Fingersatz Trauermarsch Chopin Op. 35

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Ralph
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Hallo zusammen. Ich versuche mich gerade am Trauermarsch aus Chopins Sonate Nr. 2, kämpfe aber mit den Fingersätzen. Wie greift man diese riesigen Intervalle? Muss man arpeggieren? Ich habe ein Beispiel angehängt und bin dankbar um jeden Ratschlag.

LG, Ralph
 

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Bachopin
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Hi Ralph,

da wo die Fragezeichen sind, in der LH:

521 oder 421, wenn wie bei mir der 4 sehr lang ist.
Ist eigentlich ein normaler Dezimen Griff mit zusätzlicher Quinte.

Gruß
 
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Ralph
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Hi Bachopin!

Danke für die Hilfe. Ich hatte schon befürchtet, dass ich die Dezime greifen können muss. Ich nehme an, das kommt mit dem Training. Momentan schaff ich erst eine None, aber ich bleibe dran.

Gruss
 
rolf
rolf
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Trauermarsch aus Chopins Sonate Nr. 2, kämpfe aber mit den Fingersätzen. Wie greift man diese riesigen Intervalle? Muss man arpeggieren?

hallo,
da kommen doch noch viel schlimmere, siehe Anhang (rechte wie linke Hand)...
wenn man solche "Riesengriffe" nicht oder noch nicht greifen kann, gibt es mehrere Lösungen:
a) sehr rasch arpeggieren
b) aufteilen in Bassnote und Restakkord (in Deinem Beispiel das des blitzschnell voraus, danach as-f gleichzeitig mit der rechten Hand)
c) aufteilen in Bassnoten und Rest (in Deinem Beispiel die Quinte des-as gleichzeitig mit der rechten Hand, das f so schnell wie möglich hinterher)
da Chopin selber für manche großen Griffe in seiner zweiten Sonate das arpeggieren vorschreibt, wird wahl das die angemessenste Lösung sein.

Gruß, Rolf
 

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Frédéric Chopin
Frédéric Chopin
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Hi Bachopin!

Ich hatte schon befürchtet, dass ich die Dezime greifen können muss. Ich nehme an, das kommt mit dem Training. Momentan schaff ich erst eine None, aber ich bleibe dran.

Gruss

Hallo Ralph,

nein, mußt Du nicht! Es gibt viele Pianisten, die keine Dezimen greifen können! Da bringt auch das ganze Training nichts, wenn man einfach die Handspanne nicht hat.

In diesem Fall macht man es so, wie Rolf geschrieben hat.
Und wie Du im Anhang siehst, sind sehr weite Griffe von Chopin ohnehin arpeggiert geschrieben, also würde er sich bestimmt nicht beschweren, wenn man auch hier diese Dezime arpeggiert, für diejenigen, die sie nicht greifen können. :p
Der Musik stört es hier nicht.

Soviel ich weiß, habe ich bei dieser Stelle glaube ich auch arpeggiert.

Liebe Grüße, Mario
 
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Ralph
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Danke Rolf und Mario für eure Beiträge. Stand schon kurz vor der Verzweiflung, weil ich diese Dezime einfach nicht hinbekomme. Werde es also mit arpeggieren versuchen.

Wie sähe es übrigens bei meinem Beispiel damit aus, das des eine Oktave höher zu spielen? Ist das Frevel? War nur so eine Idee, weil zum Arpeggieren ja relativ wenig Zeit bleibt.

Liebe Grüsse, Ralph
 
rolf
rolf
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Wie sähe es übrigens bei meinem Beispiel damit aus, das des eine Oktave höher zu spielen?

hallo,

das würde ich nicht machen, lieber arpeggieren (daran gewöhnt man sich).

was den weiten Griff des-as-f anlangt:
- leg Deine Finger einfach mal auf es-as-es: den kann man problemlos schnell arpeggieren;
- wenn Du nun den 3. Finger auf as läßt, aber Deinen Arm etwas nach links bewegst, kommst Du mit dem 5. ans des: also des-as-es arpeggieren mit einer Bewegung des Arms nach rechts
- jetzt mal das as mit 3. berühren und den Arm weiter nach links bewegen: so kommt der Daumen ans f
- - - damit ist die Bewegungsrichtung und -weite klar, sodass dem Arpp. des-as-f nichts mehr im Weg steht
und weil dort noch Pedal ist, wird auch nichts in den unteren Tönen wer weiss wie festghalten
danach ist es Geschmackssache, ob man lieber 5-3-1 oder 5-2-1 nimmt; irgendwann wirst Du das Gefühl haben, dass sich dieser arpp. Akkord "wie mit einem Zahnrad" (die Finger als Zacken des Zahnrads) einfach nach oben rollen läßt.

ich häng das noch mal aus meinen Noten an, weil die eine anderes Druckbild aufweisen.

Gruß, Rolf
 

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Ralph
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Hallo Rolf

Danke für den Super-Tipp. Genau für so was gehe ich in die Klavierstunde, aber da momentan Ferien sind, helfen mir die hilfreichen Geister von Clavio. Ich hab das jetzt schon ein paar Mal ausprobiert und ich bin zuversichtlich, dass es auf diese Weise bald einmal "rollen" wird.

Lieber Gruss, Ralph
 
 

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