Woran übt ihr Zuhause?

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backstein123

backstein123

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Hallo Leute,

Ich Spiel nun seit 7 Monaten Klavier und habe den Wunsch, in der örtlichen Kirche auf der Orgel Gottesdienste zu spielen.

Mittwoch hatte ich eine Stunde an der Orgel meines Klavier Lehrer.
Und wow, ist das verrückt mit den Füßen Musik zu machen:-D

Ich hab auch schon mit unserem Kantor sowie unseren Pfarrer gesprochen, beide sind natürlich davon angetan, dass jemand Interesse an der Orgel hat.
Und der Pfarrer machte mir schon das Angebot, dass ich einmal die Woche in unserer evangelischen Kirche üben dürfte.
Gleichzeitig richtet mein KL den kommenden Unterricht auf dieses Ziel aus.

Jetzt überlege ich nur:

Einmal die Woche in der Kirche ist etwas wenig, um das Spielen mit mehreren Manualen und Pedale zu lernen.

Daheim hab ich ein Kawai CN 35 stehen, für die Finger ist also gesorgt.

Nur, wie kann ich daheim das Pedal Spiel üben?
Deshalb die Frage an euch, womit übt ihr?:konfus:
Ich glaube die wenigsten haben ne echte Orgel daheim.:-D

Ich dachte mal an diese alten Home Orgel, aber da ist dss Manual versetzt und die Pedale meist nur links.
Wirkt ja nicht so original.

Gut, ich bin jetzt noch weit weg von "ich kauf ein neues Instrument" und eigentlich fehlt mir noch etwas Technik in den Händen, aber die Frage lässt mich nicht so richtig los.
 
Dorforganistin

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Es gab dazu schon mal einen Thread, da haben einige auch ihre häuslichen Übemöglichkeiten gepostet.
Weiß nur nicht mehr, wie der hieß.

Ich übe ausschließlich in der Kirche, habe aber auch einen Schlüssel und kann rein, wann immer ich mag.

Eventuell schwätze ich einem Mitsänger aus dem Chor irgendwann mal die zweimanualige Übeorgel seiner Tochter ab, aber erst, wenn unser Nebengebäude steht und ich Platz habe. Also wohl nicht vor 2020 :-D
 
devasya

devasya

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Ich übe immer im Orgelraum der theologischen Hochschule. Da gibt es für alle Orgelschüler eine Liste, in welche man sich eintragen kann. Was sehr angenehm ist, da man auf diese Weise seine ganz bestimmten Übezeiten hat, die verbindlich fürs ganze Jahr gelten.

In der Kirche übe ich (leider) relativ selten, da es manchmal etwas "kompliziert" ist, an einen Schlüssel zu kommen ;-)Ab und an übe ich auf unsrer Domorgel, da geht's mit der Schlüsselübergabe reibungslos und auch sehr schnell. Allerdings kommen mir da die Übezeiten nicht ganz so entgegen. Am vormittag sollte die Orgel nämlich (was ich teils auch verstehen kann!) "gar nicht, oder wenn, dann nur sehr leise" bespielt werden, wegen der Führungen. Abends ist bei mir aus beruflichen Gründen immer etwas schwierig.

Zu Hause habe ich ein Cembalo, auf dem ich regelmäßig spiele. Üben zurzeit allerdings weniger, da ich mich bis Mai ausschließlich auf das Orgelspiel konzentrieren möchte.

Eine digitale Heimorgel hab' ich auch noch in meinem Musikzimmer stehen, muss aber zugeben, dass ich diese nur anfangs benutzt habe und mittlerweile gar nicht mehr darauf spiele. Ich komme damit einfach nicht zurecht.

Kannst du denn nicht nachfragen, ob du in der Kirche etwas öfter üben könntest, als nur 1x die Woche? Gibt es in deiner Umgebung eine Hochschule/Musikschule, welche eine Orgel hat? Da könntest du ggf. auch nachfragen.

Lg und viel Freude beim Spielen,
Deva
 
backstein123

backstein123

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@Dorforganistin
Ja, ich meine so einen Thread schon mal gesehen zu haben, aber ich hab Seitenweise durch gesucht, aber keinen passenden Thread gefunden.

Ich hab schon mal überlegt:

Durch meinen Kontakt mit dem Pfarrer und den Kantor hab ich erfahren das die die Kirche in unseren Dorf (echt kleines Nest, 300 Leute vielleicht?) einen eigenen Pfarrer hat. Ich hab gedacht, das die zur größeren Kirche im Nachbar Dorf gehört (1km weg, Verbandsgemeinde und über 1.000 Einwohner).

Interessants Ot:
Die meisten unserer evangelischen Kirchen haben 1-Manual Orgel.
Bei uns im Nest, steh eine der größten Orgel der Region mit zwei Manuale.​

Jetzt hab ich überlegt, vielleicht mal mit dem Pfarrer unseres Dorf zu sprechen, das ich vielleicht in beiden Dörfern üben könnte.
Aber da hab ich bedenken das ich auch in beiden Spielen müsste.
Klar, das bringt massig Spielzeit und Erfahrung.
Aber das könnte auch total belasten, Zeit kosten und ich könnte massiv daran scheitern:-D

Aber eigentlich heißt das:

Daheim Klavier und dann schauen das man oft in die Kirche kommt.:konfus:
 
Barratt

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Ich glaube die wenigsten haben ne echte Orgel daheim.:-D
Würde ich nicht so pauschal sagen. Die passionierten Orgelleute haben auch eine Orgel daheim (und gehen zusätzlich noch in die Kirche an die echten Pfeifen).

Mein Bruder bekommt im März seine Johannus LiVE 2T.
Die Vorgängerin hat er mir zum Kauf angeboten (was ich bedauernd ablehnte). Er wird sie wohl in Zahlung geben. Das Instrument ist tadellos und wäre für 5 Riesen zu erwerben. Falls Interesse besteht, bitte schnell melden. ;-)

Du findest jede Menge gebrauchte Orgeln auf dem Markt, die alle das gleiche Schicksal erlitten: Sie wurden durch etwas Höherwertiges ersetzt.

Für die Begleitung eines GD musst Du mit dem Pedal keine fußwirbelnde Virtuosität entwickeln. Die kleinen Gemeindeorgeln sind hinsichtlich ihrer Registrierungsmöglichkeiten sowieso eher nicht darauf ausgelegt. Da keuchen doch schon die 16'-Register und brauchen mitunter mehrere Bruchteile von Sekunden, ehe der Ton steht. :teufel:
 
Barratt

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Da muß halt mal ein Intonateur dran, der weiß wie es geht.
Natürlich. Wenn man das Bistum Limburg ist, würde man vermutlich gleich ne neue Orgel ordern - mit goldenen Pfeifen. Das ginge vergleichsweise zackig, da muss niemand gefragt werden, das bestellt der Bischof einfach und dann is´ gut.

Die ländlich-protestantische Durchschnittsgemeinde hingegen wirft einen ängstlichen Blick in den protestantisch-kargen Gemeindehaushalt, ob die Kosten dafür darstellbar sind. Und dann muss noch der Kirchenvorstand überredet werden. Dieser vertagt kosten-außerhalb-der-reihe-verursachende Entscheidungen zunächst mal auf eine Sitzung nach der Urlaubszeit. Bis der Punkt jemals auf der Tagesordnung erscheint, haben sich die üblichen gruppendynamischen Prozesse routiniert entfaltet:

Da gibt es die Fraktion um den Herrn Professor em. Hochgesandt, die darauf besteht, dass Teilreparaturen keinen Sinn ergeben und dass die 16'er so lange weiterkeuchen mögen, bis die Orgel komplett saniert wird. Man möge ab dem kommenden Haushaltsjahr Rückstellungen dafür bilden.

Es gibt eine Gruppe um die Pädagogin Brigitte Gutmund-Helferich, die den kompletten Besucherkreis hinter sich weiß, wenn sie mit Leidenschaft dafür plädiert, der 10 Jahre zuvor nachts um 23.30 Uhr beschlossenen Einrichtung eines gemeindeeigenen Jugendzentrums um jeden Preis den Vorzug zu geben, WENN man schon über Zusatzkosten diskutiert. Die Jugend sei schließlich die Zukunft und man müsse endlich und man habe schon immer gefordert und die Probleme und die Gesellschaft undsoweiterundsofort.

Eine weitere Fraktion - sie scheint die Mehrheit zu bilden - beteuert, noch nie habe sich jemand beschwert und die ganze Debatte sei überflüssig. Die sehr engagierte und gut vernetzte Hausfrau Schmidt versichert, sie habe kürzlich beim Einkaufen die betagte Frau Müller getroffen, die den Seniorenkreis leite, und diese habe überhaupt kein Verständnis für die Diskussion, die Orgel klinge doch wunderbar und sei laut genug, alle ihre Senioren könnten das bestätigen. Ein Grundschullehrer, der sich extra auf die eisige Empore bemüht hat, um sich das Problem demonstrieren zu lassen, bringt den Gedanken ins Spiel, das Pedalwerk könne problemlos auch allein mit dem verbleibenden 8'-Register bedient werden. Die aufploppenden Fragezeichen in den Blicken nutzt der emeritierte Professor, auch angesichts der fortgeschrittenen Zeit, um die Entscheidung abermals vertagen zu lassen.

Die Pfarrerin bekommt den Auftrag, bei der Landeskirche jemanden aufzutreiben, der zuständig ist für die evtl. Zuschussfähigkeit von Orgelreparaturen. Die betreffende Sachbearbeiterin ist in Mutterschutz. Ihr Stellvertreter ist längerfristig erkrankt. Deren Vorgesetzte sagt spontan zu, um drei Stunden später kleinlaut die Zusage wieder zurückzunehmen, so einfach laufe das dann doch nicht, da müssten soundsoviele Bedingungen erfüllt sein, das wisse im Einzelnen nur die Sachbearbeiterin. Man möge einfach warten, bis sie aus der Elternzeit zurück ist.

Und genauso langsam schleicht weiterhin die Luft in die 16'-Pfeifen. :lol:
 
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Dorforganistin

Dorforganistin

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Ich hab weder mit dem 16' noch mit den Geldgebern Probleme. Im Gegenteil, der Kirchenvorstand fragt regelmäßig, ob an der Orgel alles okay ist oder ob der Orgelbauer außer der Reihe kommen soll.
Und das ländlich-protestantisch :-)

Zum Üben: mehr als einmal pro Woche sollte es schon sein, um sich mit dem Pedal vertraut zu machen. Andererseits gibt es eine Menge wunderbarer Werke für Manual, so dass man sich da nicht verrückt machen muss. ;-)
 

backstein123

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Mhhh, das Bistum Limburg hab ich vor der Haustür, ob die mir eine kaufen?:konfus:
:-D

Ich hab mir überlegt, einfach 2 gebrauchte 61-tasten Master Keyboards zu suchen, Gehäuse entfernen und in einen Holz Ramen zu packen.
Dank Midi könnte ich dann über den pc spielen.
Aber dadurch hab ich noch nicht dass Problem mit dem Pedal gelöst, und wenn ich sehe was die Kosten......:-(
 
Dorforganistin

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Gebrauchte Orgeln mit Pedal gibt es mitunter günstig. In dem Thread, den ich weiter oben verlinkt habe, gibt es ein paar Links zu Bezugsquellen.
 
LankaDivore

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Mhhh, das Bistum Limburg hab ich vor der Haustür, ob die mir eine kaufen?:konfus:
:-D

Ich hab mir überlegt, einfach 2 gebrauchte 61-tasten Master Keyboards zu suchen, Gehäuse entfernen und in einen Holz Ramen zu packen.
Dank Midi könnte ich dann über den pc spielen.
Aber dadurch hab ich noch nicht dass Problem mit dem Pedal gelöst, und wenn ich sehe was die Kosten......:-(
Guck mal in den alten Faden, ich habe zu Hause im Prinzip das stehen was du da vorhast. 2 Keyboards, PC, und Pedal. An alte Orgelpedale, die zum Teil echt wenig genutzt wurden, kommt man eigentlich recht einfach an. Man muss evtl. halt mal ein paar 100km dafür fahren. Dann gut aufbereiten und das Ding sieht aus wie neu:-)

EDIT: und ein Schwellerpedal lässt sich auch ganz hervorragend einbauen:-D
 
E

enu

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@Digedag:
erst mal herzlichen Glückwunsch!!
Da ich mir auch überlege, eine Hauptwerk-Orgel als Üborgel zuzulegen, würden mich Details sehr interessieren. Als du dein Projekt geplant hattest, hattest du ja schon einige Angeben gemacht (z.B. Spieltisch ConsolTouch). Ist es dieser Spieltisch auch geworden? Mit welcher Tastatur? Wie ist da das Spielgefühl? Die Lieferung kommt ja erst am Dienstag, aber du hast den Spieltisch ja sicher schon probegespielt?
 
Orgeltante

Orgeltante

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Also eine gebrauchte Digitale Sakralorgel tuts für den Anfang auch. Ich übe die meiste Zeit in der Kirche, habe aber für zu Hause eine digitale Orgel ... wenns mal wieder eisig ist. Und für die Langeweile muss noch ein Klavier und ein Digi für die Randzeiten her.
 
Milkawilka

Milkawilka

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Ich übe zu Hause am Klavier, ca. 2x die Woche über ich an der Orgel in der Kirche.
Hab beim Pfarrer angefragt und sogar einen Schlüssel für Kirche und Orgel bekommen, dadurch kann ich üben wann ich will, auch noch Abends.

Wobei mein Orgellehrer immer sagt, dass anfangs um die 80% am Klavier passieren.
 
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