Ich bin mal neugierig, was verdient ein Pianist?

Sibylle
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Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass es kein Kranken- oder Urlaubsgeld gibt und wenn ein Musiker mal 6 Monate im Krankenhaus landet - oder, vööööööllig an den Haaren herangezogenes Beispiel, eine globale Pandemie grassiert - dann eben überhaupt nichts verdient. Im Beispielsfall hier hat die Pianistin zwar noch eine Anstellung an der Uni, aber das ist bei den meisten Pianisten nicht der Fall, und da fällt mir immer wieder auf, dass Menschen, die das Angestelltendasein mit all seinen Einschränkungen, aber auch Absicherungen gewöhnt sind, unterschätzen, dass Freiberufler ein ziemlich dickes "Polster" brauchen, um finanziell abgesichert zu sein.
 
pianochris66
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Es ist doch nun mal so, dass immer die Nachfrage das Angebot bestimmt. Ich war auf jeden Fall erstaunt, dass die Gage für ein Konzert 3.600 € Brutto beträgt, wenn man bedenkt, dass im letzten Jahr das durchschnittliche Monatseinkommen der Vollzeitbeschäftigten AN 3.975 € Brutto betragen hat. Wobei mir natürlich klar ist, dass man diese Zahlen nur bedingt miteinander vergleichen kann, aber solche Gedanken kommen einem ja irgendwie automatisch in den Sinn:-).
 
Kalivoda
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Im Jazz beispielsweise schaffen es nur international renommierte Spitzenmusiker, pro Konzert solche hohen Summen klarzumachen.
Als jemand, der keinen Jazz hört, muss ich da einmal fragen, wieviel Zuhörer denn durchschnittlich zu einem Jazz-Konzert kommen. Nach allem, was ich so mitbekomme, sind die Veranstaltungsorte in der Regel wohl deutlich kleiner. Oder nicht?
 
V
Viva la musica
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5000 € ist übrigens auch ein gängiger Preis für einen halbwegs renommierten Keynotespeaker für eine Wirtschafts- oder sonstige Fachveranstaltung. Wir haben da auch schon 5stellige Summen gezahlt, sogar auch an renommierte Geisteswissenschaftler.
Musiker sind hier natürlich weniger relevant, aber bei Konzerten sind im Unterschied zu solchen Fachveranstaltungen in der Regel auch mehr Teilnehmer sowie Eintrittspreise in der Finanzierungsplanung bei den Einnahmen einzurechnen. Das Honorar müsste sich entsprechend nach erwarteter Teilnehmerzahl, erzielbaren Eintrittspreisen und Sponsoreninteresse richten.
 
hyp408
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Es gibt keine "gerechte" Entlohnung. Ob einem das gefällt oder nicht - in den allermeisten Fällen bestimmt die Nachfrage den Preis. Der Unternehmenscoach, der 3600 Euro Tagesgage bekommt, wird sich nur auf dem Markt halten können, wenn eine große Anzahl von Unternehmen der Meinung ist, dass er diese Kohle auch wert ist. Und ich kenne kein Unternehmen, das Geld zum Fenster rausschmeissen kann und will.

In der Musik ist es ähnlich. Hier bestimmt nicht das Können und der zeitlich Aufwand zur Erlangung von Virtuosität den Preis, sondern ganz allein die Nachfrage. Es interssiert kein Schwein, ob Lang Lang 20 000 Stunden oder mehr gearbeitet hat um seine Fähigkeit zu erlangen .... sobald er ein Konzert ankündigt, ist auch ein großes Auditorium im nu ausverkauft. Und die Zuhörer sind bereit 200 Euro und mehr für eine Karte zu bezahlen ... daraus resultiert die hohe Gage für den Künstler.

Das Negativ-Beispiel: Der Kreis der Jazz-Interssierten ist klein, die Anzahl der in diesem Segment tätigen Musiker sehr groß .... Abgesehen von den ganz großen Namen verdienen Jazz Musiker nicht viel. Das hat nichts mit Können zu tun sondern rein mit dem Verhältnis Angebot zu Nachfrage. Sie sollten sich mit dem Fakt trösten, dass sie mehr Akkorde kennen als die meisten anderen Musiker.

Um das zu illustrieren: In meinem (Hobby-) Musikerleben habe ich nie mehr Geld verdient als in Zeiten wo ich (nur mit der Gitarre begleitet) irgendwelche Mittelalter-Gastronomieerlebnisse bespasst habe. 10 Lieder am Abend, keinen Aufwand für Equippment und eine "Arbeitszeit" von 20.00-22.30 h .... und das ganze für 500 Euro am Abend (steuerfrei und verjährt ;-)))

War scheisse, aber finanziell hats mich locker durchs Studium getragen (bei 8 Auftritten/Monat). Und warum? Weil sowas niemand machen will, weil die Honks locker 120 Euro pro Mann und Nase für diesen Mittelalterkäse bezahlen (und da gehört der "Barde" halt dazu) .. alle haben gewonnen, der Wirt der ordentlich verdient weil er minderwertiges Essen für einen hohen Preis verkauft, der Gast, der diesen Mist für authentisch hält und das Musikerlein, der gemessen am Aufwand fürstlich entlohnt ist. Gerecht? Keine Ahnung, ist nicht die Frage ....

Ist das überhaupt Musik? Diese Frage ist schon interessanter. Die Leute zahlen für die Show (zahlreiche kurze Kleidchen bei den Starpianistinen Buntiaschwili und Co.) scheinen diese These zu bestätigen .... und welcher Jazzer ist schon für seine Show berühmt? Macht der Helge einen Jazzabend, ist ausverkauft .... warum? Weil da viele nicht wegen dem Jazz hingehen sondern wegen dem Helge .... Also, gehts hier eigentlich um Musik?
 
Peter
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Bechsteinfan
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3600 Euro (also mehr als die meisten pro Monat verdienen) für EIN Konzert einer nicht mal international namhaften Pianistin?

Solche Gagenniveaus sind schlicht unanständig.
Wenn das Haus voll ist, die Karten gut bezahlt wurden, was hältst Du dann für eine "anständige" Aufteilung zwischen Veranstalter, Manager und Künstler? Wo setzt Du Prioritäten? Beim Risiko, beim Vorbereiten oder bei der Qualifikation? Oder gar bei der internationalen Namhaftigkeit?
Und wie würdest Du die Aufteilung machen wenn die Veranstaltung finanziell nicht so erfolgreich ist?

Ein Bekannter von mir (Saxophon), verlangte vor sehr langer Zeit (da war er gerade mal ca. 25) für einen Gig 4500 DM (heute wären das €). Drunter hat er nichts angefasst. War allerdings ein Trio (so Jazzgedudel). Normal waren 1-2 Gigs die Woche. Dann bekam er eine Festanstellung in einem Zirkus-Orchester. Dort verdiente er wesentlich mehr, musste natürlich auch öfter spielen. Also "unanständig" geht auch bei Jazzern. :-)
So ist es.
 
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C
Cheval blanc
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Wenn ich mir die Angaben von @satiata vergegenwärtige, beschleicht mich der Verdacht, daß es sich um einen Fake handelt oder daß er/sie doch zur (nationalen) pianistischen Spitzenklasse zählen muß. @Stilblüte hat schon angedeutet, wie schmal die Kulturetats der deutschen Mittel- und Kleinstädte ist. Und ich habe selber schon miterlebt, wie mager besucht die Stadthallen in der Provinz sind, wenn hinter dem Pianisten nicht ein starkes Schallplattenlabel steht, das die Werbetrommel rührt. Tolle Konzertabende mit Ponti oder Korstik, wo mich die gähnende Leere der Sitzreihen peinlich berührt hat. Das erste Konzert von Valentina Lisiza in der Kölner Philharmonie war äußerst mäßig besucht - trotz ihrer damals schon starken Youtube-Präsenz. Als aber Universal Music in die Vermarktung mit eingestiegen ist, war in London die Royal Albert Hall im Nu ausverkauft.

Erstklassige Pianisten mit tollen Programmen suchen händeringend nach Auftrittsmöglichkeiten. Aber wieviele Konzerte besucht denn der durchschnittliche Klassikliebhaber (ich meine nicht den Clavio-Junkie) im Jahr? Und wieviel ist er bereit, dafür auszugeben? Ich weiß von Konzertagenturen, die sich über Jahre hinweg finanziert haben aus „Rundfunk-Engagements“. Die fetten Jahre sind allerdings auch hier vorbei (irgendwie muß ja auch das Jahreshonorar von Herrn Buhrow, seines Zeichens WDR-Intendant, - immerhin 400.000 Euro ohne Zulagen - aufgebracht werden).

Konzerte zu geben ist gut für das Renomée, für ein besseres Standing in der Musikschule, in der Schülerschaft. Wer auf eine rege Konzerttätigkeit verweisen kann, hat vielleicht bessere Chancen auf eine Dozentur/Professur an einer der Hochschulen. Vom Konzertieren leben können sicherlich nur die allerwenigsten, egal wie gut sie sind. Das jedenfalls vermutet
cb
 
Rheinkultur
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3600 Euro (also mehr als die meisten pro Monat verdienen) für EIN Konzert einer nicht mal international namhaften Pianistin?

Solche Gagenniveaus sind schlicht unanständig.
Wenn Profi-Fußballer Millionen fürs Balltreten kassieren (in der Regel auch dann, wenn die eigene Mannschaft als Verlierer vom Platz geht), sind solche Gagenniveaus für Leute mit langjähriger Ausbildung auf Spitzenniveau und permanent knallhartem Leistungsdruck auf einem völlig überfüllten Sektor des Arbeitsmarkts absolut nicht unverhältnismäßig hoch.

Bedauerlicherweise hat ein günstiger Karriereverlauf sehr viel mit dem Phänomen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein, zu tun. Viele stehen im Schatten, die nicht oder kaum schlechter sind. Aus meiner zeitweilig gemeinsamen Schulzeit kenne ich eine Sopranistin, die eine Weltkarriere hingelegt hat - sie berichtet aus eigener Erfahrung von der Tragkraft des oben genannten Phänomens, das sie auf die größten Bühnen der Welt (inklusive die MET) katapultiert hat. Ich gönne es dieser tollen Frau von Herzen, da ich mitbekommen habe, dass diese Erfolge knochenhart erarbeitet sind - und nebenbei ist sie menschlich absolut bodenständig und unkompliziert geblieben, Starallüren findet man bei vielen Mittelmäßigen, bei ihr nicht.

Es ist eben im Einzelfall sehr bitter, dass oft nur Kleinigkeiten entscheidend sind für den ganz großen Karrieresprung nach ganz oben - und die Allermeisten naturgemäß mit mit mehr oder weniger leeren Händen dastehen.

LG von Rheinkultur
 

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Wally
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Bei Pianisten wird das vielleicht noch ein Wenig anders sein, aber wenn man sieht wie alle möglichen Orchester immer mehr Musiker*innen aus Osteuropa und Asien beschäftigen, die häufig nicht in Westeuropa leben und demzufolge mit einer weitaus geringerer Gage über die Runden kommen, kann von "Angebot und Nachfrage regeln das schon" nicht die Rede sein. Nicht dass ich irgendwas gegen Musiker*innen aus diesen Ländern hätte, aber dann müsste es doch eine Art Mindestgage geben um dieses Gagendumping zu unterbinden.
Hier in der Schweiz kursiert noch immer die Geschichte eines Veranstalters der aufgrund zu niedriger Gagenzahlungen keine Musiker mehr in der Schweiz fand. Da haben sich Musiker*innen ein Herz gefasst und ihm die Stirn geboten "für so wenig spielen wir alle nicht!!!". Der hat dann kurzerhand ein Orchester aus Rumänien im Bus hergekarrt, das während der Proben- und Auftrittszeit in selbigem gewohnt hat.
 
Schlüsselloch-Zeh
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5000 € ist übrigens auch ein gängiger Preis für einen halbwegs renommierten Keynotespeaker für eine Wirtschafts- oder sonstige Fachveranstaltung. Wir haben da auch schon 5stellige Summen gezahlt, sogar auch an renommierte Geisteswissenschaftler.

Sogar (!) an Geisteswissenschaftler? Ist das eine Wertung, ähnlich wie bei den Honoraren für Klassik- vs. Jazz-Auftritte? Oder wie ist das gemeint?
 
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Viva la musica
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Sogar (!) an Geisteswissenschaftler? Ist das eine Wertung, ähnlich wie bei den Honoraren für Klassik- vs. Jazz-Auftritte? Oder wie ist das gemeint?
Nein, gar keine Wertung. Aber da Wirtschaftsexperten, Techniker, Ingenieure ja wesentlich höhere Löhne erhalten als Geisteswissenschaftler wäre ja zu vermuten, dass sie auch teurere Keynotespeaker sind. Aber zumindest die beiden teuersten Referenten ever in unserer Veranstaltungs- und Kongressgeschichte waren Geisteswissenschaftler. Dagegen waren die anderen "Schnäppchen". ;-)
 
Schlüsselloch-Zeh
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Bei Pianisten wird das vielleicht noch ein Wenig anders sein, aber wenn man sieht wie alle möglichen Orchester immer mehr Musiker*innen aus Osteuropa und Asien beschäftigen, die häufig nicht in Westeuropa leben und demzufolge mit einer weitaus geringerer Gage über die Runden kommen, kann von "Angebot und Nachfrage regeln das schon" nicht die Rede sein. Nicht dass ich irgendwas gegen Musiker*innen aus diesen Ländern hätte, aber dann müsste es doch eine Art Mindestgage geben um dieses Gagendumping zu unterbinden.
Gagendumping ist erst dann perfektioniert, wenn der Paukist während seiner Spielpausen zur Piccoloflöte greift.
 
Rheinkultur
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Nicht dass ich irgendwas gegen Musiker*innen aus diesen Ländern hätte, aber dann müsste es doch eine Art Mindestgage geben um dieses Gagendumping zu unterbinden.
Soweit möglich, versuchen Berufsverbände im Rahmen ihrer eher beschränkten Möglichkeiten dagegen vorzugehen. Beschränkt deshalb, weil man nun mal ein Berufsverband und keine Gewerkschaft ist, die lautstark zum Generalstreik aufrufen kann. "Vorgehen" bedeutet nicht, die Kolleg(inn)en durch die Straßen zu jagen oder denen die Bude in Trümmer zu legen, sondern vielmehr den Dialog zu suchen und Überzeugungsarbeit mit dem Ziel zu verrichten, dass einfach keiner ein bestimmtes Preis-Leistungs-Verhältnis unterschreitet und die Übernahme solcher Engagements ablehnt. Viele wissen auch gar nicht, was der Markt tatsächlich hergibt. Es gibt gar nicht so wenige Privatlehrer, die die eigene Honorarhöhe an die Gebührensätze der am Ort existierenden Musikschulen angleichen aus Angst, sonst keine Schüler zu finden. Wenn freilich solchermaßen aufgeklärte in- oder ausländische Kolleg(inn)en dann immer noch Dumpingpreise nehmen, ist natürlich Hopfen und Malz verloren.

Hier in der Schweiz kursiert noch immer die Geschichte eines Veranstalters der aufgrund zu niedriger Gagenzahlungen keine Musiker mehr in der Schweiz fand. Da haben sich Musiker*innen ein Herz gefasst und ihm die Stirn geboten "für so wenig spielen wir alle nicht!!!". Der hat dann kurzerhand ein Orchester aus Rumänien im Bus hergekarrt, das während der Proben- und Auftrittszeit in selbigem gewohnt hat.
Solche Geschichten kursier(t)en auch in Deutschland. Erst nahm man die günstigen Ensembles aus Polen und Tschechien, als dort die Preise stiegen, folgten die noch günstigeren aus Rumänien und Bulgarien - mittlerweile ist man bei Musikern aus Albanien und diversen früheren Sowjetrepubliken wie Moldawien angekommen. Hier lebende Pianist(inn)en, die beispielsweise auf Kreuzfahrtschiffen engagiert werden, kocht man weich mit dem Hinweis, dass man ja auch auf genügend Agenturkontakte in die Staaten der früheren Sowjetunion (Kaukasien) oder zu geflüchteten Kollegen aus Iran oder Afghanistan zurückgreifen könne, die ohnehin noch preiswerter zu haben seien. Da brauche man noch nicht einmal irgendwelche schäbigen Pensionszimmer organisieren, die könne man einfach in einem uralten, versifften Reisebus hausen lassen, mit dem man die Truppe von Ort zu Ort karrt. Das konnte man früher noch nicht mal den am untersten Ende der Arbeitswelt angesiedelten Mitgliedern irgendwelcher über Land fahrender Drückerkolonnen zumuten. Aber selbst Lebensbedingungen wie bei einem Viehtransport werden hingenommen, da in den Herkunftsländern vielerorts extreme Verelendung und bitterste Armut herrschen, die sogar diese Zustände noch übersteigen. Selbst dann verdient man hierzulande innerhalb von zwei Monaten mehr als in der Heimat innerhalb von ein oder zwei Jahren.

LG von Rheinkultur
 
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"Geschafft" hat man es als Musiker scheinbar mit einer Festanstellung in einem Theaterorchester. Zumindest berichten das die (freiberuflichen) Regisseure in meinem Freundeskreis, die bei Opernproben an der "Beamten"-Arbeitsweise der hauptamtlichen Orchestermusiker verzweifeln, die mitten in der Probe Punkt 17 Uhr den Bogen, das Instrument sinken lassen und gehen... Pianisten sind da vermutlich nicht angestellt, genauso wenig wie die Regisseure.
 
Rheinkultur
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"Geschafft" hat man es als Musiker scheinbar mit einer Festanstellung in einem Theaterorchester. Zumindest berichten das die (freiberuflichen) Regisseure in meinem Freundeskreis, die bei Opernproben an der "Beamten"-Arbeitsweise der hauptamtlichen Orchestermusiker verzweifeln, die mitten in der Probe Punkt 17 Uhr den Bogen, das Instrument sinken lassen und gehen... Pianisten sind da vermutlich nicht angestellt, genauso wenig wie die Regisseure.
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LG von Rheinkultur
 
 

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