Fortisten ? *g*

LMG

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Hallo, liebe Clavios,

Ich bekam neulich zufällig folgende Frage mit:

Warum heißen eigentlich Pianisten "Pianisten", wo doch viele eigtl. eher "Fortisten" heißen müssten ?

Was würdet Ihr da dem Anfänger antworten ?

:D:D:D:D

LG, Olli !
 
mick

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Warum heißt das Ebenholz Ebenholz? Weil es eben Holz ist ...
 
LMG

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Warum heißt das Ebenholz Ebenholz? Weil es eben Holz ist ...
mhh...ich weiß nicht. Wenn man das so sagen würde, gäbe es ja nicht diesen Gegensatz zwischen "piano" und "forte" im Begriff "eben" und "Holz". Denn "eben" ist ja nicht per se "leise" und "Holz" nicht per se "laut", und wer weiß, woher dieses Wort "eben" in "Ebenholz" herkommt.

Wär mir also etwas zu unsicher, um es so zu erklären. Außerdem könnte man entgegnen, dass die Erklärung mittels dieser "selbstbeantworteten Scherzgegenfrage aus dem Volksmund" den Fragesteller ob ihrer Witzigkeit traurig machen würde.

;);)

Gibt es also weitere Ideen bzgl. der Threadfrage ?

fragt , mit LG, Olli ! ;)
 
cwtoons

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Ist zwar etwas unspaßig, aber:

Pianisten heißen so, weil sie auf einem Piano spielen. Spielten sie auf einer Okarina, hießen sie "Okarinisten".

CW
 
Klavirus

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Violine: Violinist
Cello: Cellist
Piano: Pianist.

Bis jetzt noch nie von nem Instrument namens Forte gehört, Witzbold.

Opa Fridolin
 
LMG

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Violine: Violinist
Cello: Cellist
Piano: Pianist.

Bis jetzt noch nie von nem Instrument namens Forte gehört, Witzbold.

Opa Fridolin
Ja, so kann man mit ner Kleinigkeit dem Opa Freude machen ;)

hmm..so ganz schlecht scheint mir Deine Antwort gar nicht zu sein, und Du hast GUT überlegt, Klavirus...

Aber ich muss doch einen Kritikpunkt äußern: Denn:

Von einem PIANOFORTE hattest Du aber schonmal gehört, oder ? :D

Da müssten die doch eigentlich "Pianofortisten" heißen, weil man doch eigtl. BEIDES können müsste ?? Was meinste ?

Und @ Wort "Witzbold": Menn, ich hatte die Frage doch nur aufgeschnappt - kann ich ja nix für... :D


LG, Olli

PS.: @ cwtoons: Dieses "mezzofortist", hmm. Aber wenn man das zu stark gewichtet, dann klingts mir irgendwie zu einheitlich mittelmäßig :( - ansonsten ne Gute Idee, vielleicht auch mal ein "mezzoforte" als Instrument zu entwickeln..?
 
cwtoons

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Mein Instrument IST ein "Mezzoforte", aber nicht von zu Hause aus. Das Wort bezeichnet die Lautstärke - und wird so zum Namen - auf die ich es meistens einstelle, um den Nachbarn die hundertachtundneunzigste Version meines aktuellen Stückes zu ersparen. Wenn ich glaube, dass ich sie - die Nachbarn - lange genug geschont habe mit meinem Mezzoforte, erfolgt schon 'mal 'ne Namensänderung.

CW
 
Stilblüte

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Bin ich dann zeitweise Flügelistin? Interessant, hab ich noch nie drüber nachgedacht. Gibts eigentlich auch E-Pianoisten?
 
LMG

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es gab (oder gibt?) sogar Clavecinisten...

macht eigentlich der Fetischist auf seinem Fetisch Musik a la Violine - Violinist; Cello - Cellist usw.? :D

...und Minimalisten nehmen vom "Fetisch" nur das "F" und sind also "Fisten" ?? :D

Seehr sehr unzüchtig, Rolf *ggg*

Aber immerhin gibts noch die Virginalisten. Das müsste man ganz deutlich sagen. Und auch Lotusblume und all die anderen haben sicher Recht...

Doch nun vielleicht einige Hintergrundinformationen, denn ich hatte ja, wie bereits gesagt, die Frage nur aufgeschnappt, neulich, in Hannover. Es war eiskalt, und windig, und ich schlendere so am Bahnhof entlang.

Geht da neben mir son abgerissener Bahnhofspenner, höchstens 1,70 groß, karierter Lodenmantel, und brabbelt komisches Zeug. Ich hör genauer hin: Labert er irgendwas von Klavieren usw.

Da hab ich ihn angesprochen: Wir kamen son bisschen ins Gespräch ( und ich guck so: Hielt der inner rechten ne Pulle Gorbatschow, und inner Linken ne Pulle Jim Beam. Ich dacht so: Das gibts doch nicht..) naja wir weiter geredet, er meinte so radebrechend:

Früher war er Klavierprofessor, aber wegen Haushaltskonsolidierungskonzepten ( also sprich: Stellenstreichungen ) wäre er jetzt arbeitslos. Er fand mich wohl sympathisch, denn dann sprach er weiter, und ich hörte zu.

Er meinte, dass er irgendwie n Buch dabeihätte, mit Texten von ihm, wegen Klavier und so, und das zog er aus seinem schmuddeligen grünen russ. Armee-Rucksack, und schlug eine Seite auf. Und auf der stand folgendes:

In any language the word piano is an abbreviation. The real name of the instrument is pianoforte, or in some other languages, forte-piano. ( I don't know why we say "pianist" when today most of them are "fortists." ) In Russian it is called royal from the French word "royal". Whether they meant it is a king of instruments or the instrument of kings I don't know, but it indicates the sindgular place which the piano takes among all the other instruments.
Dann bekam ich das Gekrakel in die Hand gedrückt, der Mann nahm noch je einen Schluck aus jeder seiner beiden Flaschen, und dann verschwand er - und ich stand da !

...so dass ich annehme, dass LIBERMANN hier einfach kritisiert hat, dass von vielen ZU LAUT gespielt wird / wurde.

****

Euch ALLEN danke ich natürlich für die Teilnahme an der kleinen gespielten Szene, :D - und..vielleicht kann man die Frage ja DOCH irgendwie klären, die NUNMEHR wohl lautet: "Warum spielen oder spielten viele ZU LAUT ??" oder: "Ist / war das WIRKLICH so ?"

...bin doch n Liber Witzbold, ne, Klavirus ? *ggg*

LG, Olli !
 

C

chiarina

Guest
...so dass ich annehme, dass LIBERMANN hier einfach kritisiert hat, dass von vielen ZU LAUT gespielt wird / wurde.
Lieber Olli,

ich denke eher, dass Libermann einen lauten Triller gehört hat, der womöglich noch mit Rotation und schlimmen Fingern gespielt wurde. :shock: Da hat er so einen Schreck bekommen - weil er in seinem Leben ja so einen Krach noch nie gehört hatte - dass er beschloss, solch schreckliche Ignoranten zukünftig Fortisten zu nennen.

:D

Liebe Grüße

chiarina
 
Romantikfreak98

Romantikfreak98

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Hallo LMG

Tja, warum gibt es Sopanistinnen, Altistinnen, Bassisten aber keine Tenoristen oder Baritonisten???

Warum nennt man nur die Menschen, die Orgel spielen: Organist/in? Warum heißen nicht auch Organspender: Organist und Organistinnen?
;-)
Spaß beiseite: wenn Du Deine Frage ernst meinst, dann sage ich: es ist einfach ein „Sprachgebrauch“ Pianisten eben so zu nennen. Nebenbei bemerkt: ich halte „Pianoforte“ für einen recht unglücklichen Namen für das Klavier. (Ein Klavier ! ein Klavier ! Mutter, wir danken dir!)
Und mit der Aussage "I don't know why we say pianist when today most of them are fortists" kann ich nichts anfangen. Was will uns der Autor damit sagen???

Gruß
Romantikfreak
 
LMG

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Hallo LMG

1. )Tja, warum gibt es Sop[r]anistinnen, Altistinnen, Bassisten aber keine Tenoristen oder Baritonisten???

2. )Warum nennt man nur die Menschen, die Orgel spielen: Organist/in? Warum heißen nicht auch Organspender: Organist und Organistinnen?
;-)

Spaß beiseite: wenn Du Deine Frage ernst meinst, dann sage ich: es ist einfach ein „Sprachgebrauch“ Pianisten eben so zu nennen.

3. )Nebenbei bemerkt: ich halte „Pianoforte“ für einen recht unglücklichen Namen für das Klavier.

(Ein Klavier ! ein Klavier ! Mutter, wir danken dir!)


4. )Und mit der Aussage "I don't know why we say pianist when today most of them are fortists" kann ich nichts anfangen. Was will uns der Autor damit sagen???

Gruß
Romantikfreak

Guten Abend, Romantikfreak ;)

Zum Punkt 1:

najaa *gg* - wir hatten ja schon festgestellt, dass die Anmerkung des Zitatautors bzgl. der "Fortisten" eher dem trockenen Humor Libermanns entspricht, jedoch wahrscheinlich eine ihn störende Sache aufgreift, wie ich vermute. Nämlich:

Viele spielen zu LAUT. ( Womit die "Konzentration" auf die reine WORTBILDUNG natürlich abnimmt, und dafür aber die der Frage nach dem: "WARUM spiel ( t ) en viele zu LAUT ? " umso gewichtiger hervortreten lassen dürfte. )

( Wortbildung ganz kurz: Erstmal haben wir ein zusammengesetztes, von Menschen kreiertes Wort vorliegen: "pianoforte". Es bezeichnet ein Musikinstrument, auf dem man LEISE und LAUT spielen kann ( und ggf. Abstufungen, ), und SONST NICHTS. SONST KEINERLEI EINFLUSSNAHMEMÖGLICHKEITEN AUF DEN KLANG. ( Außer nat. Pedal ). Das ist eine wichtige Sache bei den Ausführungen und der Methode des Autors.

Schaun wir kurz die von Dir genannten Singstimmen an, mit ein paar VERMUTUNGEN ( genau nachforschen tu ich das nicht, bin ja nicht bescheuert ) : Also: ( Achso: ITALIENISCHES KRAM raussuchen tu ich schon GAR nicht... )

Sopranus => lat. vielleicht: supernus, a, um "oben befindlich, oben, ober", oder aus Wortursprüngen, die mit "super, supra" oder so zusammenhängen.
Damit ist klar, dass SopranISTINNEN ( oder Soprane ) OBEN singen.

Alt: => lat. : altus, a, um: HOCH, aber auch TIEF. Müssen halt beides können, die sanften Damen.

Bass => Da wirds schwierig. lat.: vox gravis, die "schwere Stimme". Weil sie so schwer ist, ist sie bis ganz RUNTER gesunken *ggg*

Bei Wikipedia steht noch: lat. "bassus" = stark, reichlich.

****

Nachtrag zu "Bass", für die Sprach-Puristen:

Kleinpaul, dt. Fremdwörterbuch:
Baß, franz. la Basse: ital. Basso, ein Adjektivum,
das niedrig, tief bedeutet und mit Bezug auf die
Stimme zum Substantivum geworden ist. Im alten
Rom bildete es einen Beinamen (Bassus).

und

Genauer: Lateinbuch von Walde-Hoffmann, allerdings ist Texterkennung ungenau bei dieser Dateiart:
http://archive.org/stream/walde/Walde_djvu.txt

( auf der Page nach "bassus" suchen ).

Oder andere Lese-Optionen checken:

https://archive.org/details/walde


****

Bariton => auch schwierig. Kommt ausm Griechischen. "bary...." => "schwer", "tonos" => Klang. Vgl. evtl. auch das Instrument "Baryton".

Tenor => lat.: tenor, tenoris m. ununterbrochener Lauf, Zug.

=> Stimme, die lange durchgehend gehalten wird, evtl.

Wie gesagt, sind also Fragen nach "isten" oder "istinnen" eigtl. obsolet, zumal man auch sagen kann: "DER SOPRAN / DER ALT war heute Klasse !!"

Was ich übrigens bevorzugen würde.

Zum Punkt 2:

Kommen wir zu den "Organen". Die allerdings im lat. "viscera, um npl." lauten, wenns die inneren Körperorgane sind, oder membrum, i, n., wenns ein fleischiges äußeres ist, außer in der Fabel, die wir alle kennen, von Menenius Agrippa und dem Zusammenhalt der Glieder, wo zumindest in den Anfängerschulbüchern alles, auch der MAGEN, unter "membra" fällt.

es gibt aber auch ein aus dem Gr. ( "organon" ) kommendes lat. Wort, das "organum, i, n." heißt, und im Sinne von "Werkzeug" gebraucht wird. Und damit wahrscheinlich auch im Sinne von "Instrument".

Quellen: Großer Stowasser 1910, und Wörterbuch Dt.-Lat mit berücksichtigten mittellat. Inhalten. / Wikipedia und Lewis short online zum Abchecken.
Das genügt hier, denn wir sind ein KLAVIERFORUM.

Und nun zu Punkt 3:

Einen besseren Namen GIBT es nicht für das Instrument, denn er besagt genau das, was auf ihm möglich ist ( abgesehen von Pedal, nat. ):

Leise zu spielen, und laut zu spielen ( und dazwischenliegende Lautstärken. ) . Und sonst nichts, daher heißt es auch nicht "Schlechtschönklang".

Dadurch wird nochmal bekräftigt, dass unsinnige Aktionen wie: Tasten streicheln, dumme Verrenkungen, Tasten nach Anschlagen "abziehen", Aufsprigen, theatralisch sich vorbeugen, theatralisch sich zurückwerfen, weit ausholende Bewegungen ( die man auch mit nem kleinen Fingertouch genauso und effizienter zum "klingen" bringen könnte, und weitere Dinge UNNÜTZ sind, wofür A. L., der Autor der Methode, schonmal 1000000 Punkte bei mir gut hat.

Denn mit diesem Unsinn muss SCHNELL aufgeräumt werden.

Schließlich möchte ich am Ende dieser kleinen Ausführung nochmals die WIRKLICHE Frage stellen:

WARUM spielten viele Leute nur "LAUT", so dass man sie eigtl. "FORTISTEN" nennen müsste , statt PIANISTEN ? WARUM waren / sind viele nicht in der Lage, LEISE zu spielen ?


( hat n bisschen gedauert, und wenn ich was verpasst habe, - what shalls. )

LG, Olli !!
 
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rolf

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Schließlich möchte ich am Ende dieser kleinen Ausführung nochmals die WIRKLICHE Frage stellen:

WARUM spielten viele Leute nur "LAUT", so dass man sie eigtl. "FORTISTEN" nennen müsste , statt PIANISTEN ? WARUM waren / sind viele nicht in der Lage, LEISE zu spielen ?


( hat n bisschen gedauert, und wenn ich was verpasst habe, - what shalls. )

LG, Olli !!
Lektüretipp: Gerald Moore "bin ich zu laut?" (Autobiografie des berühmten Liedbegleiters) :)
 
hyp408

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und der Zippelfagottist ... spielt er auf einem Zippelfagott?
 
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und der Zippelfagottist ... spielt er auf einem Zippelfagott?
:D

LOL, hyp...wahrscheinlich spielt er auf nem Zippel, hm ? :D

( hier bei uns sagt man manchmal zu einer, die sehr ZIEGIG / ZICKIG ist: " Ey Du olle Zippe..!!!" ) . Ich natürlich nie, denn ich bin für meine höfisch-vollendete und auserlesene Ausdrucksweise bekannt. :D

Aber die Story mit Bach ist schon LOLig. Hier drei links:

A Sort of Notebook: Bach and the "Nanny-Goat Bassoonist"

Johann Sebastian Bach

Bassoon Operator: Bassoonist vs Bach

Tjaa, Geschichte und Geschichten. Sie machen uns die berühmten Komponisten und Pianisten lebendig, und greifbar.

LG, Olli !
 
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..Nachtrag zu Bachs "Zippelfagottisten":

Wir lasen ja, dass die Übersetzung teils strittig ist.

Hier

Wörterbuchnetz

finden wir aber folgendes:

Zitat:

Zippel [tsìpəl fast allg.; dsìbəl Ri. Ha.; sipəl Lix.; tsepəl D. Si.] m.
1. Zipfel eines Tuchs, Spitze überh. Wdg.: am Eng vam Z. schließlich Ri. Ha. —
2. Tropf, einfältiger Mensch: liederlicher Z., dummer Z.! — ElsWB els. 2, 911 u. baier. 2, 1142 Zipfel, Zippel in beiden Bedeutungen. Zss.
( Übrigens gibts im Web noch weitere Dig. Wörterbücher dieser niederen Dialekte, Bayrisch, Rheinländisch und so, *gggg*,
als Beispiel soll das o.g. reichen, in dem ich auch ZIBBEL nachgeschlagen hatte, da ich natürlich auch an ZIPFEL gedacht hatte, denn wenn wirklich irgendwas mit den ( mir ja bekannten, wie vorhin gesagt, "Zippen" ( hier bei uns für: Zicken, wie auch die m.E. fragwürdige engl. Übersetzung "nanny-goat" = Zicke ( ZOOL. ) "angeben würde ) weiblichen Ziegen zu tun hätte, würde es zumindest hier bei UNS nicht "ZippeLfagottist, sondern "ZippeNfagottist" lauten. Schon das ließ mich stutzig werden.

Einschub:
Wenn er wenigstens tatsächlich ZIBBELFAGOTTIST gesagt hätte, dann...könnte man schon den Unmut des Rezipienten verstehen, denn da gibts natürlich noch folgende:

b. Euterzitze (s. Wk. VIII, 8, Strich) Schleid-Schmidth, Rheinb-Meckenh, Köln-Mengenich Stdt, Dür-Frauwüllesh, Bergh-Fliesteden Horrem. —
c. Geschlechtsglied.
α. verächtl. des Mannes Köln, Gummb-Berghsn. —
β. des Stieres Düss-Kaiserswerth, Mettm. —
γ. des geschlachteten Schweines; zum Einfetten von Sägen benutzt. —
2. Zipfelförmiges.
a. Gummisauger Grevbr-Delhv. —
b. spitz zulaufendes Stück Land Köln. —
3. übertr.
a. sachl. Mauerpfeffer, Sedum Bo. —
b. persönl.
α. zur Charakterisierung eines Menschen: ängstlicher, schüchterner M., Angsthase, meist ene bange


,so dass er bei c. ) n "Lutscher" wäre ( würde ja auch zur Spielweise beim Fagott passen ) *gggg* , und z.B. bei 3. alpha ein FEIGLING.

Aber er hat ansch. "ZIPPEL" gesagt.

Und daher tendiere ich, wenns keine Lautanpassung gegeben hat, im Moment dazu, "Dummkopf" und "Fagottist" zu verbinden, in Bachs Aussage.

Zu beachten wäre nat.: Bach kam ja aus der DDR, wie wir wissen.

Und woher kam dieser Geyersbach oder Geyersberger ? Wenn Bach selbst vielleicht nichtmal das Wort "Zippel" in seinem Umfeld oft verwendete - vielleicht WUSSTE er, dass sein "Opfer" es auf jeden Fall verstehen würde ??

Denkt so: Olli ! Und grüßt.
 
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Hab gerade das Buch: "Die Stimmung der Welt" von Jens Johler gelesen. Es geht um Bach und um die wohltemperierte Stimmung ... sehr empfehlenswert. Etwas Biografie, etwas Musiktheorie und etwas Philosophie ... und schön zu lesen. Die Episode mit dem Zippelfagottisten kommt auch drin vor.

Gruss

Hyp
 
 

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