Weissbrod Klavier Nr. 12291

  • Ersteller des Themas Claudia1965
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Claudia1965

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Hallo,

da meine Tochter (13)sich schon soooo lange ein Klavier wünscht haben wir uns gestern von privat (ein erschwingliches 600 Euro) Weissbrod Klavier angeschaut.

Von den Maßen war ich ganz schön erschlagen (1,46 l, 67 t, 1,44 h), könnte es aber stellen, wenn ich auf einen Schrank verzichte.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage: Ich selber bin ein totaler Laie.

Aus welchem Jahr könnte das Klavier sein, es klingt (zumindest für mich) total schön, lt. Verkäufer müßte nur 1 Note neu gestimmt werden. Da ich hier im Forum gelesen habe, dass es eh nach dem Transport gestimmt werden muss, wäre das für mich in Ordnung.

Könnte das für diese Seriennummer verwendete Holz Nussbaum sein?? Ich kann dieses Holz farblich nicht zuordnen.

Die Rückseitenbespannung aus Seide wurde bereits erneuert und die schönen Kerzenständer sind leider nicht mehr vorhanden. Auf der oberen Deckelöffnung sind 2 bis 3 etwa tassengroße Wasserschäden, die aber nur oberflächlich sind (das Holz ist dort aufgequollen.

Ist das "gute Stück" für dieses Preis wirklich ein Schnäppchen und reicht es für den Anfang oder sollte ich lieber die Finger davon lassen????

Vielen, vielen Dank für evtl. Antworten auf die ein oder andere Frage.
 
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restaurator

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Baujahr ca. 1923, Hersteller besteht seit 1884 (Eisenberg)
 
klaviermacher

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Hallo Claudia,

Ich würde es auf alle Fälle von einem Fachmann angucken lassen. 600 + Transport ist zwar nicht viel, wenn dann aber mehr ist als "nur stimmen" hast Du denn Ärger später.

Wenn Du es sowieso stimmen lassen willst nach dem Transport, rufe den Stimmer gleich an und frag ihn, ob er sich nicht mit Dir das Instrument nochmals ansieht und ob er es dann bei Dir stimmen wird können.

LG
Michael
 
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Claudia1965

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Hallo MIchael, hallo Restaurator,

vielen Dank für Eure schnellen Antworten.

Komme aus der Nähe von Wilhelmshaven 26419), kann mir jemand einen "Fachmann" empfehlen?
 
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Claudia1965

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Danke, werde ich anrufen.
 
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Neronick

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Hallo Claudia,
nach meiner Erfahrung sind örtliche Händler oftmals ABSOLUT desintessiert an Klavieren, die sie nicht selber verkaufen können. Da die Geschäfte schlecht laufen, ist auch die Laune oft im Keller. Du musst nur jemanden kennen, der halbwegs Klavier spielen kann. Wenn sich das Instrument vernünftig spielen lässt, ist es auch in Ordnung.

Mein Klavier aus Ebay war für einen Bruchteil des Geldes besser als einige Geräte, die im Laden stehen! Ich wurde sogar Zeuge wie ein Klavierstimmer im Laden, wo ich neugierig zugeschaut habe, mir gesagt hat, das Ding lässt sich nicht mehr stimmen. Wichtig ist, das Klavier aus LIEBEVOLLEN Händen zu kaufen und ein gutes Gefühl dabei zu haben.

In Foren wirst Du oft verrückt gemacht.
 
klaviermacher

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Hallo Claudia,
nach meiner Erfahrung sind örtliche Händler oftmals ABSOLUT desintessiert an Klavieren, die sie nicht selber verkaufen können. Da die Geschäfte schlecht laufen, ist auch die Laune oft im Keller. Du musst nur jemanden kennen, der halbwegs Klavier spielen kann. Wenn sich das Instrument vernünftig spielen lässt, ist es auch in Ordnung.

Mein Klavier aus Ebay war für einen Bruchteil des Geldes besser als einige Geräte, die im Laden stehen! Ich wurde sogar Zeuge wie ein Klavierstimmer im Laden, wo ich neugierig zugeschaut habe, mir gesagt hat, das Ding lässt sich nicht mehr stimmen. Wichtig ist, das Klavier aus LIEBEVOLLEN Händen zu kaufen und ein gutes Gefühl dabei zu haben.

In Foren wirst Du oft verrückt gemacht.
Hallo Neronick,

Das kann ich so nicht sehen. Die Geschäfte gehen gut und die Laune ist nicht schlecht. Außerdem bin ich absolut interessiert an Klavieren, die ich nicht selbst verkaufe, wie übrigens viele meiner Kollegen auch.

Claudia hat der Klang gefallen und jemand, der vernünftig Klavier spielt kann ihr das höchstens bestätigen oder relativieren. Er kann nicht beurteilen mit welchen Kosten etwas zu beheben geht. Sie braucht auf alle Fälle das Fachurteil eines Kollegen. Natürlich ist ein unabhängiger Stimmer wohl besser als ein Handelshaus, welches eventuell einen möglichen Kunden wittert, dem man mehr verkaufen kann als notwendig.

Anders sieht das bei der Wahl eines Instruments aus, bei dem mehrere tausend Euro den Besitzer wechseln, wie z.b. in einem Geschäft ein Neuklavierkauf. Da ist es vielleicht ein Vorteil, jemand mit zu nehmen, der gut Klavier spielt und einem dann vorspielt und der sagt warum er jenes bevorzugt und das andere nicht.

Ein Klavierstimmer in einem Laden, der Dir erzählt, das Klavier an dem er stimmt lässt sich nicht mehr stimmen ist eher ungewöhnlich und nicht die Regel.

Es gibt so viele Schrottklaviere bei Ebay, dass ich einem Laien nur abraten kann. Klar, manchmal kann man Glück haben. Wenn jemand gerne Lotto spielt ist das ja ok, aber dann hätte Claudia hier gar keine Frage gestellt sondern erst mal gekauft...


LG
Michael
 
N

Neronick

Guest
Es gibt so viele Schrottklaviere ...
LG
Michael
Michael, sei versichert, dass ich eine hohe Meinung von Dir habe. Sonst hätte ja ein "Local Dealer" deinen Job machen können. Die Art, wie Du arbeitest und denkst, sind ja im Internet nachzulesen.

In vielen Internetforen toben Glaubenskriege. Ich halte davon gar nichts. Ich benutze ein Forum, um persönliche Erlebnisse zu schildern. Mir hat ein örtlicher Händler, den ich gebeten hatte, mich bei meinem Kauf zu unterstützen, gesagt, ich solle das Ding sofort verschrotten und nicht transportieren. Du hast nur ganz wenig Reparatur gebraucht... ich habe viel Freude dran. Unabhängige Stimmer waren weder zur Transporthilfe noch sonst was zu bewegen...

Wenn man einen Apfel in den Händen hält, kann man sehen wie er schmeckt. Notfalls beißt man rein. Man braucht keinen Zahnarzt, um den Geschmack zu prüfen.

Gute Fachkräfte sind selten. Ich würde auch manchen Fachleuten hier im Forum nicht vertrauen - mit den bekannten Ausnahmen. :-) (Ja, so macht man sich unbeliebt). Ein guter Orthopäde, ein guter Zahnarzt....alles schwer zu finden.

beinah vergessen: Schrottklaviere sind m.E. oft fabrikneu. Gehe mal in Geschäfte. Viele Fachleute besichtigen niemals die "Konkurrenz".
 
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jensen1

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So wie du persönliche Erlebnisse mit einem Klavier gemacht hast, was sich als Glückskauf herausgestellt hat, so hat jeder Klavierstimmer meist mehrere oder viele Erfahrungen gemacht, dass Leute sich ein totales Schrottklavier über Ebay oder sonst irgendwie privat besorgt haben. Dass es für extrem wenig Geld total gute, von der Substanz her gesunde Klaviere über Ebay und auf dem Privatmarkt gibt, steht außer Frage (ich habe das selbst häufig hier schon geschrieben), aber man muss sie finden. Die Einschätzung, "wenn es gut spielt, ist es in Ordnung" ist naiv.

Wenn der Rat gegeben wird, einen Fachmann das Klavier begutachten zu lassen, so hat das nichts mit "verrückt machen" zu tun, sondern es ist ein sehr wohlüberlegter Ratschlag, mit dem Schaden abgewandt werden soll.

In jedem Telefonbuch finden sich Telefonnummern von Klavierstimmern. Man ruft an, und fragt ob der Klavierstimmer ein Klavier was zum Verkauf steht beurteilen kann. Vielleicht wird sich nicht jeder Kollege damit befassen wollen, aber dafür gibt es ja noch genügend andere Telefonnummern. Zudem kann man auch fragen, ob jemand gern mit alten Instrumenten arbeitet. Das ist doch kein Problem und so wird man mit Sicherheit jemanden finden, der das Klavier anschaut. Maßgeblich ist, klare Fragenn zu stellen oder zu sagen, was man gern möchte, oder nicht möchte.

Dass ein hauptsächlich mit Verkauf befasstes Haus vielleicht an einem alten Klavier wenig bis kein Interesse hat, finde ich nachvollziehbar. Aber dann sind es schlicht nicht die geeigneten Leute für den Job und man muss woanders suchen.

"Gute Fachkräfte - schwer zu finden", das ist für mich "jemanden verrückt zu machen". Aus der vermeintlichen Hoffnungslosigkeit des Unterfangens wird dann der falsche Schluss gezogen, das Klavier ungesehen zu kaufen, was ein weitaus größeres Risiko darstellt, als ein paar Telefonate zu führen und daraufhin aktiv zu werden.

Auf der oberen Deckelöffnung sind 2 bis 3 etwa tassengroße Wasserschäden, die aber nur oberflächlich sind (das Holz ist dort aufgequollen.
Um nur ein Beispiel zu nennen, warum man das Klavier unbedingt genauer anschauen soll: wenn Wasser auf dem Deckel war, dann ist es in vielen Fällen auch ins Klavier geflossen und kann dort für Rostschäden gesorgt haben. Probleme die ich in diesem Zusammenhang gesehen habe: Saiten verrostet, schwingen nicht mehr sauber, oder sind an der Silie festgerostet und reißen beim Stimmen. Das ist gewiss kein Beinbruch, aber man sollte einfach wissen, worauf man sich einlässt.

lt. Verkäufer müßte nur 1 Note neu gestimmt werden
Der Verkäufer ist offenbar ahnungslos. Ein weiterer Grund, auf einen Fachmann zu vertrauen, wenn man selbst keine umfassenden Kenntnisse hat.
 
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Neronick

Guest
Um nur ein Beispiel zu nennen, warum man das Klavier unbedingt genauer anschauen soll: wenn Wasser auf dem Deckel war, dann ist es in vielen Fällen auch ins Klavier geflossen und kann dort für Rostschäden gesorgt haben.
Super! Genau das HATTE mein Klavier! Wasserschaden auf dem Deckel! Von einer Vase, die dort jahrelang stand. Habe ich sehr liebevoll abgeschliffen, sogar ohne Maschine, aber mit Geduld.

Ich habe ein anderes esoterisches Weltbild: Es gibt KEINE SICHERHEIT, schon gar nicht durch Dritte, überhaupt nicht durch Angst. Ich selbst hatte genau 5 Minuten Auswahlzeit: KEINE Zeit für einen Fachmann! Nun, normalerweise rate ich: "Kaufe niemals, wenn Dich jemand unter Druck setzt". Aber, es gibt auch das Gefühl: "Du bist es!". Übrigens, viel wichtiger als ein Klavier ist eine Ehe, ich empfehle: a) Führungszeugnis einholen, b) Vorbesitzer interviewen, c) Frauenarzt einschalten und UNBEDINGT d) Ehevertrag mit Scheidungsfolgenvereinbarung vor einem Notar. NICHT aus Augenschein handeln! :-). Wer ganz sicher gehen will, sollte vorher auch eine Eheberatung in Anspruch nehmen, das zeigt gleich die spätere Kommunikationsfähigkeit!

Hätte ich Clavio gekannt, hätte ICH jetzt kein Klavier. Sicherheit kostet jedenfalls Geld. No risk, no fun!
 

klavierrestaurator

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chiarina

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Ich möchte mich ausdrücklich klaviermacher und jensen anschließen!!!

Hier geht es doch um ein Klavier von 1923, also ein wirklich altes Instrument. Solch ein Instrument würde ich ohne Beurteilung eines Fachmanns nie und nimmer einem Schüler empfehlen!!! Bei so einem Instrument zu einem solchen Preis ist immer etwas nicht so wie es sein sollte (Stimmung, Dämpfung, Mechanik.......), auch wenn der Klang schön ist. Und ich als Klavierlehrerin kann keineswegs beurteilen, welchen Aufwand es bedeutet, das Instrument so herzurichten, dass es für Ansprüche geeignet ist, die z.B. Klavierunterricht stellt. Wenn natürlich das Klavier hier eher zu dem Zweck gekauft werden soll, dass die Tochter ab und an drauf spielen kann, also Klavierunterricht oder eine intensive Beschäftigung damit nicht gewünscht ist, muss man nicht unbedingt einen Fachmann hinzuziehen. Da aber die Tochter sich so lange schon ein Klavier wünscht, sollte man ihr vielleicht auch ein Instrument zur Verfügung stellen, das gewissen Ansprüchen genügt. Das heißt ja nicht, das solche Klaviere nicht ein Schnäppchen sein können. Aber dann würde ich das lieber bestätigt wissen.

Auch wenn das Bauchgefühl sagt, lieber Neronick, "Ich will" :p, sollte man einen Fachmann hinzuziehen. So leicht lassen sich Laien blenden vom Äußeren, von einem schönen Klang, einem geringen Preis und wundern sich dann, dass sie nicht gehört haben, dass alles verschwimmt, dass Tasten hängen, wenn man schneller als eine Note pro Sekunde spielt, dass das Pedal hin ist, dass die Stimmung auf As gerutscht ist und - ach - die Stimmwirbel locker sind............... . Ende offen.

Sie haben es nicht gehört und gemerkt , weil sie eben Laien sind, wogegen ja auch gar nichts einzuwenden ist. Ich jedenfalls würde zu einem solchen Kauf immer einen Fachmann zu Rate ziehen. Sein Bauchgefühl muss man ja deshalb nicht aussperren!

Liebe Grüße

chiarina
 
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Neronick

Guest
So leicht lassen sich Laien blenden vom Äußeren, von einem schönen Klang, einem geringen Preis und wundern sich dann, dass sie nicht gehört haben, dass alles verschwimmt, dass Tasten hängen, wenn man schneller als eine Note pro Sekunde spielt, dass das Pedal hin ist, dass die Stimmung auf As gerutscht ist und - ach - die Stimmwirbel locker sind...............
Die Beschreibung passt auf jemanden, den ich kenne. Ist aber kein Klavier. In Deinen Worten steckt eine gewisse poetische Kraft...es ist doch wunderbar, dass die Menschen unterschiedlich handeln!

PS: Lese mal den Post von "Klavierrestaurator", kurz oberhalb. So spricht und schreibt der Fachmann in einer fernen, fremden Stadt, wo das gefährliche Klavier lauert! Aber, ich gebe es zu, noch einen Blind-date-Kauf würde ich vermutlich auch nicht machen. Ich habe ja so ein schönes Klavier bekommen! Ich liebe sein "Ab", nicht mal rein klingt es...Aber man soll sein Glück auch nicht herausfordern. Das kann einem nur die innere Stimme sagen, wann es wieder so weit ist.
 
Klavierretter

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Ich kann Neronick voll und ganz zustimmen

Ich bin der Meinung, das man ein gutes Klavier auch als Laie erkennen kann.
Ganz klares "Nein"! Als Laie kann man erkennen, ob ein Klavier gut klingt... ob es stark verstimmt ist oder nicht, ob aus jeder Taste ein Ton kommt... das war's dann aber auch. Ein Beispiel: Ein Forenmitglied kaufte mal ein Klavier, das angeblich kurz in der Garage gestanden hat, weil es in der Wohnung keinen Platz mehr hatte. Auch ein befreundetes Forenmitglied wurde gebeten, sich das Klavier mit anzuschauen und zu beurteilen (kein Klavierbauer sondern ein Pianist). Nachdem alles für i.O. befunden wurde, wechselte das Klavier den Besitzer... nun... leider stand es schon etwas länger in der Garage und die Holzfeuchte war enorm angestiegen... das Resultat: nach einem halben Jahr in der neuen Wohnung begann das Klavier auseinander zu reißen... Stege, Resonanzboden, Stimmstock... alles kaputt... nach einem Dreivierteljahr war das Klavier dann reif für den Schrott... traurig, aber wahr...
Und das ist nur ein Beispiel von ganz vielen... ich sehe mir andauernd "günstige" Klaviere auf ebay und aus Kleinanzeigen an... und glaub mir... von 10 Klavieren ist höchstens eines dabei, was wieder "rettbar" ist. Und dann geht man selbst als "Fachmann" immer noch ein Risiko ein, weil man doch nicht alles sofort sehen kann.


LG Georg
 
PianoCandle

PianoCandle

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Liebe Claudia1965, herzlich willkommen hier auf clavio.
Gerade den Faden durchgelesen - hier mein Motto:
Locken. Dahin, wo es passt. Dabei helfe ich gern, und das klappt seit Jahren bestens!
Sich verlocken lassen zu Klavieren/Flügeln, die schon mit wenigen Fachblicken als dessen nicht würdig erkennbar sind, das ist rausgeworfene Begeisterungsenergie, sozusagen verschwendete kostbare Lebenszeit.
Da gebe ich mich gern als "Filter" her, das verhilft zu Instrumenten, bei dem sich ggf. der wässrige Mund im Vorwege echt lohnt.

Übrigens: Weissbrod baute tolle Klaviere. Wäre also wünschenswert, dass das Klavier fachmännischen Blicken standhält.
Verbeugung vor Tastenscherge, der hier öffentlich einen Kollegen empfahl. Das tat er ganz sicher besten Gewissens.

Gruß
Martin
 
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Neronick

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leider stand es schon etwas länger in der Garage und die Holzfeuchte war enorm angestiegen...
Wer ein Klavier kauft, das in der Garage stand oder sonstwie "unbenutzt und unbeliebt" war, macht mit Sicherheit einen Fehler. Man muss dazu sagen, das die Fotos in Ebay oftmals sehr aussagekräftig sind! Wer dagegen ein Klavier erst aus der Feuchte in die Wohnung schleppt, um bessere Fotos zu machen: Der BETRÜGT. Wer dagegen schreibt: "Habe keine Ahnung von einem Klavier, kann selber nicht spielen....". Ja? Wieso hat der dann ein Klavier? Analog: "Verkaufe mein Auto, steht derzeit auf dem Schrottplatz, habe seit Jahren nicht gefahren und wegen Alkohol keinen Führerschein mehr...". Ja, da braucht man einen Mechaniker zur Probefahrt! :-)

Es ist doch nicht Sache des Käufers einen TÜV zu machen! Wer kauft sich freiwillig ein Auto ohne 2 Jahre TÜV? Gleiches gilt für Klaviere. Wenn das Ding gestimmt ist und gespielt wurde und der Vorbesitzer es geliebt und genutzt hat, sich jetzt aber was besseres kauft, oder, oder... oder verstorben ist und sich deshalb ungern von dem Instrument getrennt hat, dann kann man es wohl nutzen.
 
PianoCandle

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Wer ein Klavier kauft, das in der Garage stand oder sonstwie "unbenutzt und unbeliebt" war, macht mit Sicherheit einen Fehler. Man muss dazu sagen, das die Fotos in Ebay oftmals sehr aussagekräftig sind! Wer dagegen ein Klavier erst aus der Feuchte in die Wohnung schleppt, um bessere Fotos zu machen: Der BETRÜGT. Wer dagegen schreibt: "Habe keine Ahnung von einem Klavier, kann selber nicht spielen....". Ja? Wieso hat der dann ein Klavier? Analog: "Verkaufe mein Auto, steht derzeit auf dem Schrottplatz, habe seit Jahren nicht gefahren und wegen Alkohol keinen Führerschein mehr...". Ja, da braucht man einen Mechaniker zur Probefahrt! :-)

Es ist doch nicht Sache des Käufers einen TÜV zu machen! Wer kauft sich freiwillig ein Auto ohne 2 Jahre TÜV? Gleiches gilt für Klaviere. Wenn das Ding gestimmt ist und gespielt wurde und der Vorbesitzer es geliebt und genutzt hat, sich jetzt aber was besseres kauft, oder, oder... oder verstorben ist und sich deshalb ungern von dem Instrument getrennt hat, dann kann man es wohl nutzen.
Neronick, deine Herangehenweise ist komplex, vielschichtig, wirkt wie für dich maßgeschneidert, und scheint im notwendigen Ausmaß erfolgreich zu sein.
Ein hoch auf die Individualität und die Vielfalt der Menschen!
Lass doch den vielen, die ganz anders sind als du, die Chance, sich im richtigen Ausmaß und mit der passenden Laune beraten zu lassen.

Gruß
Martin
 
PianoCandle

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joeach, dein Engagement in allen Ehren, und in sehr vielem hast du recht.
Und Laien Mut machen, das ist wirklich eine gute Idee!
ABER:
Es gibt die Intrumente, bei denen alles aus deiner Checkliste passt, und von denen ein Fachmensch dennoch gleich mit einem lapidaren njet abraten würde. Und es gibt die anderen, bei denen fast nichts passt, die man als Phönix aus der Asche ziehen muss und kann, wenn man weiß wie.
Könnte doch vorteilhaft sein, derlei Eventualitäten ins persönliche Procedere zu integrieren, oder?

Gruß
Martin
 
 

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