Chopin Nocturne 9/1

Altneuling

Altneuling

Dabei seit
29. Nov. 2007
Beiträge
71
Reaktionen
0
Hallo zusammen
ich suche ein wenig Unterstuetzung bei meinem geliebten Chopin. die 9/1 hat es mir angetan. Natuerlich weiss ich ob der technischen Probleme. deshalb ja auch die Fragen
1. geschrieben in 6/4 machen die ersten beiden groesseren Figuren grosse Schwierigkeiten. da ist erstmal der Lauf mit 11 Sechzehntel gegen 12 Achtel (3.takt) danach gleich folgend 22 Sechzehntel gegen 12 Achtel.
wie bekomme ich das auf die Reihe?
2. die Bass begleitung ist auf der ersten Seite oft wiederholend, eigentlich kein Problem, aber in Takt 6 ist die Bassformation
des-f-des-as-f-f und dabei der Fingersatz 512413(ich bin leider zu ungeschickt, die Noten direkt darzustellen, entschuldigt)
ist es hier nicht viel besser von des auf f zu springen und die figur dann folgend zu spielen: des sprung ( auf f , dann des 2 , as 4 , f 1 und dann zum f mit 3) klingt alles ein wenig verwirrend, aber um Hilfe waere ich dankbar. Noten bei pianosociety composers.
erstmal herzlichen Dank , in der Hoffnung, dass mich die koenner verstehen
herzliche Gruesse Sigurd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
K

koelnklavier

Dabei seit
26. März 2007
Beiträge
2.612
Reaktionen
1.441
Die x-tolen kannst Du Dir durchaus rhythmisch strukturieren - sie sind ja nach Ausgabe auch unterschiedlich notiert. Ich empfehle folgende Lösungen:
  • T 2 (11tole): Die ersten acht Töne als 16tel mit anschließender Achteltriole.
  • T 3 (22tole): In ähnlicher Weise - die ersten drei Töne als Achteltriole, dann durchlaufende 16tel mit anschließender Achteltriole.
  • T 11: ganz streng Triolen gegen Achtel
  • T 14: Konzentriere Dich ganz auf die Septole und spiele ab dem zweiten Septolen-Achtel hinter jedem Achtel der rechten Hand das Begleitachtel der linken Hand - also:
    1 - 2+ 3+ 4+ 5+ 6+ 7
    wobei die "1" von beiden Händen gemeinsam und sämtliche "+" von der linken Hand besetzt sind.
  • T 73: Die ersten drei Triolengruppen rhythmisch korrekt. Die 20tel kannst Du aufteilen in 4 - 4 - 3 - 3 - 3 - 3.
  • T 75: Ähnlich wie T 14. Das letzte Sechzehntel einfach ein wenig verzögert und kürzer spielen.

Ich arbeite in der linken Hand bei den großen Spannen mit möglichst wenig Übersetzungen, da sich die Hand dabei leicht aus der Spielebene dreht. Der Gebrauch des rechten Pedals erlaubt es durchaus, die Hand einfach nur zu verschieben und über die Tasten gleiten zu lassen. Es gibt hier sehr viele Lösungsstrategien, die unter anderem davon abhängen, wie schmal Deine Finger sind (ob sie bequem zwischen die schwarzen Tasten passen), welche Intervallspannen Du mit welcher Fingerkombination greifen kannst.

Viel Spaß und viel Erfolg (aber verdirb Dir an b-moll nicht den Magen)! :D
 
Altneuling

Altneuling

Dabei seit
29. Nov. 2007
Beiträge
71
Reaktionen
0
Lieber Wolfgang!
erstmal meinen herzlichen Dank fuer Deine ausfuehrlichen Erklaerungen. ich denke, ich werde sie nutzen koennen. habe hier meinen Klavierlehrer nur alle 2 Wochen und da entstehen einfach viele Fragen. auch wenn es sich sicher bei meinen Faehigkeiten bei der Nocturne um ein " Langzeitprojekt" handelt. Dennoch, ich kann einfach sehr viel lernen und das wirkt sich erstaunlicherweise auf viele andere Stuecke sehr positiv aus. das Bb moll macht mir dabei die geringsten Beschwerden, ist es doch einfach, wenn sich alles ausser dem G und F veraendert. das geht erstaunlicherweise sehr gut.
also genug geschwafelt, herzlichen Dank nochmal fuer Deine kompetente Hilfe.
mit freundlichen Gruessen Sigurd
 
N

nikOld

Dabei seit
2. Sep. 2007
Beiträge
233
Reaktionen
1
Diese Nocturne gefällt mir auch ziemlich gut, auch weil es vielleicht erst die erste Nocturne ist, die ich geübt habe.

da ist erstmal der Lauf mit 11 Sechzehntel gegen 12 Achtel (3.takt)

ich glaub du meinst die 11 gegen 6 achtel :), würde ich genau so spielen wie koelnklavier vorgeschlagen hat. Die 22 gegen 12 ist ja dann eigentlich wieder 11 gegen 6 nur eben zwei mal^^. wenn du es dann so kannst (also mit den 16tel und zum schluss die triole), kannst du es dann versuchen, einfach "frei von der Leber weg" zu spielen, eben wie du grade lust hast. Weil wo steht denn, wie man es genau spielen muss. Es steht nur, dass du in der zeit, in der du die linke hand spielst, auch die rechte hand spielen musst. Und keiner kann es wirklich perfekt "mathematisch korrekt" spielen denke ich.
Oder widerspricht mir da jemand?

ist es hier nicht viel besser von des auf f zu springen und die figur dann folgend zu spielen: des sprung ( auf f , dann des 2 , as 4 , f 1 und dann zum f mit 3)

hab ich genau so gemacht, und funktioniert ohne weiteres.

Wenn du fragen hast bei "triole gegen achtel", kann ich dir auch ein paar tipps geben (;

lg
 
Altneuling

Altneuling

Dabei seit
29. Nov. 2007
Beiträge
71
Reaktionen
0
Hallo NikOld!
erstmal danke fuer Deine Tipps, die Du mir jetzt schon gegeben hast. natuerlich, es steht nirgends, wie bass und leithema zu spielen sind, einzige Begrenzung ist der Takt. aber natuerlich suche ich,und das ist wohl auch eine Folge des zwischenzeitlichen Umstiegs auf Bachs Inventionen nach der mathematischen Entsprechung. davon muss ich mich halt eben loesen. geht aber nicht so schnell. natuerlich bin ich Dir, was dieses Stueck angeht, sehr dankbar fuer jeden weiteren Tipp. also nur mal forsch weiter. bei den Beispielen in der pianosociety klingen die einzelnen Interpretationen dieser Nocturne von meister- bis relativ stuemperhaft. Enorme Zeitunterschiede in der Darstellung und Ausfuehrung. dadurch bekommt das Stueck dann einen voellig differenten Charakter. aber vielleicht bleibt das ja auch alles eine Auffassungsfrage und hat sogar eine willentliche Entsprechung des Komponisten. nachpruefbar ist das ja wohl nicht?
also lieben Dank fuer Deine Zeilen
mit freundlichen Gruessen Sigurd
 
 

Top Bottom