Improvisation, warum wird es totgeschwiegen....

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amicusrarus
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Nö. Dafür gibt es ja die Stufen- und Funktionstheorie. Erst wenn Du die verstanden hast macht es "aha". Tabellen helfen dabei überhaupt nicht. Rechnen übrigens auch nicht. @Tastatula hat das Stichwort schon genannt: Leitton. Den braucht man nicht rechnen; den muss man nur verstehen.

@rolf war schneller. Ich habe sage und schreibe 9 min für die drei Zeilen gebraucht. :lol:
Das mit dem Leitton war glaube ich klar, ich dachte das besagt die Stimmführung das die Terz der Dominate einen halbton unter dem Grundton der Tonika liegen soll, wegen dem gemeinsamen Leitton....
 
rolf
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wenn du das doch kennst, ja erkennst - warum und wozu fragst du danach? Die Dominante von C-Dur ist der Dreiklang auf dem 5.Ton, also auf dem g, und infolge des Tonmaterials hat er die Töne g-h-d (5.+7.+2. Ton der C-Dur Tonleiter) und Heureka wir alle erkennen und hören den als Dur Dreiklang, in diesem Fall G-Dur. Da erzähle ich dir nix neues.
c ist der Grundton von C-Dur
c ist der Grundton von c-Moll
Erneut erzähle ich dir nix neues.
Jetzt gucken wir c-Moll an, da ist g auch wieder der 5.Ton. Frage: warum sollte c-Moll eine andere Dominante als C-Dur haben? c-d-es-f-g-as-b sind die Töne c-Moll Tonleiter, g-b-d ist ein g-Moll Dreiklang und ---- klingt irgendwie scheiße, wenn er nach c-Moll oder C-Dur führen soll. Wenn wir aber g-Auflösungszeichen vorm b (also h)-d nehmen, also G-Dur, klingt´s nicht mehr scheiße. Halleluja: ohne Tabelle erkennt und hört man, dass G-Dur die Dominante von c-Moll und C-Dur ist.
--- darauf kann man ohne Tabellen, ohne große Rechnerei kommen.

nebenbei: die Dominante von fis-Moll ist nicht Des-Dur, sondern Cis-Dur ;)
 
rolf
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der Stimmführung ist es egal, in welchem tonalen Zusammenhang sie korrekt angewendet wird ;)
und die Stimmführung konstruiert keine Dur-, Moll- oder sonstige Tonleitern

Betrachte es doch einfach als eine Spielregel in einem Spiel namens "einfache Dur-Moll Harmonik", und da ist halt eine der Regeln, dass Dominanten immer a) das Tongeschlecht Dur haben müssen und b) den Leitton, der zum Grundton führt, enthalten müssen (und Schlauköpfe erkennen dabei, dass das immer dann der Fall ist, wenn der Leitton die Durterz der Dominante ist) - und dann vergiss Tabellen und sonstwas, akzeptiere das einfach genauso als Regel, wie du z.B. beim Schachspiel nicht weinerlich nölend hinterfragst "mimimi warum soll ausgerechnet der Springer den Rösselsprung dürfen und der Läufer nicht" (durch meckern an den Schachregeln lernt man nicht, gut Schach zu spielen)
 
Tastatula
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Wenn man sich einfach merkt, dass die harmonische Molltonleiter die Basis der Harmoniegebung ist - wie der Name "harmonisch" ja auch schon andeutet, dann ist alles einfach und logisch.
Wenn man sich dann stumpf einfach einprägt: Dominante= unbedingt Durakkord, dann ist der Rest leicht.
Über die verschiedenen Mollskalen kann man sich bei Tante Gugl gut schlau machen. natürlich-harmonisch-melodisch.
Was viele Menschen vergessen, ist, dass die Basis der Harmonien die Tonleitern sind. In der Stufentheorie kann man das schön erfassen.
Dann erklären sich viele Sachverhalte von selbst.
Wenn man dann noch lernt, dass Leittöne immer nach oben aufgelöst werden, dann wird auch die Stimmführung einfacher.
 
amicusrarus
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@rolf @Tastatula erstmal zu der Frage, wenn ich es erkenne warum frage ich dann ? weil zwischen Wissen und Verstehen ein großer Unterschied ist.
Habe mich nie mit Wissen zufrieden gegeben, ich wollte immer verstehen. Egal was. Und wenn ich eine Bekannte, die Musik studiert hat, frage ob sie mir das erklären kann und sie Antwortet: darum habe ich aufgehört, das war mir alles viel zu kompliziert. Dann scheint es ja auch wohl nicht ganze so einfach zu verstehen zu sein. Heute Mittag beim Mittagsschlaf hat es dann aaaaaaaaaha gemacht. Hatte mir zu jeden Thema Ordner angelegt und darin erstmal alles an Videos ( allein von Thorsten Eil 10 Videos zum Thema Harmonielehre ) und Textmaterial gespeichert was ich zum jeweiligen Thema fand. Was mir fehlte waren etliche wichtig Regeln dazu um das ganze noch besser umsetzen zu können.
Und die folgenden Infos fehlten mir noch: z.B. wenn man dann noch lernt, dass Leittöne immer nach oben aufgelöst werden, dann wird auch die Stimmführung einfacher. ( eine einfache aber wichtige Info )
Wenn man sich dann stumpf einfach einprägt: Dominante= unbedingt Durakkord, dann ist der Rest leicht. ( wurde auch nirgends erwähnt )
oder....Dur-Moll Harmonik", und da ist halt eine der Regeln, dass Dominanten immer a) das Tongeschlecht Dur haben müssen und b) den Leitton, der zum Grundton führt, enthalten müssen (und Schlauköpfe erkennen dabei, dass das immer dann der Fall ist, wenn der Leitton die Durterz der Dominante ist).......Nun ist die Sache klar und ich muß nicht mehr nachzählen..
Und mir wurde irgendwann klar, warum ich eine Zeitlang stecken geblieben bin und zum Keybaord gewechselt habe und da dann auch stecken blieb.
Weil man irgendwann eine Stufe erreicht, wo es nicht mehr langt nur nach Noten zu spielen, man wird irre....! Und ohne Verständnis der Musik kommt man nicht mehr weiter. Dann klaubt man sich mühselig die einzelnen Noten zusammen anstatt die Struktur dahinter zu erkennen, oder wenigstens ansatzweise zu verstehen. Nicht gleich wild drauf los spielen sondern erst einmal das Stück analysieren. Nun muß ich das ganze auch noch mit der Melodieführung verstehen und gucken wo ich überhaupt anfange, aber man kann nicht alles auf mal. Bin erst einmal bei der Dur und Moll Pentatonik....
Danke für die Hinweise....
 
Peter
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Bechsteinfan
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Vergesse bei der ganzen Sache bloß nicht die Musik; den musikalischen Ansatz. Das liest sich alles sehr verkopft und nach mathematischen Regeln suchend. Vieles davon versteht man, oftmals viel einfacher, auch hörend (nimm als Beispiel, wie Klaus Kauker eine Dominante beschreibt).
Und wenn ich eine Bekannte, die Musik studiert hat, frage ob sie mir das erklären kann und sie Antwortet: darum habe ich aufgehört, das war mir alles viel zu kompliziert. Dann scheint es ja auch wohl nicht ganze so einfach zu verstehen zu sein.
Merkwürdige Aussage. Wir reden hier von absoluten Basics, ohne die man wohl kaum zu einem Studium zugelassen wird.
 
Dorforganistin
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Und nur weil jemand Musik studiert, heißt das nicht, dass die Person auch gut darin ist, musikalische Sachverhalte und Zusammenhänge zu erklären.
Zu sagen, dass man es selbst nicht verstanden hat, ist allerdings nicht die eleganteste Art, sich vor dem Erklärungsversuch zu drücken. :lol:
 
amicusrarus
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@Peter ....Musik vergessen, nein natürlich nicht, der Spaß, nee, ich denke die Freude an der Musik, ist das wichtigste, aber wenn sie durch das Verstehen eine neue leichtigkeit erfährt ist es auch schön. Plötzlich macht es Lust auf mehr verstehen, mehr leichtigkeit...ein Lied und das mit Verständnis, dann dauert es eben, besser als 3 hölzern runtergespielt und man hat nur Noten gegriffen.
Und Klaus Kauker hat ja etliche Videos zu Akkorde Funktionen und Kadenzen gemacht.
Und zu meiner Bekannten, ich denke, da sie mit dem Musikstudium aufgehört hat und das ganze schon über 40 Jahre her ist, hat sie es wahrscheinlich wirklich vergessen.
 
 

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