Klavierhändler in Wien_gebrauchter Flügel

  • Ersteller Ersteller Rilkiano
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  • #21
Leider ist der Feurich halt über meinem Budget.

Ich muss sagen, es ist die Flügelsuche schon eine feine Sache und ich freue mich auf mein neues Instrument!

Kennt jemand die Klaviermacherei? Ich bin ja aus dem Raum Linz und werde dem ebenfalls einen Besuch abstatten. Der hat doch glatt Instrumente aus dem 19, Jahrhundert stehen. Was meint ihr, ist das was für Sammler oder sind die wirklich ernsthaft zu bespielen? Hat sich das nicht vieles getan?

 

  • #22
Wegen der 20% Budgetüberschreitung würde ich nicht die Flinte ins Korn werfen und mal hinfahren, anspielen und bei ausgeprägtem Gefallen ein wenig verhandeln. So leicht verkauft man heutzutage kein Instrument, das eine Immobilie darstellt und schon gar nicht im Holzdekor.
 
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  • #23
Der Transport eines Flügels ist nicht ganz billig. Wo soll das Instrument denn endgültig stehen? Ich würde eher regional suchen …
 

  • #24
Er würde in Leonding, nahe Linz, stehen. Ich bin für Wien deshalb offen, da dort das Angebot entsprechend groß ist und ich oft in Wien bin. Der Transport ist natürlich so eine Sache!
 
  • #25
Der hat doch glatt Instrumente aus dem 19, Jahrhundert stehen. Was meint ihr, ist das was für Sammler oder sind die wirklich ernsthaft zu bespielen?
Je nach Marke, aber eher nein. Bei Steinway gehen noch die ab ca. 1885. Aber sonst lieber 20. Jahrhundert. Du willst doch 88 Tasten (zur Not 85) und vor allem englische Mechanik, oder?
 
  • #26
Ja die Mechanik sollte nicht zu ausgefallen sein, das habe ich hier im Forum bereits gelernt. Die von mir erwähnte "Klaviermacherei", link siehe oben, bietet nämlich einen Schiedmayr aus 1889 an mit englischer Mechanik. Aber mir kommt das schon recht alt vor...
 
  • #27
Leider ist der Feurich halt über meinem Budget.

Und zwar, wenn ich es recht sehe, doch nur um 2000€. Es sollte mich wundern, wenn der Händler in seinen Preis nicht ein gewisses Verhandlungspolster eingebaut hätte. Und außerdem sind furnierte Instrumente seltsamerweise aus der Mode; das Publikum bevorzugt Trauerfarbe.

Vielleicht könnt ihr euch bei 16000 einigen, das würde sicher keinen von euch auf den Tod verwunden. Anschauen solltest Du den Flügel auf jeden Fall. Wie sagte ein ehemaliger Feurich/Euterpe-Mann mal zu mir? So etwas gutes für den Preis hat es nie wieder gegeben. Und wenn er Dir doch nicht gefällt, hast Du wenigstens den "Hätte ich nicht doch nach H. fahren sollen?" - Ohrwurm vermieden.

Nebenbei: Die Fahrt nach H. lässt sich mit vielen hübschen Ausflugszielen verbinden. Falls Du Dich für historische Gartenanlagen interessierst: Schloss Hof, mit einer aufgrund archäologischen Befunds (!) rekonstruierten Gartenanlage. Derlei findet sich nicht leicht ein zweites Mal. Oder wenn Du es lieber nostalgisch-wehmütig magst: Schloss Eckartsau. Beides nur ein paar Minuten fahrt entfernt.
 
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  • #28
Es ist Sonntag, verdammt noch mal! Wo soll ich jetzt meine Popcorn-Vorräte auffüllen?
 
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  • #29
Nebenbei: Die Fahrt nach H. lässt sich mit vielen hübschen Ausflugszielen verbinden. Falls Du Dich für historische Gartenanlagen interessierst: Schloss Hof, mit einer aufgrund archäologischen Befunds (!) rekonstruierten Gartenanlage. Derlei findet sich nicht leicht ein zweites Mal. Oder wenn Du es lieber nostalgisch-wehmütig magst: Schloss Eckartsau. Beides nur ein paar Minuten fahrt entfernt.
Und vielleicht: Bruck an der Leitha, Harrachpark ...
 
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  • #30
Das Wetter passt gerade nicht so recht für Gartenbesichtigungen. Nur so am Rande.
 
  • #32
Das Wetter passt gerade nicht so recht für Gartenbesichtigungen. Nur so am Rande.
Ha aber die ersten Pollen fliegen doch bereits ... Wird von Tag zu Tag knospenmäßig interessanter ... Gummistiefel halt nicht vergessen!
 
  • #33
Ich werds wohl eh erst zu Ostern schaffen!
 
  • #35
„Vade retro satana“! :cry2:
 
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  • #36
Natürlich darf ein Flügel auch 100 oder 120 Jahre alt sein, die Instrumente sind ja nicht per Definition schlecht oder unbrauchbar. Allerdings wurde normalerweise schon viel daran repariert, saniert oder es wurde sogar das gesamte Instrument zerlegt, restauriert, dabei vielleicht auch technisch oder stilistisch verändert, manchmal zum Besseren, manchmal mit zweifelhaftem Ergebnis. Manche Instrumente waren damals technisch noch nicht so ausgereift und es ist eine Frage der persönlichen Präferenzen, ob man auf einem originalgetreu restaurierten Flügel aus dem 19. Jahrhundert spielen möchte oder ob dieser modernisiert worden sein darf. Auf jeden Fall aber musst Du bei alten Instrumenten genauer wissen, was Du suchst und worauf es Dir ankommt. Und selbst wenn der alte Flügel frisch restauriert wurde und "wie neu" dasteht, sollte man genau hinsehen, was da nun verbaut ist und ob man zum Beispiel noch Ersatzteile bekommt. Bei einer Rennermechanik aus den 1990er Jahren stellt sich diese Frage nicht. Auch war das Klangideal vor 120 Jahren noch ein anderes, der Jazz war ja noch gar nicht erfunden. Wenn Du flügeltechnischer Laie bist, würde ich Dir eher zu einem neueren Instrument raten. Aber auch da kann es Überraschungen geben, vor einiger Zeit wurde hier zum Beispiel ein Yamaha aus den 60er Jahren sehr negativ beurteilt, weil Yamaha den Flügelbau wohl erst ab Baujahr 1980 richtig beherrscht hat (oder so ähnlich).
 
  • #37
... vor einiger Zeit wurde hier zum Beispiel ein Yamaha aus den 60er Jahren sehr negativ beurteilt, weil Yamaha den Flügelbau wohl erst ab Baujahr 1980 richtig beherrscht hat (oder so ähnlich).
Äh, nee, nicht so ähnlich. Yamaha kann schon sehr lange gute Flügel bauen, es ist allerdings eine Frage der Baureihe, der klanglichen Ausarbeitung und des persönlichen Geschmacks.
 
  • #38
Ich hab gestern einen Schweighofer Flügel aus 1875 probiert Er hat noch den alten Rahmen und eine Stoßzungenmechanik. Technisch wurde er tiptop repariert. Der Klang ist einfach umwerfend, er sagte mir auf der Stelle zu. Auch das Spielverhalten kam mir entgegen.
Was meint das Forum dazu?
 
  • #39
Was ist dein Ziel? Wenn du Freude dran hast, Platz und Budget, dann kauf ihn dir. Als einziges oder als Zweitinstrument?
Wenn du dich auf ein modernes Konzert auf höchstem Niveau vorbereiten willst, oder zeitgenössische Stücke spielen willst, ein drittes Pedal unbedingt brauchst,... ist er evtl. nicht die beste Wahl.
 
  • #40
Nein ein 3. Pedal brauche ich nicht. Das neueste, was ich bisher spielte, war Skrjabin. Ich dachte nur wegen des Alters. Es wäre das Erstinstrument. Mein tägliches Spiel beträgt aber maximal eine Stunde, eher eine dreiviertel.
 

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