Fragliche Hinweise

LMG

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Hallo liebe Clavios,

grad blättere ich durch meinen Klavierauszug von "Figaros Hochzeit", ich hatte es mir..sagen wir: früher mal gebraucht beschafft, und mir fielen wieder einige Bleistiftnotizen auf, die ich aber nicht lesen kann:

Kann jemand das lesen ? Ich denke, es ist eine asiatische Schrift ?

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Fragt, mit LG, Olli!
 
Andre73

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Sieht bissel aus wie Hiragana, eine der 3 japanischen Schriftsysteme.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hiragana

Keine Garantie, mein japanisch ist Äonen her und ich kommte mir das damals schon nicht merken.
 
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Manche sehen auch so aus wie Katakanas:

Aus WP:



und im Klavierauszug: 7726-b21c1569ed84b082e0a49d603094d61a.jpg

ahhh jetzt bräuchten wir Lotusblume:girl:, oder LangLang!! :-D

LG, Olli!
 
LMG

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Das heißt, sie sind z.B. vom LKW gefallen? Olli, es tun sich immer mehr Abgründe bei Dir auf:angst:;-)!
chriiiis was denkst Du von mir...? :teufel::teufel:

Also ich schlich so hinter LL her, als er grad so von der Carnegie-Hall kam, nach einem erfolgreichen Konzert, und..da fiel ihm was aus dem Rucksack!! Bevor er sich umdrehen konnte um zu schauen, was es war, griff ich im Halbdunkeln zu ( vollgriffig, 1,2,3,4,5 gleich betont, fff / misterioso ), und schwupps - hatte ich es! :-D:teufel:.....

( Vielleicht wars aber auch so, dass ich es in einer Bibliothek selbst makuliert habe, die Noten waren ja kaum noch lesbar, wie Du siehst, :denken:und ich schätzte es demzufolge :-Dals "nicht mehr verleihbar" ein, so musste es also aus dem Bestand ausgesondert werden,....:-D :geheim: ...und da nahm ich es also mit nach Hause, um ihm einen angenehmen, und gerechtfertigten, gnadenvollen Lebensabend zu bescheiden...)

LG, Olli!!
 
pianochris66

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chriiiis was denkst Du von mir...? :teufel::teufel:
( Vielleicht wars aber auch so, dass ich es in einer Bibliothek selbst makuliert habe, die Noten waren ja kaum noch lesbar, wie Du siehst, :denken:und ich schätzte es demzufolge :-Dals "nicht mehr verleihbar" ein, so musste es also aus dem Bestand ausgesondert werden,....:-D :geheim: ...und da nahm ich es also mit nach Hause, um ihm einen angenehmen, und gerechtfertigten, gnadenvollen Lebensabend zu bescheiden...)

LG, Olli!!
Ich denke, dass es in den Bibliotheken von Hannover und Umgebung wohl keine Noten mehr gibt, weil sie Deinem kritischen Qualitätsurteil nicht standhalten konnten und deshalb selbstlos von Dir gerettet werden mussten:denken::blöd:.
 
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Ganz einfach, da hat sich jemand auf Japanisch eine Übersetzung des italienischen und deutschen Textes an den Rand gekritzelt. Also, ja, es sind Hiragana (und Kanji). ;-)
Kannst Du das zu 100% abgesichert sagen, Christine ? Wäre cool! ( Bzw. den jap. Text phonetisch mit Dt. Buchstaben hier posten ? Das wär sensationell! ).

Anm.: Solche Bleistiftvermerke sind auf einigen ( wenigen ) Seiten zu finden, aber bei weitem nicht auf allen. Warum wurden nicht alle Textbestandteile von der bleistiftführenden Person übersetzt, sondern nur wenige?

Fragt Dich, liebe Christine, mit LG, Olli!

___________________

[...]weil sie Deinem kritischen Qualitätsurteil nicht standhalten konnten und deshalb selbstlos von Dir gerettet werden mussten:denken::blöd:.
:super::super: mhhhhhhhhhhhhhhhh :coolguy: was....! Das ist ja....tzz...! :-D

LG, Olli!
 
ChristineK

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Ja, es ist eindeutig. Zwar etwas geschmiert, aber in der ersten Zeile stehen z.B. die Schriftzeichen für "Antwort" (henji) und dann etwas, was mir wie eine Verneinung aussieht; dann steht "mit der Hand das Gesicht..." (te de kao wo....) usw. Da ich eigentlich Sinologin bin und Japanisch nur nebenfachmäßig drauf habe, orientiere ich mich hierbei primär durch die chinesischen Schriftzeichen. ;-)

Ich würde davon ausgehen, es ist wie bei jedem, der eine Fremdsprache lernt: Manche Passagen hat der Japaner eh verstanden und musste sie sich daher nicht extra als Hilfestellung an den Rand schmieren. Drum ist halt nicht alles übersetzt.
 
LMG

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Ja, es ist eindeutig. Zwar etwas geschmiert, aber in der ersten Zeile stehen z.B. die Schriftzeichen für "Antwort" (henji) und dann etwas, was mir wie eine Verneinung aussieht; dann steht "mit der Hand das Gesicht..." (te de kao wo....) usw. Da ich eigentlich Sinologin bin und Japanisch nur nebenfachmäßig drauf habe, orientiere ich mich hierbei primär durch die chinesischen Schriftzeichen. ;-)

Ich würde davon ausgehen, es ist wie bei jedem, der eine Fremdsprache lernt: Manche Passagen hat der Japaner eh verstanden und musste sie sich daher nicht extra als Hilfestellung an den Rand schmieren. Drum ist halt nicht alles übersetzt.
SUPER, Christine! :super::super::super:Vielen Dank und dickes Like!!!

LG, Olli!!!
 

cwtoons

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Stimmt alles nicht.

Was da steht, heißt auf Deutsch " legato, binden, und viel Pedal!". Es sind die Anweisungen der Klavierlehrerin von LL.

Sie ist Mongolin mit einem chinesischen Vater und kleinen deutschen Restgenen aus dem 19. Jahrhundert. Das erkennt man an den typischen Auf- und Abstrichen und an den Serifen.

CW
 
Steinbock44

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Seit wann spricht oder schreibt LL Japanisch. ;-)
 
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Seit wann spricht oder schreibt LL Japanisch. ;-)
Zwischen der japanischen und der chinesischen Kultur gab es mehrere Berührungspunkte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Japanisch-Chinesischer_Krieg

http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Japanisch-Chinesischer_Krieg

http://de.wikipedia.org/wiki/Boxeraufstand

http://de.wikipedia.org/wiki/Kung_Fu:_Die_Tochter_des_Meisters

Diese Berührungspunkte waren, wie wir aus den Links entnehmen können, nicht immer von freundlicher Art:

Heute jedoch, wo die Welt friedvoller denkt, und die Achtung des Menschen vor seinem Nächsten ihm wichtig ist, :kuscheln:sind zwischen diesen beiden hochinteressanten Ländern sicher keine kriegerischen Auseinandersetzungen mehr zu befürchten. Beide Länder sind vernünftig genug, einzusehen, dass kultureller AUSTAUSCH mehr bringt, als Krieg.

Daher ist es durchaus möglich - m.E. sogar wahrscheinlich, dass LL auch japanisch kann. Kann Christine doch auch. Wir z.B. können ja auch Englisch - und haben früher Kriege gegen die Söhne Albions ausgefochten.

:idee:

Möglicherweise - so entnehme ich zumindest den Aussagen Christines - ähneln sich mehrere Schriftzeichen der Chinesen und Japaner. Vielleicht sogar anderer asiatischer Staaten, so dass ein Erlernen jeweiliger anderer solcher Sprachen und Schriften für Asiaten keine große Schwierigkeit bedeuten könnte. :super:
 
ChristineK

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Grob gesagt (für die, die es interessiert): Die Japaner haben die Schriftzeichen (historisch) von den Chinesen übernommen. Das sind die sogenannten Kanji (die etwas "komplexeren" Zeichen mit mehr Strichen oben in dem Notenbeispiel), die sollte ein Chinese dann auch heute mit etwas Phantasie entziffern können. Wenngleich es auch eigene japanische Ausdrücke und Varianten gibt, die man nicht ohne weiteres versteht. Sowas wie "false friends" gibt es auch: Die japanischen Zeichen für "Brief" heißen auf Chinesisch z.B. "Klopapier". Das ist kein Scherz. ;-)

Dazu haben die Japaner 2 eigene Silbenschriften entwickelt, das sind die sogenannten Hiragana (die kleinen Kringelchen oben in dem Notenbeispiel) und Katakana (eher für Fremdwörter benutzt). Die Grammatik der beiden Sprachen ist völlig unterschiedlich. Drum ist es auch nicht zwangsläufig für Asiaten leichter, die jeweils andere Sprache zu lernen. Zumal die Aussprache der Zeichen so unterschiedlich ist, dass man sie separat lernen muss. Man kann sie eher optisch erkennen/erraten, wenn man die eine Sprache kann, aber man könnte sie nicht laut vorlesen oder die Begriffe verstehen, wenn man sie hört.

Hauptfach-Sinologen müssen in der Regel auch etwas Japanisch machen (bei uns waren das 2 Semester). Ich kann Japanisch, da es auch eines meiner Nebenfächer an der Uni war. Habe es aber immer nur auf Sparflamme betrieben. Für die Basics reicht's...
 
Fips7

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Dazu haben die Japaner 2 eigene Silbenschriften entwickelt, das sind die sogenannten Hiragana (die kleinen Kringelchen oben in dem Notenbeispiel) und Katakana (eher für Fremdwörter benutzt). Die Grammatik der beiden Sprachen ist völlig unterschiedlich. Drum ist es auch nicht zwangsläufig für Asiaten leichter, die jeweils andere Sprache zu lernen. Zumal die Aussprache der Zeichen so unterschiedlich ist, dass man sie separat lernen muss. Man kann sie eher optisch erkennen/erraten, wenn man die eine Sprache kann, aber man könnte sie nicht laut vorlesen oder die Begriffe verstehen, wenn man sie hört.
Jetzt komme ich ins Schwimmen. Meinst du mit "die beiden Sprachen" Hiragana und Katakana? Oder Japanisch und Chinesisch?
 
ChristineK

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Hiragana und Katakana sind japanische Silbenschriften. Es sind jeweils dieselben 48 Silben (a, i, u, e, o, ka, ki, ku, ke, ko usw. usf), aber sie sehen halt unterschiedlich aus und haben unterschiedliche Funktionen. Hiragana sind eher grammatikalisch, also für Wortendungen, Partikel usw., Katakana werden überwiegend für Fremdwörter benutzt. Die japanische Schrift ist ein Mischtext aus diesen beiden Silbenschriften und zusätzlich den Kanji, also den (ursprünglich aus dem Chinesischen stammenden) Schriftzeichen.

Mit den "beiden Sprachen" meinte ich dann aber tatsächlich Chinesisch und Japanisch. Die sind in Grammatik und Aussprache so verschieden, dass man sich in der Hinsicht nicht viel "herleiten" kann. (Also anders als man beispielsweise doch relativ viel Italienisch versteht, wenn man Spanisch kann). Ich hätte das vielleicht durch einen Absatz oben etwas deutlicher machen können... Hoffe, es ist jetzt klarer?
 
Steinbock44

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Ich habe in den 80er in Südkorea an einem Projekt bei Samsung ca. 8 Monate gearbeitet (Forschungsprojekt mit Samsung und ETH). Auch Korea hat eigene Silbenschrift, jedoch alle Studierten können die chinesischen Zeichen lesen und z.T. auch schreiben. Wer chinesische Zeichen lesen und schreiben kann, der kann sich in asiatischen Länder schriftlich verständigen und austauschen. Dies gilt auch für Japan, auch dort wird chinesisches Schrift gelernt. Auch die bessere Zeitungen werden in Japan sowie in Korea und Singapore chinesisch gedruckt.
Ob LL japanisch kann, dies lasse ich offen. Den die Universalschrift in diesen Länder sind chinesische Zeichen und nicht die lokale Silbenschrift.

Auch in China selbst verfügt über mehr als zwanzig Dialekten. Einzig was gemeinsam ist, ist die Schrift. Mao hat eine Kunstsprache "Mandarin" kreiirt. Somit wollte er mit den lokalen Dialekten aufräumen. Wie weit es gelungen, weiss ich nicht.
 
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Mao hat eine Kunstsprache "Mandarin" kreiirt. Somit wollte er mit den lokalen Dialekten aufräumen. Wie weit es gelungen, weiss ich nicht.
Das mit der "Kunstsprache" stimmt nicht ganz.... Mandarin ist schlichtweg ein anderer Begriff für den Pekinger Dialekt, der heutzutage als "Standardsprache" oder "Hochchinesisch" gilt und der als offizieller Dialekt an Unis und in Schulen gelehrt wird. Es ist auch das, was die Ausländer lernen, wenn man von "Chinesisch lernen" spricht. Mit den Dialekten aufräumen wollte Mao meines Wissens nicht (wenn, wäre es ihm auch nicht gelungen, außerdem sprach er ja selbst auch stark dialektal gefärbtes Mandarin, da er aus Hunan stammte...).

Die Dialekte sind tatsächlich wie unterschiedliche Sprachen. Das einigende Band ist die Schrift, da die Aussprache/Lesung der Schriftzeichen - anders als bei Buchstaben - unabhängig von der Form ist. Das erleichtert übrigens die zentrale Kontrolle der Medien auch ungemein.

Was Mao allerdings getan hat, war eine Reform der Schriftzeichen (die Einführung der sog. Kurzzeichen gegenüber den früheren Langzeichen, die man heute noch in Taiwan verwendet). Auch die Verbreitung einer standardisierten Lateinumschrift (Pinyin) begann unter Mao - man dachte wohl auch eine Zeitlang, die Schriftzeichen abschaffen zu können. Das war natürlich ein Denkfehler.

Ein Ziel der Reformen war, den Analphabetismus zu bekämpfen. Mit gewissem Erfolg. Wobei auch "Analphabetismus" in China eine andere Definition hat als anderswo, aber ich denke, das nun auch noch mit sinologischer Gründlichkeit zu erklären, würde in einem Klavierforum dann doch etwas zu weit führen.....
 
ChristineK

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@Steinbock44, hast du dort auch Koreanisch gelernt? Südkorea in den 80ern war sicher auch eine spannende Zeit!
 
 

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