Fairer Preis für einen Flügel?

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thomas 1966

thomas 1966

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Meinen ersten Flügel habe ich geschenkt bekommen. Er hat einen schönen Klang, ein paar optische Mängel aber er ist brauchbar und ohne gröbere Mängel (keine Risse in Stimmstock, Resonanzboden, Rahmen oder sonstwo. Ich ließ ihn stimmen und spielte darauf. Als ich meinen kleinen alten Ehrbahr bekam trennte mich aus Platzgründen von ihm.

Und jetzt frage ich:"Was wäre ein fairerer Verkaufspreis gewesen?"

Fragt jetzt nicht nach der Marke, der Farbe, der Größe oder dem Alter des Instrumentes. Wie das Beispiel des Schimmelklavieres zeigte, spielt das für die Preisbildung keine Rolle! Da genügen der Einkaufspreis und die Investitionen als Basis.
 
R

Rubato

Guest
Der Einkaufspreis war also 0€. Stimmen hast Du ihn lassen, also etwa 100€ investiert. Jetzt musst Du aber noch Dein unternehmerisches Risiko sehen, Deine langjährige Ausbildung und dann natürlich die Gegebenheiten des Marktes. Ein Steinway kostet über 100.000€ , da musst Du deutlich drunter bleiben. Vorschlag: 50.000€, aber dann mit Klavierbank.

Gruß
Rubato
 
Stilblüte

Stilblüte

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Ich habe ein Auto geschenkt bekommen. Sieht nett aus, keine Schäden im Lack und unfallfrei, fährt sich auch ganz gut. Hab es vollgetankt.
Was wäre ein fairer Verkaufspreis?
 
K

kalessin

Guest
Mein Bruder hat aus der Erbmasse meines Großvaters das Auto bekommen. Garagenfahrzeug, unter 30.000km auf der Uhr. Ich hätte vermutlich schreien müssen wegen Kompensations-Zahlung, weil sonst "unfair"? Es war da, er hatte den Bedarf, ich nicht. Oder hätte ich mich spätestens beschweren müssen, als er nach einigen Jahren den Wagen in Zahlung gab, als er sich anlässlich Familienvergrößerung einen neueren zulegte. :denken:
 
Barratt

Barratt

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Ein "fairer Preis" ist nach meinem Verständnis ein Preis, der dem Wert des Verkaufsgegenstands angemessen ist.

Das heißt, evtl. Mängel dürfen nicht verschwiegen oder oberflächlich überhübscht werden.

Mit dem bilanziellen Wert in den fiktiven Büchern des Eigentümers hat ein "fairer Preis" nichts zu tun - er orientiert sich am Objekt.

Beispiel: Man bekommt aufgrund von glücklichen (oder im Erbfall: traurigen) Konstellationen einen ca. 50 Jahre alten Steinway O zum Preis von Null. Das Instrument ist soweit in Ordnung, bedarf der Stimmung und Regulation, beides kostet sagen wir 1.000 Euro. Man selbst braucht ihn aber nicht, weil man zum Beispiel vor wenigen Jahren einen B gekauft hat. Der bilanzielle Wert des O in den fiktiven Büchern des Beschenkten/Erben läge bei den 1.000 für die Ertüchtigung. 1.000 Euro Verkaufspreis für den Flügel wäre aber nicht "fair", sondern eine Dummheit.

Fair wäre in so einem Fall nicht, den Flügel weit unter Wert zu verkloppen, sondern ein Gespräch mit den anderen Erben zu führen, inwieweit man sie am Erlös beteiligt.

Oder aber man entscheidet sich bewusst für die "gute Tat", verkauft den Flügel zu einem angemessenen Preis, zieht vom Erlös die Eigeninvestition ab und verschenkt den Rest.

Moine Moinung.
 
thomas 1966

thomas 1966

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Ihr seid Euch da ziemlich einig - das nächste mal frage ich vorher.

Ich habe ein Auto geschenkt bekommen. ...
Falsches Forum? Oder hast Du nur den falschen Faden erwischt?
Da wir nicht wissen, zu welchem Preis Du Dich von dem Flügel getrennt hast, können wir auch nicht sagen, ...
Wen meinst Du mit "wir"?
Wenn Du imstande wärst, die Frage zu beantworten, dann würde der erzielte Preis keine Rolle für Dich spielen weil es zwei Möglichkeiten gäbe. Du würdest den erzielten Preis genau treffen oder eben einen faireren Preis nennen.

Ein "fairer Preis" ist nach meinem Verständnis ein Preis, der dem Wert des Verkaufsgegenstands angemessen ist. ...
... und den jeweiligen Umständen entspricht.
Danke für diesen Beitrag - das gibt Hoffnung. :-)
 
xentis

xentis

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Und was genau ist jetzt die "Message" dieses Themas? :müde:
 

 

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