Von der Note zur richtigen Taste finden...

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kub0815

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Hallo,
Bei neuen Stücken hat mein Sohn immer noch Problemchen die richtige Tasten zu finden. In dem Notenheft Tastenkrokkodiel sind schon anspruchsvolle Lieder drin. Hat jemand irgenteinen Tipp dazu wie ich ihm bei solchen Fragen helfen kann. Im alten Heft war eine Notenttafel mit den Tasten dazu abgebildet das hat schon sehr geholfen. Gibt's sowas auch in gross? Zum runterladen oder kaufen.
Vg
Jürgen
 
cwtoons

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Wie lange spielt denn der Sohnemann schon?

Und Du, findest Du problemlos die zugehörigen Tasten? Oder spielst Du gar nicht selber?

CW
 
Ralph_hh

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Beim Klavier spielen lernt man, Musik zu hören, zu formen, Noten zu lesen, Tasten zu finden und vieles mehr. Zum einen dauert das einfach, Geduld hilft. Zum anderen muss man die Teilaspekte dann halt auch alle üben. Wenn jemand ein Stück, weil es einfach ist, schnell auswendig oder gar gleich aus dem Gehör auf den Tasten nachspielt, wird das das Notenlesen nicht fördern und wie die Taste da heißt, die man gerade drückt, lernt man dabei auch nicht.

Seis drum, dann übt man das halt separat. Nimm ein unbekanntes neues Stück, beliebig kompliziert, versuch bloß nicht, das zu spielen (bzw. Sohnemann das spielen zu lassen) und übt das, Noten zu benennen und die auf den Tasten zu "finden". Vielleicht erstmal beschränkt auf eine Oktave.
 
chiarina

chiarina

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Hallo,
Bei neuen Stücken hat mein Sohn immer noch Problemchen die richtige Tasten zu finden. In dem Notenheft Tastenkrokkodiel sind schon anspruchsvolle Lieder drin. Hat jemand irgenteinen Tipp dazu wie ich ihm bei solchen Fragen helfen kann. Im alten Heft war eine Notenttafel mit den Tasten dazu abgebildet das hat schon sehr geholfen. Gibt's sowas auch in gross? Zum runterladen oder kaufen.
Vg
Jürgen
Lieber kuba0815,

Ist dein Sohn unter 10 Jahren alt?

Folgende Tipps und Spiele können helfen:

1. Tipps und Vorkenntnisse:
  • Kann dein Sohn die C-Dur-Tonleiter sicher rauf und runter spielen und singen/sprechen?
  • Kann er gut Noten lesen und fällt ihm nur der Switch aufs Instrument schwer?
  • Kennt er die Namen der Oktavräume (http://www.musikkunde.info/notenlehre/oktavraeume)? Diese fangen immer neu bei c an, vom eingestrichenen c aufwärts befinden sich der zweigestrichene, dreigestrichene .... Oktavraum bzw. in den tieferen Regionen erst klein, dann Groß, dann Kontra (wie Kontrabass) ... . Vielleicht gibt es da Unklarheiten.
  • Kennt dein Sohn die Namen der schwarzen Tasten und weiß, dass es mehrere Möglichkeiten der Namensgebung einer Taste gibt, die wiederum vom Stammton und Vorzeichen abhängig ist? Beispiel: g wird mit einem b-Vorzeichen zu ges (bei b's wird die Endung -es angehängt bis auf die Ausnahmen b und as und der Stammton einen Halbton erniedrigt), die gleiche Taste kann aber auch fis heißen (f mit einem # wird zu fis, bei Kreuzen wird die Endung -is angehängt und der Stammton einen Halbton erhöht).
2. Spiele zur Übung:
  • Um dies alles zu üben, kann z.B. folgendes Spiel helfen, ich nenne es Flugzeugspiel: der Arm deines Sohnes kreist wie ein Flugzeug über den weißen Tasten und landet (Augen zu oder nicht hingucken) auf einer weißen Taste. Hingucken, Namen sagen mit Oktavraum, also eingestrichen, Groß, klein .... . Später oder sofort auch mit schwarzen Tasten. Evtl. die dazu passende Note aufschreiben.
  • Mensch ärgere dich nicht mal anders: spiele mit deinem Sohn und ihr fangt ganz oben beim höchsten Ton der Klaviatur an. Auf dieser Taste stehen zwei Mensch-ärgere-dich-nicht-Figuren, eine für dich, eine für deinen Sohn. Erst mal nur weiße, später auch schwarze und weiße Tasten sind das Spielfeld, auf dem ihr schrittweise abwärts geht. Wenn dein Sohn also eine 5 würfelt, darf er 5 weiße Tasten abwärts gehen. Er muss dann den Namen der Taste (wieder unbedingt mit dem richtigen Oktavraum dazu) sagen und wenn es richtig ist, darf er bleiben. Wenn es falsch ist, muss er zurück zum Ausgangspunkt. Bei einer 6 darf man nochmal würfeln, man kann mit oder ohne Rausschmeißen spielen, wer zuerst unten ist, hat gewonnen. Die Regeln kann man individuell festlegen.
  • Kartenspiele: https://www.amazon.de/Atlantis-Musikbuch-Verlag-AG-Musiknotenkartenspiel/dp/3254001516 . Dein Sohn zieht eine Karte, liest sie (mit Oktavraum!) und spielt sie. Mit Kartenspielen kann man eine Menge anstellen, man kann mehrere Karten hintereinander legen und sie erst laut lesen, dann spielen. Man kann Wettspiele machen, selber kleine Melodien legen u.v.a..
  • Kleine Melodien erfinden und aufschreiben. Man kann auch kleine Texte, Reime, Namen von Tieren o.ä. vertonen und diese aufschreiben und erneut spielen.
  • Bei einem Stück (Tastenkrokodil) lohnt es sich, das Thema oder einen Baustein auditiv einzuführen. Der Lehrer spielt vor, dein Sohn spielt es nach und schreibt das Gespielte auf.
  • Mit dem Lehrer sprechen. Es ist die Aufgabe des Lehrers, Lücken zu schließen und er wird vielleicht dankbar über deine Rückmeldung sein.
Liebe Grüße und viel Erfolg!

chiarina



 
Revenge

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[...]Wenn dein Sohn also eine 5 würfelt, darf er 5 weiße Tasten abwärts gehen. Er muss dann den Namen der Taste (wieder unbedingt mit dem richtigen Oktavraum dazu) sagen und wenn es richtig ist, darf er bleiben. Wenn es falsch ist, muss er zurück zum Ausgangspunkt. Bei einer 6 darf man nochmal würfeln,[...]
Hee Chiarina :-) Rollenspiel...P&P:

Man könnte auch (zum Teil und in einigen mus. Anwendungsbereichen) auf diese zurückgreifen:

30721-563cba2792a32b9dea5c6c3366418747.jpg
Oben: W12
dann im Uhrzeigersinn:
W10 ( normal )
W6 ( wie von Dir beschrieben)
W8
W10 ( Prozent-/-00er Weise)
W20
Mitte: W4

LG, Olli!! :-)
 

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kub0815

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Wie lange spielt denn der Sohnemann schon?

Und Du, findest Du problemlos die zugehörigen Tasten? Oder spielst Du gar nicht selber?

CW
Mein Sohn wird Ende des Jahres 7 und spielt schon 15 Monate Klavier.

Nein ich finde die nicht selber. Ich SPIELE auch nicht selber. Ich habe mal als Bub Arkodeon und Orgel gespielt. Da ist aber nicht mehr viel wissen da.
 
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kub0815

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Beim Klavier spielen lernt man, Musik zu hören, zu formen, Noten zu lesen, Tasten zu finden und vieles mehr. Zum einen dauert das einfach, Geduld hilft. Zum anderen muss man die Teilaspekte dann halt auch alle üben. Wenn jemand ein Stück, weil es einfach ist, schnell auswendig oder gar gleich aus dem Gehör auf den Tasten nachspielt, wird das das Notenlesen nicht fördern und wie die Taste da heißt, die man gerade drückt, lernt man dabei auch nicht.

Seis drum, dann übt man das halt separat. Nimm ein unbekanntes neues Stück, beliebig kompliziert, versuch bloß nicht, das zu spielen (bzw. Sohnemann das spielen zu lassen) und übt das, Noten zu benennen und die auf den Tasten zu "finden". Vielleicht erstmal beschränkt auf eine Oktave.
Wenn er weiss das die Note ein A ist findet er die Taste auch.
 
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Lieber kuba0815,

Ist dein Sohn unter 10 Jahren alt?

Folgende Tipps und Spiele können helfen:

1. Tipps und Vorkenntnisse:
  • Kann dein Sohn die C-Dur-Tonleiter sicher rauf und runter spielen und singen/sprechen?
  • Kann er gut Noten lesen und fällt ihm nur der Switch aufs Instrument schwer?
  • Kennt er die Namen der Oktavräume (http://www.musikkunde.info/notenlehre/oktavraeume)? Diese fangen immer neu bei c an, vom eingestrichenen c aufwärts befinden sich der zweigestrichene, dreigestrichene .... Oktavraum bzw. in den tieferen Regionen erst klein, dann Groß, dann Kontra (wie Kontrabass) ... . Vielleicht gibt es da Unklarheiten.
  • Kennt dein Sohn die Namen der schwarzen Tasten und weiß, dass es mehrere Möglichkeiten der Namensgebung einer Taste gibt, die wiederum vom Stammton und Vorzeichen abhängig ist? Beispiel: g wird mit einem b-Vorzeichen zu ges (bei b's wird die Endung -es angehängt bis auf die Ausnahmen b und as und der Stammton einen Halbton erniedrigt), die gleiche Taste kann aber auch fis heißen (f mit einem # wird zu fis, bei Kreuzen wird die Endung -is angehängt und der Stammton einen Halbton erhöht).
2. Spiele zur Übung:
  • Um dies alles zu üben, kann z.B. folgendes Spiel helfen, ich nenne es Flugzeugspiel: der Arm deines Sohnes kreist wie ein Flugzeug über den weißen Tasten und landet (Augen zu oder nicht hingucken) auf einer weißen Taste. Hingucken, Namen sagen mit Oktavraum, also eingestrichen, Groß, klein .... . Später oder sofort auch mit schwarzen Tasten. Evtl. die dazu passende Note aufschreiben.
  • Mensch ärgere dich nicht mal anders: spiele mit deinem Sohn und ihr fangt ganz oben beim höchsten Ton der Klaviatur an. Auf dieser Taste stehen zwei Mensch-ärgere-dich-nicht-Figuren, eine für dich, eine für deinen Sohn. Erst mal nur weiße, später auch schwarze und weiße Tasten sind das Spielfeld, auf dem ihr schrittweise abwärts geht. Wenn dein Sohn also eine 5 würfelt, darf er 5 weiße Tasten abwärts gehen. Er muss dann den Namen der Taste (wieder unbedingt mit dem richtigen Oktavraum dazu) sagen und wenn es richtig ist, darf er bleiben. Wenn es falsch ist, muss er zurück zum Ausgangspunkt. Bei einer 6 darf man nochmal würfeln, man kann mit oder ohne Rausschmeißen spielen, wer zuerst unten ist, hat gewonnen. Die Regeln kann man individuell festlegen.
  • Kartenspiele: https://www.amazon.de/Atlantis-Musikbuch-Verlag-AG-Musiknotenkartenspiel/dp/3254001516 . Dein Sohn zieht eine Karte, liest sie (mit Oktavraum!) und spielt sie. Mit Kartenspielen kann man eine Menge anstellen, man kann mehrere Karten hintereinander legen und sie erst laut lesen, dann spielen. Man kann Wettspiele machen, selber kleine Melodien legen u.v.a..
  • Kleine Melodien erfinden und aufschreiben. Man kann auch kleine Texte, Reime, Namen von Tieren o.ä. vertonen und diese aufschreiben und erneut spielen.
  • Bei einem Stück (Tastenkrokodil) lohnt es sich, das Thema oder einen Baustein auditiv einzuführen. Der Lehrer spielt vor, dein Sohn spielt es nach und schreibt das Gespielte auf.
  • Mit dem Lehrer sprechen. Es ist die Aufgabe des Lehrers, Lücken zu schließen und er wird vielleicht dankbar über deine Rückmeldung sein.
Liebe Grüße und viel Erfolg!

chiarina


Er ist gerade mal 6 Jahre alt, Die meisten Sachen kennt er wohl nicht. Die Tonleitern kann er schon rauf und runterspielen das ist nicht das Problem. Bei neuen Noten müssen wir halt erst mal die richtigen Tasten finden. Dann wird über die Note halt mal ein A oder C geschrieben dann klappt es auch. Den link mit den Oktaven finde ich sehr gut die gehe ich mal mit ihm durch und so eine Schablone kann ich mit ja mal wirklich mit ihm basteln.

Die Spiele werde ich auch mal probieren.
 
chiarina

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Er ist gerade mal 6 Jahre alt, Die meisten Sachen kennt er wohl nicht. Die Tonleitern kann er schon rauf und runterspielen das ist nicht das Problem. Bei neuen Noten müssen wir halt erst mal die richtigen Tasten finden. Dann wird über die Note halt mal ein A oder C geschrieben dann klappt es auch. Den link mit den Oktaven finde ich sehr gut die gehe ich mal mit ihm durch und so eine Schablone kann ich mit ja mal wirklich mit ihm basteln.
Lieber kuba0815,

ich rate davon ab, es sei denn, du willst die Schablone für DICH, um einen Überblick zu bekommen.

Aber dein Sohn und Kinder in dem Alter lernen anders als Erwachsene. Viel über Spiele, Bewegung, Greifen und begreifen, mit allen Sinnen. Wenig rational, deshalb bezweifle ich, dass die Schablone ihm wirklich helfen wird.

Die Verbindung zwischen Klang, Taste, Note scheint noch nicht gut zu funktionieren. Er sollte dazu die in meinem letzten Beitrag erwähnten Vorkenntnisse unbedingt erwerben!

Beispiel C-Dur-Tonleiter, rauf und runter sicher zu singen/sprechen/spielen:

das kann man wunderbar abseits des Instruments machen. Man kann die Tonhöhen zeigen und singen (also mit der Hand immer ein bisschen höher zeigen bei jedem Ton, abwärts dann tiefer), dann kann man auch eine Treppe hinauf und hinunter gehen/hüpfen und dabei die Tonleiter singen.

Man spielt sie natürlich auch auf dem Instrument. Man kann das Gespielte aufschreiben oder aus dem Kartenspiel die Noten zur Tonleiter heraussuchen und nebeneinander stellen. Beim Abholen von Schule oder Kindergarten im Auto die Tonleiter singen :003:, immer rauf UND RUNTER. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Auf dem Klavier alle C's finden, alle D's ...... . Ratespiele machen, welches c der vielen c's du spielst (dein Sohn schaut dabei natürlich nicht aufs Klavier) , auch tauschen.

Die Orientierung auf der Klaviatur und die Verbindung von Noten zum Gehör zur Taste (audiomotorisch) ist extrem wichtig und der Lehrer sollte dies ebenso mit deinem Sohn machen.

Liebe Grüße

chiarina
 
R

reymund

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Ok, ich bin ja schon was älter, ich hab mir auf die Noten Aufkleber drauf gemacht . Hab ich auf beiden Klavieren und auf dem Keyboard , hilft mir ungemein. Langsam schau ich aber da nicht mehr so viel drauf wie am Anfang, aber im Alter erlaube ich mir diese kleine Hilfe.
 
 

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