Darauf läuft es ja immer wieder hinaus.
Und das ist auch für mich im Moment der springende Punkt. Organisatorische Dinge bekommt man schon in den Griff. Teuer ist Klavierunterricht ja nun mal auch nicht(*)
Ich hätte auch gerne wieder Unterricht. All die Argumente hier und in anderen Fäden zu dem Thema sind verständlich und mein Teil Erfahrung mit Lehrern und Trainern auch in anderen Bereichen unterstreicht das in fett.
Aber ich habe auf der Suche nach einer Klavierlehrerin oder einem Klavierlehrer im Moment tatsächlich grade die Motivation ein bisschen verloren. Oder eher den Glauben. Und dann denke ich manchmal "
ach, was willst du mit 60 auch noch werden. Spiel zum Spass und dann ist es egal" Aber diese zugegeben sehr bequeme Sichtweise liegt mir leidern nicht so.... <sic>
es folgt Sinnleeres Gejammer als Beispiel einer Odyssee:
- ein Drittel aller (höflichen und freundlichen) Anfragen wurde erst mal gar nicht beantwortet. Liebe Klavierlehrer, warum ist das so schwer?
- "auf dem Dorfe" gibt es nur sehr eingeschränkt Unterricht, und wenn, dann zum Beispiel "Keyboard in Gruppen" oder so. Oder "Klavierspielen mit Melanie" unter Anleitung. (die ist witzig, keine Frage. Und eventuell gar nicht schlecht, aber echt nicht meins)
- macht nichts, ich kann ja in die Stadt fahren.... eine Klavierlehrerin, die einen guten Ruf hat, selber gut spielt und mir auch so angenehm war kann zu Hause keinen Unterricht mehr geben, sondern macht nur Hausbesuche. Die aber nur in der Stadt.
...... usw. usw......
Ein Spezialist bei dem ich auch zur Probestunde war..... etwas kautzig, aber egal erstmal. Unterricht auf einem Keyboard. (nicht Digi-Piano, so ein Ding auf einem Scherenständer) Pedale waren gar nicht dran, hätte er aber irgendwo gehabt. Er hatte zwei Unterrichtslinien zur Wahl die normale, mit so einem bunten Heft "
spiel und Spass mit dem Klavier" oder so, und für die, die ambitionierter rangehen und mehr wollen noch "
Klavierspielen, mein schönstes Hobby" von Heumann. "Das ist viel umfangreicher, das sieht man ja schon" waren seine Worte. Mein Anliegen spielte erst mal keine Rolle. Ah, btw.: er war von den angefragten Lehrern eher im oberen Preisbereich. Ich hatte sogar tatsächlich vor bei ihm Unterricht zu nehmen, obwohl es den Eindruck machte er hätte hier aufmerksam mitgelesen und würde gewissenhaft alles exakt so machen, wie es hier verteufelt wird. Aber es kam dann was dazwischen........ und gab mir Zeit das zu überdenken.
- ein paar Lehrer kenne ich so am Rande durch die Kulturszene, die haben zum Teil was ganz anderes gelernt und sind dermassen schlecht, da frage ich gar nicht erst. Also nicht schlecht im Sinne von es gefällt mir nicht, sonder schlecht im Sinne von die können das wirklich nicht.
- und der Rest hat einfach keine Termine mehr frei.
War das früher so viel einfacher, oder war das glücklicher Zufall?
Bei Rainer hatte ich zehn Jahre Unterricht und immer wieder was gelernt. An Walter erinnere ich mich noch heute gerne, das ist 50 Jahre her. Nett, kompetent, streng und immer mit einem offenen Ohr oder zwei. So einen hätte ich gerne wieder
(*) als ich mich im letzten Jahr wieder für Klavierunterricht interessiert habe, war ich noch davon ausgegangen, dass die Preise sich in etwa entwickelt hätten wie die Handwerkerpreise....