Feedback Eigenkompositionen

  • Ersteller des Themas minimalista
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minimalista
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Hi in die Runde,
bin neu hier und generell auch erst seit 1,5 Jahren Klavierspieler.
Ich versuche mich neben dem Unterricht auch immer mal wieder in Improvisation in Minimalismus. Hab daher mal Fragmente, die ich so als Impro spiele aufgenommen, mit dem Ziel, mal eine Sammlung an so 10 Stücken zusammen zu bekommen.
Mich würde daher eure Einschätzung interessieren, wie das für euch klingt (in Anbetracht 1,5 Jahre Klavierunterricht, 1/Woche 45min, lerne sonst anhand der Russischen Klavierschule und seit 6 Monaten viel Mozart und einfache Stücke Chopin) und ja, sind da spontane Impros auch manchmal paar Verspieler dabei 🙈
Hab alles auf SoundCloud hochgeladen:
Hier zu SoundCloud
Danke euch :)
 
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DerOlf
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hi @minimalista
Ich habe nun in deine eigenen Stücke mal hineingeschnuppert und ich muss sagen ... alle Achtung.
Das ist abwechslungsreich und an einigen Stellen bin ich tatsächlich ins Träumen geraten.
Genau das soll Musik tun ... also nicht zum Träumen animieren sondern einfach Emotionen hervorrufen.

Ich beneide dich darum, dass du jetzt diese "ersten Schritte" gehst ... bei mir ist das Jahre her ... und während ich dabei war, hatte ich andere Dinge im Kopf, als meinen eigenen Fortschritt beim Komponieren oder Improvisieren (dass es den gab, stand für mich nie zur Debatte), zum Beispiel "what is happenning here and what may come next?" oder "was mache ich denn mit dem Abi, wenns fertig ist?".
Ich habe vor lauter "Machen" einfach nicht drüber nachdenken können, ob ich mich weiterentwickle ... oder ob das, was ich schreibe, irgendwie gut ist.
Das hat sich für mich wie ein sehr mächtiger Sog angefühlt, der mich einfach nach schüchternen Berührungen brutal mitgerissen hat ... naja ... im Nachhinein kann ich das so beschreiben ... als es gegenwärtig war, hätte ich das wahrscheinlich nicht gekonnt (geschweige denn, es überhaupt für nötig zu halten).

Mach auf jeden Fall weiter ... ich höre da Potenzial.

Auch auf die Gefahr hin, dass du das schon tust.
Ich kann empfehlen, Teile, die du in Improvisationen immer wieder verwendest, aufzuschreiben und - soweit du das kannst - auch mal theoretisch zu erweitern, zu variieren und so weiter. Vielleicht kommt da manchmal Müll heraus ... aber dieser Müll zeigt dir auf eine sehr emotionale Art, wie es eben nicht funktioniert.
Den Müll aber nicht einfach wegwerfen, sondern zwischendurch auch versuchen, ob man das mit pianistischen oder kompositorischen Mitteln nicht doch noch in Musik verwandeln kann ... auch dabei kann man unglaublich viel lernen.
Schließlich kann man unglaublich schöne Klavierstücke großer Komponisten auch so spielen, dass sie einfach scheiße klingen ... das geht manchmal auch andersrum.
 
hasenbein
hasenbein
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Ich kann mich grundsätzlich anschließen - Du hast "Musikalität" und Ausdruckswillen. Ausbaufähig!

Allerdings solltest Du insbesondere an Tempo und Rhythmus arbeiten. Da sehe ich die auffälligste Schwäche. Du hast, sobald die Töne etwas schneller werden bzw. die Dynamik etwas ansteigt, keine Kontrolle über das Tempo (haust jedes Mal total ab), und Läufe werden ungleichmäßig, da fehlt es an "Technik" und Rhythmusbewusstsein.

Ich würde an Deiner Stelle mehr Musik üben, die in striktem Tempo (ohne Rubato) gespielt wird, also z.B. Bach, Scarlatti, Pop, Jazz. Auch wenn Du "am liebsten" (gib's zu, es ist auch, weil es Dir leichter fällt) diese Rubato-Sachen spielst.
 
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minimalista
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Danke euch vielmals für eure Zeit und das gute Feedback!
Ja, gerade beim Stück Pempelfort war ich im Kopf immer schon an Stellen viel weiter, was meine Technik aber noch nicht zulässt 🙈
Ich finde ja auch meine allgemeinen Fortschritte im Unterricht bspw aktuell bei Mozart - Sonata 16 oder Chopin - Walzer a-moll super, und mein KL ist gerade bei der Sonata 16 2 Teil sehr genau was Tempo & Dynamik angeht, da ich das im Kopf gern anders spielen würde, aber so wie es gedacht war wahrscheinlich aber besser klingt.
Denke, da kommen die Hörenden-Einflüsse von Martin Kohlstedt, Nils Frahm oder Chilly Gonzales oft bei mir durch, die für mein Gehör mich immer wieder überraschen und umhauen. Was mir bei Bach oder Beethoven nicht passiert, auch wenn es Igor Levit mega performt, spüre ich da nicht das gleiche.
aber korrekt, ich übe auch mal weiter Tempo und Dynamik, mein KL hat bestimmt noch ein paar Czerny Etüden zum Quälen für mich vorbereiten 🙈
 
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DerOlf
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:lol:

ich bin gerade mal über den Smiley gefahren, den @minimalista verwendet (mitm Cursor).
Meine Augen sind nicht jünger als der Rest ... und ich brauche wohl entgültig eine neue Brille.
Ich habe jedenfalls gestaunt, als ich sah, dass das ein "nichts-sehen-Äfffchen" sein soll.

Ich habe den Smiley erst als die Heckansicht eines Menschen interpretiert, der dem Leser sein Hinterteil hinhält (ein LMAA-Smiley sozusagen).

:lol:
 
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minimalista
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😂 das bringt ja ganz neuen Kontext in meine Aussagen
 
itsKAT
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Hey, also Du hast definitiv Potential und einen modernen Stil.🎹🎶🙂 Ich denke, als nächster Schritt wäre es wichtig, die Stücke "zu Ende zu denken" und dafür brauchst Du musikalisches Werkzeug.

Liebe Grüße aus dem hohen Norden,
KAT
 
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hasenbein
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So langsam erinnern mich die Ratschläge zusammengenommen an das, was im Witz der KL zum schlechten Schüler sagt:
"Ja, schon ganz prima! Jetzt nur noch richtige Töne, richtigen Rhythmus, richtiges Tempo und richtige Dynamik, dann bist Du ganz vorne mit dabei!"
 

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Viva la musica
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@minimalista
Ich beziehe mich jetzt nochmal auf deine Stücke (endlich Zeit gefunden, sie zu hören). Gefallen mir richtig gut! Sie haben mich dazu gebracht, Soundcloud zu installieren, dass ich dir folgen kann! Bin schon voll gespannt, wohin du dich noch entwickelst!
Und bin auch ein bisschen deprimiert, weil ich deine Musikalität, die du nach 1,5 Jahren schon so hast, vermutlich NIE entwickeln werde... vielleicht bin ich einfach mehr zur begeisterten Musikzuhörerin geboren als zur Musikerin... :denken: :musik:
 
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