Adagio h moll von Mozart

  • Ersteller des Themas Jeune homme
  • Erstellungsdatum

Jeune homme
Jeune homme
Dabei seit
19. Juli 2006
Beiträge
86
Reaktionen
1
Hallo allerseits,

ich habe gerade (über eine Aufnahme von Alfred Brendel) ein wunderschönes Spätwerk für Klavier von unserem Wolferl entdeckt: Adagio h-moll. Ich bin gerade mit dem Einstudieren angefangen und es klappt schon ganz gut, die Begeisterung über dieses Werk wächst mit jedem Tag. Meiner Meinung nach stellt es alle anderen langsamen Sätze, zum Beispiel aus Mozarts Klaviersonaten, an Tiefe und Empfindung in den Schatten. Sehr überraschend ist für mich die Schlußwendung, ohne Vorbereitung klart die Musik auf, als ob sich die trüben Wolken schlagartig auflösen und nur noch klares "H-Dur" erstrahlt. Habr Ihr Erfahrungen mit diesem Werk und möchtet sie mir mitteilen ? Gefällt es Euch auch ?

Liebe Grüße aus dem verschneiten Norden,

Herbert.
 
Jeune homme
Jeune homme
Dabei seit
19. Juli 2006
Beiträge
86
Reaktionen
1
Kennt niemand dieses Klavierwerk ? Schade, dass ich keine Meldungen zu dem Adagio bekomme...
 
M
Monaco
Dabei seit
16. Okt. 2009
Beiträge
228
Reaktionen
0
Habe nun auch vor einer Woche mit dem Stück begonnen und muss sagen, daß es mich wie lange kein Anderes gepackt hat. Danke für die Empfehlung hier und im Chat ;)

Technisch ist das Stück eine auch für mich halbwegs lösbare Aufgabe, selbst die Überkreuzungen und die 32tel-Vorschläge klappen ganz gut, am Ende des B-Teils hakt es noch mit dem Übergang in den "Triolen über Achtel"-Takt und bei den Dynamik-Bezeichnungen weiss ich auch nicht recht wie stark man den Kontrast zwischen dem rasch wechselnden f - p herausarbeiten sollte - auf den Aufnahmen klingt das eher nach mf -mp, da schließe ich mich Rosenspiess in der Bewertung an.

Zur Interpretation: Weiss man erstmal um die Auflösung der schwermütigen Stimmung in den Schlußtakten so macht das darauf hinarbeiten im Vorfeld richtig Spass.

Die Brendel-Aufnahme konnte ich leider noch nicht hören, aber ich habe in den Untiefen des WWW eine Aufnahme von "Luc Devos" gefunden, die wohl auf einem historischen Instrument (Hammerflügel?) gemacht wurde und wo das Stück dank der klanglichen Nähe zum Cembalo eine viel hellere Färbung hat - mir hat das sehr gut gefallen.

Eine ausführliche Werkanalyse zum Download habe ich übrigens hier gefunden.
 
 

Top Bottom