Blutiger Anfänger, Null Erfahrung

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Farmag

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25. Dez. 2020
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Hallo,
ich hab mich hier angemeldet um ein bisschen Feedback zu bekommen. Zu meiner Ausgangslage: Ich bin 33 Jahre alt und bin eigentlich recht unmusikalisch (ich weiß, nicht gerade die besten Voraussetzungen). Habe bisher auch noch kein Musikinstrument gespielt und habe vom Notenlesen auch keine Ahnung.
Trotz diesem Defizit hoffe ich das ihr mir helfen könnt bzw. wollt.
Habe zu Weihnachten ein Yamaha Keyboard bekommen (YPT-260, ein ganz günstiges um 150 Euro) und würde gern darauf spielen. Wie fängt man als blutiger Anfänger am Besten an? Ich würde gern ein bisschen üben um in 2 Jahren (da ziehen wir um) auf ein E-Piano zu wechseln (sofern es mir Spaß macht).
Würde nur ungern hunderte Euro in Lehrer oder Onlinekurse investieren da ich selbst noch nicht weiß ob es mir langfristig Spaß macht .

Gibt es vielleicht einen Leitfaden an dem man sich halten sollte? Hab bis jetzt immer nur über Youtube ein paar Videos angeschaut und das einfach auswendig gelernt. Aber ich denke nicht das das der richtige Weg ist, da ich immer das vorige Stück vergesse sobald ich ein Neues lerne. (Sind nur ganz simple Musikstücke, Weihnachlieder ect.)

Mir ist bewusst und völlig klar das ich damit kein Weltstar werde, will auch nur für mich ein wenig 'herumklimpern'.
 
gibt es nicht. Jeder Mensch ist musikalisch (bis auf ganz seltene Ausnahmen, wo wirklich Amusie vorliegt).

Aber zunächst mal willkommen im Forum.
Mein Tipp ist: Nimm probeweise Unterricht, wenn es wieder möglich ist. Nach ca. vier Wochen solltest du merken, ob es dir gefällt oder nicht. Alleine herumwursteln würde ich auf keinen Fall, weil du dadurch einen nur sehr eingeschränkten Zugang zum Instrument bekommst.

Und mittelfristig würde ich an deiner Stelle das Keyboard als Spielzeug betrachten und ein richtiges Klavier (digital oder akustisch) anschaffen.
 
Würde nur ungern hunderte Euro in Lehrer oder Onlinekurse investieren da ich selbst noch nicht weiß ob es mir langfristig Spaß macht .
Ich glaube eher, die Wahrscheinlichkeit, dass dir das Musizieren Spaß macht, wird sich durch irgendwelche billigen bis kostenlosen Online-Kurse, oder Leitfäden zum "Selbststudium" verringern, allemal steiler als nach Schnupperunterrichtsstunden bei einem guten Lehrer.

Leitfaden oder Leidfaden:
  1. Lehrer suchen
  2. etwas Schnupperunterricht nehmen (soweit angeboten)
  3. dann weitersehen.
  4. wenn dir der Lehrer/die Lehrerin zusagt, bleiben, wenn nicht, a) wieder zurück zu 1 oder b) alleine weiterklimpern.
Im Falle von 4b) erübrigen sich meiner Meinung nach Bemühungen zu Selbstunterricht. Dann fährst du besser mit Klimpern zum Zeitvertreib. Aber willst du es "wissen"? Fang halt mit Tonleitern an, dann kommst du vielleicht gleich in die zweite Klasse, wenn du es einmal wieder mit Unterricht versuchst, denn du weißt schon, was Tonleitern sind, evtl. machst du einiges intuitiv schon richtig, und weißt, wo sich das mittlere C befindet, wozu die schwarzen Tasten sind, etc., und deine Lehrkraft und du ihr könnt euch darauf konzentrieren, die falsche Haltung des Spielapparats wieder zurechtzubiegen. ;)
 
Herzlich Willkommen im Forum!
Klar kannst Du auf dem Spielzeug Töne erzeugen, aber das wird Dir nicht sagen, ob Du Freude daran entwickelst, das Instrument zu lernen.
Ich schliesse mich meinen Vorschreibern vollumfänglich an.
Klimper rum und such Dir kompetente Unterweisung. Alles andere ist Murks und hilft Dir auch nicht weiter in Deiner Einschätzung.
 
Als ich mich endlich dazu entschieden habe , buchte ich mir in einer Woche 3 Probetermine in 3 Schulen und habe die Beste für mich raus gesucht.
 
@Farmag

Ich bin auch eher unmusikalische Spätanfängerin und habe eines Abends das verwaiste e- Piano aufgeklappt und angefangen mit Apps zu Klimpern.
Daher weiß ich: Stücke Klimpern auf dem Klavier und systematisch Klavierspielen lernen sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Klavierspielen beinhaltet bei (gutem) Unterricht so viel mehr, als nur das Drücken der richtigen Taste zum passenden Zeitpunkt.

Gerade, wenn du dich für eher unmusikalische hälst, ist guter Unterricht wichtig, damit das Projekt überhaupt eine Chance hat.
Das ist wie mit dem Matheunterricht in der Schule damals. Die Mathecracks waren gut in Mathe vollkommen unabhängig von dem Kasper vorne an der Tafel. Wichtig ist der Lehrer für den interessierten Rest der Klasse. Mit vernünftiger Anleitung und Fleiß kann auch ein weniger mathematisch begabter Mensch gute Ergebnisse erzielen.

Nur Mut!
LG,
Hekse
 
Danke für eure Antworten!
Habt ihr vielleicht Tipps wie ich einstweilen auf mein Keyboard üben kann bis wieder Unterricht erlaubt ist?
 
Nimm dir ein einfaches Kindetlied. Noten aus dem Internet oder ein Gesangbuch, was immer. Auch aus dem Internet : wie heisst welche Note und wo finde ich die auf den Tasten. Und dann durchbeissen, bis das Kinderlied nach Noten spiebar ist. Ich glaub gerade diese ganz elementaren Sachen kann man auch alleine machen. Nimm dir ein Stück, was du kennst, damit du hörst, wenn du falsch spielst.
 
Habe bisher auch noch kein Musikinstrument gespielt und habe vom Notenlesen auch keine Ahnung.
Zumindest das Notenlesen ist eine Sache, die man vermutlich auch ohne Lehrer und auch mit kostenlosen Infos aus dem Internet (oder günstigen Büchern, wenn man lieber Papier in der Hand hat) lernen kann. Dazu solltest du gleichzeitig auch lernen, welche Taste auf deinem Keyboard denn welcher notierten Tonhöhe entspricht. Auch die einfacheren Grundlagen des Rhythmus lassen sich vermutlich noch ohne Lehrer lernen.

Wenn du das kannst, dann kannst du zumindest schon einmal einfache Melodien selbst lernen (ohne Lehrer, ohne Ahnung vom Klavierspielen, aber mit Hilfe von Noten). Ob das Spaß macht, ist für mich schwer zu beurteilen, weil ich selbst nicht auf diese Weise, sondern ganz klassisch von Beginn an mit Lehrer gelernt habe. Im Zweifel kann das vermutlich auch frustrierend sein, wenn man sich auf einfache Melodien reduzieren muss.

Du kannst natürlich auch einfach mit beiden Händen (ohne die Hände oder andere Körperteile zu verkrampfen) wild drauflos klimpern und improvisieren und einfach hören, was dabei rauskommt. Das kann auch dann Spaß machen, wenn man keine Ahnung davon hat, was man tut - einige Grundprinzipien (was klingt gut zusammen, was nicht) findest du dabei sogar vielleicht selbst schon heraus, ohne noch benennen zu können, warum.

Und dann wird wohl der Punkt kommen, an dem du ohne eine besseres Instrument (also kein Keyboard, sondern mindestens ein Digitalpiano mit Anschlagsdynamik und Pedalen) und ohne Unterricht leider nicht weiterkommen wirst. Aber das scheint dir ja bereits klar zu sein. :-)

Ich wünsche dir viel Spaß!
 
Hi
Ich bin ja auch blutiger Anfänger und habe derzeit noch auf einem veralteten Tyros4 geübt.

Da ich das große Glück habe, von einem Pianisten ausgebildet zu werden und eh auf ein Gerät bzw. E-Piano mit 88Tasten umsteigen möchte, habe ich mich gleich für das Yamaha CVP809 entschieden.
Mein Lehrer hat mir zudem zugesagt, auch direkt auf meinem Gerät mich auszubilden, was ein erheblicher Vorteil ist.
Und da das CVP809 mit allem Schnickschnack ausgestattet ist, wird es auch auf Herz und Nieren geprüft.

Ich bin schon der Meinung, wenn es klappt, sich passend zur Ausbildung sein Traumgerät gleich zum Ausbildungsstart zuzulegen....
Das wird die Ausbildung ungemein erleichtern....obwohl es immer heißt, man muss sich vor jedem Gerät hinsetzten können, um zu spielen. Naja, soweit bin ich noch lange nicht....
Leider sind hier derzeit Lieferzeiten von mehreren Monaten aktuell....teilweise schon bis in den September rein.:013:
 

Hi
Ich bin ja auch blutiger Anfänger und habe derzeit noch auf einem veralteten Tyros4 geübt.

Da ich das große Glück habe, von einem Pianisten ausgebildet zu werden und eh auf ein Gerät bzw. E-Piano mit 88Tasten umsteigen möchte, habe ich mich gleich für das Yamaha CVP809 entschieden.
Mein Lehrer hat mir zudem zugesagt, auch direkt auf meinem Gerät mich auszubilden, was ein erheblicher Vorteil ist.
Und da das CVP809 mit allem Schnickschnack ausgestattet ist, wird es auch auf Herz und Nieren geprüft.

Ich bin schon der Meinung, wenn es klappt, sich passend zur Ausbildung sein Traumgerät gleich zum Ausbildungsstart zuzulegen....
Das wird die Ausbildung ungemein erleichtern....obwohl es immer heißt, man muss sich vor jedem Gerät hinsetzten können, um zu spielen. Naja, soweit bin ich noch lange nicht....
Leider sind hier derzeit Lieferzeiten von mehreren Monaten aktuell....teilweise schon bis in den September rein.:013:

Frag doch mal @Klavierbauermeister!
 
Also unmusikalisch bist ab dem Moment, wo du dich zum Tasteninstrument entschlossen hast, bestimmt nicht. Auch ich habe damals im Erwachsenenalter wieder angefangen, Klavier und Keyboard zu spielen. Gegen Keyboard spricht nichts dagegen. Aber der Unterschied zu einem Klavier ist schon groß. Man kommt zu Beginn nicht drumrum, einen Musiklehrer zu buchen. Das würde ich immer empfehlen, auch wenn die Kosten für eine Stunde vielleicht ein wenig abschrecken. Aber du wirst diese Stunden garantiert nicht bereuen. Eine andere günstigere Option (wenn es nicht anders geht), wäre das Lernen über Musik Apps. Es gibt verschiedene Services wie Skoove, Musis2Me usw. , wo man gegen kleine Gebühr sich langsam herantastet. Es gibt schon gute Apps auf dem Markt, die durchdacht sind. Aber ist eben kein Musiklehrer. Eine andere unpopuläre Option ist einfach Learning by Doing mit Pauken der Musiktheorie und ein wenig YoutTube Videos.
Und besorg dir ein richtiges Instrument mit Anschlagdynamik. Mit den Plastikspielsachen wird man auf Dauer nicht happy.
 

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