Das Üben lehren

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snowdrop83

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22. Feb. 2007
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Hallo!

Ich finde das "Üben" sollte einen zentralen Platz im Unterrichtsgeschehen einnehmen. Des weiteren ist es unser Ziel, dass unsere liebevolle im Unterricht geleistete Übearbeit auch zu Hause fortgesetzt wird - und nicht im stundenlangen sinnlosen und stupiden Wiederholen ausartet! Das "heilige Ziel" des Lehrers ist doch zweifelsohne, den Schüler mit der Zeit unabhängig von einen selbst zu machen.

Wie übt ihr also mit den Kindern im Unterricht? Welche Tipps gebt ihr ihnen, damit das häusliche Üben nicht zur Qual wird? Erstellt ihr mit ihnen einen Arbeitsplan, oder gebt ihnen eine konkrete "Übeaufgabe"? Arbeitet ihr mit einem Protokollheft oder Punktesystem - oder wie auch immer...

Bin gespannt auf eure Antworten ...
 
Hallo snow,

ich habe da ein paar ganz wirksame Methoden entwickelt.

Das erste -
ganz einfach - ist das Hausaufgabenheft.
Ich habe einen Haufen schöner Bücher (zB im "1 € Laden") in meinem Studio herumliegen. Die Schüler/innen dürfen sich ihres aussuchen. (sie bekommen es geschenkt) Darin halten wir alles fest, was wichtig beim Üben ist, was sie aufhaben etc

Das zweite -
Das "Ampelsystem". Ich liebe Post Its (ok, jetzt weiß jeder, der mich kennt, dass ich es bin *g*). Ich habe sie alle, in allen Farben und Ausführungen.
Aber vor allem in Grün, Gelb und Rot. Ich verteile jedes Mal Noten (Rot=noch viel tun, Gelb=schon gut, noch ein paar Dinge, Gründ=sehr gut, noch Kleinigkeiten) Geübt wird immer von Rot nach Grün, zurück geht nicht, nur vorwärts (also gelb-grün) Sehr beliebt bei den Kleinen (5-9 Jahre)

Das Dritte -
CDs. Ich spiele CDs ein. Alle Stücke, die "meine Kinder" spielen, sie es die Klavierschule oder JuMu Programm, alles spiele ich auf CD oder DVD ein.
(dann auch linke, rechte Hand getrennt)

Das Vierte -
Spezialkurse - Vom Blattspiel, Notenlernen, Harmonielehre - als Extrakurse in Gruppen

Das Fünfte -
Teams bilden - ich lasse die Kinder in Teams arbeiten. Sie bringen sich gegenseitig ihre Stücke bei und lernen somit das Doppelte und gleich dazu,
ob sie das Unterrichten mögen. Sie sehen meinen Unterricht gleich mit anderen Augen, haben viel mehr Respekt. Etwas effektiveres gibt es nicht.

Nun habe ich alles verraten ;-)

Hoffe, es hilft Euch.

Gute Nacht.
 
Hallo Klavierstunde

Soetwas kann ich als Schüler nicht annehmen. eil ich einzel Unterricht habe... kann ich auch nicht in eams arbeiten.
Ich finde aber den Einzelunterricht ganz schön, da ich hier besonders auf meine Schwächen aufmerksam gemacht werde (wenn denn welche da sind) und kann meist Stücken spielen, die mir gefallen. Was bringt es mir wenn ich stupide Sonaten spiele aber Liszt Etüden viel interessante finde.

Ich finde Lehrer sollten ihren Schülern Freiraum lassen sich auszuprobieren...

pp
 
Hallo klavier-stunde

ich verstehe eigentlich nicht, was pp für ein Problem hat- ich bin ganz fasziniert von deinem Unterricht. Ich glaube ich hätte ihn als Kind ganz toll gefunden!!
Vielseitig und abwechslungsreich, und für die, die wollen mit Ergänzung- da lernt man mehr als in "normalem" unterricht.
Ich nehme an, dass die Kurse zusätzlich zum Einzel- oder Gruppenunterricht sind?
Vom Blatt-Spiel habe ich zum Beispiel wenig geübt und kann es darum auch nicht besonders gut. Sowas muss von Anfang an trainiert werden.

liebe Grüße

Stilblüte


@ pp:
ich würde mal sagen, dass stimmt nicht so ganz. Natürlich ist es sinnlos nur Sonaten oder Etüden oder sonstiges zu spielen.
Aber wie sich das anhört, spielst du nur Stücke, auf die du Lust hast-
das ist natürlich bequem.
Meiner Meinung nach aber nicht gut! Ich muss auch ab und zu Stücke spielen, die ich nicht unbedingt mag, und auch das muss man lernen und können! Und sie lieben lernen. Das wird im Studium und auch im Beruf so bleiben, ob in der Musik oder sonst wo- man kann nicht nur machen, was man will.
Außerdem weiß der Lehrer, welche Stücke oder Stilrichtungen man mal gespielt haben sollte, und es wäre nicht gut, bspw. nur Chopin oder nur moderne Stücke zu spielen.
 
nein ich finde das sollte man nicht spielen, weil man erst später nach und nach dahinterkommt was einem wirklich gefällt und das sollte man auch machen, denn was bringt es wenn ein kleiner Bube von 5 Jahren Bach Inventionen spielt, sie aber nicht im geringsten begreift.

Das ist nicht bequem sondern einfach Spaß am Klavierspiel.


pp
 
bist du etwa ein kleiner Bube von 5 Jahren, der Bach-Inventionen spielt...?:rolleyes:
 
@ klavier-stunde

Nachdem ich auch relativ viel mit CD´s arbeite, hab ich vielleicht noch einen kleinen Tipp für Dich:
Nimm vierhändige Stücke auf, und zwar so, dass auf dem linken Lautsprecher secondo zu hören ist und auf dem rechten Lautsprecher primo. Damit kann man mit dem Balance-Regler die eine Stimme wegdrehen und dazuspielen. Ein Stück sollte im Übungs - und Vortragstempo aufgenommen werden.
Das Einzige, was Du brauchst, ist ein Programm für Mehrspuraufnahmen oder jemanden, der sich damit auskennt.
Die Kinder fahren voll drauf ab, weil sie beim Üben vierhändiger Stücke "nicht alleine" sind.
 
warum kannst du dann nicht auch Stücke spielen, die dir nicht so gefallen?
Was spricht dagegen?
Wenn du nur aus Spaß Klavierspielst, ist es klar.
Falls du aber in irgendwelcher Hinsicht vorhast, es in einem Beruf auszuüben, ist es doch gerade Pflicht, verschiedenste Stücke zu spielen, auch unbedingt solche, die man nicht nur aus Elan und Antrieb spielt, sondern auch solche, die man sich erst "erarbeiten" muss...
wenn du verstehst, was ich meine.

lg Stilblüte
 
ach stilblüte du denkst in die falsche richtung...

Stücken die mir nicht gefallen wie z.b. einige Mozartsonaten, mache ich nicht weil mir das eben nicht so gefällt wie Chopin...

Ist doch egal was ich mache die Technik entwickelt man die gleiche
bei meiner noch mehr weil ich mehr Lust zum üben habe, wenn ich am Fantasie Imp. sitze als irgendeine Mozartsonate.
pp
 
@ pp

Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt ;-)
Die Kinder haben alle Einzelunterricht. (meistens 0,75-1,5 Stunden/Woche)
Das Üben im Team müssen die Kinder selbsständig tun.
Sie bekommen einen Partner/in "zugeteilt", der altersmäßig etwas jünger oder älter ist und in der Nähe wohnt. Sie erhalten dann den Auftrag, sich ihre Stücke gegenseitig beizubringen (dann auswendig und nach Gehör).
Klappt hervorragend. Gerade bei Geschwistern führt es sogar dazu, dass vormals zankende Geschwister plötzlich zu einem Team werden.
Ich bin absolut überzeugt von diesem Konzept.
Unterricht in der kleinen Gruppe gibt es nur bei Harmonielehre, Notenlernen, Vom Blattspiel. Meine Idee ist es, so wenig "Nebensächliches" wie möglich im eigentlichen Unterricht machen zu müssen, sondern die Kinder zu motivieren, dieses selbstständig zu tun bzw im Ergänzungsunterricht.


Wegen der Aufnahmen (links secondo/rechts primo)
Das ist eine tolle Idee. Bin so froh, dass ich überhaupt irgendwie mit diesem Technikzeug klarkomme, mal sehen, ob ich das noch schaffe *lach*

Es ist sehr interessant, Eure Meinungen zu hören.
Ich bin zwar überzeugt von diesen Methoden, aber ich weiß auch, dass sie nicht verbreitet ist. Weiß auch nicht mehr, wie ich überhaupt auf diese Idee kam. ;-)
 

Ich halte diese Methoden auch für sehr erfolgversprechend.
Unterricht in der kleinen Gruppe gibt es nur bei Harmonielehre, Notenlernen, Vom Blattspiel.
Auch das kenne ich so aus meiner Kindheit. Alles Theoretische wurde uns unabhängig vom Instrument in Klassen (ca. 15 Leute) beigebracht, ganz so wie in einer normalen Schule.

Was ich als Kind besonders toll fand: Kleinere Orchester. Ich selbst war 4 oder 5 Jahre lang in einem Kammerorchester (8 Streicher von Violine bis Cello), dort habe ich das Üben fast besser gelernt bzw. ernster genommen als im Einzelunterricht, weil das Ziel (Üben und Proben bis zur Bühnenreife) immer vor Augen war.
 
Eure Ideen finde ich recht inspirierend. :)
Habt vielen Dank für eure Antworten.

Es gibt ein "Protokollheft", was ich eigentlich vom Aufbau ganz gut finde. Es heißt: "Agenda für junge Pianisten" (Protokollheft für den Unterricht)


aus der "Werbung":
Kinder sollen nicht nur lernen, wie man ein Instrument spielt, sie sollen auch lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen, mit Kritik umzugehen, eine Arbeitshaltung und einen Durchhaltewillen zu entwickeln. Die „Agenda für junge Pianisten“ ist ein Protokollheft für den Unterricht, welches den Schüler im Instrumentalunterricht und beim Üben zu Hause unterstützt und motiviert. Die Agenda hat aber auch eine wichtige Funktion für die Eltern und Lehrer und dient ganz allgemein zur Qualitätssicherung des Instrumentalunterrichtes.

Die Schüler beurteilen mit Hilfe von farbigen Smileys jeden Tag ihr eigenes Arbeitsverhalten und finden nützliche Tipps zum Üben. Außerdem gibt es in der Agenda viele wichtige Informationen: Notennamen im Violin- und Bassschlüssel, Noten- und Pausenwerte, Taktarten, Quintenzirkel, wichtige Begriffe für Pianisten, Tempo- und Satzbezeichnungen, die Namen von bedeutenden Pianisten und vieles mehr. Die Agenda ist auf 40 Schulwochen ausgelegt; die Arbeit damit kann aber jederzeit begonnen werden. Jede Woche gibt es außerdem eine schöne Illustration mit einem Flügel vor dem Hintergrund verschiedener Städte.

Die Eltern werden zur aktiven Mithilfe aufgefordert, damit der Instrumentalunterricht erfolgreich verläuft. Sie bestätigen jede Woche die Angaben ihres Kindes und können so den Unterricht und die Fortschritte ihres Kindes gut verfolgen. Auch die Eltern erhalten jede Woche einen Tipp, wie sie ihr Kind beim Erlernen eines Instrumentes unterstützen und motivieren können.

Die Lehrer profitieren natürlich auch davon, dass das Arbeitsverhalten der Schüler gefördert wird, denn das Üben des Schülers zu Hause bildet eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Unterricht. Die Lehrer bewerten jede Woche die Leistung des Schülers auf einer Skala von 1-5 Punkten. Ziel dieser Beurteilungen ist, dass die Bewertung durch den Lehrer und die Selbstbewertung des Schülers sich annähern. Ein separates Notenheft ist nicht mehr nötig, denn in der Agenda ist nicht nur Platz, um die Hausaufgaben zu notieren, sondern am Ende des Heftes befinden sich einige Seiten mit leeren Notenlinien für zusätzliche Übungen.



Ich habe es kürzlich mit einer Schülerin ausprobiert, und bei ihr schlägt es gut an- sie übt kontinuierlicher und effektiver! Natürlich nicht für alle geeignet...


Was haltet ihr denn davon: Eine Lehrerin hatte ein Plakat in ihren Unterrichtsraum gehängt mit allen Namen der Schüler, sowie die Unterrichtswochen. Nach jedem Unterricht wurde unsere Mitarbeit, sowie Unterrichtsvorbereitung bewertet, indem sie auf diesen Plakat bei unserem Namen, ein farbiges Kästchen malte (z.B.: blau= sehr gut; schwarz= "schlecht"; oder so ähnlich, ist schon zu lange her) Ich hatte dieses öffentliche Zur Schau stellen damals nicht so gemocht.
Am Ende des Schuljahres hat sie für jedes Kind ein Zeugnis gemacht (darin enthalten: die Leistungskurve; Noten der Technikprüfungen, sowie eine Bewertung in Note und "schriftlicher" Form)
 
Die Sache mit dem „Schwarzen Brett“ ist denk ich ziemlich heikel. Ich hab das vor einiger Zeit mal so gelöst:
Jeder Schüler bekam nach einem abgeschlossenen Stück eine gewisse Anzahl von Stempel in sein Aufgabenheft. Im Klassenzimmer hatten wir eine Magnettafel mit den Namen aller Schüler und einem Raster.
In diesem Raster durfte dann der Schüler mit einem bunten Magneten um so viele Felder weiterrücken, wie er Stempel bekommen hat. Alle zehn Felder gab´s als Belohnung einen Sticker, und wer am Schulschluss mit dem Magneten am weitesten vorne war, war der „Stempelkönig“ und bekam eine kleine Anerkennung.
Zur Zeit bin ich wieder am Überlegen, dieses System einzuführen, hab aber von Kollegen da schon Kritik zu hören bekommen.
Das mit den Stempeln und Sticker mach ich sowieso, aber ist das "Brett" nicht ein Ausspielen der Schüler gegeneinander?
 
Ist es, und es ist gut so. Heikel wäre es nur, wenn die Schüler zusammen in einem Orchester wären. Dort sollte Teamgeist ntürlich priorisiert werden.
Der Mensch ist bereits als Kind ein Komkurrenzkämpfer. Er strebt nahezu danach, sich mit anderen zu vergleichen. Am deutlichsten wird das im Sport, dort wird die eigene Leistung permanent zur Schau gestellt. Es wird viel verloren und wenig gewonnen, trotzdem freuen sich die Kinder am meisten auf Wettkämpfe. Ein normales Kind wird so ein Brett immer als Ansporn sehen.
Es liegt natürlich am Lehrer, wie er ein solches Brett gestaltet. Das Wort "schlecht" ist sicherlich nicht gut dafür geeignet. Da finde ich das Ansammeln von Stempeln oder sonstiger rein positiver Bewertungen schon gelungener.

Erinnert mich an tiefste Ostzeiten, da gab´s immer Bienchen.
 
Bisher bezog sich das Thema "Das Üben lehren" mehr auf Zusatzleistungen, die das Üben erleichtern sollen - wie bsp. Aufnahmen der Stücke - oder irgendwelcher Motivationen - Punktetafel u.ä. . Alles sehr nützlich und gewinnbringend, und die Kleinen lieben es - aber:

Folgendes Beispiel: Schüler X im 4. Unterrichtsjahr. Grundmotivation ist da. Im Unterricht arbeitet er sehr gut mit und befolgt alle Übeanweisungen. Doch wenn es darum geht das im Unterricht Gelernte zu übertragen auf eine andere Stelle, damit ist er zu Hause hoffnungslos verloren. Kennt ihr vielleicht auch: Begabter Schüler, der auf ein Hindernis stößt, die Mittel kennt, um sie aus dem Weg zu räumen, aber einfach nicht willens ist echte "Übearbeit" zu leisten und immer wieder dem Irrtum erliegt, dass es entweder durch 1000x stupiden Wiederholen besser wird oder aber er lässt das Stück einfach liegen.

"Klavierspielen beginnt im Kopf" !

Daher meine Frage: Wie übt ihr mit den Kleinen im Unterricht - welche Übehinweise gebt ihr euren Schülern an die Hand, und wie könnt ihr sicherstellen, dass wenn kein klavierspielender Opa im Haushalt des Kindes lebt, die Familie nichts mit Musik am Hut hat, dass das Kind nicht sinn- und lustlos vor sich hinübt.

Daher die Frage auch an die Klavierschüler hier: Wie übt ihr?
 
Klavierstücke auf CD ???

@klavier-stunde: Hab dann doch noch mal eine Frage zu der Sache mit den CDs für die Schüler.

Ich gebe dir recht, wenn ein Schüler seine Stücke auf CD bekommt, fällt dem Schüler das Erlernen des Stückes nicht mehr so schwer. Einfach aus dem Grund, weil der Schüler eine klangliche Vorstellung erhält, er weiß also, wie es klingen muss- und wenn es noch dazu vom Lehrer eingespielt worden ist, hat er obendrein eine sehr klangvolle Version im Ohr. Auch für die "nicht musizierenden" Eltern ist es von Vorteil, wenn sie wissen, wie's klingen müsste.

Aber nehmen wir nicht dadurch den Schülern zu viel Arbeit ab? Wie sollen sie zu selbständigen Menschen herangezogen werden, wenn wir ihnen alles erleichtern, ihnen jegliches "Denken" abnehmen? - Der Schüler legt einfach die CD ein, spielt dazu - und braucht sich nicht wirklich einen Kopf machen. Üben ist doch vielmehr problemorientiertes Arbeiten: Spielen - auswerten - Fehler erkennen - verbessern

Weitere Gefahren dieser Methode: Spielt der Schüler wirklich nach Noten oder nicht vielmehr nach Gehör?
Und außerdem: Wie klingt das Ergebnis? - Wohl eher wie eine billige Kopie des Lehrers als wie eine persönliche Interpretation des Schülers. - Jede Medaille hat nunmal zwei Seiten. Mich würde allerdings interessieren: Wie handhabst du das mit den CDs? (Denn ich glaube schon, dass du dir der Gefahren bewusst bist.)

Das Thema "Üben lehren" ist noch lange nicht ausgeschöpft - und ohnehin so unheimlich wichtig!!! Also, nur zu, her mit euren Tipps und Erfahrungen !! :)
 
Hi
Ich finde mich im moment noch in deinem Beitrag vom 13.3. wieder.
Bin jedoch dabei das im Unterricht behandelte mir in Erinnerung zurufen und das eigentliche Üben zu lernen.... ist harte Arbeit *stöhn*
Hab letztens ein Zitat von Liszt gelesen, weiß nicht mehr ob hier im Forum oder wo anders...ging so ungefähr: Es ist nicht das Üben der Technik entscheidend sonder die Technik des Übens. Find es sehr treffend.

Mein Hauptproblem ist eigentlich wenn ich nach einer Unterrichtsstunde zuhause am Klavier sitz.....wie ging das nochmal.
Aber wie gesagt ich arbeite daran =)

Gruß --- Sebi
 
Hi sebi!

Würde dir gern helfen, wenn ich darf.

Wenn's nur daran liegt, dass du das im Unterricht Behandelte schnell vergisst, gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1.) Sofort mitschreiben (alle Übungen, Hinweise, Tipps, Übeaufgaben)
Bei meinen Schülern mache ich das als Lehrer selbst - zum Teil recht ausführlich. Nichts ist schlimmer als wenn der Schüler zu Hause nicht mehr weiß, was und wie er üben soll.

2.) Und das mach ich selbst: Wenn ich nach Hause komme oder allerspätestens einen Tag nach meinem Klavierunterricht, rekapituliere ich noch mal alles (gehe quasi den Unterricht für mich noch einmal durch). Habe dafür extra ein kleines Büchlein und schreibe dann alles Wichtige über die Stücke, Übungen, HGs etc. dort rein. Weißt gar nicht, wie hilfreich das ist. - Frei nach dem Motto: Was man nicht im Kopf hat, muss man aufschreiben. Hab damit selbst erst vor zwei Jahren angefangen - und es hat mein Üben verbessert.

Anhang: Alle Fragen, die während des Übens aufkommen, unbedingt aufschreiben!! Dann kannst du deinen Lehrer nächste Stunde konkret danach fragen. Notfalls anrufen, wenn du etwas nicht mehr weißt.

Inwiefern gibt dir denn dein Lehrer Hilfestellung zum Üben?? Wie übt er denn mit dir im Unterricht? Gibt er dir konkrete Übe-Aufgaben??

Das Zitat fand ich klasse. Kenne ein ähnliches (leider kenne ich nicht den Urheber): Sag mir wie du übst, und ich sag dir wie du spielst.
 

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