Akkorde ?

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BadGuyAlpha

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Hallo Liebe Foren Gemeinde,

Ich hab da mal folgende Frage zu den Akkorden.

Mit Major und Minor hatte ich mich schon zuanfang meiner kurzen Klavierzeit beschäftigt, dabei bin ich auch auf viele andere gestossen, wie die Dominants, sus etc pp.

Auf , http://www.barpiano-musik.de/html/virtual_piano_chords.html ,
hat man einen recht guten überblick über die ganzen Akkorde.

Jetzt ist mir aber folgendes aufgefallen, und zwar als ich das Russische Klavierschul Buch angefangen hab sowie in Aaorns Klavierschule, wird iwie in den ersten Kaps. Die Normale Tonleiter beschrieben,
C-D-E-F-G-A-H sowie
C#/b, D#/b, E#/b, F#/b, G#/b, A#/b und H#/b

ich entnehme der "normalen Tonleiter" C (ganztonschritt) nach D (ganztonschritt) nach E (halbtonschritt) nach F (ganztonschritt) nach G (ganztonschritt) nach A (ganztonschritt) nach H (Halbtonschritt) nach C
folgendes
C-D-E- sind jeweils ganz ton intervalle, von E nach F ist es ein Halbton intervall, von F aus bis H sind jeweils wieder ganzton intervalle, also fon F ist es jeweils ein ganzer Ton immer.
Das bedeutet ja dann das,
Wenn man jeweils nur in ganz ton schritten gehen will sagen wir von C aus, man C-D-E-F#-G#-A#-C gehen muss um quasi auf dem Intervall der ganz töne von c aus gesehen zu bleiben.
Andersrum, von C# aus gesehen würde man dann ja C#-D#-F-G-A-H-C# gehen um jeweils ganzton schritte zu gehen.
Denn diese beiden schritte liegen ja jeweils im ganzton Intervall schritt zu den anfängen C oder C#.

Jetzt zu meinen Fragen dazu, gibt es dazu Tonleiten, also wie oben genannt.

Und wie sieht das dann mit Akkorden dazu aus?
Wenn wir also sagen wir ein C Major nehmen was aus C-E-G besteht heisst das ja, das dieser Akkord aus 2 tasten der ganzton intervallen von C aus gesehen besteht und 1 Ganzton Interval von C# ausgesehen,
Umgekehrt beim C Minor C-D#-G, 1 Ganzton von C ausgeshen, und 2 ganztöne von C# aus gesehen.
jetzt ist die Frage, wie sieht das aus, gibt es Akkorde die sich nun lediglich auf dem ganz Tonintervall schritt von C oder C# aus basieren, sprich,
C-E-G# oder C#-F-A sowohl das ganze aber auch intervall mischend als Minor version, wie C-D#-G# oder C#-E-A.

oder bewege ich mich da gerade auf schon vorhandenen Tonleite Akkorden deren name ich da oben auf barpianist nicht finden kann?

Ich hoffe ihr habt einigemaßen verstanden was ich damit meinte, und könnt mir dazu hoffentlich sagen wie sich das verhält.

Danke und Liebe Grüsse, Phillip
 
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DoctorGradus

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Hallo,

was du beschreibst heist Ganztonleiter (http://de.wikipedia.org/wiki/Ganztonleiter )

Ich kenne die spontan nur aus Debussy Children's Corner, speziell dem STück "Snow is Dancing".


Das Thema ist recht umfangreich. Kurz gesagt: Musik des Spätbarock, (Wiener) Klassik, Romantik (ausgenommen den experimentierfreudigen Romnatikern) bedient sich meist Moll und Durtonleitern, und der Moll und Dur Harmonik.

Eine Molltonleiter wäre z.B. C-Dur (Major) C D E F G A H C (Also alle weißen Tasten), eine Molltonleiter C-Moll (Minor) C D Es F G As B C. Wenn du beide Tonleitern vergleichst wirst du die Unterschiede feststellen.

Die meisten Lieder werden sich wohl in Dur- und Moll irgendwie einteilen lassen.

Dazu gehört eine Harmonik, also: Mit welchen Tönen kann ich eine Melodie in Dur/Moll begleiten. in Dur-Moll-Tonaler Musik hat man meist eine Melodie die von Dreiklängen begleitet wird.

Bevor sich dieses Dur-Moll-System durchgesetzt hat, war z.B. auch sehr beliebt verschiedene Stimmen (Melodien) nebeneinander herzuspielen, sodass sie einen besonderen Zusammenklang entwickelten.

Richtung Moderne wurde das Dur-Moll System schrittweise an seine Grenzen gebracht, indem Komponisten alles aus ihm rausgeholt haben. In diese Zeit fallen auch experimente mit anderen Tonleitern, durchaus erfolgreiche Experimente.


Im Jazz ist die Situation wieder etwas anders. Dort ist das Harmoniesystem sehr ausgefeilt, man verwendet Vierklänge als Akkorde, die Melodie bewegt sich je nach Akkord auf einer anderen Tonleiter. Das ist (für mich) recht kompliziert und dazu können andere sicher mehr sagen.
 
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DoctorGradus

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Wenn wir also sagen wir ein C Major nehmen was aus C-E-G besteht heisst das ja, das dieser Akkord aus 2 tasten der ganzton intervallen von C aus gesehen besteht und 1 Ganzton Interval von C# ausgesehen,
Umgekehrt beim C Minor C-D#-G, 1 Ganzton von C ausgeshen, und 2 ganztöne von C# aus gesehen.
Hmm, ich verstehe nicht genau was du meinst. Ich würde das so formulieren: Du befindest dich in der C-Dur Tonleiter, dein Tonvorrat besteht aus

C D E F G A H

Die Intervalle von C aus haben namen:

C D: Sekunde
C E: Terz
C F: Quarte
C G: Quinte
C A: Sexte
C H: Septime

Ein normaler Dur Akkord besteht aus Grundton, der Terz des Grundtons und der Quinte, also C E G ist C-Dur.

cis – dis – eis - fis – gis – ais – his cis ist Cis Dur (-is steht für das Kreuz #)

Also ist der Akkord Cis-Dur: Cis Eis Gis.

Eis ist derselbe Ton wie F, zumindest drückst du die selbe Taste runter. Man schreibt aber Eis/E# um die Harmonischen Zusammenhänge klar zu machen.


C Moll besteht uas den Tönen

C D Es F G As B C, Die Terz ist das Es, die Quint das G, insofern ist C-Moll der Akkord C Es G, nicht C Dis G wie du geschrieben hast. Es ist am Anfang etwas verwirrend, dass Töne gleicher Frequenz einen anderen Namen haben, aber es ist für die Theorie eben wichtig.

Noch etwas, was man am Anfang nicht so ganz weiß: Jazz und Klassik haben ein etwas anderes System und gehen an manche Musikalischen Sachverhalte etwas anders ran.


jetzt ist die Frage, wie sieht das aus, gibt es Akkorde die sich nun lediglich auf dem ganz Tonintervall schritt von C oder C# aus basieren, sprich,
C-E-G# oder C#-F-A sowohl das ganze aber auch intervall mischend als Minor version, wie C-D#-G# oder C#-E-A.
In erster Linie bedient man sich erstmal leitereigener Töne für die Akkorde. Insofern sind das seltsame Akkorde. C E Gis könnte ein C Akkord mit übermäßiger Quinte sein, aber ich glaube ohne Kontext kann man da schwer was sagen. (heißt das überhaupt übermäßige Quinte?)

Also: Für die Grundakkorde bei einem STück in Dur: Töne aus der Tonleiter


Guendola postet in solchen Fäden immer einen guten Link zu einer Einführung in die Harmonielehre.
 
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F

Fred

Guest
Hi,

eine Ganztonleiter basiert auf dem Begriff des Distanzprinzips. Es geht dabei um die Aufteilung des Oktavraumes in gleiche oder alternierende Abstände.
Im Falle der Ganztonleiter handelt es sich um gleiche Abstände von jeweils einem Ganzton.
Man kann, wie Du ja schon zeigtest, unseren 12-Ton-Raum mit genau 2 um einen Halbton verschobene Ganztonleiter komplett abdecken.
Harmonisch gesehen wird die Ganztonleiter hauptsächlich für Dominantqualität herangezogen, da sie die Durterz und die kleine Sept beinnhaltet.
Als Akkordsymbol wird das normalerweise mit X7/#5 angegeben. Das Suffix #5 ist entscheidend für die Chordscale, die ja dann keine reine Quinte beinnhaltet.
Analyse einer Ganztonleiter:
1 2 3 #4 #5 b7
Enharmonisch umgedeutet ergeben sich auf jeder Stufe übermäßige Dreiklänge. Da der übermäßige Dreiklang enharmonisch umgedeutet 3 verschiedene Bedeutungen haben kann, wird er gerne als Modulationsmittel verwendet.
 
Guendola

Guendola

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Ganztonleitern sind nicht nur für unser abendländisches Gehör seltsam, sondern auch für die klassische Musiktheorie, denn es fehlen wichtige Intervalle. Dur-Akkorde bestehen ja aus einer großen Terz unten und einer kleinen oben, Moll-Akkorde genau anders herum und verminderte Akkorde haben zwei kleine Terzen. Außerdem gibt es in jedem Grundakkord eine Quinte (Dur/Moll) bzw. eine verminderte Quinte (vermindert). Auf diesen Grundakkorden bauen sich aber praktisch sämtliche anderen Akkorde auf, die auf der Barpiano Website erwähnt werden. Kurz ausgedrückt: Die Ganztonleiter ist nicht kompatibel mit diesen Akkorden. Obendrein sind sämtliche Töne gleichwertig, es gibt keine natürliche Bewegungsrichtung zum Grundton.

Mich würde ja interessieren, wozu du das wissen willst. Hast du vor, Ganztonmusik zu schreiben?
 
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BadGuyAlpha

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Danke für die zahlreichen antworten, nun bin ich um einiges schlauer.

warum ich das wissen wollte?

Eigentlich nur für mein eigenes verständniss, weil ich halt grad da saß und dabei war in Aarons Musikschule die Standart Dur Tonleiter durchging, war mir zwar bekannt, gehört aber dennoch zum kap. dazu... und als ich mir das so anschaute, und die Finger über meine Klaviatur gleiten lies und bisl darüber nachdachte. Fragte ich mich wie das gegliedert ist. Und da mir ja wie gesagt durch die Barpiano seite wo recht viele akkord möglichkeiten drinne stehen, mir eine art ganztonleiter nicht bekannt war. Wollte ich einfach wissen ob es eine solche Ganztonleiter gibt, und wie sie funktioniert.
So bin ich leider^^, wenn ich etwas lerne mach ich mir sehr viele gedanken und komme auf jede menge blödsinnige Gedanken, die ich dann gerne näher ergründen will, ist dann manchmal schwer das zu finden, wenn man keine konkreten Fachbegriffe hat, findet Googel meist nichts erklärendes... aber eigentlich wenn ich schon auf die idee der Ganztonleiter komme, hätt ich auch auf den namen ganztonleiter kommen können und wäre im Googel sicherlich fündig geworden.

Naja danke aufjedenfall, war sehr Hilfreich.

P.s.: verzeiht mir gerade die Sau Klaue, mir fallen die Augen zu ich bin Hunde müde, und will isn Bett und mag grad nichtmehr Texte Korrigieren ;) ^^
 
 

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