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Frag mal an einer Musikhochschule.Mist! Das triggert mich jetzt.
Wo finde ich denn jetzt ein solches Instrument, an das man mich ranlassen würde?
Ich würde ja schon gerne mal wissen, wie sich so ein Flügel beim spielen anfühlt und was daran bei meiner aktuellen Technik anders klingen würde, als auf meinem Pianino.
So lange hat es dann doch nicht gedauert, aus dem 18. Jahrhundert sind einige Instrumente mit 16'-Bezug bekannt, wie viele sich erhalten haben, weiß ich nicht, aber es gibt zumindest noch ein dreimanualiges Cembalo von Hieronymus Albrecht Hass von 1740, ebenfalls mit 16':Eine sagenhafte Geschichte, wo ein unbekannter Meister des Cembalo-Baues im 17. Jahrhundert das Konzept eines 16-Fuß-Cembalos zu Papier brachte, im klaren Bewusstsein, dass er dieses gewaltige Instrument weder selber je werde bauen können, noch es jemals werde hören können - aber das Konzept war ihm so wichtig, dass er die Skizze hierfür der Nachwelt hinterließ. Und vermittels modernerer Fertigungstechniken, u.v.a. des Rahmenbaues aus dem Flügelbau, war es dann vor ca. 100 Jahren soweit - die Haus- und Hofcembalistin Wanda Landowska erhielt ein von Pleyel erbautes Instrument von so gewaltiger Klangkraft.
Der Unterschied zwischen einem Hammerflügel der Beethoven-Zeit und einem modernen Steinway ist riesig. Es ist nicht nur die leichtere Spielart; ganz entscheidend sind die viel dünneren Saiten mit hörbar geringerer Inharmonizität.Was unterschedet einen Hammerflügel von einem Flügel? Sowieso eigentlich nix.
Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als weiterhin nach Instrumenten in Reichweite zu suchen

Das stimmt. Mit Öffies ist nichts ein Spaß und ein großer schon gar nicht.mit Öffies ist sowas einfach kein großer Spass).
Liebe Clavio-Gemeinde,
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich im zarten Alter von fast 50 das Adagio cantabile aus Beethovens "Pathetique" vor einigen Monaten zum ersten mal bewusst gehört habe. Nicht überraschend hat es mich sehr angesprochen und berührt und es entstand der Wunsch, es selbst zu spielen.
Da ich vor mehr als zehn Jahren zuletzt "ausnotierte Klassik" gespielt und mir vor ca. 30 Jahren zuletzt ausnotierte Klassik neu erarbeitet habe, war der Respekt vor dem Stück und seinen bekannten Tücken groß. Ich habe versucht, alles anzuwenden, was ich aus den prägenden Jahren mit regelmäßigem Unterricht (1984 bis 1995) verinnerlicht habe und heute an Reife und Erfahrung zu haben glaube. Damals habe ich kaum Beethoven gespielt, nur die Elise und mal halbherzig den 1. Satz einer Sonate, an deren Bezeichnung ich mich nicht erinnere.
Dann habe ich noch recherchiert, was hier im Forum so zum Pathetique-Adagio geschrieben wurde, und erst im Verlauf wurde mir klar, welch ehernes Heiligtum ich mir da vorgenommen habe.
In den relevanten Einspielungen (habe mich an Brendel und Yundi orientiert) ist das Einstiegs-Tempo noch langsamer (vor allem bei Brendel) und im C-Teil ziehen beide deutlich an (auch vor allem Brendel), deswegen mache ich Letzteres auch.
Einstieg in und Ausstieg aus dem C-Teil sind mir leider zu unruhig geraten, das stört den Flow ein bisschen. Bei 4:02 verspiele ich mich, halte aber den Puls, das dürfte nur bemerken, wer das Stück gut kennt. Ansonsten ein paar kleinere Verspieler/Abweichungen oder Faux-Pas in Dynamik/Phrasierung... Mit der Transparenz der Randstimmen bin ich ganz zufrieden, die Begleitfiguren in der Mittellage sind überwiegend gelungen, vereinzelt aber zu laut und/oder ungleichmäßig... Hier und da etwas zu viel Pedal...
Irgendwann kommt ja immer der Punkt, an dem man weiß, dass es nur mit sehr großem und langwierigem Aufwand noch besser würde, und mit diesem Niveau habe ich mich zufrieden gegeben.
Den Sound (Tascam-Recorder über dem geöffneten Deckel) habe ich hemmungslos mit Room/Reverb und Equalizer bearbeitet (inklusive Automatisierung).
Nicht erklären kann ich mir, wo die überflüssige Bass-Oktave auf der 2 im 1. Takt der Modulation nach E-Dur herkommt (2:50). Ich kann es nicht gewesen sein, die Linke ist weit weg von den Tasten, wahrscheinlich ein pedalbedingtes Resonanz-Artefakt (auf dem Kamera-Audio ist es so nicht zu hören).
Das ist mein diesjähriger Beitrag zur Weihnachtlichen Besinnlichkeit:
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 8 c-Moll Op. 13 - "Pathetique" - 2. Satz: Adagio cantabile.
Das ist die Art-Tatum-/Hank-Jones-/Eric-Reed-Kappe... Die passt nicht zu BeethovenGanz wunderbar eingespielt.
Aber wer hat Dir deine Schiebermütze geklaut?![]()
Der gute Ludwig hätte bestimmt ein Stück daraus gemacht. „Die Wut über die verlorene Mütze“.Das ist die Art-Tatum-/Hank-Jones-/Eric-Reed-Kappe... Die passt nicht zu Beethoven![]()
...oder ein Kapp-RitschioDer gute Ludwig hätte bestimmt ein Stück daraus gemacht. „Die Wut über die verlorene Mütze“.![]()

Dann wird aus Dir ja jetzt doch noch ein seriöser Musiker.......die Umsetzung überlasse ich allerdings gerne größeren Geistern
Wenn man das einmal auf einem solchen Instrument erfahren hat, fühlt man sich genötigt, diesen Klang irgendwie auf das moderne Instrument hinüberzuretten. Das erfordert teilweise erhebliche Anpassungen der Dynamik und der Balance der Stimmen. Wer das nicht beachtet, wird viel Hässliches produzieren und das möglicherweise als vom Komponisten gewollt hinnehmen.
Auch das Pedalspiel bei Beethoven wird sich stark verändern, wenn man einschlägige Erfahrungen auf dem Hammerflügel gesammelt hat.
Gar nicht. Die habe ich kaum angehört, mit Ausnahme von op. 78 (sehr schön!) und op. 106. In letzterer kempfft er hörbar mit den Tücken des Materials, trotz vergleichsweise ruhiger Tempi.Wie schätzt du in dieser Hinsicht die Aufnahmen von Kempff ein?