Chopin Etüde Op.25 Nr.1

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pianoboe

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Ich habe angefangen, mich an der Chopin Etüde 25/1 zu versuchen und bin da auf etwas gestossen, was mich ein wenig verwirrt. Ich hoffe, der ein oder andere kann mir da helfen:

Die Etüde besteht ja vor allem aus vielen Sextolen und über weite Teile spielen linke und rechte Hand gemeinsam Sextolen. An einigen Stellen sind aber in der linken Hand statt der Sextolen Quintolen notiert, während die rechte Hand weiter Sextolen spielt. In meiner "alten" Wiener Urtext Ausgabe sind diese Quintolen nun so gedruckt, dass die Abstände zwischen den Tönen der Quintole unterschiedlich sind. Das suggeriert, dass ich die Quintole "geteilt" gegen die Sextole spielen soll also einmal 2 gegen 3 und einmal 3 gegen 3.

Ich habe mir vor kurzem die Cortot-Ausgabe gekauft, nachdem ich hier einiges über die gelesen habe und in der Ausgabe sind die Quintolen ganz normal gedruckt. Kein Hinweis auf ein "Teilen" der Quintole.

Wahrscheinlich macht es im richtigen Tempo nicht viel Unterschied, aber wie spielt man es denn eigentlich "richtig"?
 
L

Lalona

Guest
Liebe Pianooboe ;-)

grundsaetzlich glaube ich, dass es nicht ganz einfach ist, fuenf gegen sechs mathematisch ganz korrekt zu spielen, und ehrlich gesagt habe ich auch angesichts des Tempos den Verdacht, dass es gar nicht so wichtig ist. Hauptsache, auf der eins sind sie zusammen ;-) Zum langsameren Ueben ist es bestimmt fuer dich einfacher, einmal 3 und einmal 2 gegen drei zu spielen...spaeter, wenn du bei der Etude vor dich hinrauschst, wirst du es vermutlich nicht mal selbst bemerken...mach so, dass du dich wohlfuehlst, wuerde ich vorschlagen.
lg
 
T

Thomas87

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Hi Pianoboe,

neben den Arbeitsanweisungen zu den Etüden von Alfred Cortot habe ich auch die Urtext-Ausgabe des Henle-Verlags, in der auch eine Aufteilung à la 2 auf 3 und 3 auf 3 vorliegt. Und so spiele ich diese auch.

MfG Thomas
 
P

pianoboe

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Ich muss zugeben, dass mir diese 2 auf 3 und 3 auf 3 Aufteilung zumindest in meinem Übetempo etwas widerstrebt. Aber es ist wesentlich einfacher zum Üben als 5 auf 6. Ich hoffe nur, dass wenn's mal in den Fingern drin ist und schnell genug wird, ich zur 5 auf 6 Aufteilung ohne Probleme wechseln kann.
 
Frédéric Chopin

Frédéric Chopin

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Hi Pianoboe,

neben den Arbeitsanweisungen zu den Etüden von Alfred Cortot habe ich auch die Urtext-Ausgabe des Henle-Verlags, in der auch eine Aufteilung à la 2 auf 3 und 3 auf 3 vorliegt. Und so spiele ich diese auch.

MfG Thomas

Hallo Pianoboe,

ich mache bei diesen genannten Stellen ebenfalls die Aufteilung 2 zu 3 und 3 zu 3

Liebe Grüße, Mario
 
G

GBrain

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"Wahrscheinlich macht es im richtigen Tempo nicht viel Unterschied, aber wie spielt man es denn eigentlich "richtig"?"

"2 gegen 3" und dann "3 gegen 3"

Ich denke es könnte helfen sich die Takte mit diesem Muster einmal näher anzuschauen. Denn es ist fast immer folgendes Muster innerhalb eines solchen Taktes zu erkennen:

Ein Takt hat in diesem Fall 4 Blöcke:
2/3 + 2/3 | 2/3 + (3/3) | 2/3 + 2/3 | 2/3 + (3/3)

Ich interpretiere diese Stellen musikalisch als eine Art "Steigerung". Wie so ein Auf und Ab. Eine Intensivierung. Diese unterstützt auch den "gefühlten Dialog" des Melodie-Tons...

16 Takte vor Schluss fällt diese Anspannung/Steigerung dann ab und das Stück gleitet rückwärts und sanft zurück nach Hause in die Tonika.

;)
 
M

megahoschi

Guest
Jetzt mal so rein aus Interesse: wie bist Du eigentlich darauf gekommen, nach drei Jahren Dein erstes Posting ausgerechnet in diesem über drei Jahre alten Thread zu verfassen? Also, rein zufällig ja wahrscheinlich nicht - aber wenn nach etwas suchst dann suchst Du wahrscheinlich eher Antworten, nicht Fragen um darauf Dein Wissen zum Besten zu geben? Was wäre denn Deine Frage gewesen auf die Du eine Antwort suchst?
 
G

GBrain

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hehe cool ...

...

ja Du hast Recht. Irgendwie ist es tatsächlich so gelaufen :)

Ich habe im Netz nach der Etüde gesucht, aber nicht wirklich mit einer brennenden Frage auf dem Herzen, vielleicht um ein paar Erfahrungen über das Spielen dieser Etüde zu lesen. Mich hat auch interessiert welche Stellen evtl. bei anderen haken und welche "Möglichkeiten" sie für "Probleme" gefunden haben. Und vielleicht ja auch ein wenig mit meiner eigenen Erfahrung zu helfen. Ich persönlich befinde mich momentan in der Situation, dass ich die Etüde auswendig spiele, ich aber noch viele Stellen "polieren" und Verbindungen "verflüssigen" muss. Ich hab in den letzten 2 Wochen meines Urlaubs die letzen 2 Seiten der Etüde gelernt und eigentlich muss ich es jetzt nur noch üben.

Aber wenn ich schon danach gefragt werde - ein paar Sachen würden mir spontan einfallen, die mich interessieren würden:

1. Vielleicht wären ein paar Tipps zum Lauf am Schluss ganz hilfreich, vor allem ob und wenn ja welche Töne man in diesem Lauf hervorheben sollte, damit es flüssig und unbeschwert klingt, bzw. wie man die Arme, Hände, Finger am besten (aus physikalischer Sicht) benutzt. Aber ich hab es auch bisher zu wenig geübt, als dass ich sagen könnte - es will und will einfach nicht klappen. Aber für Tipps zum Üben bin ich da offen.

2. Ansonsten würden mich Fingersätze bzw. Tipps für die Takte 32-34 interessieren - wobei ich natürlich weiß, dass es da nicht DEN Fingersatz gibt, der für alle funktioniert :) In diesem Bereich kreuzen sich die Finger relativ häufig, man muss weit greifen/springen und (wie der Zufall es so will *hust*) gleichzeitig diese "2-3 auf 3-3" Stellen spielen, die hier im Thread ja bereits beschrieben werden. Vor allem der Takt 34 hats da in sich: dort wechsel ich in der linken Hand vom 3ten Finger für C im ersten Block, auf den 2ten Finger für C im 2ten Block (wenn die Noten rückwärts als Triole gespielt werden), um dann im nächsten Block wieder den 3ten Finger für das C und den ersten Finger für das Gb zu nutzen - anschließend liegt dann alles locker unter der Hand und ich kann den 3ten Finger auf dem C belassen.

Aber auch hierfür gilt: ich hab es noch nicht genug geübt um zu sagen, es klappt nicht, aber für Tipps wäre ich trotzdem dankbar! Und für Vorschläge/Bestätigungen des Fingersatzes auch! Bisher finde ich diese "Passage" zum Üben am schwersten, wobei ich die Takte 22 und 23 bzw. den Übergang von 21 auf 22 auch als ne "Hausnummer" empfinde. Dazu würden mich die Fingersätze auch interessieren :) Also ... :)

Viele liebe Grüße!
 
 

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