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Wie offen spielt Ihr Euren Flügel?
ErstellerHans Borjes
Erstellt am
Hans Borjes
Clavio-Förderer
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#1
Heute habe ich zum ersten Mal bemerkt, daß Nachbarn unauffällig am Fenster vorbeigeschlendert sind, wohl um zu erkunden, wer denn da spielt. Danach war mir beim Üben eher unwohl.
Bisher war der Deckel meines Flügels immer offen, aber heute habe ich ihn dann nach langer Zeit mal wieder auf die kleine Öffnung gestellt. Ich war erstaunt, daß ich plötzlich beherzter angeschlagen habe, wohl weil der Klang etwas wärmer und holziger wurde und geringfügig leiser. Damit war mein Anschlag irgendwie schöner
Das bringt mich zu der Frage, mit welcher Deckeleinstellung Ihr Eure Flügel so spielt und warum?
P.S.: Weiß eigentlich jemand, ob es dem Flügel schadet, wenn der Deckel immer offen steht? Verzieht sich dann das Holz?
Ich fürchte, so viel werden keinen Flügel haben.
Ich spiel am liebsten offen - aber manchmal spare ich mir das Theater.
LG
Klaviermacher
Pianoboy
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#3
ich übe meistens mit halboffenem Flügel (muss ja nicht undbedingt jeder hören - wobei das sicher so auch laut genug ist :D). wenn ich dann mal wirklich spielen will, dann öffne ich ihn meistens.
mfg pianoboy
Mathiéu Alou
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#4
Kann jetzt zwar nichts über meinen eigenen Flügel berichten (nicht vorhanden), aber im Unterricht spielen wir den Flügel immer halboffen. Mein Klavier mache ich aber auch sehr oft auf. :o
Grüße
Hans Borjes
Clavio-Förderer
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#5
Der Flügel meiner Lehrerin ist im Unterricht auch immer komplett geschlossen, das Notenpult steht obenauf. Es liegt sogar eine kleine Decke zur Dämmung darüber. Ansonsten sieht es auf dem Deckel eher aus wie auf manchem Schreibtisch im Büro, Bilder von der Familie, etc.
Der Flügel meiner Lehrerin ist im Unterricht auch immer komplett geschlossen, das Notenpult steht obenauf. Es liegt sogar eine kleine Decke zur Dämmung darüber.
Da hat sie recht.
Je leiser das Unterrichtsinstrument umso nervenschonender...;)
S
Sabri
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#7
An dem Flügel meiner Klavierlehrerin spiele ich lieber, wenn er geschlossen ist.
Auch generell bei anderen Flügeln.
Mein Klavier mache ich aber gerne auf ;)
gabrijel
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#8
Bei mir kommts drauf an ob ich übe oder spiele..
Wenn ich übe dann habe ich alles geschlossen und das Notenpult auf einer Decke auf dem Flügel da ein Konzertflügel für eine Mietwohnung (in einem alten Haus das sehr ringhörig ist) eh schon zu laut ist...Wenn man gewisse Passagen mehrere hundert mal durchspielt dann sollte man schon die Nerven der Nachbarn schonen... Wenn ich dafür aber was spiele dass ich kann mache ich denn Flügel je nach Stück halb auf oder ganz...bei der Arie aus den Goldbergvariationen mache ich ihn ganz auf um den Klang möglichst schön zu geniessen..beim Claire de Lune ist er eher auf halb offen und bei der Schubert a-moll Sonate ist er ganz zu...da diese schon sehr viele laute Passagen hat
R
Rodrigo
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#9
Ich hab noch keinen Flügel, aber den Klavierdeckel öffne ich gerne wenn ich richtig spiele ;).
A
andreas.kumm
Guest
#10
Hallo,
ich spiele den Flügel grundsätzlich ganz geschlossen. Offen verträgt der Raum akustisch nicht (es ist ein 212-Flügel in einem 40 qm-Zimmer).
Ich habe jedoch allen Familienmitgliedern verboten, den geschlossenen Flügel als Abstellfläche zu nutzen
Gruß - Andreas
kann man, finde ich, nicht mehr hören, wenn der Flügel ganz zu ist. Ich lasse immer den Deckel ganz vorne offen, wo das Notenpult steht. Zunächst hatte ich alles zu aus schalldämmungstechnischen Gründen, Notenpult oben drauf, was Hören von Klangfarben und Tonqualität ganz unmöglich machte. Da ich gerne mit Klangfarben spiele und meine Lehrerin glücklicherweise auch keine "Töne aus der Fabrik":smile: leiden kann, muss einfach der Flügel etwas offen sein.:cool:
Die "kleine Öffnung" gibt es bei meinem Flügel -Baujahr 1908- gar nicht. Ich habe schon mit einem Korken bzw. mit einem Buch versucht, diese nachzuahmen, fand das Ergebnis aber noch nicht so überzeugend.
Daher habe ich Option 2 (meistens) und 4 angekreuzt.
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Hans Borjes
Clavio-Förderer
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#13
Es kommt sicher auf den Flügel an
Heute war meine Klavierlehrerin zu Besuch, und wir haben eine Doppelstunde an meinem Flügel veranstaltet. Das war eine tolle Idee.
Natürlich hat sie auch ein wenig gespielt. Anfangs, um das Instrument zu beschnuppern. Zum Schluß, um ein paar Vorschläge zu machen, welches Stück wir als nächstes erarbeiten ('wir', weil sie ja mitleiden muß :D).
Wir waren uns sehr schnell einig, daß dieser Flügel mit geschlossenem Deckel (trotz offenem Notenpult) praktisch nicht leiser wird, aber dafür seine Klangfarbe merklich verändert.
Also bleibt er offen, dafür ist er gebaut. Im Gegensatz zum Cabriolet regnet es hier auch nicht rein :cool:
M
manaus
Guest
#14
Ich hab ja erst seit kurzem ein Flügel.
Beim Üben habe ich ihn auch gern geschlossen, das Zimmer hat nur 20 qm aber beim Spielen mache ich mein Flügel doch auch gerne auf. Dafür ist er ja gebaut. Schadet eigentlich es dem Flügel wenn er für längere Zeit mal geschlossen ist oder auch geöffnet ist? Oder wenn Gegenstände auf dem Deckel ( z.B. die ganzen Noten ) liegen?
Interessant. Inzwischen ist ja eine ganze Zeit vergangen. Ich habe viele fremde Instrumente kennengelernt und bemerkt, daß sie einen recht großen Einfluß auf meine Spielweise haben.
Zusätzlich ist mir aufgefallen, daß die Raumakustik in unserem Wohnzimmer nicht so optimal ist. Mittelfristig werde ich daran etwas ändern. Kurzfristig habe ich aus reiner Neugierde mal den Deckel vom Flügel ganz abgebaut. Das verändert nicht nur den Klang merklich, sondern entschärft auch Konflikte mit der Raumakustik. Mir scheint, daß die gerichtete Abstrahlung durch den offenen Deckel die Raumresonanzen viel stärker anregt als der diffusere Klang ganz ohne Deckel. So greife ich nicht nur entschlossener in die Tasten, sondern kann auch schneller und feinfühliger die Lautstärke wieder zurücknehmen. Die Töne im Baß lassen sich viel besser heraushören.
Wer also den Deckel seines Flügels noch nie abgebaut hat, sollte das unbedingt mal probieren - aber zu zweit anfassen!