Auf Vorrat üben


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Alter Tastendrücker
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Ich möchte hier etwas vorstellen und diskutieren, was für mich immer ziemlich nützlich war und ist, worüber ich aber noch kaum was gelesen habe. Ich nenne es: " Auf Vorrat üben."
Wenn ich weiß, dass ich im kommenden Jahr bestimmte Stücke lernen oder wiederholen möchte/muss, dann suche ich mir bestimmte typische/schwere/unbequeme Stellen oder Figuren, die ich dann schon, bevor das Stück selbst auf den Übeplan kommt, zum Einspielen nutze, oder als Ausklang der Übezeit arbeite. Beispiel: linke Hand Anfang des 4. Satzes der ersten Beethoven Sonate, Oktavenstellen Liszt Sonate, Finale Chopin b-Moll Sonate, ... .
 
Piassion
Piassion
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Diese Idee habe ich bei meinem aktuellen Stück (Mendelssohn op. 19 Nr. 4) auch mit meiner KL besprochen. Ich fühle mich bei diesem Stück, was die Mehrstimmigkeit in einer Hand bzw. das Herausheben der Melodiestimme angeht, noch nicht genug vorbereitet. Zumal dies auch z. B. bei Takt 2 bei mir nicht so gut in der Hand liegt, da ich keine großen Hände habe. Das Stück finde ich sehr schön und ich möchte es auch gern spielen und zwar auch so, dass es so weit wie möglich meiner Vorstellung entspricht. Daher die Idee, ein "Vorbereitungsstück" davor einzuschieben, was die Schwierigkeiten des Stückes aufgreift, aber einen Tick einfacher ist, um dann darauf aufbauen zu können. Wir sind da noch auf der Suche.
Insofern finde ich es gut zu lesen, dass das "auf Vorrat üben" für dich nützlich war.
 
Klavirus
Klavirus
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Bei Stücken, die ich unbedingt spielen möchte (KL muss nicht alles sofort wissen;-)), fahnde ich nach solchen Stellen und übe die nebenher, bis ich Land sehe, bevor ich mich in die Nesseln setze... außerdem geht dann das "offizielle" Einstudieren schneller.
 
 

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