gleich mit der Academy of St. Martin in the Fields spielen...

Gruß, Hans
 
violapiano
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....
wenns so weit ist, Hans,
Akademy, joah, die ließe ich mir gefallen.;):D
Von denen gibts tolle Aufnahmen mit Neville Mariner.
Nur wirds bis zu einem Klavierkonzert noch etwas dauern.;)

by the way:
wo habe ich eigentlich geschrieben, dass ich ganz hervorragend spielen kann?:confused:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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pianoboe
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Ich finde es schade, dass hier - wie ich persönlich finde - schon regelrecht auf violapiano herumgehackt wird.

Sie hat Kritik geäussert am Orchester und sie war nicht vor Ort, um es live zu erleben. Ja. Aber sie spielt, wie ich Ihren Aussagen entnehme in einem Orchester und ich würde mal auf Bratsche tippen ;)

Ich nehme mal an, dass die wenigsten hier im Forum aktiv in einem Orchester mitspielen. Wenn man selbst in einem Orchester spielt nimmt man sowas auch kritischer wahr, ich denke das ist eine ganz normale Sache. Nachdem ich als Kellner gejobbt hatte, hatte ich auch immer Fehler im Service bemerkt, wenn ich selber essen gegangen bin. Das ist jetzt auch unabhängig davon, wie gut man spielt. Es fallen einem ja oft auch gerade die Dinge auf, die man sich selbst gerade abgewöhnt.

Ich spiele auch in einem Orchester und kam nicht umhin, einige Sachen zu bemerken (etwa unsaubere Spitzentöne in der 1., teilweise verwaschene Synkopen und das hat nichts mit der Aufnahmequalität zu tun). Das schmälert nicht die Leistung des Orchesters, niemand erwartet den Klang (und die Intonation) der Berliner Philharmoniker. Gerade auch weil wir (ich schließe jetzt mal violapiano frecherweise ein) wissen, wieviel Probenarbeit in einem Konzert steckt.

Aber bevor ich jetzt Ende ohne was zu Stilblütes Erfolg zu sagen:

Herzlichen Glückwunsch! Ein Klavierkonzert zu spielen ist eine tolle Erfahrung und ich wage zu behaupten, es war nicht Dein letztes Konzert. Der Mozart war schön, und gerade bei einigen Trillern konnte ich (eingedenk der eigenen Versuche) nur neidisch werden.
 
fisherman
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An alle, die relativ neu hier sind: Durch gewisse "Scharmützel:cool:" haben VP und meine Wenigkeit einen Umgang miteinander, der doch etwas frotzelig ist. Es ist von beiden Seiten nicht so gemeint...:rolleyes: Ach naja, irgendwie schon, aber ohne diese Schärfe. Ich denke, VP weiß, was ich meine. Außerdem haben wir immer noch die Gelegenheit, uns ernsthaft via PN zu fetzen:tuba:

@Pinaoboe: Du spielst ein tolles Instrument??? Hast natürlich recht. s.o.
Wie auch hier:
Ich nehme mal an, dass die wenigsten hier im Forum aktiv in einem Orchester mitspielen. Wenn man selbst in einem Orchester spielt nimmt man sowas auch kritischer wahr, ich denke das ist eine ganz normale Sache. Nachdem ich als Kellner gejobbt hatte, hatte ich auch immer Fehler im Service bemerkt, wenn ich selber essen gegangen bin. Das ist jetzt auch unabhängig davon, wie gut man spielt. Es fallen einem ja oft auch gerade die Dinge auf, die man sich selbst gerade abgewöhnt.

Bestes Beispiel! Auch ich habe dereinst gekellnert. Gleiche Folge beim eigenen "Ausgehen". Und irgendwann haben meine Tischgenossen gesagt: Lass gut sein!
 
violapiano
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Ich finde es schade, dass hier - wie ich persönlich finde - schon regelrecht auf violapiano herumgehackt wird.

Sie hat Kritik geäussert am Orchester und sie war nicht vor Ort, um es live zu erleben. Ja. Aber sie spielt, wie ich Ihren Aussagen entnehme in einem Orchester und ich würde mal auf Bratsche tippen ;)

Ich nehme mal an, dass die wenigsten hier im Forum aktiv in einem Orchester mitspielen. Wenn man selbst in einem Orchester spielt nimmt man sowas auch kritischer wahr, ich denke das ist eine ganz normale Sache. Nachdem ich als Kellner gejobbt hatte, hatte ich auch immer Fehler im Service bemerkt, wenn ich selber essen gegangen bin. Das ist jetzt auch unabhängig davon, wie gut man spielt. Es fallen einem ja oft auch gerade die Dinge auf, die man sich selbst gerade abgewöhnt.

Ich spiele auch in einem Orchester und kam nicht umhin, einige Sachen zu bemerken (etwa unsaubere Spitzentöne in der 1., teilweise verwaschene Synkopen und das hat nichts mit der Aufnahmequalität zu tun). Das schmälert nicht die Leistung des Orchesters, niemand erwartet den Klang (und die Intonation) der Berliner Philharmoniker. Gerade auch weil wir (ich schließe jetzt mal violapiano frecherweise ein) wissen, wieviel Probenarbeit in einem Konzert steckt. (...)

Siehst Du, fm, genau so ist es, das eigene Tun schärft das Gehör und die Aufmerksamkeit. Du lernst einfach drauf zu hören, was gut ist und was wichtig für den Solisten. Das ist einfach jahrelange Spielpraxis, die geht nicht einfach an einem vorbei.
Selbstverständlich weiß ich, wieviel Arbeit drinsteckt. Und wie lange man lernen muss, bis es so läuft. Das weiß jeder, wer ein Instrument lernt.

Nach wie vor bestehe ich aber darauf, dass Laien auch eine gewisse Sensibilität im Umgang mit Solisten lernen können. Auch Laienchöre können ein erstaunliches Niveau erreichen, wenn sie vom Dirigenten gefordert, geschult und stimmlich ausgebildet werden. Neben dem technischen Können muss eben auch das Zuhören, aufeinander Eingehen geschult werden.



So, und jetzt wollen wir nicht weiter Stilblütes thread vollmüllen mit unserem Scharmützel, o.k.?
 

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