Alfred Brendel feiert 80. Geburtstag

C

chiarina

Guest
............ der Grund ist der , ich moechte Erfahrungen die ich mit diesen grossen Kuenstlern auch Dank meines Schicksals machen durfte weiter gebe .
...................................
....sind alle auf Selbstdarstellung aus, hingegen grosses Lob den jungen Geigerinen.
.................................................
Dies ist der Grund warum ich ausfuehrlich bin und auch betone, dass ich etliche gut gekannt habe und meine Erfahrung auch Leuten wie hier weitergebe moechte, bis jetzt konnten meine Studenten und auch Schueler die Freude an der Musik haben nur profitieren.
Wenn dies nicht gewuenscht ist , kann ich gerne mal von den Frauen die an den Baechen mi Waschbrettern ihre dreck Waesche ruppel, sprechen. Dies gibt es noch sehr viel, der Deutsche haette sofort Angst um die Umwelt , die Fische dort bleiben leben und werden mit hohen Genuss gegessen, bon appetite :kuss::kuss:


Lieber Destenay,

ich möchte nur noch mal klarstellen, dass ich und ganz sicher auch viele andere Interesse an deinen Erfahrungen haben, die ja dann auch noch so amüsant geschildert werden!!! Es ist also gewünscht!!! :p

Ich denke auch, dass wir uns einig sind, dass Musik nicht zur Selbstdarstellung benutzt und missbraucht werden sollte, oder?

Ich fand sehr interssant, was mir mal eine Lehrerin von mir mit auf den Weg gegeben hatte, als ich in der Stunde mehr oder minder verzweifelt versuchte, die "optimale" Version des vorliegenden Stückes zu spielen. Sie sagte sinngemäß: "Wenn dir etwas nicht so gelungen ist, wie du es dir vorgestellt hast, hör nicht auf, sondern versuche, die Phrase mit diesem Ansatz logisch weiter zu gestalten. Durch den "Fehler" kannst du so auf Sichtweisen, Klänge und Ideen kommen, die dir sonst nie eingefallen wären."

Wenn man also zu verkrampft die angeblich einzige und beste Interpretation von allen zu finden/spielen versucht, kann der Schuss derbe nach hinten losgehen und alles klingt uninspiriert, langweilig und schlecht.

Was also alles drin steckt in einer Komposition, finden wir doch nur heraus durch Offenheit, Experimentierwillen ( der auch innerhalb einer genauen Auseinandersetzung mit dem Notentext reichlich Nahrung finden kann) und ein feines Gehör.

Sind wir da nicht einer Meinung?

Liebe Grüße

chiarina

P.S.: Pianovirus, die Zitate in deinem Post finde ich super!
 
Destenay

Destenay

Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
Lieber Destenay,

ich möchte nur noch mal klarstellen, dass ich und ganz sicher auch viele andere Interesse an deinen Erfahrungen haben, die ja dann auch noch so amüsant geschildert werden!!! Es ist also gewünscht!!! :p

Ich denke auch, dass wir uns einig sind, dass Musik nicht zur Selbstdarstellung benutzt und missbraucht werden sollte, oder?

Ich fand sehr interssant, was mir mal eine Lehrerin von mir mit auf den Weg gegeben hatte, als ich in der Stunde mehr oder minder verzweifelt versuchte, die "optimale" Version des vorliegenden Stückes zu spielen. Sie sagte sinngemäß: "Wenn dir etwas nicht so gelungen ist, wie du es dir vorgestellt hast, hör nicht auf, sondern versuche, die Phrase mit diesem Ansatz logisch weiter zu gestalten. Durch den "Fehler" kannst du so auf Sichtweisen, Klänge und Ideen kommen, die dir sonst nie eingefallen wären."

Wenn man also zu verkrampft die angeblich einzige und beste Interpretation von allen zu finden/spielen versucht, kann der Schuss derbe nach hinten losgehen und alles klingt uninspiriert, langweilig und schlecht.

Was also alles drin steckt in einer Komposition, finden wir doch nur heraus durch Offenheit, Experimentierwillen ( der auch innerhalb einer genauen Auseinandersetzung mit dem Notentext reichlich Nahrung finden kann) und ein feines Gehör.

Sind wir da nicht einer Meinung?

Liebe Grüße

chiarina

P.S.: Pianovirus, die Zitate in deinem Post finde ich super!

Liebe Chiarina,
das ist es doch, was ich sagen wollte , genau dies ! Du zitierst Deine Lehrerin
und gibst eine wertvolle Aussage weiter. Ich zitiere einige Pianisten die etwas zu sagen hatten, warum ?
weil ich eben Destenay heisse :D Warum tue ich dies , weil ich gegen Sturheit und Unaufgeschlossenheit bin, besinnliches Nachdenken ist ein Zeichen der
Reife und bringt Nahrung fuer Geist und Seele, nur dort drinn steckt die Weisheit des Vorwaerskommen

Cordialement und liebe Gruesse

Destenay
 
G

Gomez de Riquet

Guest
Hallo, Marcus!

Banale Folgerung: Musik schlecht (anders) zu spielen schadet ihr Gott sei Dank nicht :)

Viele übersehen beim Korrekturlesen eigener Texte einen Fehler, z.B. eine Auslassung.
Sie lesen im Geiste richtig, was dem Wortlaut nach fehlt. Dieses Phänomen gibt es auch
beim Anhören von Musik: Man nimmt hinter einer desaströsen Aufführung
die Intention des Komponisten war. Das Werk wird durch seine Interpretation zwar geschändet,
bleibt aber gleichzeitig intakt. Aber das kann kein Freibrief für entstellende Interpretationen sein -
deren Gefährlichkeit darin besteht, unbedarfte Zuhörer womöglich ihr Leben lang
gegen bestimmte Musik zu immunisieren.

Warum ist es nicht aussagekräftig? Du sprichst bezeichnenderweise von "stümpern".
Dass sie durchaus im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Kräfte
anders spielen, als sie im Notentext angeben, ist so unvorstellbar?

Wie auch Rolf schon sagte: Mehr als genug Komponistem waren ihrer Musik
spieltechnisch nicht gewachsen - Schludrigkeiten in der Darbietung dürften
eher diesem Umstand geschuldet sein.

Warum sollte die Idee, "der Nachwelt ihren musikalischen letzten Willen zu vermitteln",
erst mit der Trennung von Komponist und Interpret einsetzen?
Welche Gründe gibt es, dass Strawinsky, Bartok, Ravel u.a.
ihren "musikalischen Willen" exakter aufschreiben als bspw. Mozart oder Bach.

Wem sollte ein Werk besser vertraut sein als einem Musiker, der sein Werk
für den interpretatorischen Eigenbedarf geschrieben hat? Er muß nicht jede Nuance ausnotieren.
Das ändert sich im Verhältnis zu fremden Interpreten. Und es ändert sich mit dem Aufkommen
eines historischen Bewußtseins, das überhaupt erst zur Etablierung der Repertoire-Pflege führt
und Komponisten auf die Idee bringt, für eine - wie auch immer geartete -
Nachwelt zu komponieren.

Herzliche Grüße,

Gomez
 
G

Gomez de Riquet

Guest
Hallo, Sesam!

Jeder Note eine klangliche Bedeutung beimessen zu können.
Nichts dem Zufall überlassen. Meinst du das?

In jeder Note die sinnliche Bedeutung zu erkennen, die sie hat -
das gefiele mir besser.

Aber es kommt etwas anderes dazu, das nun gar nichts zu tun hat
mit der sezierenden Wissenschaftlichkeit, die man mir unterstellt.

Es gibt keine Faustregel für den "angemessen" Zugang zu einer Musik.
Jede Musik schafft sich ihr eigenes Maß, mit dem sie gemessen werden möchte.
Zum Verständnis der Musik halte ich es für unumgänglich, sich in die Welt zu vertiefen,
die den Komponisten geprägt und in der er sich bewegt hat - Freundschaften,
Abneigungen. Womit hat er sich beschäftigt, welche Literatur hat er geliebt etc.?

Man muß dabei nicht soweit gehen wie David Tudor, der Pianist
der US-amerikanischen Erstaufführung von Boulez' zweiter Klaviersonate.
Ehe er die Noten einstudierte, lernte er Französisch, um René-Char-Gedichte
in der Originalsprache lesen zu können, weil er wußte, daß Boulez sie liebte.

Es muß aber auch kein Schade sein.

Herzliche Grüße!

Gomez

P.S. Auf meinem Klavier steht zur Zeit ungedruckte Musik -
Namensnennung unmöglich, da vom Komponisten nicht erwünscht.
 
C

chiarina

Guest
In jeder Note die sinnliche Bedeutung zu erkennen, die sie hat -
das gefiele mir besser.


Gomez, das finde ich sehr, sehr schön formuliert!!!


Zum Verständnis der Musik halte ich es für unumgänglich, sich in die Welt zu vertiefen,
die den Komponisten geprägt und in der er sich bewegt hat - Freundschaften,
Abneigungen. Womit hat er sich beschäftigt, welche Literatur hat er geliebt etc.?


Ich glaube auch, dass das wichtig ist, aber könnte es nicht sein, dass es noch viel wichtiger ist, viel Musik erfahren zu haben?

Ich sage jetzt wirklich etwas Ketzerisches, aber leider ist es so, dass mich Lebenläufe von Komponisten oft sehr gelangweilt haben ( ja, ich schäm mich ja schon!). Ich habe manchmal das Gefühl, den Komponisten besser zu kennen, wenn ich seine Musik studiere als wenn ich diese Biographien lese ( Hilfe, ich darf mich im Forum nicht mehr blicken lassen....!).

Liebe Grüße, ich weiß ja, eigentlich hast du recht...!

chiarina

P.S.: Nur noch mal, um alle Klarheiten zu beseitigen - ich weiß ganz genau, dass du keineswegs von der wissenschaftlichen Sorte bist!!! Dir geht es um Tiefe und Wahrhaftigkeit, wenn man das überhaupt so kurz und knapp sagen kann! Und um die Liebe zur Musik! Oder?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gomez de Riquet

Guest
Liebe Chiarina!

Um das Mißverständnis gleich aus dem Weg zu räumen:

Es geht mir nicht um Komponistenbiographien!

Die sind zumeist völlig nutzlos, tauglich höchstens für jene gottverlassene
Art von Biographismus, wie er sich à la manière de Constantin Floros
in die Musikwissenschaft eingeschlichen hat: eine reduktionistische Sichtweise,
die alle Musik mit der privaten Befindlichkeit ihres Schöpfers zu erklären versucht.

Aber Primärquellen: Briefe, Korrespondenzbände eines Komponisten
sind immer eine schöne Begleitlektüre, schriftiche Zeugnisse (wie bei LvB
das "Heiligenstädter Testament" oder seine Konversationsbücher),
seine Konzertkritiken, seine musikschriftstellerische Arbeit (außer bei Wagner),
ferner die Lieblingslektüre der Komponisten zu verschlingen und sich
Reproduktionen der Bilder, die bei ihnen an der Wand hingen, anzuschauen -
das halte ich für wichtig.

Herzliche Grüße!

Gomez

.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.530
Reaktionen
18.760
Ich sage jetzt wirklich etwas Ketzerisches, aber leider ist es so, dass mich Lebenläufe von Komponisten oft sehr gelangweilt haben ( ja, ich schäm mich ja schon!).
wieso schämen?? nix da!! wenn ich da an Bruckners Biografie denke...

Dir geht es um Tiefe und Wahrhaftigkeit, wenn man das überhaupt so kurz und knapp sagen kann! Und um die Liebe zur Musik! Oder?
nix oder - genau darum geht es Gomez (notfalls auch kompromisslos)

@Gomez
nicht gar so streng - ein paar lesenswerte und sogar amüsante Zeilen gibt es vom Richie :D
 
.marcus.

.marcus.

Dabei seit
11. Apr. 2007
Beiträge
3.746
Reaktionen
1.195
Ich sage jetzt wirklich etwas Ketzerisches, aber leider ist es so, dass mich Lebenläufe von Komponisten oft sehr gelangweilt haben ( ja, ich schäm mich ja schon!). Ich habe manchmal das Gefühl, den Komponisten besser zu kennen, wenn ich seine Musik studiere als wenn ich diese Biographien lese ( Hilfe, ich darf mich im Forum nicht mehr blicken lassen....!).
Aber nein, du befindest dich sogar in bester Gesellschaft. Zufällig sind wir ja hier in einem Faden zu "Alfred Brendel" :)

Zitat von Alfred Brendel:
Das Studium der Werke der Komponisten erscheint mir nutzbringender als alle Wallfahrten zu Gräbern und Gedenkstätten und die Lektüre eines überwiegenden Teiles der Fachliteratur.

Gomez, danke für deine Ausführungen. Ich bin zwar nicht 100%ig überzeugt, dass Komponisten, wenn sie denn ihre eigenen Werke spielten, grundsätzlich nicht in der Lage waren sie richtig zu spielen, aber ich nehme das jetzt mal hin.

lg marcus
 
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.530
Reaktionen
18.760
eher off-topic

Ich bin zwar nicht 100%ig überzeugt, dass Komponisten, wenn sie denn ihre eigenen Werke spielten, grundsätzlich nicht in der Lage waren sie richtig zu spielen, aber ich nehme das jetzt mal hin.

Lieber Marcus,
niemand versteigt sich zu der Behauptung, dass sämtliche Komponisten nicht in der Lage geesen seien, ihre Werke richtig zu spielen.

Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass viele Komponisten eine große Menge an Werken geschaffen hatten, die sich auf dem Klavier oder der Violine allein nicht sonderlich darstellen ließen - wie also sollen die das, egal ob richtig oder falsch, gespielt haben? Wagner, Verdi, Puccini haben hauptsächlich Opern komponiert: die hatten lediglich gelegentlich korrepetiert und ab und zu dirigiert (letzteres soll Wagner sehr gut beherrscht haben)

Oftmals waren die Komponisten sehr gute Spieler von Tasteninstrumenten, und nicht selten im 19. & frühen 20. Jh. waren sie zusätzlich regelrechte Virtuosen (Beethoven, Weber, Mendelssohn, Chopin, Liszt, Brahms, Saint-Saens, Rachmaninov, Skrjabin usw.) allerdings gab es auch andere, denen teilweise das virtuose Klavierspielen nicht gegeben war (Berlioz, Wagner, Tschaikowski, Dvorak), wieder andere waren Meister auf anderen Instrumenten (Paganini, Wienjawski)

Brahms z.B. hatte sein eigenes Violinkonzert niemals selber gespielt ;)

Wenn es an das Realisieren einer Partitur geht, ist auch der Komponist derselben nichts anderes als "ein Interpret von vielen", egal ob er nun dirigiert, Violine spielt oder Klavier spielt. Manche konnten sehr gut dirigieren, Klavierspielen usw., manche nicht so.

Und selbst bei Klavierkomponisten die zugleich Klaviervirtuosen waren, ist die eigene Spielweise nicht zwingend notwendig das non plus ultra:
"Ich möchte ihm seine Art stehlen, meine Etüden zu spielen" (Chopin über Liszt)
"wenn der Kleine auf Reisen geht, mache ich die Bude zu" (Liszt über Carl Flesch)

Als Instrumentalisten hatten auch die Komponisten dieselben Vorzüge und Mängel wie diejenigen, die nicht komponierten - da kann man sich ja z.B. die Chopinaufnahmen von Rachmaninov oder die Skrjabinaufnahmen von Prokovev anhören. Und was Rachmaninov über sein eigenes drittes Klavierkonzert und Horowitz gesagt hat, ist ja bekannt genug.

Gruß, Rolf
 
Destenay

Destenay

Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
Der fleissigste Pianist der Schweiz

Bonjour,
ich hatte heute wie gewohnt ein grosses Packet von Zeitschriften aus aller Welt auf meinem Fruehstueckstisch, dies zweimal Woechentlich.
In einer Schweizer Zeitung " Basler Zeitung " vom 7. JANUAR 2011 ist in einer anderhalb Seiten lange Reportage ein Interview mit dem in der Schweiz lebenden chinesische Pianisten See Siang Wong zu lesen, dieser ist Professor an der Muiskhochschule in Zuerich. Er gilt alls einer der Interessantesten seiner Generation. Ich fand dort einige Stellen die genau hierher passen, ich zitiere einige: See Siang Wong : Neu zu hoeren, das verlangt Wong seinem Publikum ab, wenn er " moeglichst immer zwischen das klassische-romantische Kernrepetoire Zeitgenoessisches mischt, aber auch in der Wiener Klassig. Fuer seine neueste Aufnahme von Klavierkonzerten Haydns und Mozart hat er mit Spieltechniken der Avantgarde experimentiert, so mit einer Pergamentfolie auf den Saiten, um den Timbre eines Janitscharenzuges des Hammerklavieres naeher zu kommen.
In anderen Aufnahmen arbeitet er mit Clustern, die ohne Anschlag mit klingen, um die Obertoene anzureichern. " Die Chlustern habe ich bei den Mozartsonaten eingesetzt, um die Klaenge zu veraendern und zu mischen. Zum selben Zweck habe ich auch Beethovens Pedalvorschrift in der Mondscheinsonate eingehalten und die Daempfer im ganzen Werk angehoben gelassen, genau wie beim Schluss von Schumanns Papillons, etwas was viele Pianisten auf modernen Fluegel fuer unmoeglich halten" Wong haelt sich dabei, glaubtman den Kritikern seiner Konzerte und CDs , dialektisch eng an den Notentext und NIMMT sich SPIELERISCHE FREIHEITEN.
Wie geht das zusammen ? Wongs Antwort ueberraschte: " Wir haben bereits 40 Jahre lang dies diese Text und Notentreue . Ich glaube , wir brauchen WIEDER die FREIHEIT einer neuen INDIVIDUELLEN INTERPRETATION - trotz der getreuen Wiedergabe von objektiven musikalischen Parametern wie die Noten, den Rhythmik oder der Lautstaerke." und : jeder Kuenstler HAT das RECHTseine INTERPRETATION vorzustellen" Entscheident ist , dass sie authentisch ist."---------------
Ich habe in meiner kleinen Geschichte -Beethoven -, zwei Punkte bewusst hervorgehoben, ob diese Bemerkt worden sind bezweifle ich , diese beiden Punkte sind aber ein ausgesprochener wichtiger Bestandteil ,zu der manchmal etwas kurzsichtigen Aussagen und Erkenntnis einer Person. Auch die Bemerkungen vom KLAVIERBAUMEISTER ueber die alten Instrumenten sooooooooooooooo wertvoll, dies war zuenisch gemeint, zeigt aber Unkenntnis. Ich habe schon mal angedeutet, dass die alten hystorischen Fluegel wertvoll sind und gewisse Komponisten erst wirklich verstanden werden koennen, die machen die Experimentierfreudigkeit von Wong sagt doch alles aus. Warum suchen vor allem die jungen Pianisten diese Instrumente ? die Antwort gibt das Experiment von Wong und anderen.
Ich freue mich auf Reaktionen damit das Forum spannened bleibt :-D:-D:-D

Cordialement

Destenay


P.S. Die Anmerkung von Rolf, gleichzeitig H O C K E N da die Toene eines Akkords uebereinander , diese hat hat mich sehr amuesiert. Nimm Ton ! und modelliere du hast alles in der Hand , bist du unkreativ , dann lasse es sein.!




Destenaz
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
C

chiarina

Guest
Fuer seine neueste Aufnahme von Klavierkonzerten Haydns und Mozart hat er mit Spieltechniken der Avantgarde experimentiert, so mit einer Pergamentfolie auf den Saiten, um den Timbre eines Janitscharenzuges des Hammerklavieres naeher zu kommen.
In anderen Aufnahmen arbeitet er mit Clustern, die ohne Anschlag mit klingen, um die Obertoene anzureichern. " Die Chlustern habe ich bei den Mozartsonaten eingesetzt, um die Klaenge zu veraendern und zu mischen. Zum selben Zweck habe ich auch Beethovens Pedalvorschrift in der Mondscheinsonate eingehalten und die Daempfer im ganzen Werk angehoben gelassen, genau wie beim Schluss von Schumanns Papillons, etwas was viele Pianisten auf modernen Fluegel fuer unmoeglich halten" Wong haelt sich dabei, glaubtman den Kritikern seiner Konzerte und CDs , dialektisch eng an den Notentext und NIMMT sich SPIELERISCHE FREIHEITEN.
Wie geht das zusammen ? Wongs Antwort ueberraschte: " Wir haben bereits 40 Jahre lang dies diese Text und Notentreue . Ich glaube , wir brauchen WIEDER die FREIHEIT einer neuen INDIVIDUELLEN INTERPRETATION - trotz der getreuen Wiedergabe von objektiven musikalischen Parametern wie die Noten, den Rhythmik oder der Lautstaerke." und : jeder Kuenstler HAT das RECHTseine INTERPRETATION vorzustellen" Entscheident ist , dass sie authentisch ist."---------------


Lieber Destenay,

ein sehr interessanter Beitrag!!! Danke!

Ich für meinen Teil finde solche Experimente total spannend. Ich denke, je weiter das Spektrum der Möglichkeiten, desto besser. Ich glaube auch, dass Mozart vielleicht gar nichts gegen so etwas gehabt hätte, denn Komponisten waren doch grundsätzlich neugierig. Er wusste ja noch nicht, was nach seiner Zeit für Musik geschrieben werden würde - wer weiß, wie er jetzt, über 200 Jahre nach seinem Tod und mit dem Wissen über die bis jetzt komponierte Musik darüber denken würde.

Andererseits wiederum ist das dann für mich kein Mozart mehr, sondern es wird mit Mozart experimentiert. Das lasse ich auch manchmal auf natürlich laienhaftem Niveau meine Schüler machen. Um den Horizont zu erweitern, finde ich das absolut sinnvoll und interessant, aber kann man da noch von einer Interpretation Mozarts sprechen? Meiner Meinung nach nicht, vielleicht könnte man es als Performance von Mozarts Musik bezeichnen.

Wenn ich die Musik der klassischen Komponisten spiele, reicht es mir völlig, dem Notentext auf den Grund zu gehen. Da steckt doch so viel drin, dass ich mehrere Leben bräuchte, um das alles rauszukriegen. Ist es dann nicht eine Ablenkung von den eigentlichen Inhalten, wenn man z.B. Cluster hinzufügt o.ä.? Verliert die Komposition nicht an Tiefe?

Wir als Interpreten haben ja schon eine wichtige Aufgabe zu erfüllen - den Notentext zum Klingen zu bringen und zum Leben zu erwecken ( zumindest für die Leute, die im Lesen eines Notentextes nicht sehr bewandert sind). Also mir reicht das! :p Ich bin glücklich, wenn ich einen Teil meiner selbst in der Musik wiederfinde und ich durch die Musik eine tiefe Verbindung zur Intention des Komponisten spüre. Ich liebe es so und bin so dankbar, diese Musik spielen zu dürfen, dass ich nichts anderes mehr will. :p Ich für mich empfinde so viel Freiheit bei der klanglichen Realisierung des Notentextes, dass dabei eine für mich sehr persönliche Interpretation herauskommt. Im besten Fall! :p

Eine Gefahr im Anblick von Wettbewerben etc. und bei einer auf Vermarktung ausgerichteten Strategie sehe ich aber schon, dass es womöglich immer mehr zu eindimensionalen Interpretationen kommen könnte und Talente mit Ecken und Kanten auf der Strecke bleiben. Wie langweilig und wie schade!!!

Liebe Grüße

chiarina
 
Cembalist

Cembalist

Dabei seit
12. Dez. 2010
Beiträge
219
Reaktionen
43
Ich befürchte nicht, daß es in Zukunft an interessanten und experimentellen Einspielungen mangeln wird, denn die letzten 20 Jahre haben doch gezeigt, daß mit der CD und vielleicht auch in Zukunft mit neuen Formaten - der häufige Verweis auf youtube hier im Forum deutet darauf hin - eher eine "Demokratisierung" der Musiklandschaft einhergeht. Wo früher einige wenige große Plattenfirmen mit ihren Referenzaufnahmen den Markt bestimmten, kann man heute unter einer Unzahl kleiner und keinster Labels auswählen. Zumindest im Kammermusik- und Solistenbereich ist mir da nicht bange. Dafür scheint mir das gute Symphonieorchester etwas auf dem Rückzug zu sein. Hatten früher auch mittlere Städte Klangkörper von überregionaler Bedeutung, verengt sich das Spektrum derzeit auf die "üblichen Verdächtigen". Aber das ist ein anderes Kapitel.
Allerdings frage ich mich, warum der chinesische Professor aus Zürich nicht lieber ein historisches Instrument oder einen Nachbau verwendet? Einen modernen Flügel mit Pergamentpapier auf "Moderator" zu trimmen, kommt mir merkwürdig vor.
Gruß,
Cembalist
 
Destenay

Destenay

Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
Ich befürchte nicht, daß es in Zukunft an interessanten und experimentellen Einspielungen mangeln wird, denn die letzten 20 Jahre haben doch gezeigt, daß mit der CD und vielleicht auch in Zukunft mit neuen Formaten - der häufige Verweis auf youtube hier im Forum deutet darauf hin - eher eine "Demokratisierung" der Musiklandschaft einhergeht. Wo früher einige wenige große Plattenfirmen mit ihren Referenzaufnahmen den Markt bestimmten, kann man heute unter einer Unzahl kleiner und keinster Labels auswählen. Zumindest im Kammermusik- und Solistenbereich ist mir da nicht bange. Dafür scheint mir das gute Symphonieorchester etwas auf dem Rückzug zu sein. Hatten früher auch mittlere Städte Klangkörper von überregionaler Bedeutung, verengt sich das Spektrum derzeit auf die "üblichen Verdächtigen". Aber das ist ein anderes Kapitel.
Allerdings frage ich mich, warum der chinesische Professor aus Zürich nicht lieber ein historisches Instrument oder einen Nachbau verwendet? Einen modernen Flügel mit Pergamentpapier auf "Moderator" zu trimmen, kommt mir merkwürdig vor.
Gruß,
Cembalist

Diese frage stelle ich mir auch, ich versuche eine Antwort zu finden komme nicht darauf. Ich persoehnlich hab den direkten Weg gewaehlt und werde wenn es so weiter geht bald in den Fluegeln schlafen. letztes Jahr hat es bei mir zuwachs von neun gegeben. Ich koennte mir vorstellen der Professor hat nicht den Platz dazu , es kostet auch Geld. Wie ich weiss hat die Zuecher Musikhochschule hystorische Instrumente so bleibt nur uebrig , dass ich ihn fragen werde, die Antwort werde ich Euch mitteilen
Cordialement
Destenay


P. S.
Er gehoert zu der Gruppe der Auserlesenen des Steinway konzern,moeglicherweise baut Steinway bald Hystorische Fluegel nach. Bechstein soll sich angeblich auch bald mit einem Autokonzern verheiraten
so wird eben experimentier :D:D
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.530
Reaktionen
18.760

die historischen Instrumente können viel Spaß machen!! :D:D
z.B. hier ein altes Klavier, erstaunlicherweise in einer angeblich authentischen Weise bespielt http://www.youtube.com/watch?v=rDaq0Em2fkM&feature=related - in der Tat sagt der Interpret, Chopin habe so gespielt (und wenn Du dort weiter nachforschst, wirst Du auch ein Tafelklavier entdecken)
auch http://www.youtube.com/watch?v=Te7IAFFsLwA ist beachtlich

...von historischen zu den hysterischen Instrumenten... :D:D viel Spaß mit den Videos!!!

übrigens nein: das mit dem Akkord hast Du nicht richtig wiedergegeben, aber egal

herzliche Grüße,
Rolf
 
Destenay

Destenay

Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
die historischen Instrumente können viel Spaß machen!! :D:D
z.B. hier ein altes Klavier, erstaunlicherweise in einer angeblich authentischen Weise bespielt http://www.youtube.com/watch?v=rDaq0Em2fkM&feature=related - in der Tat sagt der Interpret, Chopin habe so gespielt (und wenn Du dort weiter nachforschst, wirst Du auch ein Tafelklavier entdecken)
auch http://www.youtube.com/watch?v=Te7IAFFsLwA ist beachtlich

...von historischen zu den hysterischen Instrumenten... :D:D viel Spaß mit den Videos!!!

übrigens nein: das mit dem Akkord hast Du nicht richtig wiedergegeben, aber egal

herzliche Grüße,
Rolf
HOI !!!!! alls ich dies gelesen habe dachte ich bei dem sind wohl die Weinflaschen geplatzt, aber bei der Repetition habe ich es begriffen. Du bringst ja wirklich die schoensten Beispiele. Ich kenne diese Videos, Dahlheimer hat schon mut allen Respekt, da springen ja die Ur Ur Ur Grossmuettern mit den Krueckstoecken aus dem Grab. Das toent ja so alls ob zwei Skelette auf dem Blechdach liebe machen, ne ne ne Rolf dies ist nicht mein Ding.
Hoere (hoert) mal die folgenden Videos an , solltes Du (Ihr) es nicht gleich finden dann wuerde ich es auf Google fr versuchen , ich hatte schon anfragen ob ich ein bisschen von der franzoesischen Klavierkultur rueberbringen koennte, hier waere ein Anfang.

Der in Frankreich lebende polnische Pianist Jozef Kuputska,

Chopin on 19 th Century piano Jozef Kuputska You Tube
Kuputska ist ein sehr tiefsinniger Pianist, der auch den grossen Wettbewerb nicht leiden mag.
Dieser Erard Fluegel ist meiner Meinung zu klein fuer ein groosser Saal ,die Tonqualitaet laesst zu wuenschen uebrig, ganz anders auf dem grand Erard von Giovanni Velluti ich besitze die gleichen (nicht zum Verkauf )wunderbare Instrumente Chopin liebte sie;

Giovanni Velluti Plays Schubert Impromtu Op 90 on Erard

ueber Cziffra brauche ich wohl niemanden etwas zu sagen, ansonsten kann man nachschauen

Cziffra Chopin Valse Op 64 n 2
Erard Fluegel

Eugene Mursky hat u.a. in Freiburg studiert, empfehlenswert nachschauen !!!

Chopin Nocturnes Op 9 no 2 on Erard piano from 1854 Eugene Mursky


Michele Boegner

Chopin Two Nocturnes Played on 1836 Pleyel Boegner

den gleichen besitze ich auch. Pleyel war die Marke die Chopin besonders nahe lag, der Pleyel hier ist identisch mit dem von Chopin. Rolf kann wahrscheinlich auch noch etwas beitragen, ich wuensche viel freude

Auch hier waere eine interessante Diskussions Bassis gegeben , bin gespannt !


Cordialement
Destenay
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.530
Reaktionen
18.760
Ich kenne diese Videos, Dahlheimer hat schon mut allen Respekt, da springen ja die Ur Ur Ur Grossmuettern mit den Krueckstoecken aus dem Grab. Das toent ja so alls ob zwei Skelette auf dem Blechdach liebe machen

...das Liebesleben der Skellette... hm... vermutlich knöchern... :D:D

...und was den Mut am Tafelklavier betrifft: eine Prise Können würde dort nicht schaden... na komm, Destenay, sag uns doch, wie Dir das innovative Rubato (es soll ja ganz besonders authentisch sein) im e-Moll Nocturne gefallen hat :D:D
 
Destenay

Destenay

Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
...das Liebesleben der Skellette... hm... vermutlich knöchern... :D:D

...und was den Mut am Tafelklavier betrifft: eine Prise Können würde dort nicht schaden... na komm, Destenay, sag uns doch, wie Dir das innovative Rubato (es soll ja ganz besonders authentisch sein) im e-Moll Nocturne gefallen hat :D:D

Was hast Du jetzt damit wieder gemeint , dass ist wie der Gesang ??????? der Skellete im Grueselkabinett da geht es aber zu Du meinst wohl der nachtraegliche Orgasmus !!! es gab vor etlichen Jahren eine sehr bekannte Saengerin die hat durchs Band falsch gesungen nicht beabsichtigt hast Du die auch gekannt!! leider wurde ich darauf aufmerksam gemacht das ich keine Graphiken mehr setzen darf, wahrscheinlich bin ich wieder einmal zu veschwenderisch gewessen hahahahaaaaa
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.530
Reaktionen
18.760
Was hast Du jetzt damit wieder gemeint , dass ist wie der Gesang ???????

wie kommst Du denn auf diese Frage?

wie Gesang, egal ob gut ob schlecht, sind die beiden Chopin-"Interpretationen", die ich aus Spaß verlinkt habe, nun wirklich nicht...

mich hat interessiert, ob und wie sie Dir gefallen haben und was Du von der spektakulären Mitteilung des "Interpreten" hältst, welcher von sich behauptet, weltweit der einzige zu sein, der authentisch und richtig Chopin spielen würde...
 
T

thomas1966

Guest
[...]
(und wenn Du dort weiter nachforschst, wirst Du auch ein Tafelklavier entdecken)
[...]

Auf dem Tafelklavier kann man sich unter anderem John Field Nocturne 2 und 3 anhören.
Er spricht auch über die Schwierikeiten und Möglichkeiten der Interpretation von ganz schweren Stücken und erklärt als Alternative:
Zitat von Martin Dalheimer:
Wenn man das nicht kann,
dann muss man das versuchen, körperlich darzustellen, also wie:
Kopf nicken und die Augen zumachen und mit den Armen fuchteln
und ganz deutlich ein- und ausatmen, damit also jeder außen weiß,
das ist jemand, der hat ganz viel Ausdruck. ...

Immerhin hilft das, um als «Supertalent» anerkannt zu werden. :D :D

Grüße
Thomas
 
Destenay

Destenay

Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
Brendel Baumgartner Dalheimer Cortot Chopin

Ja lieber Rolf, da hast Du mich wieder einmal erwischt. Eines steht fest Dalheimer ist eine starke Persoehnlichkeit der nichtsdestotroz seinen Weg geht und sucht. Dalheimer reiht sich in die Liszt Tradition ein, Emil von Sauer Franz Lizst . Man darf dankbar sein das es zum Glueck immer mehr Pianisten gibt die in der Fundgrube der Vergangenheit sich wichtige kuturelle Schaetze ausgraben und dieses kostbare Gut wieder aufleben lassen, Dalheimer traegt einen grossen Teil dazu bei , gemeint sind hier die alten Hammerfluegel usw.
Es muss sich doch auch mal die Frage gestellt werden wieso, wollen die guten Geiger eine Stradivari, Guarneri usw. Die Entstehungsgeschichte der heutigen Fluegel und deren Vergangenheit ist ein muss fuer jeden Pianisten, wer dies nicht versteht und sich dafuer nicht interessiert ist am falschen Platz. Wir sind d.h. unsere Kultur was das Klavierspiel betrifft, an einem gefaehrlichen Wendepunkt
angekommen . Anne Sophie Mutter die durch ihre Stiftung Kinder unterstuetz,
machte die Aussage "es ist nachdaenglich zu stimmen , das vorwiegend Asiatische Kinder teilnehmen." Ich muss ihr vollbeistehen, es sind immer mehr Asiatische Musiker die den Markt beherrschen und dann beim naiven Unwissenden das Mass aller Dinge sind. Der Asiatische Markt hat jetzt schon tief Wurzel gefasst mit allem was Musik betrifft. Ich habe mir schon als sehr junger Pianist Gedanken darueber gemacht, habe mich mit Medizin, Philosophie und anderen Wissenschaften intensiv beschaeftigt, hier ist mir erst recht bewusst geworden was wir fuer riesige Schaetze wir in Europa besitzen, die gepflegt werden muessen. Ich betone, das hat nicht gegen Asiaten zu tun, aber man betrachte doch diverse Asiatische Laender und deren Verhalten gegenueber anderen Laendern. Dies wurde mir vor ca. drei Monaten von einer der beruehmtesten Chinesischen Mezzosopranistinen bestaetigt, sie moechte unbedingt das ich sie auf einer China und Russland tournee als Pianist begleite es wurde mir alles vom Feinsten offeriert, ich konnte mich bis zum heutigen Tag nicht entschliessen was normalerweise nicht der Fall ist.Bei den vielen Gespraechen in der Schweiz ( ich darf den Namen aus Sicherheit nicht ewaehnen) fragte sie mich ob ich nicht einige meiner alten Fluegel mitnehmen wollte, ich koennte sie damit begleiten danach zu einem enormen Preis verkaufen die Chinesen zahlen jeden Preis. Ich spielte auf die Chinesischen Fluegel Marken an, sie lachte und sagte " Du musst wissen die Chinesen sind oberflaechlich, sie wollen Geld viel Geld ihre Ware muss aus dem land und die Qualitaet hollen sie herein, ich solle bloss nicht glauben, dass die reichen Chinesen ihre Marken ins Haus stellen , nein da stehen Steinway, Bechstein usw drinn, draussen Porsche Mercedes und ander auslaendische Marken. Diese Aussage hatte mich bestaetigt wusste ich es ja schon aber von so einer Person wurde das Fundament gestaerkt.
Das Gefaehrliche ist wie ich ja schon betont habe das viele Pianisten ich spreche jetzt von Musikern , weil dies unser Thema hier ist angeht, in Europa und anderswo in diesen Stress eingebunden werden . Ich erwaehnen den Zeitungsartikel von dem ich gesten einiges mitgeteilt habe Titel --- der fleissigste Pianist der Schweiz ---- ein Chinese,wenn hier junge Pianisten krank werden wundert es mich nicht. Ich habe vor etlichen Jahren eine Freund verloren der hat in Marlboro die asiatischen Pianisten spielen gehoert. Er kam zurueck war schwer deprimiert, sein Vater ein Arzt brachte ihn in die Klinik. Mein Freund durfte raus fuer einige Stunden , er ist abgehauen und hat sich auf dem Marktplatz der Stadt mit Benzin uebergossen und sich angezuendet, aus Resignation weil er glaubte nie ein guter Pianist zu werden, er hatte dies in einem Abschiedsbrief erwaehnt.Wieso habe ich dies aufgezeichnet, ich wollte darauf hinweissen das man eigentlich von einem Martin Dalheimer grossen Respekt haben sollte er geht seinen Weg und hat dabei noch Erfolg. Das er sich zur Naehe zu Chopin hingezogen fuehlt und glaubt er wisse wie man Chopin richtig spielt, er sei ganz nahe an Chopin , kann sein !
Ich will daher aus meiner Erfahrung sprechen, ich hatte in Basel ca.ein Jahr bei Paul Baumgartner alls Privatstudent Klavieruntericht, Baumgartner war u.a auch Lehrer von Alfred Brendel und anderen bekannten Pianisten. Baumgartner hatte den Ruf alls knallhart, egelhaft usw. einiger meiner Freunde fragten mich ob ich verueckt sei zu diesem zu gehen. Fuer Gomez waere es der lehrer gewessen .Nach Baumgartner ging ich nach Deutschland und hatte das groesste Glueck von einer sehr bedeutenden Pianistin aufgenommen zu werden sie ging schon gegen achtzig, ich musste ihr vorspielen " Dich nehme ich " war ihre Antwort . Ich wurde ihr Meisterschueler und Nachfolger sie nahm mich ueberal mit noch einige Jahre bis zu ihrem Tot. Sie war sehr gut befreundet mit Alfred Cortot und hat viel mit ihm zusammengearbeitet u.a. mit Paplo Casals, Dinu Lipatti, Edwin Fischer, Clara Haskil, Vlado Perlemutter aus Paris bei dem ich spaeter auch noch unterricht nahm. Jetzt komme ich auf einen Interessanten Punkt Alfred Cortot mit dem man sich als Pianist unbedingt beschaeftigen sollte , hatte seinen Still wie Dalheimer, Cortot hielt sich nicht unbedingt an die Angaben der Komponisten ihm war Inspiration und singen am Klavier wichtiger der Klang musste es sein , vielleicht ein Teil der franzoesichen Schule, jeu perle. Die russische Pianistin Lilya Zilberstein pflegt dies auch.
Bei Cortots Konzerten und Aufnahmen wurde mit Fehlern nicht gespart, keinem hat dies gestoert heute wuerde man sich die Haende vor das Gesicht werfen. Die oben genannten Pianisten , Haskil, Lipatti ,Fischer und viele mehr waren Cortot Schueler und die grossen Stars des letzten Jahrhunderts und deren Nachfolger sind wir die dies Geschenk des Klavierspiels mitbekommen haben. Cortot war sehr nahe an Chopin sein Lehrer war Emil Desombes ein Chopin Schueler, daher stellt sich die Frage wer war naeher an Chopin Dalheimer oder Cortot, interessanter weise haben aber beide Aehnlichkeiten nur das Cortot gegen siebzig Jahre aelter ist. Noch ein Trost fuer Pianisten
Wenn ein Pianist von den Leuten Weltweit gefeiert wurde wie z. B. Lang Lang
haette Paul Baumgartner gesagt " hoere nicht auf den Applaus der Masse, hoere auf den Kuenstler "
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
 

Top Bottom