Wie weit kommt man ohne Klavierlehrer

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  • #181
@chiarina
Wenn ich mir überlege, wie viel so ein durchschnittlicher KL so wiegt, dann komme ich ohne definitiv ein paar Kilometer weiter.
Ich habe das neulich noch mit einer Bürgersteigplatte (ca. 50Kg) ausprobiert ... nach etwa. 10m tat mir der Rücken weh und ich war froh, das Dingen wieder ablegen zu können.
:lol:

Mit KL kommt man wohl definitiv weiter, als ohne. Ob das für "gut" ausreicht, ist allerdings eine andere Frage und hängt von sehr viel individuellen und einigen subjektiven Dingen ab.
Mit dem passenden KL wird man seinem gesetzten Ziel aber wohl eher nahe kommen, als im Selbststudium ... schon einfach, weil der die Probleme kennt (kennen sollte), die auf diesem Weg lauern können. Mehr noch. Er kennt nicht nur die Probleme die auftreten können, sondern hat im idealfall sogar noch Erfahrung darin, wie man diese Probleme bearbeiten kann oder wie sie sich erst garnicht zum Problem entwickeln.
 

  • #182
Liebe Vanessa,

Grundsätzlich ist aber doch das entscheidend, was man lernen will. Klavierspielen/Musizieren, wie auch der Neurowissenschaftler und Musikphysiologe E.Altenmüller der MHS Hannover ausführte, ist eine der anspruchsvollsten menschlichen Tätigkeiten, die es gibt. Warum glaubt man, ohne Lehrer auf ein hohes Niveau zu kommen? Das ist nicht möglich.

Aber natürlich muss man das nicht und kann sich auch ohne Lehrer mit viel Entdeckerfreude an den Klängen begeistern wie hier auch mehrfach geschildert wurde. Man MUSS keinesfalls einen Lehrer haben. Ein Lehrer ist auch ganz richtig kein Garant für Fortschritt. Aber ohne Lehrer kommt man nicht „weit“, wenn „weit“ gleichbedeutend mit „gut“ ist. Die Fragestellung des Fadens ist dann verfehlt.

Liebe Grüße

chiarina

Ja und nein, mir ist das einfach zu pauschal formuliert. Ich bin selbst Lehrerin, aber man muss nicht einmal Lehrer sein um zu wissen, dass Wissenslücken in verschiedenen Klassen enorm sein können, obwohl beide Klassen von Lehrern unterrichtet werden.

Ohne guten Lehrer komme ich auf kein hohes Niveau, das unterschreibe ich nicht nur, das erlebe ich auch. Mein erster Lehrer allerdings hat mir so gut wie gar nichts mitgegeben, dem habe ich Übungsmethoden (u.a. aus den Tiefen dieses Forums 😉) vorgestellt, die von ihm teilweise als "gute Idee" bewertet wurden (je nachdem, wie er gerade drauf war). Dann wurden mir dauernd neue Stücke aufoktroyiert, obwohl die alten noch nicht fertig waren. Also ehrlich, ich bin ohnehin autodidaktisch veranlagt, darauf hätte ich verzichten können. Der zweite Lehrer hat dann das eine und andere Stück aufpoliert und zum Ende geführt, das war hilfreich. Und meine jetzige Lehrerin ist Gold wert, ohne sie und ihr Gehör von außen, ohne ihre Tiefgründigkeit wäre ich nicht ansatzweise da, wo ich inzwischen bin.
 
  • #183
Er kennt nicht nur die Probleme die auftreten können, sondern hat im idealfall sogar noch Erfahrung darin, wie man diese Probleme bearbeiten kann oder wie sie sich erst garnicht zum Problem entwickeln.
In erster Linie macht ein guter Klavierlehrer auf Dinge aufmerksam, von denen man alleine nicht einmal wüsste, dass sie überhaupt existieren. Die Ausbildung des musikalischen Ohrs ist die größte und anspruchsvollste Aufgabe, die man als Lernender zu bewältigen hat. Und an der so gut wie jeder Autodidakt scheitert.

Alles andere kann man mit viel Geduld, etwas Glück und unter Inkaufnahme von allerlei Umwegen eventuell auch ohne Lehrer erreichen.
 
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  • #184
In erster Linie macht ein guter Klavierlehrer auf Dinge aufmerksam, von denen man alleine nicht einmal wüsste, dass sie überhaupt existieren. Die Ausbildung des musikalischen Ohrs ist die größte und anspruchsvollste Aufgabe, die man als Lernender zu bewältigen hat. Und an der so gut wie jeder Autodidakt scheitert.

Alles andere kann man mit viel Geduld, etwas Glück und unter Inkaufnahme von allerlei Umwegen eventuell auch ohne Lehrer erreichen.

Das ist mit Sicherheit richtig. Nur gilt umgekehrt nicht zwangsläufig, dass die Ausbildung des musikalischen Ohrs mit jedem Lehrer gelingt. Und genau das meine ich.
 
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  • #185
Das ist mit Sicherheit richtig. Nur gilt umgekehrt nicht zwangsläufig, dass die Ausbildung des musikalischen Ohrs mit jedem Lehrer gelingt.
Natürlich nicht. Man muss sich ja nur ein paar KL auf YT anhören, um festzustellen, dass sie bereits an der Ausbildung ihres eigenen Gehörs grandios gescheitert sind. Aber das ist kein Plädoyer für Autodidaktik. Den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, war noch nie eine gute Idee.
 
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  • #186
Natürlich nicht. Man muss sich ja nur ein paar KL auf YT anhören, um festzustellen, dass sie bereits an der Ausbildung ihres eigenen Gehörs grandios gescheitert sind. Aber das ist kein Plädoyer für Autodidaktik. Den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, war noch nie eine gute Idee.

Das hat nichts mit Plädoyer zu tun! Wo liest du denn sowas? Was Teufel und was Beelzebub in diesem Zusammenhang ist, ist allerdings die Frage. Auch das kann nämlich variieren! Oder hältst du ein Plädoyer für einen dieser vielgerühmten "KKL" für sinnvoll?
 

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