Gebrauchtkauf Yamaha Silent

Dämpferlöffel
Dämpferlöffel
Dabei seit
1. Apr. 2020
Beiträge
146
Reaktionen
89
Ich habe noch nie verstanden, warum Besitzer ihr Klavier oder ihren Flügel für viele tausend Euros verkaufen wollen und dann steht da oft in den Anzeigen "seit längerer Zeit nicht gestimmt worden".
Meine küchenpsychologische Erklärung: Der Kauf eines Klaviers war für den Verkäufer ein Fehlkauf. Nicht dieses Modell, sondern "Klavier" insgesamt. Es steht seit Jahren rum und es gibt keinen Routineprozess, bei dem es gestimmt wird. Es gibt auch niemanden, der einem einfällt, den man anrufen könnte, weil es wahrscheinlich noch nie gestimmt worden ist. Also ist es ein blöder Klotz, der rumsteht und bei dem man sich jetzt aufgerafft hat, ihn loszuwerden. Um es zu stimmen, müsste man einen Prozess anleiern, von dem man keine Ahnung hat und den man ja auch nur einmal ablaufen lassen will. Für etwas, an dem man kein Interesse (mehr) hat. Geldprobleme hat man offenbar auch nicht, sonst wäre das Stück schon lange weg und man hätte es auch gar nicht gekauft. Und da es schon 10 Jahre rumsteht scheint es jetzt auch nicht schlimm zu sein, wenn es noch 10 Jahre rumsteht, weil der Leidensdruck nicht hoch ist. Dann kann es auch sein, dass man unrealistische Preise aufruft, zumal man das Instrument ja kaum benutzt hat. Gleichzeitig will man ja auch vor sich selbst nicht unnötig doof dastehen, wenn man vor 10 Jahren nicht nur einen raumfressenden Fehlkauf getan hat, sondern heute auch noch in etwa "nichts" dafür bekommt oder noch mal investieren soll. Dann lieber behalten, wie die fallenden Aktien, die man zu lange hält ;) Insofern passt das alles schon.
 
L
lav
Dabei seit
19. Apr. 2021
Beiträge
9
Reaktionen
2
Ich habe noch nie verstanden, warum Besitzer ihr Klavier oder ihren Flügel für viele tausend Euros verkaufen wollen und dann steht da oft in den Anzeigen "seit längerer Zeit nicht gestimmt worden".

Das verstehe ich auch nicht. In meinem Fall wurde es nur 10 Monate nicht gestimmt. Also es wurde sich schon drum gekümmert. Allerdings ist es ja noch relativ neu und somit nach so kurzer Zeit schon wieder leicht verstimmt, es klingt nicht krumm und schief. Dennoch weiß ich nicht, ob der Klang nur an der Verstimmtheit liegt oder ob er mir auch so nicht zu 100% zusagt.
 
DonMias
DonMias
Dabei seit
10. Aug. 2015
Beiträge
2.651
Reaktionen
3.254
Allerdings ist es ja noch relativ neu und somit nach so kurzer Zeit schon wieder leicht verstimmt
Ich halte es für vollkommen normal, dass ein Klavier nach 10 Monaten leicht verstimmt ist. Deswegen lässt man es ja üblicherweise mindestens einmal im Jahr stimmen.

Dennoch weiß ich nicht, ob der Klang nur an der Verstimmtheit liegt oder ob er mir auch so nicht zu 100% zusagt.
Daher wäre es tatsächlich hilfreich, dass ein Klavier frisch gestimmt wird, wenn es verkauft werden soll.
 
Wiedereinsteigerin38
Wiedereinsteigerin38
Dabei seit
3. Juli 2020
Beiträge
204
Reaktionen
160
@Henry , wird nicht bei neuen Klavieren in den ersten Jahren halbjährliche Stimmung empfohlen, bis es sich gesetzt hat?
 
Wiedereinsteigerin38
Wiedereinsteigerin38
Dabei seit
3. Juli 2020
Beiträge
204
Reaktionen
160
Derzeit spiele ich auf einem 100 Jahre alten Steinway Klavier, das bei meinen Eltern steht und ich nach wie vor sehr mag. Aber da liegt das Problem: Auf diesem Klavier kann ich nur spielen, wenn ich eben dort zu Besuch bin. Deswegen soll ein eigenes her. Die Wahl fiel aufgrund des sehr guten Silent Systems auf Yamaha.

Zögern lässt mich weniger die fehlende Garantie als dass ich nicht weiß wie es gestimmt final klingen wird. Da es für mich eine große Investition ist, sollte es dann schon das richtige sein und mir lange und viel Freude bereiten :026:
Dazu kommt, dass ich in den nächsten 1-2 Jahren umziehen werde (innerhalb der Stadt) und in naher Zukunft steht zur Debatte für 1 Jahr ins Ausland zu gehen. Was passiert dann mit dem Klavier? Ich möchte aber trotzdem ein akustisches, da mir auch gute Digital Pianos einfach kaum Freude bereiten und ich mich nicht (noch) länger mit hätte, wenn und aber davon abhalten möchte mir endlich den Traum vom eigenen Klavier zu erfüllen. Dennoch sollte es gut überlegt sein, um im Fall eines evtl. Verkaufs einen nicht unnötig großen Verlust zu machen.
Der Klang eines sehr alten Steinways und eines neuen Yamahas wird sich, Stimmung hin oder her, sicher sehr unterscheiden.

Falls Du früher oder später ins Ausland gehst, würdest Du das Klavier bei Deinen Eltern unterstellen? Oder Wohnung mit Klavier untervermieten wollen? Wenn Du Dir jetzt erstmal ein Stagepiano kaufst, könntest Du es mitnehmen und wärst nicht ein Jahr „ohne“.

Wenn Du eh vor hast, es in 1-2 Jahren wieder zu verkaufen, müsstest Du Dir die Entscheidung gar nicht so schwer machen. Einfach „Lebensabschnittsgefährten“ suchen.
 
Henry
Henry
ehemals Alb/Styx
Dabei seit
19. Jan. 2016
Beiträge
10.692
Reaktionen
6.944
@Henry , wird nicht bei neuen Klavieren in den ersten Jahren halbjährliche Stimmung empfohlen, bis es sich gesetzt hat?

Ja, ist auf jeden Fall sinnvoll.

Gerade neue Saiten ziehen sich immer noch etwas, so daß ein neues Instrument an Tonhöhe verliert.

Wenn man hier mit dem stimmen zu lange wartet passiert es häufiger daß ein Instrument erst einmal wieder hochgezogen werden muß, was in der Regel 2 Durchgänge erfordert.

Wenn es hingegen nach einen halbertem Jahr so um 2 - 3 Hz abgesackt ist, kann man es noch sehr gut mit einem Durchgang stimmen.

Es ist auch sinnvoll neue Instrumente zwischen 442 und 443 Hz stimmen zu lassen.
 
 

Top Bottom