Frage zur Handstellung


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Dave
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Hallo Community!

Ich hätte eine Frage zur Haltung beim Spielen.

Muss die hand "steif" und gerade zum Unterarm sein?
Sollen sich also nur die Finger bewegen, und wenn ich stärker anschlagen will muss Oberarm+Unterarm+Hand hoch heben (also es kommt vom Oberarm).

Oder hab ich da meine Klavierlehrerin falsch in Erinnerung? :rolleyes:
Ich frage weil sie es mir so erklärt hat, aber wenn ich Videos von Konzerten sehe, sind die Händer sehr locker und liegen fast auf den Tasten, während ich die Finger hoch heben soll!

Danke für Hilfe.
 
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klaviermacher
klaviermacher
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Hallo Community!

Ich hätte eine Frage zur Haltung beim Spielen.

Muss die hand "steif" und gerade zum Unterarm sein?
Sollen sich also nur die Finger bewegen, und wenn ich stärker anschlagen will muss Oberarm+Unterarm+Hand hoch heben (also es kommt vom Oberarm).

Oder hab ich da meine Klavierlehrerin falsch in Erinnerung? :rolleyes:
Ich frage weil ich meine Hände ziemlich strapaziere (Computer, Konsolenpad), und da will ich mir nicht was verhauen...

Danke für Hilfe.
Ich würde sagen, es kommt darauf an, was Du spielst. Du kannst alle möglichen Hebelkräfte einsetzen.

Der vorderste Hebel sind die Finger, dann hast Du das Handgelenk als Hebel, dann hast Du den Unterarm vom Ellenbogen weg als nächsten, die Schulter und letzendlich das Becken.

All diese Hebeln kann man getrennt oder in Verbindung untereinander einsetzen.

Es gibt bei der Anschlagstechnik für jede musikalische Figur einen Idealfall obiger Komponenten, aber anstrengend soll es nicht sein - dann ist was faul. Beispielsweise spielt man eine Tonleiter aus den Fingern, wobei die restlichen Hebel nichts bzw. weniger zu tun haben - sie sollen aber eher locker bleiben nicht steif.

Bei Akkorden verhält sich das schon ganz anders. Da darf man die Finger schon etwas versteifen und die anderen Hebel kommen mehr zu Einsatz.

Vielleicht antwortet Dir hier ein Klavierlehrer, der es Dir besser erklären kann.

Liebe Grüße
Klaviermacher
 
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Dave
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Danke für deine Antwort, Klaviermacher!

Das heisst ich kann nichts falsch machen so lange es nicht weh tut und nicht anstregend ist?
Ich spüre zwar meine Hand etwas (von Schmerz kann nicht die rede sein) nach langem und schwierigem spielen, aber dazu gibt es hier ja schon eine Diskussion...

Danke nochmal!
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Ich würde sagen, es kommt darauf an, was Du spielst. Du kannst alle möglichen Hebelkräfte einsetzen.

Das kann ich bestätigen.

Beispielsweise spielt man eine Tonleiter aus den Fingern, wobei die restlichen Hebel nichts bzw. weniger zu tun haben

Das kann ich so nicht bestätigen. Es stimmt zwar, daß viele Klavierlehrer das Fingerspiel ("auf-die-Tasten-klopfen") für Tonleitern propagieren. In der Praxis (bei professionellen Pianisten) ist das aber lang nicht so üblich wie man denken könnte. Tonleitern (und anderes Laufwerk) spielt man mit "schlaffen Nerven" (Zitat CPE Bach! :) ) einfach mittels Gewichtsverlagerung auf den jeweils nächsten zu spielenden Ton. Das gilt zumindest für legato-Tonleitern. Non legato-Tonleitern werden mit Zupfbewegungen (nicht mit Klopfbewegungen) gespielt.

Hier noch ein interessantes Video mit Nahaufnahme (Michelangeli spielt Scarlatti)

http://de.youtube.com/watch?v=QXHUIpNCu2k

Zugegeben, er bewegt die Finger doch ein bißchen, aber das wär echt nicht nötig gewesen :D
 
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Dave
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Ok, ich danke euch für die Antworten und die Hilfen!

Dankeschön:)
 
Guendola
Guendola
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Klopfbewegungen werden auch beim Orgelspiel gelehrt, da nennt man das "schnellen". Das führt möglicherweise zu dem berüchtigten Organistenklang am Klavier. Ich darf aber auch an der Orgel meine Klaviertechnik einsetzen und brauche nicht zu schnellen. Und gerade, wenn man heftig registriert, ist der Anschlag so schwer, daß man zum "Schnellen" enorme Fingermuskulatur aufweisen müßte, oder eben die Arme einsetzt.

Das Video von Michelangeli hat mich übrigens sehr beeindruckt! Vielleicht braucht er die angedeuteten Fingerbewegungen, um noch mehr von seinem Gefühl rauszulassen ^^
 

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