Alma Deutscher

Danke für die Vorstellung der jungen Dame. Am meisten hat mich unter den Links die "Cinderella" beeindruckt. Ich hab sie völlig überraschend für mich selbst bis zum Ende gehört. Endlich eine zugängliche Oper :-D:-D:-D
 
Das ist aller Ehren wert. :super: Niedlich, das Mädel.
 
http://www.swr.de/swr2/kultur-info/...-/id=9597116/did=18743672/nid=9597116/ilm2qm/

Kulturgespräch am 29.12.2016 mit Prof. Andreas Lehmann, Musikpsychologe, Hochschule für Musik Würzburg
Bei vielen musikalisch hochbegabten Kindern bleibt das Talent unerkannt, weil sie nicht gefördert werden, sagt der Musikpsychologe Prof. Andreas Lehmann im SWR2 Kulturgespräch. Messen lasse sich die Begabung aber nicht: "Im musikalischen Bereich sind Tests sehr schwierig". Denn wenn sich eine Begabung wie die von Alma Deutscher zeigt, "dann ist schon gefördert worden". Entscheidend für die Entwicklung von "Wunderkindern" sei das Umfeld, so Lehmann: "Kinder in ähnlichen Förder-Umgebungen kommen zu ähnlichen Leistungen". Diesbezüglich sei die 11jährige Komponistin vergleichbar mit Mozart. Unterschätzt werde dabei der handwerkliche Aspekt der Kreativität, auch bei Kindern. Alma Deutschers Oper "Cinderella" hat im "Casino Baumgarten" Premiere.

http://www.counterpunch.org/2010/10/08/the-dark-side-of-musical-enlightenment/


View: https://www.youtube.com/watch?v=_DP1JgeTraI


View: https://www.youtube.com/watch?v=nubC3dktQ24



View: https://www.youtube.com/watch?v=F4W2h-facFI
 
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Ist das hier ein Promotion-Thread für ein sicherlich hochbegabtes junges Mädchen?
 

Begabt ist das Mädchen zweifellos, aber ihr Rhythmusgefühl ist doch ziemlich unterentwickelt. Ich kann mir nicht mit Genuss anhören, wenn sie Klavier spielt.

Grüße
Manfred
 
Der Begriff der Hochbegabung ist mir suspekt.

Aber ganz offensichtlich ist Alma Deutscher hochspezialisiert: nämlich auf einen Musikstil, der 250 Jahre alt ist. Ich weiß ja nicht, in welchem Dornröschenschloß dieses "Wunderkind" lebt - aber im Alter von 11 sollte sie doch zumindest schon gehört / gelesen haben, daß es außer Haydn und Mozart auch noch andere Komponisten gibt :schweigen:
 
Mach euch keine Gedanken ob nun hoch- oder höchstbegabt, Reinkarnation des Wolferl oder sonstwie genial. Man darf ja auch einfach mal zuhören und zusehen und staunen, wohl wissend, dass die meisten "Wunderkinder" irgendwann wieder von der Bildfläche verschwinden.

Dass sie kompositorisch nicht auf der Höhe der Zeit ist, ist verzeihlich, kann aber auch dazu führen, dass sie eines Tages in Hollywood Filmmusiken produziert.
 
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Ich habe mir eben mal die Improvisation über Hänschen Klein ganz angehört. Es ist durchaus sehr besonders, was das Mädchen mit sieben Jahren da schon konnte. Natürlich hört man ganz deutlich, dass man das Improvisieren vorher mit ihr geübt und es ihr erklärt hat. Ihre Improvisation ist wie eine kleine Impro-Schule. Was kann man mit so einer Melodie machen? Beispiele:

Man kann sie
- mit verschiedenen Begleitstilen versehen (z.B. Alberti-Bass)
- choralartig spielen
- verschieden harmonisieren
- mit Verzierungen versehen
- figuriert spielen
- in moll spielen
- in Terzen oder anderen Intervallen verdoppeln
- usw.

Das Besondere ist für mich, dass sie diese Techniken zwar vermutlich kennt, sie aber auch tatsächlich spontan, recht sinnvoll und ohne größeres Stocken oder hörbare Fehler anwenden kann, so dass ein anhörbares, nahtloses Stück herauskommt. Es ist kein Meisterwerk und nicht wahnsinnig spannend, zweifelsfrei außergewöhnlich und "echte Musik".
 
Besonders haben mich die Videos mit Mathias Cramm erfreut. Endlich mal ein richtiger Musiklehrer der nicht der Interpretationskunst huldigt (wie fast alle "Klassiker" heutzutage) sondern Methoden anwendet (Sätzchenspiel, Passagenspiel und freies Fantasieren) mit denen auch die alten Meister als Kind ihr Kunsthandwerk erlernten. Bravo!
 

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