Ich bin mal neugierig, was verdient ein Pianist?

C
Cheval blanc
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@Rheinkultur : „Solche Geschichten kursier(t)en …“
Nein, sie kursierten nicht nur, sie hatten System! Justus Frantz und „sein“ Schleswig-Holstein Festival spielten da eine unrühmliche Leuchtturm-Funktion. Unter dem Deckmäntelchen der Völkerverständigung und der Öffnung zum Osten hin beschäftigte man zu Dumpingpreisen vornehmlich osteuropäische Orchester, Ensembles und Solisten und „garnierte“ sie mit einigen hochdotierten erlauchten Namen (z.B. war sich auch Kurt Masur nicht zu schade, bei dieser postkolonialistischen Ausbeutung mitzumachen - alte weiße, weißhaarige Männer halt!).
 
Triangulum
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Jazz: Ich war als junger Schüler einmal Gast im Jazzclub Minden (Westfalen), als Dizzy Gillespie dort eines seiner letzten Konzerte gab. Die Räumlichkeiten dort sind nun wahrlich nicht groß. Sie haben irgendwann die Eingangstür geschlossen: Es passte niemand mehr rein. Als ich dreißig Jahre später wieder einmal dort war, fragte ich, ob das noch einmal passiert war. Die Frage wurde verneint. Es blieben - auch bei den Stars - immer Karten übrig. Die Nachfrage ist beständig niedrig. Selbst die Labels haben je Produktion vielfach Auflagenzahlen von ca. 2000 Stück. Davon kann man nicht reich werden.
 
Hekse
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Ist es nicht überall so, dass bei Dienstleistungen der Lohn zum großen Teil von der Kohle beim Auftraggeber abhängt? Das ist nicht unverschämt, sondern normal.
Ich kann jetzt nur von Ingenieuren sprechen, aber (aus rein finanzieller Sicht) ist es (fast) immer besser, bei einem großen Konzern mit Milliardenumsatz beschäftigt zu sein, als bei irgend einer mittelständischen Sondermaschinenklitsche ohne Tarifvertrag, oder noch schlimmer: Start Up.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch Juristen, Ärzte und Handwerker etc. deutliche Einkommensunterschiede je nach Kundenkreis haben.
Ob man Bock auf das Klientel, bzw. Konzernbeamtentum hat, ist halt von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
 
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Wally
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Ist es nicht überall so, dass bei Dienstleistungen der Lohn zum großen Teil von der Kohle beim Auftraggeber abhängt? Das ist nicht unverschämt, sondern normal.
Ich kann jetzt nur von Ingenieuren sprechen, aber (aus rein finanzieller Sicht) ist es (fast) immer besser, bei einem großen Konzern mit Milliardenumsatz beschäftigt zu sein, als bei irgend einer mittelständischen Sondermaschinenklitsche ohne Tarifvertrag, oder noch schlimmer: Start Up.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch Juristen, Ärzte und Handwerker etc. deutliche Einkommensunterschiede je nach Kundenkreis haben.
Ob man Bock auf das Klientel, bzw. Konzernbeamtentum hat, ist halt von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Naja. Wenn dem so wäre, dass kleine Auftraggeber grundsätzlich zu wenig Kohle haben, frag ich mich warum der Dirigent für ein Projekt 10.000 Euro bekommt und der Orchestermusiker 1000. Die haben beide studiert, beide sind Profis, beide arbeiten ungefähr gleich viel in dem Projekt. Zudem ist der Unterschied zwischen "Zuzüger im A-Orchester" und "Zuzüger bei Kirchenmucke an Weihnachten in Hintertupfingen" nicht so wahnsinnig groß. Und fest angestellt ist man (in Vollzeit) ausschließlich bei der Oper oder bei A-Orchestern.
 
Hekse
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Naja. Wenn dem so wäre, dass kleine Auftraggeber grundsätzlich zu wenig Kohle haben, frag ich mich warum der Dirigent für ein Projekt 10.000 Euro bekommt und der Orchestermusiker 1000. Die haben beide studiert, beide sind Profis, beide arbeiten ungefähr gleich viel in dem Projekt. Zudem ist der Unterschied zwischen "Zuzüger im A-Orchester" und "Zuzüger bei Kirchenmucke an Weihnachten in Hintertupfingen" nicht so wahnsinnig groß. Und fest angestellt ist man (in Vollzeit) ausschließlich bei der Oper oder bei A-Orchestern.

Das eine ist die zur Verfügung stehende Kohle und das andere die Verteilung innerhalb der Organisation.
Bei der Verteilung ist leider auch in der Industrie zwischen 0815 Mitarbeiter und CEO ein Faktor 10 nicht ungewöhnlich und die Differenz ist in den letzten Jahren auch eher größer als kleiner geworden.

Mit der Komplexität der Tätigkeit kann man noch nicht Mal im Unternehmen auf das Gehaltsniveau schließen. Statiker z.B. sind (im Konzern) meist schlechter bezahlt als Projekt Heinis oder Vertriebler- sicher nicht, weil der Job weniger anspruchsvoll wäre, sondern einfach nur, weil sie weiter weg vom Geld hocken.
Ein Vergleich von der einen Branche zur anderen funktioniert sowieso nicht. Nur insofern, dass in Branchen mit hohen Margen das Gehaltsniveau höher ist. Und je dichter man am Endprodukt sitzt, um so besser. Das hat mit der Anspruch der ausgeführten Tätigkeit erst Mal nichts zu tun- eher mit der geschickten Auswahl des Arbeitgebers.

Ich denke, dass bei Musik extrem viel vom Marketing abhängt und wie viel Zeit man dafür investieren möchte.
Schau dir die Videos auf Torsten Eils Kanal an. Als Pianist, freundlich formuliert: normal begabt. Trotzdem hat er über 5000 Abonnenten und sicherlich kein Problem, genug (vernünftig zahlende) Schüler zu finden. Da rennen bestimmt über 1000 bessere Pianisten durch Deutschland, die zu Dumping Preisen Unterricht anbieten, weil sie lieber vorm Klavier, als vor der Kamera hocken, bzw. Klinken putzen bei potentieller Kundschaft.

Menschen kaufen einfach das, was ihnen ein gutes Gefühl gibt und ganz selten das qualitativ beste Produkt.
Und im Orchester ist der Dirigent nun Mal das "Face to the Customer"
 
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Wally
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Das eine ist die zur Verfügung stehende Kohle und das andere die Verteilung innerhalb der Organisation.
Bei der Verteilung ist leider auch in der Industrie zwischen 0815 Mitarbeiter und CEO ein Faktor 10 nicht ungewöhnlich und die Differenz ist in den letzten Jahren auch eher größer als kleiner geworden.

Mit der Komplexität der Tätigkeit kann man noch nicht Mal im Unternehmen auf das Gehaltsniveau schließen. Statiker z.B. sind (im Konzern) meist schlechter bezahlt als Projekt Heinis oder Vertriebler- sicher nicht, weil der Job weniger anspruchsvoll wäre, sondern einfach nur, weil sie weiter weg vom Geld hocken.
Ein Vergleich von der einen Branche zur anderen funktioniert sowieso nicht. Nur insofern, dass in Branchen mit hohen Margen das Gehaltsniveau höher ist. Und je dichter man am Endprodukt sitzt, um so besser. Das hat mit der Anspruch der ausgeführten Tätigkeit erst Mal nichts zu tun- eher mit der geschickten Auswahl des Arbeitgebers.

Ich denke, dass bei Musik extrem viel vom Marketing abhängt und wie viel Zeit man dafür investieren möchte.
Schau dir die Videos auf Torsten Eils Kanal an. Als Pianist, freundlich formuliert: normal begabt. Trotzdem hat er über 5000 Abonnenten und sicherlich kein Problem, genug (vernünftig zahlende) Schüler zu finden. Da rennen bestimmt über 1000 bessere Pianisten durch Deutschland, die zu Dumping Preisen Unterricht anbieten, weil sie lieber vorm Klavier, als vor der Kamera hocken, bzw. Klinken putzen bei potentieller Kundschaft.

Menschen kaufen einfach das, was ihnen ein gutes Gefühl gibt und ganz selten das qualitativ beste Produkt.
Und im Orchester ist der Dirigent nun Mal das "Face to the Customer"
Da magst du völlig Recht haben, allerdings ist der Unterschied zwischen - meinetwegen - studiertem BWLer als CEO und ungelerntem Fliesbandarbeiter schon ein anderer als der zwischen Dirigent und - meinetwegen - Cellist. Die haben den gleichen Ausbildungsstand und machen - ganz grob - dieselbe Arbeit. Der Dirigent leitet das Orchester ja "nur" in den Proben und Konzerten, die organisatorische Arbeit erledigen ja auch andere - womit wir dann schon bald beim Intendanten wären über dessen Gehalt man sich auch noch unterhalten könnte.

Wie auch immer - im Orchester geht es meiner Meinung nach grob unverschämt zu, was die Verteilung der verfügbaren Knete angeht. Aber das war ja ursprünglich auch gar nicht das Thema...
 
S
satiata
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Ich bin echt verblüfft, wie viele Antworten meine zwei Beiträge ausgelöst haben. Und die Vergleiche, die z.B. von "Viva la musica" mit dem Keynotespeaker oder von "Andre73" mit dem Schulung-Consultant erwähnt wurden, haben mich einen Blick in andere Branchen werfen lassen. Sehr interessant! Vielen Dank!
Es gab auch die Beurteilung "schlicht unanständig" von Hasenbein (ich bin übrigens - bitte glauben Sie mir, Herr Hasenbein - überhaupt nicht gekränkt, im Gegenteil: ich lese Ihre originellen Beiträge mit Vergnügen) oder die Vermutung eines "Fakes" (Cheval blanc).
Daher erlaube ich mir an dieser Stelle, von den wirtschaftlichen Begleitumständen meiner Konzerttätigkeit ein wenig zu berichten mit dem Ziel, das vielseitige Erstaunen über meine Gagen mit ganz simplem Vorrechnen in Luft aufzulösen.

Wie schon erwähnt: Extrem entscheidend ist die Reklame, die im Vorfeld des Klavierabends vom Stapel gelassen wird. Da ist mein Manager ein Füllhorn an Ideen. Es gibt viel, viel effektivere Werbung als das teure Plakatieren in einer großen Stadt, noch dazu völlig kostenfrei. Ich zähle hier nicht diese Ideen auf, da ich es vermeiden möchte, dass so mancher schlaue Kopf in diesem Forum dahinterkommt, wer mein Manager ist; in der Folge wäre es nicht weiter schwer, herauszufinden, wer hinter "satiata" steckt - damit wäre meine schöne Anonymität perdu... Und dann müsste ich unter Umständen mit einem Mordsärger rechnen, weil ich Gagengeheimnisse ausgeplaudert habe. Darauf habe ich keine Lust.....

Eine geschickte Werbestrategie muss nicht nur möglichst viele Menschen lediglich erreichen, sondern die Menschen müssen sich angesprochen, im besten Falle wie eingeladen fühlen. Das hat bisher zuverlässig funktioniert, mal gut, mal besser, konkret in Zahlen (die mir die Veranstalter auf meine Frage hin meist bereitwillig nennen): Konzertbesucher meist zwischen 500 und 600, einmal 666 (das weiß ich noch, weil man sich Schnapszahlen leicht merken kann). Wenn also, wie "Cheval blanc" in diesem Blog schreibt, ein Künstler wie Michael Korstick vor gähnend leeren Sitzreihen spielte, so ist das einfach eine Schande! Eine Schande der verbummelten Vorab-Bewerbung für einen solchen Könner, einen solch befähigten Interpreten. Das darf einfach nicht passieren, das ist absolut unprofessionelle Organisation (für die Kollege Korstick natürlich nichts kann, denn das ist nicht sein Job!)
Die Ticketpreise für meine Klavierabende liegen in der Regel zwischen 20 und 50 Euro (womit ich für die Zuhörer kein teurer Pianist bin: man vergleiche bitte mit vielen anderen), im Durchschnitt also so um die 30 Euro.
Hinzu kommt ein Programmheft von meist 16 Seiten in DIN-A-5-Größe; auf jeder zweiten Seite steht eine Anzeige eines Geschäfts / eines Unternehmens / einer Bank aus der Stadt, in der ich auftrete. Diese Anzeigen bringen gut Geld: Abzüglich der Druckkosten dieses Programmheftes kommt allein damit schon ein Gewinn von mindestens 3000 Euro zustande.
Allein diese beiden Posten, also 500 bis 600 Konzerttickets zu durchschnittlich 30 Euro = 15.000 bis 18.000 Euro
plus das Programmheft, addieren sich auf +/- 20.000 Euro. Hinzu kommen oft noch Sponsoren, derer mehrere ein Konzertveranstalter in aller Regel zur Hand hat. Über welche Zahlen es sich dabei allerdings handelt, habe ich nicht die leiseste Ahnung. Vielleicht fließen auch keine Sponsorengelder, wenn das Konzert sich finanziell eigenständig trägt.
So, das ist die Haben-Seite. Nun zur Soll-Seite:
Saalmiete (freilich sehr unterschiedlich von Saal zu Saal), Flügelstimmung, Versicherungen, Garderobenhelfer, Reklame etc. etc.... alles zusammen meist etwas mehr als 6000 Euro.
Meine Gage incl. Mehrwertsteuer + Fahrtkosten + 2 Hotelübernachtungen: etwas weniger als 6000 Euro.
Zusammen also rund 12.000 Euro (können auch mal 13.000 Euro sein, je nach Saalmiete). Das sind die Gesamtkosten eines Klavierabends mit mir.
Sie sehen also: Der Veranstalter kann den größeren Gewinn machen. Dafür trägt er auch das Risiko, dass die Rechnung trotz professionellster Vorab-Bemühungen mal nicht aufgeht. Wenn das Konzert aber gut besucht ist, trägt er mühelos das Doppelte von meinen 3.600 brutto heim. Das finde ich auch völlig okay, trage ich doch an einem Konzertabend kein finanzielles Risiko, dafür das künstlerische - aber dieses kann man nun mal nicht in Zahlen ausdrücken.
Das ist das Ziel des "Miteinander" von Publikum, Musiker, Manager und Veranstalter: Alle sollen am Ende zufrieden sein. Ein wunderbares Beispiel einer solchen Win-win-Situation für alle Beteiligten gab in diesem Blog "hyp408" mit seinem köstlichen Bericht aus seiner Studienzeit. Großartig!
Angebote für Tourneen durch deutsche Städte, wie ich sie früher mehrfach hatte, erlebe ich schon seit Jahren nicht mehr. Die Tourneeangebote, die ich in den letzten Jahren erhielt, kamen allesamt aus Ostasien. Dort (v. a. in China) sind die Konzertsäle in den meisten Fällen für eine viel zahlreichere Zuhörerschaft gebaut. Ich konnte es von der Bühne immer nur abschätzen: aber im Vergleich mit dem Bild von 500 - 600 Zuhörern in Deutschland sah es immer nach deutlich mehr Publikum aus. Was mich überrascht hatte, waren die Eintrittspreise: Die hinteren Plätze kosteten überall zwar nur 100 CNY (12-13 Euro), aber die besten Plätze waren unglaublich teuer - ich habe vergessen, wie viel genau, aber ich war fast erschrocken und fragte mich, wer so viel Geld zahlen würde. Am Abend sah ich von der Bühne diese teuren Plätze samt und sonders besetzt! Vielleicht gehört in Ostasien das Herunterhandeln von Preisen zum Alltag, ich weiß es nicht. Aber ich weiß, oder besser gesagt: ich ahne, dass für den chinesischen oder den koreanischen Veranstalter meine übliche Gage ein eher untergeordneter Posten gewesen sein dürfte.....
So, ich hoffe, dass nun niemand mehr erstaunt sein muss. Für mich selber wäre es ein hässliches Gefühl, wenn ich wüsste, jemand muss drauflegen, wenn ich einen Klavierabend gebe. Auch der Gedanke, meine Gage wäre nur dank der Subventionierung durch die öffentliche Hand bezahlbar, würde sich nicht besser anfühlen.

satiata
 
Marlene
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Ich bin echt verblüfft, wie viele Antworten meine zwei Beiträge ausgelöst haben.

Ich nicht, es hat mich eher gewundert, dass es so lange keine Reaktion gegeben hat.

Ich zähle hier nicht diese Ideen auf, da ich es vermeiden möchte, dass so mancher schlaue Kopf in diesem Forum dahinterkommt, wer mein Manager ist; in der Folge wäre es nicht weiter schwer, herauszufinden, wer hinter "satiata" steckt - damit wäre meine schöne Anonymität perdu...

Konzertierender Pianist, zahlreiche Engagements, Tourneen, Professor an einer Musikhochschule, jedes Jahr die Produktion einer CD, begleitet von einem fähigen Manager… Ich bin sicher, dass einige hier im Forum durch die Zuhilfenahme von Google Schwielen an den Fingerkuppen haben.
 

Marlene
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und das ist bei mir genauso. Dass eine Person anonym bleiben möchte ist nachvollziehbar und ich respektiere es. Daher suche ich auch nicht nach Informationen.

Aber
finde auch ich aufschlussreich und es freut mich, dass Sie, @sativa, sich die Zeit genommen haben, uns einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Sie haben das im Forum äußerst seltene "Sie" verwendet, daher habe ich es auch gemacht.
 
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warum fängst du denn dann damit an (…)
Weil ich denke, dass man bei so vielen Informationen vermutlich nicht so lange anonym bleibt, wie man es möchte.

(…) dass es so leicht ist, satiata zu finden?
Dass es leicht ist habe ich nirgendwo geschrieben und schwielige Fingerkuppen haben schon gar nichts mit leicht zu tun.

(…) und stellst noch mal alle Merkmale zusammen, die man auffinden muss?
Warum sollte ich – um eine möglicherweise gefährdete Anonymität hervorzuheben - nicht zusammenfassen, was vorher jeder Interessierte selber lesen konnte.
 
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StefanN
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Bei aller Liebe, aber was soll jetzt diese Hexen/Hexerjagd? Ich fand es cool, so einen Einblick bekommen zu können.

Und es gibt Dutzende Pianisten in der dritten Reihe, auf die die gemachten Angaben passen würden. Allein ich würde aus meinem Studienort (nicht Klavier) schon 1 solchen Pianisten mit Werbung, CDs bei bekannten Billiglabels usw benennen können (er spielt längst wieder vor dem Herrgott). Mein damaliger Klavierlehrer (andere Person) hat grundsätzlich nur noch in Australien konzertiert (war aber Deutscher, war halt sein "Ding").
Jeder hier im Forum, der in einer Hochschulstadt wohnt, kennt einen solchen Pianisten. Dass der volle Saal nicht bei Scharouns und auch nicht bei Boulez' sein muss, versteht sich...
 
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Scarbo
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Vielen Dank für die interessanten Einblicke.
Es zeigt sich wieder einmal, dass eine einzige Zahl (Gage) ganz anders einzuordnen ist, wenn man den Gesamtzusammenhang kennt.

Zwei Fragen habe ich noch und bedanke mich schon einmal im Voraus für eine Antwort.
1. Wenn ein Konzert z.B. wegen Krankheit kurzfristig abgesagt werden muss. Fällt dann für den Pianisten nur die Gage weg und die restlichen Kosten sind das Risiko des Veranstalters? Wenn zusätzliche Kosten für den Pianisten anfallen: Gibt es Versicherungen, die das übernehmen?

2. Inwieweit hat die Agentur Einfluss auf das Programm? Gibt es Vorgaben, wie z.B. keine/wenig zeitgenössische Musik, da die Agentur befürchtet, dass sonst der Sall leer bleibt oder hat man als Künstler hier die komplette künsterlische Freiheit?
 
Schlüsselloch-Zeh
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Die Ticketpreise für meine Klavierabende liegen in der Regel zwischen 20 und 50 Euro (womit ich für die Zuhörer kein teurer Pianist bin: man vergleiche bitte mit vielen anderen), im Durchschnitt also so um die 30 Euro.
Bei jamtoo kosten 45 Minuten Unterricht beim „Experten (Exzellenter Unterricht beim Profi)“ laut Website 35 Euro. Ist aber dann auch Einzelunterricht und nicht so passiv wie im Konzert. 🥳

Ein “erfahrener Lehrer“ ist im Paket „Einsteiger“ schon für 15 Euro buchbar.
 
S
schmickus
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